Hörsturz, Müdigkeit, Lagerungschwindel, HPU oder was anderes?

04.01.16 22:01 #1
Neues Thema erstellen
AW: Hörsturz, Müdigkeit, Lagerungschwindel, HPU oder was anderes?

margie ist gerade online
Beiträge: 4.564
Seit: 02.01.05
Hallo Feline,


B12 und D nehme ich ja schon, kann ich das Mg auch nehmen, ohne damit die blutwerte etc zu verfälschen?
Das kannst Du meines Wissens alles nehmen. Ich denke, dass es sogar besser ist, wenn man derartige Mängel erst mal beseitigt hat, weil man dann vielleicht auch sehen kann, ob nicht ein Teil Deiner Probleme danach weg sind.
Zink verfälscht Kupferwerte, daher solltest Du es noch nicht nehmen, wenn Du vorhast, das Kupfer und das Transportprotein für Kupfer (= Coeruloplasmin) unbeeinflusst zu messen. Dieselbe Wirkung hat Molybdän. Auch das verfälscht das Kupfer nach unten.

Auch Eisen kannst Du nehmen, wenn der Mangel feststeht. Aber hier würde ich keine hohen Dosierungen wählen. Denn bei Leberkranken wird immer darauf hingewiesen, dass die Eisensubstitution der Leber schaden kann. Ich habe aber selbst gemerkt, als ich einen großen Eisenmangel hatte, dass ich die Eisensubstitution benötigte. D. h. mir ging es danach deutlich besser - trotzdem ich leberkrank bin.

Ja, wenn Du Dich trotz gesunder Ernährung immer schlechter fühlst, so spricht das schon für eine Stoffwechselstörung. Das sollte man klären.

Kalium war beim Schwindelanfall 3,93 (3,5-5,1 - Li.Hep.), gemessen im Krankenhaus, ein halbes Jahr später im VB: 41,6 (36-52).
Und ja, auf den Beinen bin ich viel. :-)
Beide Werte sind im Normbereich. So gesehen, kann es durchaus sein, dass Du keinen relevanten Kaliummangel hast. Vielleicht genügt es auch, wenn Du weiterhin versuchst, viel Obst zu essen.

Irgendwo las ich mal, dass ein Mg-Mangel oft gemeinsam mit einem Kaliummangel auftritt. Dein Mg war recht niedrig, so dass ich vermute, dass Du beim Kalium auch immer wieder im unteren Bereich liegen könntest.
Und Kaliummangel soll auch müde machen können.
Ich habe das mal selbst bei mir bemerkt:
Als ich wieder so müde war, trank ich ein Smoothie. Nicht wegen der Müdigkeit, einfach nur, weil ich darauf Lust hatte. Und ca. 2 Stunden danach war die Müdigkeit deutlich geringer. Ich überlegte, wieso und konnte es mir nicht anders erklären, dass das Smoothie evtl. daran "schuld" war.
Ich habe im Blut oft sehr grenzwertige oder leicht erniedrigte Kaliumwerte, trotzdem ich schon etwas einnehme. D. h. dass mein Kalium dann immer wieder mal unter die Grenze gerät, glaube ich schon.

lg
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

AW: Hörsturz, Müdigkeit, Lagerungschwindel, HPU oder was anderes?

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.132
Seit: 08.11.10
Hallo Feline,

Ich halte die HPU Diagnostik für seriös, auch wenn es keine schulmedizinisch anerkannte Stoffwechselstörung ist.

Ich sehe jedoch keine dringende Eile, mit der Substitution von B6, aktivem B6 und Zink zu beginnen.

Oberste Priorität hätte für mich der B12 Mangel. Dann kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die Behebung meines Vitamin D Mangel deutliche gesundheitliche Verbesserungen brachte, während die KPU/HPU Präparate in Bezug auf mein Befinden kaum ins Gewicht fallen.

Ich würde die HPU Diagnose nicht generell anzweifeln aber es gibt Parallelen zu Morbus Willson und eine Verwechlungsgefahr. Deshalb halte ich es auch für sinnvoll, zuerst den Tipps von margie nachzugehen.

