Bin ich ein Hypochonder?

23.03.16 13:07 #1
Neues Thema erstellen

Ananym ist offline
Beiträge: 2
Seit: 23.03.16
Hallo,

ich heisse Kathrin und bin 25 Jahre alt. Ich bin mir nicht sicher, wie ich anfangen soll, da es gerade viele Dinge an meinem Körper gibt die mich stören. Dabei ist jedes einzelne für sich gar nicht schlimm, so dass sich ein Arztbesuch lohnen würde (wie zum Beispiel bei einer Grippe), aber gemeinsam betrachtet, mich im meinem Alltag beeinträchtigen. Vorgestern habe ich den ersten Schritt in Richtung Aufklärung unternommen und bin mit einigen meiner Symptome zu meiner Hausärztin gegangen. Heute kam das erste Ergebnis der Blutuntersuchung: verdacht auf latente Schilddrüsenunterfunktion (TSH bei einem Grenzwert von 3,5), morgen gibt es weitere Ergebnisse.

Für mich ist das ein kleiner Lichtblick, da ich schon vorher wusste, dass mit mir irgendwas nicht stimmt und hoffe, mir mit dieser Diagnose eine Ärzteodyssee zu ersparen. Allerdings würden sich mit der Unterfunktion nicht alle meine Probleme erklären. So dass ich hier auf eine Idee oder ein Rat hoffe, der mich bei meiner anstehenden Reise weiter bringt.

Der Gedanke "Irgendetwas stimmt einfach nicht mit dir." begleitet mich schon mein Leben lang, genau so wie der "Das bildest du dir ein." Schon als kleines Kind weiss ich das, und heute weiss ich, dass Depression sich schon damals mit 5 in meinen Alltag eingeschlichen hatte. Seit ich zurückdenken kann war ich depressiv. Mal mehr mal weniger. Im Teenager-Alter nahm es einen größeren Teil meines Lebens ein, so dass ich mir die Arme geritzt habe und morbide, pathetische Gedichte schrieb. Irgendwann war ich so hilflos und unglücklich, dass ich dachte, es wird mir niemand helfen können. Antidepressiva brachten nicht das gewünschte Ergebnis. Morgens war ich ok und abends Tod traurig, am Wochenende oder an freien Tagen, sah ich keinen Grund aus dem Bett auszustehen. Ich musste ständig weinen, weil ich mich einsam gefühlt habe und nur noch sterben wollte.

Dann fing ich an mich zu beobachten und fasste eines Tages den Beschluss mich mit Gras selbst zu behandeln. Es mit mir selbst auszumachen. Es war ein langer weg aus der Depression, doch nach circa einem Jahr nach dem ich aktiv aufgehört hatte mir zu viele Gedanken zu machen, machte es eines Tages "Klick" und ich fing an zu lachen. Die Welt war in Ordung und ich auch. Trotzdem war ich ständig erschöpft, aber die Schlafstörungen und die Depressionen verschwanden.

Eines Tages lud mich ein Freund zum Cabrio fahren ein. Wir fuhren schnell und mit offenem Dach. Schon nach zwei Stunden nach der Fahrt, machte sich das in meinen Ohren bemerkbar. Ein komisches Druckgefühl und schmerzen.

Beim HNO bekam ich Antibiotika und einen Nasenspray, doch das Druckgefühl ging nicht weg. Ich liess mir die Mandeln entfernen, da sie ständig entzündet waren und der HNO meinte, dass es meine Ohren eventuell entlasten könnte. Ein anderer HNO, dessen Rat ich mir zusätzlich eingeholt habe, meinte das bleibt jetzt für immer so.

