Seit 2 Jahren Beschwerden und im Dunkeln tappen; Benommenheit

21.11.07 14:01 #1
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Seit 2 Jahren Beschwerden und im Dunkeln tappen

pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Hallo Tommy

Zur Diagnostik bei Verdacht auf Polyzythämie:
Bei dieser vom Knochenmark ausgehenden systemischen Bluterkrankung findet bei den Stammzellen eine Entartung statt. Bei dieser Entartung werden die roten und weißen Blutkörperchen sowie die Thrombozyten vermehrt gebildet.

Bei Erhöhung der Zahl der roten Blutkörperchen sollte man zunächst eine so genannte sekundäre Polyglobulie ausschließen. Diese verstärkte Bildung der Erythrozyten liegt im Falle eines chronischen Sauerstoffmangels im Blut beispielsweise bei Herz- oder Lungenerkrankungen oder längeren Hochgebirgsaufenthalten vor. Eine relative Vermehrung der Blutzellen kann auch durch ein vermindertes Plasmavolumen bei Durchfall, Erbrechen oder Verbrennungen verursacht werden. Zu den chronisch-myeloproliferativen Erkrankungen, zu denen die Polycythaemia gehört, werden auch die chronisch myeloische Leukämie (CML), die primäre essenzielle Thrombozythämie und die Osteomyelofibrose gerechnet.

Wichtig sind eine Bestimmung des Blutbildes, eine Knochenmarkentnahme, eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane sowie die Bestimmung des Erythropoetinwertes im Blut. Es zeigt sich im Blutbild eine Erhöhung der Zahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), was zu einem erhöhten Hämatokritwert des Blutes auf mehr als sechzig Vol. % führen kann. Für die Polycythaemia vera ist eine Erhöhung der Zahl der Transporteiweiße für Sauerstoff (Hämoglobinwert) ebenfalls typisch. Des Weiteren lassen sich eine zunehmende Erhöhung der Blutplättchen und der weißen Blutkörperchen und ein erhöhter Wert der alkalischen Leukozytenphosphatase (ALP-Index) feststellen. Die alkalische Leukozytenphosphatase ist ein Enzym, das vorwiegend in bestimmten Abwehrzellen - den neutrophilen Granulozyten - vorkommt. Der Wert des Erythropoetins ist vermindert oder auch normal, aber nicht erhöht. Erythropoetin ist ein Hormon, das die Bildung der roten Blutkörperchen stimuliert. Aufgrund der erhöhten Erythrozytenzahl wird die Bildung dieses Hormons rückkoppelnd verringert. Im peripheren Blut lassen sich unreife Vorstufen der weißen Blutkörperchen und der Erythrozyten (sog. Retikulozyten) nachweisen, die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit ist erniedrigt. Das Knochenmark ist sehr zellreich, mit zahlreichen Vorläuferzellen der roten und weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen. Durch die gesteigerte Blutbildung werden auch vermehrt Zellen abgebaut, sodass als Abbauprodukt Harnsäure im Blut anfällt, was als Hyperurikämie bezeichnet wird. Festzustellen ist auch eine scheinbare Hyperkaliämie, da aus den Thrombozyten vermehrt Kalium freigesetzt wird.
Zur Unterscheidung von anderen myeloproliferativen Erkrankungen kann eine Beckenkammbiopsie weiterhelfen.
www.aok.de/bund/tools/medicity/diagnose.php?icd=1736
Ich bin der Meinung, dass dafür die Erythrozytenzahl deutlich erhöht sein müsste.

Allerdings gehe ich immer noch davon aus, dass Dein Körper ev. vermehrt Eisen aufnimmt, welches dann für die Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin im Überangebot da ist...

Mir war schon klar, dass er Dich wegen Verdachts auf Polyzythämie zum Hämatologen schicken will.
Ich hoffe, Du hättest dort einen kompetenteren Ansprechpartner in Sachen Hämochromatose .

