Fortschreitende Muskelschwäche, Krämpfe bei Nahrungskarenz

15.07.17 19:10 #1
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linusbert ist offline
Beiträge: 16
Seit: 01.06.17
Hallo Ihr lieben, eigentlich würde ich gerne in den Muskelthread schreiben, fand aber kein daher probier ich es hier.

Ich bin 30, Kerl , leide seit einem Jahr unter einer progredienten Muskelschwäche die mich so langsam ans Bett fesselt.
Ärzte finden nichts, suchen aber auch nicht richtig. Bevor ich wieder zum Arzt gehe würde ich gerne erwas Greifbareres haben.

NVU Bekannt und getestet: Lactose, Fructose, Glutensensitivität
Möglicherweise auch Histamin und Salicilate.
Allergien auf Obst, Nüsse und Pollen.

CK Wert leicht erhöht, 200-250

Eine HPU war positiv! Die Therapie mit B6, Mangan, Zink nicht hilfreich.
Habe inzwischen auch Dr. Kuklinskis Best-of an Mikronährstoffen seit 6 Wochen im Programm, auch negativ.

Folsäure, Vitamin D und B Vitamin Mängel wurden von mir behandelt. Mein Vit D ist jetzt bei 90.
Magnesium und Kalium nehme ich 600 mag und 500 kal tgl.
Stuhlpilztest negativ.

Meine Fettwerte sind seit ein paar Monaten schlecht. Ich habe ca 25 kg zugenommen die letzten 12 Monate. Bin 87kg auf 180 nun , davor mein leben 63kg und keine Chance auf Gewichtszunahme.

Das einzige was Temporär hilft ist Zucker und einfache Kohlenhydrate.

Meine Symptome beschreiben sich so:

- nach Nahrungskarenz oder körperlicher Belastung eine erhöhte Krampfneigung und Verhärtung der belasteten Muskulatur mit anschließender Muskelschwäche

- besonders monotone Bewegungsabläufe oder die Spannung im Muskel halten, oder starke Muskelanspannung (z.B nassen Lappen auspressen) provozieren die vorgenannte Problematik. Es scheint als würde der Muskel sich nach Belastung nichtmehr vollständig entspannen

- Spürbare Besserung 1-2h nach guten Mahlzeiten oder innerhalb 15min nach Glucose, Muskulatur entspannt, Krämpfe lösen sich, Schwäche geht zurück (es hilft nur Zucker aber nicht Magnesium oder andere Elektrolyte)

- Wenn die Belastung nicht unterbrochen wird oder zeitlich gegessen wurde, gehen die Probleme auf alle Muskelgruppen über. Dann auch Kaumuskulatur, Finger, Backen, Knie, Fusssohle und andere Muskeln wo ich nicht wusste dass ich sie habe

- Wenn die Belastung beibehalten wird ohne Zucker / Essen oder morgens nüchtern, führt die Überforderung am nächsten / übernächsten Tag zu einer permanenten Verschlechterung und Krisensituation.

- Nach moderater Überlastung bei zuwenig Nahrungsaufnahme erhöht sich die temporäre Krampfneigung langsam über Tage was es sehr schwer macht die Belastungsgrenze einzuschätzen

- Bei sehr Kohlenhydratreicher Kost (kurzkettig, Vollkorn wird schlecht vertragen) verbessern sich die Symptome über Tage und Wochen

- Bei Fettreicher Nahrung verschlechtern sich nach Tagen die Symptome. Mein Körper meldet zudem Aversion gegen fettreiche Lebensmittel, z.b Reis geht aber überbackener Reis geht nicht. Frittierte Lebensmittel oder Hähnchen gehen nicht, mageres Fleisch oder Fisch jedoch gut

- Nach Krise ist die maximale Belastungsgrenze der Muskulatur bis meine Symptome auftreten verkürzt, permanent. Vor 4 Wochen war Treppensteigen kein Problem, heute treten die Probleme bereits nach ein paar Stufen oder bei längerem stehen nach ein paar Minuten auf.

- Eine Krise erholt sich nach ein paar Tagen Schonung bei konstanter Nahrungszufuhr. Die max. Belastungs Grenze bleibt erniedrigt.

- Erholung aller Symptome nur bis zur max Belastungsgrenze. Diese fällt jedoch seit 12 Monaten stetig.

- ich vermeide Zucker wo es geht, mein aktueller Zuckerkonsum ist bei maximal ca. 20-40g pro Tag. Besser ist es alle 2h was vernünftiges zu essen was ebenfalls hilft die Krise zu vermeiden. Zu Zeiten als ich noch 100g Zucker pro Tag ass, ging es mir deutlich besser.

