Schilddrüse? Amalgam? Kollagenose? Was könnte es sein?

12.01.08 14:00 #1
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Schilddrüse?Amalgam?Kollagenose?Was könnte es sein?
Binnie
Also das mit den Medikamenten zur Behandlung von Deppressionen, was Sprotte da empfiehlt, würde ich NIE nehmen! Sicher hat man, wenn man vergiftet ist, häufig auch einen Mangel an Neurotransmittern. Jedoch würde ich auf jeden Fall eher die Ursachen behandeln, als meine Leber mit irgendwelchen Medikamenten noch zusätzlich zu traktieren! Wenn Du Dich gesund ernährst und der Körper wieder über die Vitalstoffe verfügt, die nötig sind, um die ganzen Hormone, Entgiftungsenzyme und Neurotransmitter herzustellen, verschwinden auch ganz natürlich evt. vorhandene Deppressionen...

Viele Grüße
Sabine

Schilddrüse?Amalgam?Kollagenose?Was könnte es sein?

Summertime ist offline
Beiträge: 263
Seit: 10.12.07
Zitat von Lina69 Beitrag anzeigen
Hi summertime!
Mineralstoffe kann ich ja mal testen lassen vielen Dank!
Jod darf ich in keinem Fall zu mir nehmen, da es den Entzündungsprozess anheizt. Viele SD Erkrankungen werden durch das zuviel Jod in der Nahrung erst ausgelöst. Leider stimmt das nicht, daß die Schweiz, Ö und D Jodmangelländer sind. Ganz viel schilddrüsenkranke und Menschen mit Jodvergiftungen stehen schon Kopf und versuchen ihre jeweiligen regierungen zu überzeugen endlich mit dem jodieren aufzuhören. Gibts wohl auch ganz interessante Bücher darüber wie "Die Jodlüge". habs aber selbst noch nicht gelesen.

Magnesium hab ich zuhause liegen und trau mich nicht. da ich ja soviel Wasser verliere, nachts wie verrückt trinke, hab ich Angst es dadurch zu verschlimmern. bin da völlig unsicher.

Auf jeden Fall danke für deine Antwort!
Lina
Hallo Lina,

ich glaubte mich zu erinnern, daß Jod bei Hashimoto kontraindiziert ist, grundsätzlich ist es aber nicht zu verteufeln. Ich hatte eine Unterfunktion wegen Jodmangel (durch Jod ist sie verschwunden). Manche Schilddrüsenstörungen entstehen erst durch Jodmangel.
Selen soll allerdings sehr gut bei Hashimoto sein.
Ehrlich gesagt klingen einige Deiner Symptome sehr nach Magnesiummangel, der Beginn nach einer Stressphase (ganz typisch), die innere Unruhe, Zähneknirschen etc. Normalerweise ist Magnesium völlig unproblematisch, es sei denn man hat Nierenprobleme, aber einen Check der MIneralstoffe halte ich sowieso für die beste Lösung, dann hast Du klarheit.

Wenn Du längere Zeit eine bestimmte Diät einhältst solltest Du unbedingt darauf achten genügend Eiweiß (bei Verzicht auf Milchprodukte auch Kalzium- Kalziummangel macht auch nervös)) zu bekommen, woher auch immer, sonst holst Du Dir auch noch einen Eiweßmangel, und das ist nicht lustig.

Alles Gute

Summertime

P.S: Was Binnie bezüglich der Ernährung, Rohkost etc. schreibt ist auch ganz wichtig.

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tinaruhrgebiet ist offline
Beiträge: 726
Seit: 20.03.07
Nichts zu danken Lina,

Zöliakie scheint bei Dir ja wirklich kein Thema zu sein.
Und wenn du keine laktosehaltigen Lebensmittel zu Dir nimmst - scheidet Milch/Laktose auch wohl aus. Bliebe evtl. noch Histaminintolleranz!?
Nahrunsmittelallergien scheinen jedoch wahrscheinlich, da es bei Dir dr. Nahrungskarrenz besser ist.

Darüber hinaus würde ich Dir die Tipps von Binnie u. Anne ans Herz legen.

LG Tina

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Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
noch ein versuch

Schilddrüse?Amalgam?Kollagenose?Was könnte es sein?

Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Zitat von Sprotte Beitrag anzeigen
Wenn Du viel Stress hast und anhand Deiner Vorgeschichte würde ich eine Somatisierungsstörung nicht ausschliessen. Hast Du es schon mal mit Serotoninwiederaufnahmehemmern versucht? Citalopram etc oder neuer Venlafaxin 75mg ret? Das könnt Die evtl helfen

Es könnte auch sein, dass die psychiatrischen Beschwerden eine organische Ursache haben:
Experten untersuchen Viren als Auslöser psychischer Erkrankungen
"Derzeit werden in der internationalen Wissenschaft eine ganze Reihe von Erregern in Zusammenhang mit der Auslösung von Depressionen oder anderen Psychosen untersucht: Influenzaviren, HIV-Viren, Chlamydien, Toxoplasmen, Streptokokken, das Borna Disease Virus, Herpes-Viren, Borrelien und andere."