B12 Mangel: Ich würde mir Hydroxocobalamin spritzen lassen und dazu den Vitamin B Komplex von pure encapsulations nehmen. Alternativ zum Spritzen von B12 aber nicht so effektiv, wenn man einen Mangel beheben muss, wäre Methylcobalamin sublingual.

Vitamin B12 Spritze / Injektion | Dr. Schweikart

ich nehme aktuell Vigantolöl, je nach Tagesverfassung 2 bis 6 Tropfen. Das sind dann 1000-3000IE.
Wahrscheinlich brauchst du noch etwas mehr aber es ist nicht falsch, langsam zu beginnen. Du kannst auch ein paar Monate die 3000 IE nehmen, dann den Wert kontrollieren lassen und die Dosis, jeh nachdem erhöhen oder veringern. Wahrscheinlich erhöhen, auf jeden Fall kannst du mit 3000 IE nicht überdosieren.

Gibt es beim Mg ein besonders verträgliches Präparat, oder darf hier nichts genannt werden?
Darf genannt werden. Gut verträgliche Magnesiumverbindungen sind: Magnesiumasparat, Magnesiumorotat und Magnesiumglycinat. Auch andere können verträglich sein, das preiswerte Magnesiumoxid ist auch ok. Meiden soll man Magnesiumcarbonat (ist sehr basich und verändert den ph-Wert im Magen) und Magnesiumcitrat. Ist eigentlich gut verträglich aber eine Histaminliberator. Einige reagieren sehr empfindlich darauf. Ich vertrage das nicht.

Ich selbst mache Fussbäder mit Magnesiumchlorid. Das ist praktisch nebenwirkungsfrei und preiswert.
Magnesiumchlorid Hexahydrat 4kg E511 Pharma MgCl2: Amazon.de: Küche & Haushalt Magnesiumchlorid Hexahydrat 4kg E511 Pharma MgCl2: Amazon.de: Küche & Haushalt

Kalium nehme ich nicht regelmässig aber habe Potassium (Kalium) Gluconat zu Hause. Gibt es von verschiedenen Herstellern.

Grüsse
derstreeck

Geändert von derstreeck (07.01.16 um 17:53 Uhr)

AW: Hörsturz, Müdigkeit, Lagerungschwindel, HPU oder was anderes?

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.132
Seit: 08.11.10
Zu deiner Ausgangsfrage,

Bei mir war der KPU und der HPU Test positiv. Ich glaube nicht, dass die Symptome wie Hörsturz, Müdigkeit, Lagerungschwindel direkt von HPU kommen. Wenn, dann ist HPU eine Usrache von mehreren.

Allerdings ist mir aufgefallen, dass viele im Forum, bei denen KPU/HPU positiv getestet werden, gleichzeitig auch einen Vitamin D Mangel und eine Fruktoseintoleranz hatten.

Fructose-Intoleranz - Unverträglichkeit des Kohlenhydrats Fruchtzucker – Symptome, Ursachen von Krankheiten

Hörsturz, Müdigkeit, Lagerungschwindel, HPU oder was anderes?

Stinson 90 ist offline
Beiträge: 250
Seit: 07.05.13
Hallo Feline,

hab nur gesehen, dass dein Q10 zu niedrig ist. Ein Mangel kann Tinnitus und Hörstürze zur Folge haben.

Ansonten würde ich wie Werni schon empfohlen hat, Methylmalonsäure testen, Cystathionin, was einen B6-Mangel sicher diagnostizieren kann.

Außerdem würde ich eine genetische Untersuchung bei 23andme machen lassen. Die Ergebnisse kannst du bei geneticgenie auswerten lassen. Könnte ein MTHFR-Defekt sein oder ein anderes Methylierungsproblem. Wenn es nicht am Lebensstil liegt, dann ist es etwas Erbliches.

Auf jeden Fall werden bei einem Methylierungszyklus-Defekt zu wenige Antioxidantien wie z.B. Q10 hergestellt...

Das waren meine Gedanken dazu!

Viele Grüße,
Stinson
__________________
"Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt." -Mahatma Gandhi-

AW: Hörsturz, Müdigkeit, Lagerungschwindel, HPU oder was anderes?

margie ist gerade online
Beiträge: 4.564
Seit: 02.01.05
Hallo feline,

was mich noch interessieren würde, ist, ob Deine Roten Blutkörperchen und der Hämoglobin-Wert schon öfters so niedrig waren. Beide sind ja etwas erniedrigt.