- Gewichtszunahme, selbst bei aktueller Kost von weniger als 2000cal pro Tag. Aktuell habe ich übergewicht

Daraus resultiert ein Esszwang alle 2h bei fettarmer Kost und ausreichend Schonung.

Früher:
- erhöhte Krampfneigung bereits mit 14 Jahren, nach Sport insbesondere einem Sprint immer! ein Wadenkrampf. War bereits damals auffällig im Vergleich zu anderen. Muskelaufbau war mir nie möglich. Höchstgewicht bei beliebiger Nahrungsaufnahme und Training 64kg bis letztem Jahr.
- seit dem ich ca 17 bin starke Abgeschlagenheit und Schwäche nach Muskeltraining für Tage.
- seit meinem 25. grippeähnliche Symptome nach starkem Muskeltraining für Wochen. Nur moderates Training oder leichter Ausdauersport war tolerierbar.
- seit 2 Jahren unterzuckerungs Gefühle nach Ausdauersport, z.B längere Spaziergängen oder beim Tanzen mit Schwindel und Sehstörungen
- als Kind bis heute nie gerne Süssigkeiten gegessen, ebenso fettreiches nur sehr wenig
- 2014 bestätigt die Sportmedizin was ich seit Jahren merke, ich bin bei 10% Belastungsfähigkeit im Vergleich zu meiner Altersgruppe, trotz Regelmässigem Sport

Hat wer eine Idee? Ich danke für jede hilfe!


Fortschreitende Muskelschwäche, Krämpfe bei Nahrungskarenz

linusbert ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 01.06.17
Mein Titel vermisst ein wichtiges Detail :
Fortschreitende Muskelschwäche, Verhärtung, Krämpfe bzw Krampfneigung nach Muskelbelastung oder Nahrungskarenz

Fortschreitende Muskelschwäche, Krämpfe bei Nahrungskarenz

Oregano ist offline
Beiträge: 62.532
Seit: 10.01.04
Hallo Linusbert,

- bist Du schon auf Diabetes untersucht worden?
- Gibt es auffallende Werte bei Blutbildern, z.B. bei den Werten der Schilddrüse?. Wie sehen Deine Nierenwerte aus?
- Welcher CK-Wert wurde bei Dir bestimmt?
- Weißt Du, ob Du mit irgendwelchen Giften belastet bist oder warst (Schimmel, Amalgam, viele Medikamente ...)?
...
Es gibt vier verschiedene Creatinkinasen. Diese unterscheiden sich nur leicht, kommen jedoch immer nur in einem bestimmten Körpergewebe vor. Die CK-MB gehört zum Beispiel zum Herzmuskel, die CK-MM zur Körper- und Skelettmuskulatur.
...
...
Eine vom Normalbereich abweichende Creatinkinase-Konzentration im Blut muss jedoch nicht immer Zeichen für einen Herzinfarkt sein. Ein hoher CK-Wert kann auch auf Muskelerkrankungen und Entzündungen von Haut oder Muskeln hinweisen. Auch Erkrankungen, bei denen die Patienten öfters unter Krämpfen leiden (zum Beispiel Morbus Parkinson oder Epilepsie) lassen den CK-Wert ansteigen.

Hoher CK-Wert durch Sport

Es gibt zudem einige recht harmlose Ursachen für hohe CK-Werte. So kann nach Operationen und Injektionen in den Muskel, nach Stößen in die Muskulatur oder bei Muskelkater der CK-Wert ansteigen. Stark erhöhte CK-Werte treten auch nach exzessivem und ungewohntem Muskeltraining (vor allem der großen Muskelgruppen) im Fitnesstudio, beim Bodybuildung oder nach Ausdauersport auf. Dabei können die Werte teilweise extrem auf das Zweitausendfache des Normalwertes ansteigen.

Geschieht dies nur gelegentlich, gleicht der Körper die erhöhte CK-Konzentration selbst aus. Da ins Blut ausgeschüttete Creaktinkinasen jedoch ein "Abfall"-Produkt des Körpers sind und über die Nieren entsorgt werden müssen, belastet ein dauerhaft hoher CK-Wert auch die Nieren und kann zu Nierenschäden führen.