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Summertime ist offline
Beiträge: 263
Seit: 10.12.07
P.S: Ist das, was Du als Antwort zum Thema Lactoseintoleranz geschrieben hast, Deine typische Ernährung? Wenn ja, dürfte es um Eiweiß und Kalzium ziemlich schlecht bestellt sein.

Viele Grüße

Summertime

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Lina69 ist offline
Themenstarter Beiträge: 593
Seit: 12.01.08
Lustig, jetzt hab ich hier grad meinen ersten thread gelesen.

ein teil der ersten antworten die ich bekommen hab, haben total ins Schwarze getroffen.
ziemliche Minerstoffmängel und Eiweißmangel ausgelöst durch eine - wohl schon seit mind 10 Jahren - kaum vorhandene Darmflora, die ich mir "angezüchtet " hab durch 16 Jahre Eßstörung und danach viele Antibiotika...

alles was dem folge, Dominoeffekterscheinungen.
baue jetzt darmflora auf mit natürlichen Mitteln. vor allem mit bestimmten Heilpilzen.
Blähungen werde auch schon leicht weniger.
Es tut sich also was.

danke an alle , die geantwortet haben in den letzten Jahren!
Lina




Zitat von Summertime Beitrag anzeigen
P.S: Ist das, was Du als Antwort zum Thema Lactoseintoleranz geschrieben hast, Deine typische Ernährung? Wenn ja, dürfte es um Eiweiß und Kalzium ziemlich schlecht bestellt sein.

Viele Grüße

Summertime

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Lina,

Mineralstoffmangel, Eiweißmangel und gestörte Darmflora (vor allem mit viel Fäulnisbakterien) können auch ein Hinweis auf eine Leberkrankheit sein, weil diese 3 Störungen bei Leberkrankheiten ganz typisch wären.
Falls Du sonst noch Hinweise auf die Leber hast, würde ich evtl. die Leber gründlicher untersuchen lassen.

LG
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Schilddrüse? Amalgam? Kollagenose? Was könnte es sein?

Lina69 ist offline
Themenstarter Beiträge: 593
Seit: 12.01.08
liebe Margie,

was kann man denn bei der Leber testen lassen??

meine Leberwerte sind völlig unauffällig.. also sonst keine Hinweise auf leber.

lg,
Lina


Zitat von margie Beitrag anzeigen
Hallo Lina,

Mineralstoffmangel, Eiweißmangel und gestörte Darmflora (vor allem mit viel Fäulnisbakterien) können auch ein Hinweis auf eine Leberkrankheit sein, weil diese 3 Störungen bei Leberkrankheiten ganz typisch wären.
Falls Du sonst noch Hinweise auf die Leber hast, würde ich evtl. die Leber gründlicher untersuchen lassen.

LG
margie

Geändert von Lina69 (15.11.13 um 20:26 Uhr)

Schilddrüse? Amalgam? Kollagenose? Was könnte es sein?

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Lina,

Du hattest aber schon mal hier geschrieben, dass Du leicht erhöhte Leberwerte hast:

http://www.symptome.ch/vbboard/amalg...tml#post129808

Bei einer Leberkrankheit gehen die Leberwerte erst dann hoch, wenn die Leber schon sehr stark geschädigt ist. Auch nur ab und an leicht erhöhte Leberwerte sind daher relevant und sind ein Hinweis, dass die Leber krank ist.
Auch grenzwertige Leberwerte können schon ein Hinweis sein.

Welche Leberwerte waren damals denn erhöht?
Und wurde herausgefunden, wieso? Z. B. Hepatitis A oder B? Akute Infektion mit EBV?

Wenn Du ohne erkennbaren Grund schon mal leicht erhöhte Leberwerte hattest, so würde ich vermuten, dass Deine Leber nicht ganz gesund ist.

Leberwerte sind:
GGT, GPT, GOT, Bilirubin, Cholinesterase, GLDH, Alkalische Phosphatase, LDH
Bei der Cholinesterase sind niedrige Werte, d. h. auch im unteren Normbereich liegende Werte evtl. ein Hinweis auf einen schweren Leberschaden, i. d. R. eine Zirrhose.
Ist die Alkalische Phosphatase niedrig, z. b. unter 50 kann das ein Hinweis auf einen M. Wilson sein, den ich oben in 2008 mal erwähnt hatte. Kann heißt, dass es noch andere Ursachen für niedrige Werte gibt.

Wurden bei Dir die oben genannten Werte denn überhaupt mal alle schon bestimmt?
Und ist davon keiner grenzwertig oder doch mal öfters ganz leicht außer der Norm?