Meine Überlegung ist, dass Du evtl. im Magen ein Problem haben könntest und zwar deshalb, weil auch Dein B12 an der unteren Grenze liegt.
Es geht evtl. um den sog. Intrinsic-Faktor.
Der wird im Magen gebildet und wenn der fehlt oder reduziert ist, nimmt man B12 oral nicht auf.
Den Intrinsic-Faktor kann man im Blut untersuchen und meines Wissens auch bei einer Magenspiegelung.
Hier Links zu diesem Thema:
Intrinsic Factor - DocCheck Flexikon
https://hpseelig.de/autoantikoerper/...sic-faktor.pdf
IMD Institut für medizinische Diagnostik, Labor: Aktuelles: Detailansicht
„Intrinsic Factor“ steuert die Vitamin-B12-Aufnahme
Es geht auch um die Frage nach einer perniziösen Anämie:
Perniziöse Anämie - DocCheck Flexikon

Hat man zu wenig von diesem Intrinsic-Faktor dann muss das B12 lebenslang gespritzt werden (das kann man auch selbst machen).
Ich würde diesen Faktor mal so korrekt wie möglich bestimmen lassen.

Vielleicht liegen Deine Probleme eher in diesem Bereich, d. h. einer Störung im Magen?
Dann könnte ich mir sogar gut vorstellen, dass dies auch für die anderen Mängel ursächlich sein könnte. Und vielleicht ist damit sogar der Kupferwert erklärbar?

Generell würde ich mit dem Arzt mal besprechen, ob Du nicht vorsorglich eine Magenspiegelung machen solltest.
Denn auch falls Du zu wenig Eisen hast, was nach den Werten denkbar ist, wäre eine weitere Frage, hast Du evtl. im Magen ein Magengeschwür oder eine andere Entzündung, die bluten kann?

Sinnvoll wäre es bei so niedrigen Erythrozyten und Hb auch an eine Untersuchung auf "Blut im Stuhl" (Hämoccult-Test) zu denken. Das muss nicht gleich etwas schlimmes sein, falls Blut im Stuhl wäre. Das können Polypen sein oder eben auch Entzündungen.
Jedenfalls wollte ich dieses Thema auch noch ansprechen.

Ich selbst lasse immer Stuhlproben (also kein Hämoccult) auf "Hämoglobin" und "Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex" untersuchen, die bei mir oft positiv sind (bei mir sollen Angio-Dysplasien im Dünndarm lt. Kapselendoskopie vorliegen).
Diese Untersuchungen sind viel sensitiver als die Hämoccult-Tests.
Leistungsverzeichnis - Labor Limbach[s_uid]=48423

Zum leicht erniedrigten Q10:
Ich würde vermuten, dass dieselben Gründe, die zu den anderen Mängel bei Dir führten, auch die Ursache für diesen leicht erniedrigten Wert des Q10 sind.
Ich würde Q10 auf jeden Fall auch substituieren.
In dem oben genannten Tromcardin complex wäre sogar, neben Kalium, Magnesium, B12, Folsäure, Niacin auch etwas Q10 enthalten.
Aber es gibt auch Q10 als Tabletten. Ich selbst nehme, weil es nicht sooo teuer ist, das Nobilin Q10 mono mit 30 mg von Medicom. Gibt es auch als 100 mg Kapsel.

Aber vielleicht hast Du schon ein anderes Q10-Präparat?

Ich habe auch stets erniedrigte Q10-Werte (wenn ich nichts substituiere).
Dies führe ich bei mir darauf zurück, dass ich leberkrank bin. Ich habe aber auch eine chronische Gastritis. Beides kann m. E. bei mir ursächlich sein.

lg
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

AW: Hörsturz, Müdigkeit, Lagerungschwindel, HPU oder was anderes?

Feline ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 29.12.15
Hallo ihr lieben,

ich wollte mal einen aktuellen Stand weitergeben.