Zu niedrige CK-Werte haben dagegen keine medizinische Bedeutung.
...
https://www.lifeline.de/diagnose/lab...e-id47648.html

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Geändert von Oregano (15.07.17 um 20:40 Uhr)

Fortschreitende Muskelschwäche, Krämpfe bei Nahrungskarenz

linusbert ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 01.06.17
Hallo Oregano,

Diabetes Typ 2 liegt in der Familie, ist bei mir nach HBA1C Bestimmung und nüchtern Glucose sowohl Insulinpegel wohl noch unauffällig.
Wobei der Glucosetoleranztest bei mir nach 1,5h noch immer bei 170 lag was auf einen Prädiabetes hinweisen könnte? Leider hat das Gastrolabor den Test abgebrochen weil unter 200... wäre natürlich interessant gewesen den Wert nach 2h zu wissen.
Aber macht ein Prädiabetes solche heftigen Probleme?

Schilddrüse unauffällig, sämtliche T Werte sowohl auch Ultraschall und szintigramm.

Nierenfunktion ohne Eiweiss im Urin. Laut Arzt alles gut.

Der Gesamt CK liegt oft bei 200. Im letzten war der Gesamt CK bei 170 und CKmb stark erhöht bei 48. Der Arzt meinte TOP Werte, warum auch immer. Es gab auch mal ein Differential mit allen CK Subtypen welches auch nicht sonderlich aussagekräftig war. Der MB Wert war noch grenzwertig damals.

Meine Magnesium, Phosphat Werte waren niedrignormal bei hochnormalem Calcium und Parathormon im oberen drittel als ich noch Vit D Mangel hatte von 7. Heute wohl alles oben ausser Parathormon niedrig. Das Blutbild bekomme ich jedoch erst nächste Woche zu Gesicht. Kann dann genaueres sagen.

Gifte mir nicht bekannt, Kunststoff Zahnfüllungen. Habe einen Schwermetalurintest gemacht aber ohne Ausleitung. Cadmium war im Mittelgrünen bereich aber sonst nix gesehen. Möglicherweise müsste man das nochmal mit Ausleitung wiederholen?

Fortschreitende Muskelschwäche, Krämpfe bei Nahrungskarenz

Adlerxy ist offline
Beiträge: 746
Seit: 31.10.08
Hallo !

an Magnesium, Vitamin D oder Kalium hätte ich auch gedacht bei den Symptomen aber da das abgeklärt ist. Ich denke eventuell noch an hormonelles problem Testosteron z.b. auch eine Nebennierenschwäche dort werden viele hormone produziert wie auch Cortisol könnte auf die Symptome noch gut passen.

L.g. Detlev

Fortschreitende Muskelschwäche, Krämpfe bei Nahrungskarenz

linusbert ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 01.06.17
Hi Detlev,

Erst neulich habe ich den Stressplus von Mediviere gemacht DHEA normal. Cortisol im Normbereich aber oben. Das DHEA Cortisol Ratio ist deutlich zugunsten des DHEA. D.h. Ich vermute dass DHEA ausreichend für Testosteron vorhanden ist. Nebennierenschwäche fällt vermutlich raus.

Ich habe den Test jedoch von 11 -23 Uhr und nicht wie üblich von 8-20 Uhr gemacht da ich damals um 11 meine natürliche Aufstehteit hatte. Evtl ist der Verlauf vom Cortisol sogar über dem Normbereich dann.

Cortisol morgens: 11725
Abends : 410

DHEA morgens: 547
Abends: 212

Ratio morgens: 21.5
Abends: 1.9 sogar unter dem Norm von 2.9
Was bedeutet das Ratio?

Fortschreitende Muskelschwäche, Krämpfe bei Nahrungskarenz

Hans F ist offline
Beiträge: 824
Seit: 21.09.14
Hallo linusbert,

Zitat von linusbert Beitrag anzeigen
Eine HPU war positiv! Die Therapie mit B6, Mangan, Zink nicht hilfreich.
Habe inzwischen auch Dr. Kuklinskis Best-of an Mikronährstoffen seit 6 Wochen im Programm, auch negativ.
Bis die NEMs positiv anschlagen können 6-9 Monate vergehen.
Bei manchen HPUlern (wie bei mir) genügt für die Beseitigung des (funktionalen) B6-Mangels auch nicht die bloße Einnahme von B6, denn sie haben eigentlich genug B6 im Blut. Das B6 wird dann vom Körper nicht richtig verstoffwechselt, da Co-Faktoren fehlen. Bei mir war es das B2, das im Verhältnis zu B6 von 2:1 eingenommen werden muß.
Aktives B2 und B6 sind ebenfalls von Vorteil.
Nachdem es mir so gelang meinen B6-Stoffwechsel wieder herzustellen, konnte ich nach 2 Monaten beobachten, wie der Magnesiumspiegel im Blut-Serum langsam wieder anstieg. Das tat er das erste Mal nachdem er über Jahre gesunken war.