Nochmals zum Ferritin:
Das ist ein sehr "sensibler" Wert. Während ein niedriges Ferritin praktisch immer einen Eisenmangel anzeigt, ist ein normales oder hohes Ferritin leider nicht eindeutig. Für Menschen mit der genetischen Veranlagung zu Hämochromatose gelten diese Normalwerte nicht! Da wird empfohlen, das Ferritin unter 50 oder gar unter 30 zu halten, damit im Körper möglichst kein Eisen angespeichert wird.

Liebe Grüsse
pita

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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Tommy,

Ferritin 180 (Arzt nannte nicht Referenzbereich, sagt aber im ganz normalen Bereich)

Eisen auch im Normbereich

GPT 56 (Normbereich bis 50)

Zucker 76 (auch im Normalbereich, aber ja teilweise als mal bisschen zu niedrig)

Hämoglobin 18 (unverändert leicht erhöht)

Er meinte aufgrund der Werte kann man eigentlich Hämachromatose und Morbus Wilson ausschliessen.
Also mit dem Ferritin-Wert kann man zur Hämochromatose schon sagen, dass sie dadurch weniger wahrscheinlich ist. Möglicherweise bist Du Genträger dafür und hast dann die Tendenz auf eine leichtere Eisenspeicherung.

Aber mit diesen Werten kann man über Morbus Wilson nichts sagen.
Wurde denn Serum-Kupfer und Coeruloplasmin bestimmt?
Und ganz wichtig wäre darüber hinaus noch das 24h-Urinkupfer.
ich will nun nicht alles wiederholen, weshalb ich bei Dir es möglich hielte, dass Du MW haben kannst.

Polyzythämie:
Damit kenne ich mich nicht aus.

Ich weiß nur, dass mein Bruder (also der mit Hämochromatose) auch erhöhte Hb-Werte hatte und man in seinem Arztbrief schrieb, dass man aufgrund der Untersuchungen keine Hinweise auf eine sek. Polyglobulie (hängt mit Polyzythämie zusammen) habe und man dies ggf. über eine Knochenmarkspunktion weiter abklären könne, wenn sich eine zunehmende Tendenz ergäbe. Leider bin ich nicht informiert, wie aktuell die Blutwerte meines Bruders sind (eine Knochenmarkpunktion ist bei ihm nicht erfolgt).
Allerdings ist bei meinem Bruder auch noch möglich, dass er M. Wilson hat. Das wurde bei ihm nicht mituntersucht.
Bei mir selbst waren vor meiner Therapie die HB-Werte auch relativ hoch, aber nie überhöht und ich hatte auch schon rote Blutkörperchen über 5, was bei einer Frau recht viel ist (ich habe M. Wilson). Also ich würde es für denkbar halten, dass auch der M. Wilson da eine Rolle spielen kann, denn da zur Blutbildung Kupfer nötig ist und bei M. Wilson ein Überangebot an Kupfer vorhanden ist, könnte es doch sein, dass dieser Kupferüberschuss für die hohen Blutwerte bei den roten Blutkörperchen und dem Hb-Wert sorgt?

Aber lasse Dich auf die Polyzythämie untersuchen. Wenn Du sie nicht hast, bist Du sicher auch beruhigt.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Hallo Margie

Zur sekundären Polyglobulie steht ja auch was im obigen Zitat, hast Du dies gesehen?
Bei Erhöhung der Zahl der roten Blutkörperchen sollte man zunächst eine so genannte sekundäre Polyglobulie ausschließen. Diese verstärkte Bildung der Erythrozyten liegt im Falle eines chronischen Sauerstoffmangels im Blut beispielsweise bei Herz- oder Lungenerkrankungen oder längeren Hochgebirgsaufenthalten vor. Eine relative Vermehrung der Blutzellen kann auch durch ein vermindertes Plasmavolumen bei Durchfall, Erbrechen oder Verbrennungen verursacht werden.
Liebe Grüsse
pita