Also ich fahre jetzt zweigleisig - einmal ein naturheilkundlicher Arzt und dann noch ein anderer, der mal ein größeres Blutbild macht und (hoffentlich) auch die Dinge mal testen lässt, die der erstere nicht macht. Bei letzterem lasse ich aber erst Blut abnehmen, wenn ich wieder stärkere Symptome habe, in der Hoffnung, dass dann die Werte aussagekräftiger sind. Der testet dann noch auf den Intrinsic Factor, die gesammelten Schilddrüsenwerte, die Leberwerte etc. Ich bin gespannt, was/ob da etwas bei herauskommt.
Irgendwie muss ich dem ganzen doch auf die Spur kommen.

Der Naturheilkundler hat mir jetzt B-life protect, aktives B12, Dekristol und Q10-200 aufgeschrieben. Von allem soll ich zweimal täglich eins nehmen.
Hat jemand Erfahrungen damit bzw. muss ich da irgendwie aufpassen?

Das führt doch nicht dazu, dass ich nicht mehr auf morbus wilson testen lassen kann, oder ist in der Hinsicht etwas kontraindiziert?

Falls da irgendwo Zink drinnen sein sollte - ist dann „nur“ eine morbus wilson Diagnose übers Blut und den Urin verfälscht?

Hmpf, habe gerade mal gesucht, und gesehen, dass dieses B-Life Protect sowohl Zink als auch Mangan enthält … dh ich werde wohl Anfang nächster Woche direkt mal mein Blut nochmal vom anderen Doc untersuchen lassen.
Und falls jemand einen Labor-Tipp für mich hat bzgl 24h Urin Test auf Kupfer, dann würde ich das auch direkt mitmachen, damit ich das dann auch durch habe. Hätte nämlich schon ganz gerne wieder ein „normales“ Leben, wobei ich momentan nicht sicher bin, ob ich das Zeug überhaupt nehmen kann, wegen dem Mangan darinnen…

Er meinte, ich habe zum einen HPU, was dazu führt, dass ich mehr Vitamine / Mineralien ausscheide als normal.
Allerdings würde man an der Darmflora sehen, dass ich mich sehr gut ernähren würde, das hat mich wohl in der Vergangenheit gerettet.
Des Weiteren sei der Atlas blockiert, und das wohl schon länger, und er staunt, dass die Wirbelsäule ansonsten noch so ziemlich normal geformt ist. Mein Körper könnte sehr gut kompensieren. Er meinte, den Atlas könne man nicht einrenken, aber er würde mich zum Physiotherapeuten schicken, der sich damit auskennt und das ganze von unten angehen. Also die Wirbelsäule mobilisieren … ich lasse mich mal überraschen, was das bedeutet/bringt.

Ansonsten ist er noch davon überzeugt, dass in meinem Körper ein latenter Virus ist, der immer wieder aufflackert und dann die Leber belastet bzw ggfs sogar in der Leber sitzt. Er testet das jetzt weiter im Blut, mal sehen, was dabei jetzt noch heraus kommt.

Auf HPU als Folgeerkrankung mit ggfs einer anderen Grundursache habe ich ihn auch angesprochen und dazu meinte er, dazu kämen wir später, wenn die Depots wieder aufgefüllt seien, ob da noch eine Schwermetallbelastung oder anderes vorläge.

Was interessant war ist, dass er meinte, die zu hohen Manganwerte und zu niedrigen Kupferwerte seien bei mir einfach wohnortbedingt. Hier in der Gegend hätten alle zu hohe Manganwerte und zu niedrige Kupferwerte - in anderen Gegenden sei das dann wieder anders und er hat mir auch aufgezählt, für welche Region was typisch sei.

