Schreckliche Harnröhrenschmerzen

15.01.08 14:50 #1
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schreckliche Harnröhrenschmerzen

nadi ist offline
Beiträge: 76
Seit: 20.06.07
Hallo Uschi!
Jetzt meld ich mich auch mal kurz zu Wort - ich habe den Thead "rezidivierende Blasenentzündung" ins Leben gerufen.
Mir ging es genauso, haargenau. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass die ständigen Antibiotika meine Blasenschleimhaut dauerhaft geschädigt haben. Habe meine Ernährung umgestellt, obwohl ich auch früher schon sehr gesund gelebt habe, aber esse mittlerweile fast keine Milchprodukte mehr und kein Fleisch (Vegi war ich früher schon, aber mit Milch). Das Märchen, dass man davon nicht leben kann, stimmt auch nicht, die Mehrzahl der Weltbevölkerung lebt ohne Milch...
Wichtig sind für mich gute, kaltgepresste Öle, v.a. Leinöl, auch Kürbiskern, Olivenöl, Rapsöl. Generell Obst und Gemüse bis zum Abwinken, wenig Zucker (ab und zu mal `ne Bitterschoki muss aber...) und - was einen riesenunterschied bei mir macht: fast keinen Alkohol und Kaffee (und wenn, nur koffeinfreien Bio - Kaffee). Wenn ich Alkohol trinke, merke ich nach einem Schluck, wie es in der Blase ziept. Jeder Arzt guckt mich an wie ein Schaf auf dem Mond - hab mir auch schon anhöre müssen "Das kann nicht sein." Gut, was?! Ich merke es schon , wenn ich bei meinem Mann einen Schluck Wein nasche. Denke, es geht wahrscheinlich blitzschnell über Neurotransmitterverbindungen von Schleimhaut zu Schleimhaut, aber genau kann ich es auch nicht sagen. Ich merke nur, dass weglassen extrem hilft. Und am Anfang hab ich versucht, den Urin wirklich meist im basischen Milieu zu halten. Ich denke, das ist eine Zeitlang wichtig, damit sich die Schleimhaut regenerieren kann. Wenn sie wieder einigermaßen stabil ist, verzeiht die Blase kleine Sünden wahrscheinlich eher.
Dazu hat bei mir Meditation und Visualisierung sehr geholfen. Ist meine - natürlich sehr subjektive - Erfahrung. Ich hab mir immer wieder vorgestellt, wie meine Blasenschleimhaut und Harnröhre aus vielen kleinen lebendigen Zellen besteht, die sich alle fröhlich die Hände reichen und ein schützendes Netz über das wunde Gewebe legen. Diese Methoden sind ja mittlerweile auch erforscht und man hat festgestellt, dass dadurch ebenfalls die Heilung besser bzw. schneller vonstatten gehen kann. Mir hat das als Ergänzung sehr gutgetan.
Und am wichtigsten: nicht aufgeben!!! Ich habe 2 Jahre mit dem Thema zugebracht und war am Rand der Verzweiflung...keine Lebensfreude mehr gehabt und z. T. nur noch geheult vor Schmerzen. Weg ist es nach wie vor nicht ganz, aber kaum noch spürbar.
Wünsch Dir weiter viel Erfolg und alles Gute!
@ Siklinde: Danke nochmal - Dein Buch hat mir die Wendung gebracht - bin heute noch Google dankbar, dass ich darüber auf Deine Website gestoßen bin...;o))

schreckliche Harnröhrenschmerzen

Kuala ist offline
Beiträge: 1
Seit: 12.11.08
Infos zu Harnröhrenscherzen der Frau finden sich auf der Homepage
<www.prostatitis.homepage.t-online.de> auf Seite 2 unter 'Urethralsyndrom'.
Viel Glück!

schreckliche Harnröhrenschmerzen

Mickybaby67 ist offline
Beiträge: 309
Seit: 04.10.07
Hallo ihr Lieben,

ich habe ja auch immer wieder Blasenentzündungen, aber mit den Tipps aus diesem Forum war ich nun schon fast ein dreiviertel Jahr beschwerdefrei.

Nun habe ich aber vor ca 6 Tagen auf einmal wieder Schmerzen bekommen, wieder vor allem in der Harnröhre und es wurde immer schlimmer.