Bei -auch nur leicht- erhöhten Leberwerten wäre es evtl. sinnvoll, in eine Ambulanz für Leberkrankheiten einer Uniklinik zu gehen. Da Du auch Blähungen, also Verdauungsprobleme hast, wäre das auch ein "Aufhänger" mal dorthin zu gehen. Denn Leberambulanzen sind in der Regel in der Gastroenterologie eines Klinikums angesiedelt, so dass man all diese Probleme bei einem Arzttermin dort mal ansprechen könnte.
Ich kenne nun nicht alle Deine Beschwerden. Daher kann ich auch nicht sagen, ob Du Beschwerden hast, die mehr zu der einen oder zu der anderen Leberkrankheit passen könnten oder ob überhaupt eine Leberkrankheit als Ursache dafür in Frage kommt.
Ich denke aber, wenn es um die Leber geht, wird man bei jüngeren Menschen in erster Linie die genetisch verursachten Leberkrankheiten prüfen.
Das wären die Eisenspeicherkrankheit, als die wohl häufigste Leberkrankheit, die Kupferspeicherkrankheit (M. Wilson) als seltenere Leberkrankheit. Dann gibt es noch den Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, der wenn ich mich nicht irre, auch oft vererblich ist und bei dem die Leber (und die Lunge) betroffen sind.
Natürlich gibt es noch einige weitere Leberkrankheiten. Mit allen kenne ich mich auch nicht aus.
In unserer Familie ist die Eisenspeicher- und die Kupferspeicherkrankheit vertreten und bei denen kenne ich mich etwas aus.
Da gerade die Eisenspeicher- und die Kupferspeicherkrankheit gut behandelbar sind, sollte man diese beiden Krankheiten frühzeitig finden, d. h. wenn man Anhaltspunkte haben sollte, dass man eine der beiden Krankheiten hat, sollte man so früh wie möglich handeln (es wird mit Abwarten nicht besser bei diesen beiden Krankheiten).

Ob Du nun wirklich leberkrank sein könntest, ist natürlich schwer zu sagen. Man müsste da die Leber und die Leberwerte schon eine Zeitlang genauer untersuchen und müsste auch Deine übrigen Werte und Beschwerden kennen.

Es ist schon sehr schwer, eine Leberkrankheit frühzeitig zu entdecken.
Oft kommt man eher auf Umwegen auf die Leber:
Z. B. ist bekannt, dass bei der Eisenspeicherkrankheit die Eisenwerte wie Ferritin, Transferrin-Sättigung relativ hoch ausfallen (bei Frauen vor den Wechseljahren sind diese Werte aber oft deutlich niedriger als bei Männern, wenn sie diese Krankheit haben).
Oder man stellt fest, dass man sehr viel Kupfer im DMPS-Test ausscheidet. Das kann ein Hinweis auf M. Wilson sein. Ebenso natürlich, wenn zufällig mal das Serum-Kupfer bestimmt wurde und es erniedrigt ist (das mit dem "erniedrigt" klingt unlogisch, aber es ist tatsächlich so, dass niedriges Serum-Kupfer beim M. Wilson anfänglich vorliegt - das Kupfer wird nämlich in der Leber gespeichert und ist dann im Serum anfänglich erniedrigt).

Leberkranke haben oft einen Mangel an Magnesium, Zink und an Vitamin A. Diese 3 Mängel waren bei mir immer sehr deutlich, so dass ich rückblickend sagen kann, dass diese Mängel eigentlich schon ein Hinweis auf meine kranke Leber waren.

Auch eine schlechte Gerinnung kann einen Hinweis auf die Leber liefern. Wäre z. B. der Quickwert auffällig niedrig, so kann das mit der Leber zusammen hängen. Ebenso können niedrige Thrombozyten auch auf eine Leberkrankheit hinweisen (aber auch auf andere Störungen, die man dann prüfen sollte).

Untersuchungsmöglichkeiten sind neben den Leberwerten der Ultraschall, das Fibroscan, das MRT.
Aber bei Leberkrankheiten im Anfangsstadium wird man mit diesen Methoden noch keine Erkenntnisse gewinnen.
Natürlich gibt es auch die Leberbiopsie, aber auch die würde man erst machen, wenn man konkrete Hinweise auf eine Leberkrankheit hat wie evtl. auffällige Leberwerte oder auffällig hohes Ferritin bzw. hohe Transferrinsättigung, auffällige Werte beim Kupferstoffwechsel, andere auffällige Leberwerte (z. b. auf Hepatitis, bestimmte Leber-Antikörper, die auffällig sind).


Ja, es ist manchmal eine Art Puzzlespiel, wenn man einschätzen will, ob die Leber etwas haben könnte.

Leider ist es aber so, dass viele Ärzte sich mit der Leberdiagnostik kaum auskennen. Viele bagatellisieren auch erhöhte Leberwerte oder unterstellen einfach, dass der Patient sie durch falsche Gewohnheiten (wie Alkohol, wie falsche Ernährung) selbst verursacht hat, was aber oft falsch ist.
Auch bei mir war es so, dass einige Ärzte wohl dachten, ich trinke zuviel Alkohol und dass meine Leberwerte deshalb oft leicht oder auch mal stärker erhöht waren.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Hinweise geben, mit denen Du etwas anfangen kannst.


LG
Margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (16.11.13 um 20:21 Uhr)


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