Und es blieb. Manchmal bemerke ich, dass ich weniger höre. Dann versuche ich einen Druckausgleich zu machen in dem ich die Nase zu mache und kräftig puste. Dann kommt ein Geräusch aus meinen Ohren und ich höre wieder gut. Manchmal habe ich angst, so Ohnmächtig zu werden und zum Beispiel beim Autofahren einen Unfall zu haben. Zu dem gehört es seit dem jeden morgen zu meiner Routine meine verstopfte Nase morgens zu befreien. Dabei ist immer ein dursichtiges bis gelbliches Sekret im Taschentusch. Aber ich habe das Gefühl, dass nie alles rauskommt. Mit meinen Beschwerden war ich schon unter anderem bei einem Tuben-Spezialisten, der mir eine verengte Tubenöffnung (ein Wunder) diagnostiziert hatte. Auf ein OP Termin hätte ich ein halbes Jahr warten müssen. Da habe ich aufgegeben. Zumal ich das Gefühl hatte, dass es das nicht ist. Da ist irgendwas mit meinen Nebenhöhlen. Ich fühle es. Und das schon seit zwei Jahren.

Ein anderes Problem bemerkte ich letztes Jahr. Früher ging das abnehmen mit Diäten problemlos. Bei meinem letzten versuch im März 2015 blieb mein Gewicht an der selben stelle. Ich verzichtete vier Wochen lang auf Kohlenhydrate und ernährte mich sonst gesund, ausgewogen und zählte Kalorien. Die Waage blieb bei 70 kg (bei einer Größe von 170cm) egal was ich tat.

Seit einem 3/4 Jahr habe ich nun einen Hund und gehe drei bis vier Stunden am Tag mit ihm spazieren. Ich vergesse manchmal zu essen, und wenn es mir auffällt habe ich Kopfschmerzen und schlechte Laune bis ich etwas im Magen habe. Theoretisch esse ich zwei Mal am Tag: morgens ein belegtes Brötchen und Abends Nudeln mit Fleisch, oder irgendwas ähnliches. Manchmal auch nur ein mal am Tag. Morgens trinke ich fünf Tassen Kaffee um wach zu bleiben und Abends manchmal zwei - drei Gläser Wein um meine Kopfschmerzen los zu werden. Ich weiss, dass diese Lebensweise nicht gesund ist. Doch selbst bei einer Flasche Wein würde ich so circa 1500 - 1900 Kcal zu mir nehmen (Brötchen 500 kcal, Portion Spaghetti Bolognese ca. 500 kcal und eine Flasche Wein 500 kcal). Dazu kommt das Spazieren gehen, bei dem man laut Internet in 3 Stunden 700 kcal verliert. Bleiben 1000 bis 1200 kcal. Das ist dabei keine Diät, bei der man vom weltberühmten Jo-Jo Effekt sprechen könnte, so ernähre ich mich schon immer. Trotzdem habe ich in letzter Zeit langsam aber sicher 3 Kilo zugenommen, Tendenz steigend.

Ich mache mich gerade selbstständig und bin oft gestresst. Das ist bei mir aber Dauerzustand. Schon immer. Manchmal merke ich gar nicht dass ich die Kiefermuskeln fest an einander presse und mein Kopf völlig verspannt ist.

Ich kann mich nur schwer konzentrieren und bin müde trotz ausreichendem Schlaf. Ich spüre Wassereinlagerungen an meinen Armen und Beinen. Meine Haare am Kopf wachsen seit 3 Jahren nicht über die Schulterlänge, brechen ab oder fallen aus. Kahle stellen am Kopf habe ich aber nicht. Dafür Schuppen. Haare an "männlichen Stellen" wachsen dafür umso mehr. Am Bauchnabel, unter der Nase, an den Zehen und an den Brustwarzen (kleine vereinzelte schwarze Härchen). Wenn ich mich rasiere wachsen sie oft ein und ich bekomme Pickel oder juckenden Ausschlag an der Stelle. Ich habe oft Rückenschmerzen, manchmal drückt es in der Mitte der Wirbelsäule so arg, dass ich das Gefühl habe nicht richtig atmen zu können. Ich habe einige rote Punkte am Körper die mit der Zeit aufgetaucht sind und manchmal kommen neue Muttermale oder Punkte dazu. Ich vergesse oft Dinge, die vor kurzem erst passiert sind. Zum Beispiel weiss ich nicht was ich gestern gegessen habe und muss sehr lange nachdenken bis ich mich wieder daran erinnere.