Joah, soweit, so gut … immerhin wurde mir Hoffnung gemacht, dass alles wieder gut wird.
Das ist doch auch schonmal etwas. ;-)

Herzliche Grüße,

Feline

AW: Hörsturz, Müdigkeit, Lagerungschwindel, HPU oder was anderes?

margie ist gerade online
Beiträge: 4.564
Seit: 02.01.05
Hallo Feline,

Der Naturheilkundler hat mir jetzt B-life protect, aktives B12, Dekristol und Q10-200 aufgeschrieben. Von allem soll ich zweimal täglich eins nehmen.
Er verdient aber nicht an den Produkten, die er Dir verordnet hat?
Dann wäre ich eher skeptisch.
Dass er Dir bei nachgewiesenem erhöhtem Mangan nämlich ein Produkt verordnet, das Mangan enthält, ist für mich nämlich sehr merkwürdig:

B-life-Protect enthält:

Vitamin B6 10 mg
Zink 10 mg
Magnesium 68,4 mg
Mangan 1 mg
B-Life Protect® Kapseln - 120 Stück - 72 g | Heidelberger Chlorella
Wenn Du vorhaben solltest, M. Wilson untersuchen zu lassen, würde ich das nicht nehmen.
Immerhin sind die verordnete Dosis 20 mg Zink.

Zink ist eine der Therapien beim M. Wilson und beeinflusst daher enorm den Kupferstoffwechsel. D. h. Kupfer zu untersuchen, ist dann nicht sinnvoll.
Da Zink monatelang die Kupferwerte beeinflussen soll, kann man es auch nicht vor einer Untersuchung schnell mal absetzen.


Du hast zuviel Mangan und Mangan hat bei einer Leberschwäche ähnliche Wirkungen wie Ammoniak, siehe meinen oben geposteten Link. D. h. Mangan fördert Störungen der Hirnfunktion (Gedächtnis, Konzentration, etc.).
Ich würde daher abraten, Mangan einzunehmen.


Was interessant war ist, dass er meinte, die zu hohen Manganwerte und zu niedrigen Kupferwerte seien bei mir einfach wohnortbedingt. Hier in der Gegend hätten alle zu hohe Manganwerte und zu niedrige Kupferwerte - in anderen Gegenden sei das dann wieder anders und er hat mir auch aufgezählt, für welche Region was typisch sei.
Und woher weiß er das?
Das kann man doch, ohne eine hohe Zahl der Bevölkerung zu untersuchen, gar nicht wissen.

Außerdem kann Dein Kupferwert auch heißen, dass Du zuviel Kupfer hast. Beim M. Wilson wäre das Kupfer nämlich im Blut erniedrigt (und in der Leber und anderen Organen ist es dann viel zu hoch).
Kupfermangel ist nämlich extrem selten.

Es gibt beim M. Wilson tatsächlich aber auch Gegenden, wo diese Krankheit häufiger vorkommt. D. h. dann wären evtl. niedrige Kupferwerte bei mehreren Menschen gar noch ein Hinweis, dass es hier vermehrt diese Krankheit gibt.
Da bei Leberkranken Mangan eine Rolle zu spielen scheint (siehe Link oben), würde mich nicht überraschen, wenn diese auch zuviel Mangan im Blut hätten.
Also ich wäre bei dieser Aussage des Heilpraktikers eher skeptisch.


B12, Dekristol und Q10 kannst Du m. E. nehmen.
Wenn Du B12 mal 2 Wochen lang genommen hast, würde ich die Thrombozyten (bzw. das Blutbild) kontrollieren lassen. Sind die Thrombozyten dann nicht wesentlich höher, kann dies auf eine Gerinnungsproblematik im Zusammenhang mit einer Leberproblematik sprechen (s. o.).


Der Schilddrüsenwert (TSH) ist m. E. auch zu hoch.
Hier sollte man nachhaken. Denn wenn Du eine Unterfunktion hast, hast Du auch Probleme mit der Hirnleistung.
Du wirst träge - auch das Gehirn wird langsamer.
Hier wäre ein guter Endokrinologe der richtige Facharzt.



lg
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (13.02.16 um 11:42 Uhr)

AW: Hörsturz, Müdigkeit, Lagerungschwindel, HPU oder was anderes?

Feline ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 29.12.15
Liebe margie,

das weiß ich ja eben auch nicht. Und dass er mir etwas mit Mangan aufgeschrieben hat, wundert mich eben auch. Da werde ich nochmal nachhaken. Ich will keine Manganvergiftung riskieren. Und eigentlich bräuchte ich doch „nur“ dieses (aktive?) Vitamin B6 - Magnesium kann ich ja auch anderweitig zuführen. Gibt es das auch einzeln, also dieses (aktive?) B6?