Ich habe erst alles versucht, um es wieder in Griff zu bekommen(Basenpulver..ist Basica okay??, Grapefruitkernextrakt, Angocin, viel Knoblauch,)...
aber seit gestern Nacht war es die Hölle
Die Schmerzen waren die ganze Zeit da und wie ein Messer.
Bin dann zum Arzt und soll nun Antibiotika nehmen(Enoxor) und ich weiß nicht, ob ihr es wisst, aber meine Allgemeinverfassung ist sehr schlecht zur Zeit(CFS) und auf Antibiotika, bzw alle Tabletten reagiere ich immer mit ner starken Verschlimmerung...aber nun dachte ich, es gibt keine andere Wahl.
so auch dies mal: nachdem ich es genommen habe, ging es mir ca 3 Stunden danach sowas von schlecht, starker Schwindel, Nervenkribbeln, Kopfdruck-sehr stark, totale Schwäche, Übelkeit...
...ich fühle mich hundeelend, nur das Gute war, dass die Harnröhrenschmerzen langsam nachließen.
Trotzdem habe ich mich so schlecht gefühlt, dass ich gestern Abend dachte, mein letztes Stündlein habe bald geschlagen, so dass ich das AB nicht weiternahm.
Dann habe ich in der Nacht gemerkt, dass die Schmerzen in der Blase wieder stärker wurden und ich habe es aus NOt mal mit Cantharis D6 versucht(hatte ich hier, es noch nie genommen aus Angst vor Erstverschlimmerung),
aber nachdem ich es 2 mal gnommen hatte, konnte ich wieder einschlafen und heute früh sind die Schmerzen noch da, aber schon viel besser.
Ich würde Cantharis nun gern weiternehmen,
habe aber Angst, dass es die Symptome vielleicht nur verschleiern könnte und die Bakterien in meiner Blase dennoch wüten(???)
Kann mir da jemand helfen?
Es wurden auch Baktieren festgestellt, auch in der Scheide(keine Ahnung, wo ich mir das nun weggeholt habe)
Ich habe Angst, dass das AB vielleicht in diesem Fall die einzige Möglichkeit ist, da sonst alles verschlimmern könnte(Nierenentzündung?),
aber dieses AB ist der Horror,
gibt es nicht auch welche, die nichnt so doll aufs Nervensystem wirken??

liebe Grüße von mir
__________________
Ein Freund ist jemand, der die Melodie deines Herzens kennt, und sie dir vorsingt, wenn du sie längst vergessen hast.

schreckliche Harnröhrenschmerzen

Schnute ist offline
Beiträge: 12
Seit: 02.08.09
Hier mal ein kleiner Mutmacher:
Ich habe seit über einem Jahr Beschwerden. Beginnend mit einer Blasenentzündung und dann nicht mehr endende Harnröhrenschmerzen. Ich war voll fertig, hab dazu eine Blasenentzündung nach der anderen gehabt, oft hat man keine Keime nachweisen können. Hab ein Antibiotika nach dem anderen genommen, eine Blasenspiegelung war in Ordnung bis auf eine Schleimhautveränderung- wohl nicht weiter schlimm.
Ich bin zum Psychologen, zum Osteopathen, Kinesiologe, Akupunktur- hat die Beschwerden zum Teil auch gelindert, aber richtig weg ging es nie. Es war immer da. Mal mehr, mal weniger, egal was ich gegessen oder getrunken habe. Manchmal sass ich stundenlang auf dem Klo und nur beim Pieseln tat es nicht weh, danach kams gerade wieder.
Meine Beziehung litt und ich bin schon seit 3 Monaten nicht mehr zur Arbeit gegangen, nicht weil ich keinen Bock hatte, sondern weil auch meine Chefin sagte: so ginge es ja nicht weiter.
Keine 2 Wochen nach Antibiotikaeinnahme gings immer wieder los. Ich hab Augenringe bis zum Kinn, schlechte Haut und fühle mich zunehmens voll schlapp und müde. Abgesehen von den Horrorschmerzen jeden Tag! Abends ist es fast immer besser. Man hat dann endlich mal ein CT gemacht und es kam ein Stein/Verkalkung neben der Harnröhre zum Vorschein. Wahrscheinlich von alten chronischen Entzündungen.
3mm im Durchmesser, aber der sollte angeblich nicht das Problem sein, da er in der Schleimhaut verborgen ist. Ich soll mal 3 Monate Antibiotika nehmen! Ich dachte, ich spinn! Schon wieder Antibiotika! Was soll das denn?
Bin dann zu einer UrologIn gewechselt und die sagte: Antibiotika nützt da nichts, der Stein muss raus, der hat sicher einen Gang in die Harnröhre, den man nicht sehen kann und dieser geht auf und zu wie er lustig ist und wie mein Immunsystem drauf ist und macht dann immer Ärger. Oft werden solche „Harnröhrendivertikel“ eben übersehen und der Leidensdruck ist extem gross. Diese Frauen würden einen Arzt nach dem anderen aufsuchen und oft wird nichts gefunden. Sie machte mir Mut, dass wir das hinkriegen und nächste Woche ist dann die OP.
Ich kann nur sagen, lasst Euch nicht erzählen, es ist psychisch. Findet Euch nicht einfach ab mit der Diagnose: chronisches Urethralsyndrom. Zwingt die Ärzte, bis zum letzten und gerade auch die seltenen Sachen zu suchen.
Vor allem: hört auf Euren Körper. Meiner sagte immer: in der Harnröhre stimmt was nicht und die Blase ist eigentlich okay. Und psychisch hab ich mittlerweile wirklich nen Knacks, das ist aber auch verständlich nach den monatelangen Schmerzen.
Nach der OP mehr von mir…

Liebe Gruesse und Durchhalten!

schreckliche Harnröhrenschmerzen

Kroetchen ist offline
Beiträge: 11
Seit: 20.06.10
Hallo Schnute,

Dein Beitrag macht mir (seit heute neu im Forum...) Mut. War Deine OP erfolgreich? Und hast Du nach der Steinentfernung Besserung erfahren?