Zusammenfassend hier noch mal eine Liste:

Gewichtszunahme trotz Bewegung und wenig essen
Hautbeschwerden, trockene Haut, Talgbildung
Bildung von Muttermalen
Schnupfen
Ohrenschmerzen
Müdigkeit
Haarbruch, fettige Kopfhaut, Schuppen
Konzentrationsstörungen
Rückenschmerzen
Kopfschmerzen
Wassereinlagerungen
Haare an komischen stellen

Vielleicht kann irgendjemand hier etwas damit anfangen, oder mir sagen "Du spinnst", oder mir sagen zu welchem Arzt ich gehen sollte, oder irgendwas das mir hilft.

Bin ich ein Hypochonder?
Clematis
Zitat von Ananym Beitrag anzeigen
verdacht auf latente Schilddrüsenunterfunktion (TSH bei einem Grenzwert von 3,5)
Hallo Kathrin,

mal gleich vorweg: Du spinnst nicht, aber so manches, was Du machst, muß dringend geändert werden.

Die Schilddrüsenunterfunktion kann die Ursache für Depressionen und Müdigkeit sein. Den vollständigen Befund Deiner Ärztin solltest Du dazu aber noch abwarten. Haare an "komischen" Stellen kann auf ein Hormonungleichgewicht hindeuten. Bevor Du aber irgendwelche Hormone einnimmst, erst mal Deine Ernährung umstellen und Schilddrüse behandeln. Das kann dann schon reichen, um ein Gleichgewicht herzustellen.

Depression sich schon damals mit 5 in meinen Alltag eingeschlichen hatte. Seit ich zurückdenken kann war ich depressiv. Mal mehr mal weniger. Im Teenager-Alter nahm es einen größeren Teil meines Lebens ein, so dass ich mir die Arme geritzt habe und morbide, pathetische Gedichte schrieb.
Diese Stimmungsschwankungen erlebt jeder Mensch, ob sie bei Dir krankhaft sind oder nicht, kann man nur beurteilen, wenn man die Familiensituation kennt. D.h. unter anderem: konntest Du über Deine Probleme mit jemandem reden, dem Du vertraust, fandest Du Unterstützung und liebevolle Zuwendung, was lief vielleicht schief? Was fehlte da? Fühlt man sich allein gelassen und steigert sich in diese Gedanken hinein, kann das zur Depression führen oder zu Empfindungen, die dieser ähnlich sind.

nach dem ich aktiv aufgehört hatte mir zu viele Gedanken zu machen, machte es eines Tages "Klick" und ich fing an zu lachen. Die Welt war in Ordung und ich auch. Trotzdem war ich ständig erschöpft, aber die Schlafstörungen und die Depressionen verschwanden.
Demnach hattest Du Dich selbst sozusagen in die Depression hinein manövriert. Das ist keine Kritik, denn das kann jedem passieren. Erschöpfung siehe Schilddrüse. Bist aber schon auf dem richtigen Weg.