Wenn ich eine Blutuntersuchung und Urintests auf morbus wilson machen lasse … beeinflusst die Zink-Gabe denn auch den Kupfergehalt in den einzelnen Organen? Also wären weitergehende Untersuchungen dann auch nicht mehr möglich?

Woher dieser naturheilkundliche Arzt das weiß, weiß ich auch nicht. Fakt ist, dass ein paar km von hier ein großes Industriegebiet ist und hier in der Umgebung quasi nur Landwirtschaft ist. Manche Düngemittel, die da eingesetzt werden, sind ja auch manganhaltig. Vielleicht bezieht er sich ja darauf? Aber das ist jetzt Kaffeesatzleserei meinerseits.

Der Hinweis mit dem B12 und den Thrombozyten ist gut, das werde ich im Auge behalten.
Die Schilddrüsenwerte werden nochmal beim anderen Doc nachgeprüft. Dafür habe ich den ja, dass der nochmal das prüft, was der andere nicht macht, weil er von seinen Diagnosen so überzeugt ist. *lach*

Was der Naturheilkundler richtig erkannt hat, ist, dass ich morgens grds unterzuckert bin. Und dass ich abends eher keine Kohlenhydrate essen soll, sondern eher anderes. Mir selber ist auch schon aufgefallen, dass ich morgens fitter bin, wenn ich abends Kichererbsen esse.

Naja, mal sehen.

Hier im Forum habe ich auch gelesen, dass man zu Vitamin D auch Vitamin K substituieren soll … gibt es da irgendwelche Empfehlungen, was man da am besten nimmt? Ich hoffe, ich stelle die Frage hier nicht zum zweiten mal …. ich habe gerade nochmal die Beiträge quergelesen, und da jetzt nichts gesehen…

Herzliche Grüße,

Feline
P.S.: Margie, Du bist ja auch zu so „unmöglichen“ Zeiten wach, wie ich …

Hörsturz, Müdigkeit, Lagerungschwindel, HPU oder was anderes?

margie ist gerade online
Beiträge: 4.564
Seit: 02.01.05
Hallo Feline,


nd dass er mir etwas mit Mangan aufgeschrieben hat, wundert mich eben auch. Da werde ich nochmal nachhaken. Ich will keine Manganvergiftung riskieren. Und eigentlich bräuchte ich doch „nur“ dieses (aktive?) Vitamin B6 - Magnesium kann ich ja auch anderweitig zuführen. Gibt es das auch einzeln, also dieses (aktive?) B6?
Also wenn das Produkt rd. 35 Euro kostet mit 120 Kapseln, würde ich es für möglich halten, dass Du die Inhaltsstoffe einzeln preiswerter bekommst (in Internetapotheken spart man oft rd. 30 oder gar mehr %).
Das müsste man mal recherchieren. Dabei muss man aber drauf achten, dass auch die Mengen am jeweiligen Inhaltsstoff in etwa übereinstimmen, wenn man es vergleichen will.
Hast Du das Produkt schon gekauft? Wenn nicht, würde ich auch überlegen, ob Du das, was wichtig ist, auch anderweitig kaufen kannst.
Vielleicht ist das P5P der Grund, weshalb das Produkt so teuer ist?

Pyridoxal-5-Phosphat kann zu Übelkeit führen. Das sollte man evtl. erst in kleineren Mengen testen. Man soll es nicht unbedingt nüchtern einnehmen, habe ich gelesen.
Zink wird nur optimal aufgenommen, wenn es nüchtern eingenommen wird. Nicht nüchtern genommen, geht viel verloren.

Vielleicht ist Dein Mangan deshalb höher, weil Du eben doch leberkrank bist?
Das wäre eine logische Erklärung.

Denn ich entdecke in Deinen Posts immer mehr Hinweise auf eine evtl. Leberkrankheit:
Hier z. B.:
Was der Naturheilkundler richtig erkannt hat, ist, dass ich morgens grds unterzuckert bin. Und dass ich abends eher keine Kohlenhydrate essen soll, sondern eher anderes. Mir selber ist auch schon aufgefallen, dass ich morgens fitter bin, wenn ich abends Kichererbsen esse.
Leberkranke sind nachts öfter unterzuckert und sollen daher abends vermehrt Kohlenhydrate essen.
Kichererbsen enthalten 40 % Kohlenhydrate und wenn es Dir morgens besser geht, wenn Du diese abends isst, spricht das m. E. dafür, dass Du die darin enthaltenen Kohlenhydrate brauchst, um nicht unterzuckert zu sein.
Das könnte evtl. ein Hinweis auf eine Leberkrankheit sein.