Viele Grüße

Kroetchen

Schreckliche Harnröhrenschmerzen

fauna ist offline
Beiträge: 1.523
Seit: 27.11.09
Ich bin grad auch wieder mal seit 2 Monaten an einer nicht heilenden Harnwegsinfektion. Alles, was nützen kann, hilft nichts.

Auch ich bin gespannt auf deine Erfahrung.

Liebe Grüsse, fauna

Schreckliche Harnröhrenschmerzen

Schnute ist offline
Beiträge: 12
Seit: 02.08.09
Hallo Ihr Lieben,
hier nun ein kleines Update. Mir geht es schon viel besser. Diese schlimmen plagenden Schmerzen in der Harnroehre sind fast verschwunden. Ich habe zwar noch ein paar Keime in der Blase, die hin und wieder leichtes Brennen machen, aber diese fiesen Schmerzen sind weg. Seit der Op, die zwar voll unangenehm gewesen ist, eine Woche lang sehr schmerzte und ich hatte auch so lang noch einen Blasenkatheter, aber ich wuerde das immer wieder machen lassen. Ich bin ein neuer Mensch und ich hab mein Leben wieder. Die Quaelerei vorher war fast nicht mehr auszuhalten. Ich kann es nur immer wieder sagen. Dran bleiben und Druck auf die Aerzte machen. Man ist viel zu schnell als Psycho abgestempelt und es gibt eben auch andere Schmerzursachen als immer nur Blasenentzuendungen, die auch schon schlimm genug sind.

Liebe Gruesse aus Barcelona, ich bin nämlich gerade mit meinem Freund in den Ferien, die ich seit Monaten auch mal wieder richtig genießen kann.

Schreckliche Harnröhrenschmerzen

fauna ist offline
Beiträge: 1.523
Seit: 27.11.09
Danke liebe Schnute

Ich freu mich mit dir! Super! - Das klingt wirklich ermutigend! Meine Schmerzen sind zwar zu einem grossen Teil abgeklungen, aber ein Rest ist gebliegen - und auch Entzündungszeichen. Die Keime werden bis morgen einmal mehr abgeklärt.

Liebe Grüsse, fauna

Schreckliche Harnröhrenschmerzen

Kroetchen ist offline
Beiträge: 11
Seit: 20.06.10
Hallo Schnute,

es freut mich, so Erfreuliches von Dir zu hören. Wie schon gesagt: das macht Mut.

Du hast auch völlig Recht, man wird wirklich schnell als Psycho abgestempelt. Seit letzten Donnerstag fühle ich mich erstmals gut aufgehoben bei einem Urologen und seit gestern bin ich einen Harnstein und div. Gries los. Auch wenn das noch nicht das Ende ist und ich noch immer das Gefühl habe, da ist noch mehr. Das schlimme an der ganzen Sache ist, dass man wegen der Schmerzen und allem drumherum (das partnerschaftliche Leben leidet ja schließlich auch darunter) tatsächlich irgendwann psychisch so angeschlagen ist, dass man gar nicht mehr die Kraft hat, sich gegen die Götter in Weiß durchzusetzen. Und dass einem der ganze "Kram" permanent durchs Hirn kreist...

Ich freu mich jedenfalls sehr für Dich.

Liebe Grüße nach Barcelona, genieß den Urlaub!

Viele Grüße

Kroetchen

Schreckliche Harnröhrenschmerzen

Schnute ist offline
Beiträge: 12
Seit: 02.08.09
Liebes Kroetchen!
Aber das hört sich doch verdammt gut an bei Dir! An diesen Steinen sitzen die Keime die Dir Aerger machen. Das ist doch endlich mal ein Anfang und gibt Hoffnung. da kann man auch noch soviel Antibiotika fressen und es wird nicht besser. Kenn ich alles gut. Auch diese vielen enttäuschten Hoffnungen.Aber jetzt ist die Ursache gefunden, das macht doch Mut.
Liebe Fauna!
Keime hab ich auch oft austesten lassen. Dann kommt morgen wieder ein neues Antibiotika, welches Dir dann besser helfen soll. Ich denke, das es immer gut ist ein passendes AB in Reserve zu haben, aber nur zunehmen, wenn nichts anderes mehr hilft.
Momentan nehme ich Basetabletten gegen die kleinen Infekte und dazu werde ich jetzt noch Angocin versuchen. Von AB's hab ich echt die Schnauze voll. Das Immunsystem sollte das eigentlich langsam mal alleine packen. Vielleicht hast Du ja auch ein Steinchen, an dem die Bakterien kleben.
Ich druecke jedenfalls voll fest die Daumen fuer uns alle! Und helfe gern jederzeit, wenn ich kann.
Liebe Gruesse
Schnute!


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