Schon nach zwei Stunden nach der Fahrt, machte sich das in meinen Ohren bemerkbar. Ein komisches Druckgefühl und schmerzen. Zu dem gehört es seit dem jeden morgen zu meiner Routine meine verstopfte Nase morgens zu befreien. Dabei ist immer ein dursichtiges bis gelbliches Sekret im Taschentusch.
Durch den kalten Luftzug haben Deine Ohren etwas abbekommen. Eine Entzündung ist entstanden, die offenbar nie richtig auskuriert wurde. Zwichen Ohren und Nase, Neben- und Stirnhöhlen besteht eine Verbindung. Entzündungen können sich daher ausbreiten und alle diese Bereiche verstopfen. Dem Arzt widerspreche ich lautstark, das muß nicht so bleiben. Da gibt es mehrere Möglichkeiten die Entzündung, Eiter, Schleim gründlich rauszuspülen: Dampfbäder mit Kamille, Menthol. Nasenduschen. Ein homöopathisches Mittel, früher hieß es Ferrum-phosphoricum comp., heute heißt es Infludoron von Weleda. Stündlich 15 Globuli unter der Zunge zergehen lassen, viel stilles Wasser trinken. Das spült alles raus. Augen und Nase können dabei stark laufen, weil das rauskommt. Bei merklicher Besserung Zeitabstände verlängern, dann 3x täglich bis alles weg und frei ist. Eine OP auf keinen Fall, erst wenn Du wirklich alles andere ausprobiert hast.

Bei meinem letzten versuch im März 2015 blieb mein Gewicht an der selben stelle. Ich verzichtete vier Wochen lang auf Kohlenhydrate und ernährte mich sonst gesund, ausgewogen und zählte Kalorien. Die Waage blieb bei 70 kg (bei einer Größe von 170cm) egal was ich tat.
Wieso willst Du abnehmen? Ist ein flaches Waschbrett Dein Schönheitsideal ? Bei 170 cm Größe sind 70 kg ein normales Gewicht! Reduzieren kann Dich da nur krank machen.
Ich vergesse manchmal zu essen, und wenn es mir auffällt habe ich Kopfschmerzen und schlechte Laune bis ich etwas im Magen habe.
Wenn man Hunger hat sind Kopfschmerzen und schlechte Laune völlig normal. Statt Dich zu grämen, iß regelmäßig!

morgens ein belegtes Brötchen und Abends Nudeln mit Fleisch, oder irgendwas ähnliches. Manchmal auch nur ein mal am Tag. Morgens fünf Tassen Kaffee, Abends manchmal zwei - drei Gläser Wein um meine Kopfschmerzen los zu werden.
Kein Wunder, daß Du schlapp, müde und depressiv bist - hier mußt Du mal umdenken. Hier fehlt völlig Gemüse, Obst, Salate. Inzwischen dürftest Du an einem Nährstoffmangel leiden. Laß das Kalorienzählen - das hat sich weitestgehend als Leitlinie für Ernährung überholt und ist Unfug. Ernähre Dich stattdessen u.a. mit Vollkornbrot, -nudeln, -reis aus dem Bioladen, dito Obst und Gemüse. Eine Kur mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen sollte ebenfalls durchgeführt werden, um vorhandene Mängel erst mal zu beseitigen, nur mit Nahrung allein geht das nicht. Schau hier mal nach Ernährung - gesunde... Falsche Ernährung führt u.a. auch zu Gewichtszunahme!

Ich mache mich gerade selbstständig und bin oft gestresst. Das ist bei mir aber Dauerzustand. Schon immer. Manchmal merke ich gar nicht dass ich die Kiefermuskeln fest an einander presse und mein Kopf völlig verspannt ist.
Gegen Streß bzw. um ihn abzubauen helfen Meditationen. Da gibt es viele Arten. Die aktive Form kannst Du sogar bei einem Spaziergang mit dem Hund durchführen.

Ich spüre Wassereinlagerungen. Haare wachsen seit 3 Jahren nicht über die Schulterlänge, brechen ab oder fallen aus. Schuppen. Haare an "männlichen Stellen" wachsen dafür umso mehr.
Das kann geschehen, wenn ein Nährstoffmangel besteht. Wie sieht es mit Finger- und Fußnägeln aus - brüchig, extrem hart?