Kichererbsen enthalten rund 20 % Eiweiß mit einem relativ hohen Anteil der essentiellen Aminosäuren Lysin (10 %) und Threonin (5 %),[11] 40 % Kohlenhydrate, etwa 12 % Ballaststoffe, Vitamin B1, B6 und Folsäure. Der Mineralstoffgehalt an Magnesium beträgt 0,13 %, an Eisen 60 ppm.[12] Der Gehalt an Zink ist mit 14 ppm nur halb so hoch wie derjenige von Erdnüssen.[13]
https://de.wikipedia.org/wiki/Kichererbse

Woher dieser naturheilkundliche Arzt das weiß, weiß ich auch nicht. Fakt ist, dass ein paar km von hier ein großes Industriegebiet ist und hier in der Umgebung quasi nur Landwirtschaft ist. Manche Düngemittel, die da eingesetzt werden, sind ja auch manganhaltig. Vielleicht bezieht er sich ja darauf? Aber das ist jetzt Kaffeesatzleserei meinerseits.
Naja, ich komme auch aus einer sehr landwirtschaftlich geprägten Gegend. Düngemittel enthalten sicher Mineralien, weil die Böden oft durch intensive Landwirtschaft schon so ausgelaugt sind, dass die Pflanzen nicht mehr wachsen würden.
Ich habe mich noch nicht mit Düngemitteln beschäftigt. Aber ich würde annehmen, dass die Hersteller Vorschriften haben, wieviel Mineralstoffe in diese Düngemittel rein müssen.
Nur bekommst Du diese Düngemittel nicht ab. Das sind doch sicher Granulate, die in die Böden eingearbeitet werden.
Über die Nahrung werden die Mineralstoffe dann irgendwann in der Nahrungskette vom Menschen aufgenommen.

Wenn Dein erhöhtes Mangan daher käme, müssten sehr viele Menschen überall zuviel Mangan haben. Also nicht nur die Menschen, die in Deinem Wohnort wohnen.
Hast Du mal nach Lebensmitteln gegoogelt, die viel Mangan enthalten?
Vielleicht isst Du vorzugsweise solche Lebensmittel? Hier ist z. B. eine Tabelle mit dem Mangangehalt von Lebensmitteln - wobei ich bei solchen Angaben immer etwas skeptisch bin, denn da gibt es sicher auch enorme Schwankungen je nach Herkunft der Lebensmittel. Aber ein Anhalt ist es sicher. Haselnüsse, Heidelbeeren, Haferflocken enthalten sehr viel Mangan, wenn man die Angaben glauben kann:
Lebensmittel | DocMedicus Vitalstofflexikon

Wenn ich eine Blutuntersuchung und Urintests auf morbus wilson machen lasse … beeinflusst die Zink-Gabe denn auch den Kupfergehalt in den einzelnen Organen? Also wären weitergehende Untersuchungen dann auch nicht mehr möglich?
Der amerikanische Wilson-Experte George Brewer schreibt in seinem auf Deutsch übersetzten Buch Morbus Wilson, dass das Urinkupfer monatelang nach dem Absetzen einer Zinktherapie noch erniedrigt sei.
Er hat dies im Zusammenhang mit der manchmal durch Patienten eigenmächtig beendeten Wilson-Therapie geschrieben. Beim M. Wilson bekommt man meist 150 mg Zink täglich.
Wenn man weniger einnimmt, sind die Auswirkungen sicher geringer.
Aber Zink senkt auch das Kupfer im Blut.
Und ganz leicht auch das Coeruloplasmin, wenn man viel Zink einnimmt. Bei 20 mg weiß ich nicht, ob das schon das Coeruloplasmin beeinflusst wird.
D. h. diesen Wert würde ich am ehesten machen lassen bei einer Zinkeinnahme. Man könnte dann die Richtung evtl. schon erkennen.
Allerdings darf man weder Hormone (Pille) einnehmen noch einen Infekt oder eine Entzündung haben. Dies würde das Kupfer im Blut und das Coeruloplasmin ansteigen lassen.