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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Pita,

danke für den Hinweis.
Ich habe bei GOOGLE versucht die beiden Begriffe einzuordnen und erkannte, dass beide "in die gleiche Richtung gehen", die Polyglobulie wohl aber die harmlosere Krankheit ist.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Tommy80 ist offline
Themenstarter Beiträge: 106
Seit: 21.11.07
Hallo zusammen.
Ja ich werde in jedem Fall noch versuchen Hämochromatose und MB bei meinem Internisten in Freiburg (studiere in köln) der mich langjährig schon betreut machen zu lassen. der ist eigentlich ein spitzen arzt. werde das dann machen wenn ich am 20. dezember für 10 tage nach freiburg fahre.
heute war ich beim zahnarzt und es wurde ein röntgenbild gemacht. der zahnarzt hat gleich mal drei zahnherde identifziert. zwei bei den wurzelbehandelten verkronten schneidezähnen und einer daneben am eckzahn. heute wurde provisorisch eine neue wurzelfüllung gemacht und ich sollte eine professionelle zahnreinigung machen lassen. danach nochmals wurzelbehandlung und dann kommt ein provisiorium und später dann neue kronen da meine schon 11 jahre alt sind und wohl auch nicht mehr so gut in schuss sind. er sieht in jedem fall einen zusammenhang zwischen meinen zähnen und meinen gesundheitlichen problemen. das röntgenbild bekomme ich die tage per email zugeschickt. dann stelle ich es hier mal rein. vielleicht kann der ein oder andere noch seine meinung dazu sagen.

Grüsse
Tommy

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Tommy,
mach ein bißchen langsam bitte mit den Zahnbehandlungen. Wo genau hat der ZA denn die Entzündungen gesehen? Wurzelbehandelte Zähne noch einmal neu zu füllen ist sicher nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluß, auch wenn die Schneidezähne natürlich wegen der Optik und zum Beissen irgendwie vorhanden sein müssen.
Wurzelbehandlung heißt doch, daß der Nerv gezogen ist, der Zahn tot (oder fast wegen eventuell übrig bleibender kleiner Wurzeln). Wieso dann noch einmal eine Wurzelbehandlung?? Oder verstehe ich da etwas falsch?
Ich frage mich auch, ob es sinnvoll ist, auf diese Ruinen neue Kronen draufzusetzen?

Hier wird übrigens das Thema "Wurzelbehandlungen" diskutiert:
http://www.symptome.ch/vbboard/zahnm...ehandlung.html

Ich hoffe, daß andere noch ihre Meinung äußern, vor allem, nachdem Du das Röntgenbild hier reingestellt hast.

Aber lieber langsamer und klug als schnell und dumm gelaufen...

Grüsse,
Uta

Geändert von Oregano (03.12.07 um 18:30 Uhr)

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Tommy80 ist offline
Themenstarter Beiträge: 106
Seit: 21.11.07
Hallo Uta,
also der Zahnarzt meinte drei Herde zu sehen. sind entzündungen und herde das gleiche? keine ahnung Und das bei den beiden wurzelbehandelten schneidezähne. Des weiteren ist wie gestern rausgefunden wurde (habe ich nie bemerkt) der zahn neben meinem linken schneidezahn auch tod. Er hatte den kältetest gemacht und es kam null reaktion. in dem zahn wurde aber die wurzel noch nicht behandelt. zahnarzt meinte das waren auswirkungen die von den kaputten schneidezähne aus gingen.
Er hat gestern schon die kronen wieder aufgebohrt und glaube ich provisorisch neue wurzelfüllungen in die schneidezähne gemacht. zumindest in den einen der beiden schneidezähne. beim anderen hat er zwar auch rein gebohrt, aber irgendwie kein wurzelkanal??!! (oder was anderes??!!) mehr gefunden. und er sagt er ist ziemlich tief reingegangen. bei der nächsten sitzung wird dann nochmal genau mit dem mikroskop geschaut und wenn man dann nix sieht "hat die natur das von sich aus gelöst" und gut wäre. Keine ahnung was damit genau gemeint war.

Bei dem Schneidezahn bei dem gestern die Füllung erneurt wurde hat er auch sekret abgesaugt und dann halt neu befüllt. das ist der zahn der auch schmerzt wenn ich aufs zahnfleisch drauf drücke.

Er sagte grund hierfür könnte sein, das die füllung als die wurzel vor 5 jahren das erste mal behandelt worden ist nicht ausreichend war.