Ich habe oft Rückenschmerzen, manchmal drückt es in der Mitte der Wirbelsäule so arg, dass ich das Gefühl habe nicht richtig atmen zu können.
Das solltest Du mal von einem Osteopathen abklären lassen. Vielleicht bestehen Fehlstellungen an Wirbeln, Bandscheiben o.ä, Siehe dazu Willkommen | Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.) und hier im Forum.

Ich habe einige rote Punkte am Körper die mit der Zeit aufgetaucht sind und manchmal kommen neue Muttermale oder Punkte dazu.
Die Ursache hierfür könnte sein, daß Dein Körper hier versucht etwas auszuscheiden, was er anders nicht loswerden kann. Oder auch die Haut ist unterversorgt. Solches geschieht meist erst bei alten Menschen, wenn sich die Haut nicht mehr so schnell erneuern kann, weil die Nährstoffe dort nicht ausreichend hin kommen.

Zu einem Ernährungsberater solltest Du gehen, zum Osteopathen und den Befund der Ärztin zur Schilddrüse abwarten. Dich hier erst mal schlau machen, was gesunde Ernährung ist... und vor allem umsetzen. Vergiß das Kalorienzählen und versuche Deine Nahrung mit viel Obst und Gemüse einfach mal so richtig zu genießen .

Gruß,
Clematis

Geändert von Clematis (23.03.16 um 17:34 Uhr)

AW: Bin ich ein Hypochonder?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.974
Seit: 10.01.04
Hallo Ananym,

warst Du in der Kindheit und später irgendwelchen Giften ausgesetzt, z.B. Schimmel, Holzschutzmitteln, Amalgamfüllungen?

Bist Du schon auf Allergien und (Lebensmittel-)Intoleranzen untersucht worden bzw. hast Dich darüber informiert?

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

AW: Bin ich ein Hypochonder?

Ananym ist offline
Themenstarter Beiträge: 2
Seit: 23.03.16
Hallo zusammen,

vielen Dank für die schnellen Antworten und dass ihr euch mit mir auseinandersetzt
Heute kamen neue Ergebnisse dazu: Zu dem TSH-Wert von 3,5 kommt nun mein Cholesterin-Wert der bei 318 liegt. (Meine Mutter und meine Oma haben beide einen hohen Cholesterin-Wert)

@Clematis

Zu den Depressionen: in meiner Kindheit lief einiges schief. Darüber habe ich mit einigen Therapeuten gesprochen. Ich hatte nie das Gefühl, dass mir das verarbeiten wirklich half. Ich denke ein entscheidender Schritt war bei mir, dass ich aufgehört habe mich deswegen selbst zu bemitleiden und aktiv an meinen Launen zu arbeiten.

Zu der HNO-Sache: Danke für deine Hilfreichen Tipps. Ich denke ich werde demnächst einen anderen HNO aufsuchen und darauf bestehen, dass er sich meiner laufenden Nase annimmt und schaut ob nicht eine verschleppte Erkältung an meinen Problemen schuld ist. Als das alles in die falsche Richtung lief hatte ich den Mut verloren, je eine Besserung zu erwarten. Die Ärzte hatten mehrere Hörtests gemacht mit dem Ergebnis, dass ich nicht perfekt, aber gut genug hören kann.

Zu dem Gewicht: Früher war ich dünner, ich fühle mich nicht wohl in meinem Körper. Besonders dann nicht, wenn ich meine zerrissene Jeans anziehen will, die mir früher sehr gut an mir gefallen hat und heute das Fett aus meinen Beinen aus allen löchern quillt, um meinen Bauch bildet sich langsam aber sicher ein Schwimmring und meine Arme oben rum immer dicker werden. Laut meinem BMI bin ich mit meinen Maßen knapp zur grenze an Übergewicht. Ich fühle mich zunehmend nicht wohl in meinem Körper.

Nährstoffmangel ist ein sehr guter Tipp, vielen Dank dafür. Ich werde das von meinem Arzt checken lassen.