Aber bei mir war es so, dass ich vor meiner Diagnostik jahrelang 10 bis 20 mg Zink tgl. eingenommen habe. Mein Urinkupfer war nie richtig auffällig hoch. Ich wußte damals nicht, dass das Zink das Urinkupfer senkt, sonst hätte ich es wohl einige Monate abgesetzt. Ich ärgere mich im Nachhinein, dass ich das nicht tun konnte (aus Unwissenheit). Denn es ist für die Diagnostik, gerade wenn man nicht ganz krasse Werte hat, wichtig, wenn die Diagnostik so sauber wie nur möglich erfolgt.
Es wäre fatal, wenn man nur, weil es zu Ungenauigkeiten bei der Diagnostik kam, eine falsche Diagnose bekommt.
Denn M. Wilson muss man lebenslang therapieren.

Vitamin D und Vitamin K:
Gelesen habe ich das hier auch.
Ich selbst nehme nur Vitamin D, weil Vitamin K die Gerinnung beeinflusst (der Quickwert ist bei Vitamin K-Mangel erniedrigt) und mir diese mögliche Auswirkung wegen meiner Gerinnungsproblematik zu gefährlich erscheint.

P.S.: Margie, Du bist ja auch zu so „unmöglichen“ Zeiten wach, wie ich …
Ja, das kommt bei mir oft vor, weil ich vorm Fernseher meist einschlafe und wenn ich dann wach werde, nicht immer gleich ins Bett gehe.

lg
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (13.02.16 um 12:32 Uhr)

AW: Hörsturz, Müdigkeit, Lagerungschwindel, HPU oder was anderes?

Feline ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 29.12.15
Liebe margie,

die einzelnen Kapseln, die ich nehmen soll, sind mittlerweile alle hier angekommen. Der Arzt hatte sie direkt bestellt.
Aber Mangan würde ich wirklich nur sehr ungern einnehmen, mal sehen, was er mir dazu am Telefon noch sagen wird.
Mir war gar nicht bewusst, dass da außer B6 noch etwas anderes drinnen ist, gesprochen hatte er nur von aktivem B6.

Also wenn ich abends z.B. Vollkornbrötchen o.ä. esse, egal in welchen Mengen, bin ich morgens trotzdem extrem unterzuckert.
Wenn ich Kichererbsen esse und keine sonstigen Kohlenhydrate, dann habe ich diesen Effekt nicht und bin morgens fit. Von daher hätte ich es jetzt persönlich auf das pflanzliche Eiweiß geschoben oder einen sonstigen Inhaltsstoff? Keine Ahnung…

Nach der Liste wären dann Dinkelvollkornprodukte stark manganhaltig.
Aber irgendwie hatte ich im Netz gelesen, dass man über das Essen eher selten zu viel Mangan aufnimmt?
Und irgendwo habe ich auch gelesen, dass Mangan die Kupferaufnahme hemmt? Das würde dann ja sogar zu den niedrigen Laborkupferwerten passen. Soweit zumindest die Theorie…

Nichtsdestotrotz möchte ichl auch einen morbus wilson ausschließen - oder eben diagnostizieren lassen, je nachdem.
Deswegen werde ich Montag oder Dienstag erneut Blut abnehmen lassen und wenn ich ein passendes Labor finde, auch den Urinkupfer bestimmen lassen.

Zink habe ich bisher noch nie als Präparat eingenommen, eigentlich nehme ich bis auf neuerdings das Vitamin D und B12 gar nichts.

Und bei den Mengen an Vitamin D, die ich nehmen soll, habe ich ehrlich gesagt ein wenig Sorge, dass ich dann noch andere Probleme bekommen könnte - ich denke da an die Calciumablagerungen an Stellen im Körper, wo sie nicht hingehören …. murmel …. 40.000 IE pro Tag auf zwei Portionen verteilt finde ich nicht gerade wenig.

Liebe Grüße,

Feline


Optionen Suchen


Themenübersicht