Alles in allem meinte er wie gesagt eine sitzung mit professioneller zahnreinigung dann eine mit wurzelnachbehandlung und richtiger neuer füllung und dann ein provisiorium das bis zu 1 jahr drauf bleiben kann. danach dann neue kronen. Habe auch schon mal überlegt ihn zu fragen ob implantate nicht besser wären?! Wobei das wahrscheinlich auch ganz andere kosten wären oder?!

Grüsse
Tommy

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Tommy80 ist offline
Themenstarter Beiträge: 106
Seit: 21.11.07
So ich habe meine röntgenbilder. problem ist nur, die sind zum gross um sie hier hochzuladen :-( daher mal ne technische frage.. wie macht man die kleiner? format ist .jpg

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nobix ist offline
Beiträge: 1.923
Seit: 30.11.04
Hallo Tommy !

Das ist ganz einfach, man muss die Bilder "schrumpfen".
Dazu gibt es Bildbearbeitungsprogramme die das beherrschen. Vermutlich hast du ein solches nicht!

Deshalb hier eines der besten Freeware-PGM:

zuerst Download bei:
IrfanView - Freeware Graphic Viewer
Die 2 Pakete unter Download beide runterladen!

zuerst das Paket Irfanview installieren (Als Admin)
dann die Pluginns.

Danach die Sprache umstellen auf "Deutsch" unter
Optionen - Sprache. Das war's schon!

Dann musst du dein Bild in diesem Programm öffnen.

Danach die Bildgrösse verkleiner,
durch den Aufruf: Bild - Grösse,
dann dort den Eintrag unter
Aktuelle Grösse - Breite einfach mit z.b. 800 überschreiben. die Höhe ändert sich autom. mit.
Eine Breite von 800 Pixel, das sollte selbt für ein OPt/OPG reichen.

Jetzt noch speichern mit:
Datei - Speichern unter
aber vor OK noch den Namen und Ordner angeben
und die Kompressionsrate.

Dazu muss man ganz unten unter Dateityp "JPG - Datei" einstellen,
und danach rechts den Schieberegler auf werte zischen 70-100% verändern.
ein guter Kompromiss ist hier der Wert 85%
Werte unter 70% bringen meist eine zu schlechte Bildqualität(griesig)

Dann ok - Und fertig ist das geschrumpfte Bild!

Schau dir im Menü auch die Hotkeys an, denn die meisten Funktionen kann man leicht nur über dieTastatur steuern, das ist super.
z.B. [Alt]+[i] und dann [G] umdie Grösse zu ändern, oder
[S] um danach abzuspeichern
Auch alle Menüfunktionen kann man direkt über die Tastatur erreichen,
wenn man [Alt]+[unterstrichen Buchstaben im Menü] zugleich drückt, wei bei Office-PGM'en etc.
Bei nachfolgenden Untermenüpunkten reicht es danach der unterstrichene Buchstaben zu drücken!!!

Der Clou ist die Nutzung des Programms als Diaschau, ich kenne kein besseres!
Einfach im Menü alles Erkunden.
Wichtig ist dabei: Ansicht - Anzeige Optionen !

Noch etwas ist wichtig, bei der Installation wirds abgefragt,
Welche Dateiformate von Irfanview immer direkt angezeigt werden soll.
Sonnst wird immer eins der lästigen Microsoftprodukte gestartet!

Das klappt aber auch hinterher noch über: Optionen - Verknüpfungen ändern!

Also hir unbedingt JPG GIF PNG im Kästchen aktivieren und was sonst noch bei dir vorkommen könnte.
Man kann das später immer wieder leicht deaktivieren!!!

Viel Erfolg!

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Tommy80 ist offline
Themenstarter Beiträge: 106
Seit: 21.11.07
Hey nobix vielen Dank :-)
hier sind meine röntgenbilder. hoffe es kann jemand was erkennen?!

Gruss
Tommy
Angehängte Grafiken
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Dateityp: jpg 1.jpg (30,1 KB, 7x aufgerufen)
Dateityp: jpg 3.jpg (26,2 KB, 6x aufgerufen)


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