- nach Nahrungskarenz oder körperlicher Belastung eine erhöhte Krampfneigung und Verhärtung der belasteten Muskulatur mit anschließender Muskelschwäche
Krampfneigung (insbesondere Waden) habe ich auch seit Jahren und mache dafür den Magnesiummangel verantwortlich.
Unter gesunden Umständen (mit funktionierenden B6-Stoffwechsel) dauert es sehr lange (bis zu 1 Jahr oder länger) diesen Mangel oral komplett zu beseitigen.

Was meine Wadenkdenkrampfneigung betrifft hat es mir geholfen die Waden mit einer 50%igen MgCl-Lösung einzureiben. Da habe ich schon am 2. Tag Wirkung gespürt. Zur Zeit experimentiere ich zusätzlich mit einer 10-15%igen DMSO-Lösung, die das Magnesium noch effizienter in das Gewebe befördern soll.
Dass Muskelschwäche auch von Magnesiummangel kommt scheint mir plausibel, denn Magnesium ist ja für die Entspannung der Muskeln wichtig. Wenn Magnesium fehlt, fehlt auch immer Calcium. Calcium ist für die Spannung wichtig.

Insofern wäre also mein Tipp an Dich:
1. B6-Stoffwechsel in Ordnung bringen (ggf mit den richtigen Co-Faktoren)
2.) Da wo es möglich ist (Arme, Beine) die Musklen über die Haut mit Magnesium über eine Magnesiumchlorid-Lösung versorgen.

Gruß
Hans

Fortschreitende Muskelschwäche, Krämpfe bei Nahrungskarenz

Hans F ist offline
Beiträge: 824
Seit: 21.09.14
Zitat von linusbert Beitrag anzeigen
Meine Magnesium, Phosphat Werte waren niedrignormal bei hochnormalem Calcium und Parathormon im oberen drittel als ich noch Vit D Mangel hatte von 7. Heute wohl alles oben ausser Parathormon niedrig.
Wurden der Magnesium-Wert im Serum oder im Vollblut bestimmt? Serumwerte haben da eine geringere Aussagekraft als Vollblutwerte.

Gruß
Hans

Fortschreitende Muskelschwäche, Krämpfe bei Nahrungskarenz

linusbert ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 01.06.17
Hi Hans,

mit dem Vollblut sprichst Du was an. Leider nicht daher nur Serum, ich habe darum gebeten aber die Ärzte weigern sich. Zu "teuer" ausserdem in der "evidenzbasierten" Medizin misst man das im Serum, das praktiziert man ja seit Jahren und hat sich bewährt. Wenn ich auf neuere Studien bei pubmed Verweise ist der Arzt gekränkt. Ich könnte es bei einem HP probieren aber da fehlt mir die Kraft, ich komme ohne Hilfe keine Treppe mehr runter.

Transdermal Mag habe ich probiert, das verträgt meine Haut leider nicht da sich nach 3 Tagen sehr trockene juckende Haut bildet. Konnte auch keinen Effekt bei mir beobachten.
Ich nehme weiter das Magnesium Oral aber es ist aktuell noch nichtmal ein Stopp der Abwärtsspirale eingetreten.

Aktuell nehme ich einen B Komplex mit Aktiv Stoffen. Dort ist ungefähr das B2/B6 Ratio 3:2.

Was mir bei Verkrampfung hilft ist Zucker. Die Krampfneigung sowie Muskelverhärtungen im ganzen Körper gehen zurück. Aber das ist auch keine Dauerhafte Lösung gerade bei deohendem Diabetes in der Familie :(

Fortschreitende Muskelschwäche, Krämpfe bei Nahrungskarenz

linusbert ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 01.06.17
Anbei ein paar Videos zu meinem Treppenproblem. Es ist wirklich eine Schwäche in der Muskulatur, ich selbst fühle mich relativ normal dabei. Runter gibt es zudem einen dumpfen stechenden Schmerz in Beide Kniee. Danach oder dabei habe ich eine Muskelschwäche sowie Verkrampfung der Muskulatur im Bein. Mein Puls beim Hochstieg geht auf biszu 150 hoch. Die 5 Stufen im Video haben mir schon gereicht.

Front
https://youtu.be/cpotMFz42wk
Back
https://youtu.be/yiOkCEVzApc


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