Meine Fingernägel sind nicht brüchig, sondern extrem hart. Besonders am großen Zeh ist es schwierig mit einer einfachen Nagelschere. Ich habe das nie als ein Problem angesehen. Ist es genau so schlecht wie brüchige und dünne Nägel?

Wenn ich das so bedenke, sind meine ganzen Probleme erst aufgetaucht, seit mein Freund für mich kocht er kocht gut, nur mit recht wenig Gemüse. Früher habe ich mir viele Salate gemacht und auf Nudeln oder Kartoffeln verzichtet, dafür viel Hirse, Couscous, viel Gemüse und Bio-Fleisch gegessen. Aktuell gehe ich nicht mehr selbst einkaufen, sondern er. Er bringt mir auch oft Obst mit, aber ich denke vielleicht reicht es nicht. Vielleicht waren die Probleme schon vorher da, ich konnte sie aber einigermaßen selbst ausgleichen. Jetzt wo sich meine Ernährung verändert hat, treten sie zum Vorschein. Da kann doch aber schon vorher irgendwas nicht gestimmt haben, oder? Andere Menschen essen was sie wollen und bleiben trotzdem gesund.

@Orgegano

Ich bin in Ukraine geboren, ein halbes Jahr nach der Kraftwerksexplosion in Tschernobil in der Nähe von Kiew. Damals bekamen alle die dort geboren wurden einen Tschernobyl-Pass für vergünstigte Sanatorien-Aufenthalte und alle möglichen Rabatte. Ich schätze das alle zu der damaligen Zeit mehr oder weniger gefährdet waren, auch wenn sich die "Wolke" mehr über Deutschland und Polen ergossen hatte als über die Ukraine.

Zudem hatte ich mit 12 ein Kinderzimmer mit Schimmel. Jetzt aktuell gedeiht in unserem Bad Silikonschimmel (Da streite ich mich schon seit einem halben Jahr mit dem Vermieter).

Amalgamfüllungen - ich bin mir nicht sicher, aber kann es mir durchaus vorstellen, da ich bis ich 11 war in Ukraine gewohnt habe. Die wurden aber alle ausgetauscht.

Bei meinem letzten Allergietest bestimmt vor 12 Jahren wurde eine Roggenallergie festgestellt, ich bin mir nicht sicher ob die noch aktuell ist. Ansonsten reagiere ich auf Metalle am Körper allergisch und kann daher nur Chirurgenstahl, Gold oder Silber tragen. Alles andere führt nach kurzer Zeit zu Juckreiz und Ausschlag. Dabei sind schon Jeansknöpfe problematisch wenn sie den Tag über meine Haut berühren.

Bin ich ein Hypochonder?
Clematis
Zitat von Ananym Beitrag anzeigen
Heute kamen neue Ergebnisse dazu: Zu dem TSH-Wert von 3,5 kommt nun mein Cholesterin-Wert der bei 318 liegt. (Meine Mutter und meine Oma haben beide einen hohen Cholesterin-Wert)
Hallo Ananym,

wegen des Cholesterinwertes wird man Dir wahrscheinlich ein cholesterinsenkendes Mittel verschreiben wollen. Diese haben jedoch erhebliche Nebenwirkungen und könnten Dein Probleme verschlimmern, daher wäre in Erwägung zu ziehen, diese nicht zu nehmen. Insbesondere auch deshalb, weil sie bei einer genetischen Veranlagung zu hohem Cholesterin auch nicht viel bringen würden.

Ich denke ein entscheidender Schritt war bei mir, dass ich aufgehört habe mich deswegen selbst zu bemitleiden und aktiv an meinen Launen zu arbeiten.
Da Du damit Erfolg hattest, ist das ganz offensichtlich für Dich der richtige Ansatz. Selbstbeobachtung ja, aber dabei versuchen objektiv zu bleiben, was nicht immer ganz einfach ist.

ob nicht eine verschleppte Erkältung an meinen Problemen schuld ist. Die Ärzte hatten mehrere Hörtests gemacht mit dem Ergebnis, dass ich nicht perfekt, aber gut genug hören kann.
Wie bereits gesagt, Ohren und Nase haben eine Verbindung. Daher kann das schlechtere Hören auch auf eine verschleppte Erkältung und die verstopfte Nase zurückzuführen sein. Das läßt sich aber behandeln.

heute das Fett aus meinen Beinen aus allen löchern quillt, um meinen Bauch bildet sich langsam aber sicher ein Schwimmring und meine Arme oben rum immer dicker werden. Laut meinem BMI bin ich mit meinen Maßen knapp zur grenze an Übergewicht.
Wenn Du Dich gesunder ernährst, kann sich dieses Problem fast von allein lösen. Falsche Ernährung kann dick machen. Das sagt inzwischen sogar schon die WHO, wenn es um Fast Food geht. Eine falsche Diät könnte das Problem verstärken. Versuche es also erst mal mit gesunder Ernährung.

Meine Fingernägel sind nicht brüchig, sondern extrem hart. Besonders am großen Zeh ist es schwierig mit einer einfachen Nagelschere. Ich habe das nie als ein Problem angesehen. Ist es genau so schlecht wie brüchige und dünne Nägel?
In Deinem Alter könnte das auf eine Stoffwechselstörung hinweisen.

Früher habe ich mir viele Salate gemacht und auf Nudeln oder Kartoffeln verzichtet, dafür viel Hirse, Couscous, viel Gemüse und Bio-Fleisch gegessen.
Dann bring ihm mal bei , wie man leckere bunte Salate und Obstsalate macht, da können dann auch Nüsse und vieles mehr rein.

Da kann doch aber schon vorher irgendwas nicht gestimmt haben, oder? Andere Menschen essen was sie wollen und bleiben trotzdem gesund.
Jeder Mensch ist anders, hat einen anderen Stoffwechsel. Diese können Kiloweise Schokolade essen und bleiben dünn wie eine Bohnenstange, jene brauchen Schokolade nur anzusehen und nehmen gleich ein Kilo zu. Du mußt daher Deinen eigenen Bedarf herausfinden, was braucht DEIN Körper?

Ich schätze das alle zu der damaligen Zeit mehr oder weniger gefährdet waren, auch wenn sich die "Wolke" mehr über Deutschland und Polen ergossen hatte als über die Ukraine.
Hast Du Dich in diesem Zusammenhang mal auf evtl. Belastungen untersuchen lassen?

Zudem hatte ich mit 12 ein Kinderzimmer mit Schimmel. Jetzt aktuell gedeiht in unserem Bad Silikonschimmel
Inwieweit Dich das belastet sollte ebenfalls untersucht werden. Den Silikonschimmel kann man reinigen, evtl. hilft auch, das Bad immer gut durchzulüften, insbesondere wenn moderne, sehr dichte Fenster eingebaut sind.

Amalgamfüllungen - ich bin mir nicht sicher, aber kann es mir durchaus vorstellen, da ich bis ich 11 war in Ukraine gewohnt habe. Die wurden aber alle ausgetauscht.
Andere Materialien als Amalgam können evtl. auch problematisch sein. Eine Entgiftung wegen Amalgam kann auch jetzt noch hilfreich sein. Schau mal hier unter Amalgam entgiften und Dr. Daunderer.

Bei meinem letzten Allergietest bestimmt vor 12 Jahren wurde eine Roggenallergie festgestellt. Ansonsten reagiere ich auf Metalle am Körper allergisch und kann daher nur Chirurgenstahl, Gold oder Silber tragen.
Vorsorglich könntest Du mal Roggen und Metalle konsequent vermeiden und beobachten, ob sich Dein Zustand dann verbessert.

Liebe Grüße,
Clematis


Optionen Suchen


Themenübersicht