Ständig wiederkehrende Infekte, starke Müdigkeit und Erschöpfung

19.07.15 11:26 #1
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Silbersternchen ist offline
Beiträge: 13
Seit: 05.12.09
Mein Sohn (23 Jahre, Student) ist seit ca 4 Monaten immer wieder "erkältet". Es beginnt mit Halsschmerzen (Tonsillen sind entfernt) und erheblichem Krankheitsgefühl, d.h. erschöpft und müde. Er hat in den vergangenen Monaten zweimal ein Antibiotikum bekommen, wegen der starken Halsschmerzen. Der Infekt rutscht schnell weiter auf die Bronchien. Zwischen den Infekten vergehen höchsten 5 bis 7 Tage, an denen er infektfrei ist. Blutbild war unauffällig, bis auf einen niedrigen Eisen- und Vit. D Wert. Das wird nun therapiert. Hinzu kommt, dass der junge Mann nichts von Homöopathie wissen möchte. Ich habe Cystus 052 Infektblocker besorgt und wir machen einen DArmaufbau mit Symbioflor, Orthomol immun wurde die gesamte Zeit eingenommen. Was kann die Ursache sein und was können wir noch tun? Bin für jeden Hinweis undTipp dankbar!
LG in einen schönen Sonntag, Silbersternchen


AW: Ständig wiederkehrende Infekte, starke Müdigkeit und Erschöpf

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Silbersternchen,

was war denn vor 4 Monaten bei Deinem Sohn los?:
- Umzug, Veränderung der Ernährung, Krankheit/Medikamente, Impfung ... -

Ich denke da vor allem an irgendwelche Belastungen durch Gifte, Nahrungsmittel (Allergie oder Intoleranzen), neue Möbel, Schimmelbefall, Haustier ...

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

AW: Ständig wiederkehrende Infekte, starke Müdigkeit und Erschöpf

bestnews ist gerade online
Beiträge: 5.706
Seit: 21.05.11
Hallo Silbersternchen, ich tippe wegen der ständigen Erkältungen, der Entfernung der Mandeln und des niedirgen Eisens auf eine Zöliakie oder Glutensensivität grösseren Ausmasses.

Die Zöliakie wird häufig übersehen, sie gilt als das Chamöleon der Krankheiten. Im Durchschnitt dauert es 16 Jahre ehe sie erkannt wird, bei mir hat es Jahrzehnte unter ärztlicher Kontrolle gebraucht ehe ich sie durch Dufall erkannt habe. Später hat der Gastroenterologe, der zuständige Facharzt sie aufgrund von Indizien anerkannt. Bei meinem Onkel sieht es ähnlich aus, den musste ich drauf bringen. Bei uns beiden wurden die Polypen entfernt und bei ihm die Mandeln, die durfte ich gerade noch so behalten.
Die Ärzte haben bzg. Zöliakie immer noch Uraltwissen häufig im Kopf, sie meinen ohne Durchfall und Erbrechen keine Zöliakie, dabei reagieren mit auffälligen Ereignissen in der Art nur 10 bis 20 % der Betroffenen. Ein Indiz kann auch ein schmieriger Stuhl mit sein.
Oft äussert sich eine Z. eben nur über einen niedrigen Eisenspiegel bzw. Ferritinwert. Der Ferritinwert ist das Mass aller Dinge.

https://www.ugb.de/ernaehrungsberatung/zoeliakie/

Übrigens die Ministerpräsidentin von RheinlandPfalz, Kraft leidet auch an einer Zöliakie. Sie musste sich auch per Internet selbst diagnostizieren ......

Die Glutensensivitä, also die Unverträglichkeite gegenüber Gluten unter der Zöliakie geht nahtlos in die Zöliakie über . Die GS ist seit 2012 offiziell anerkannt. Aber hier stehen vermutlich viele Ärzte noch im Dunkeln. Man kann sie nur selbst durch stikten Auslass herausfinden nach ! der Zöliakiediagnostik durch den Gastroenterologen. Der testet übrigens auf eigenen Wunsch in D. aus, man braucht keine Überweisung dafür. Ist auch besser so, da viele Ärzte einem keine geben würden,da sie meinen, es liegt keine Zöliakie vor mangels ihrer eigenen Unkenntnis.

Laktoseintoleranz gehört dazu, ich vermute auch mindestens noch Probleme mit Milcheiweiss , eventuell noch Histaminintoleranz.

Alles Gute,
Claudia, die fast nie mehr Infekte hat unter glutenfrei, genauso wie ihr Onkel und ne Bekannte.

Der schlechte Vitamin D Wert passt auch.....

http://www.aerzteblatt.de/archiv/297...n-Enteropathie

Geändert von bestnews (19.07.15 um 12:15 Uhr)

AW: Ständig wiederkehrende Infekte, starke Müdigkeit und Erschöpf

margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
Hallo Silbersternchen,

wenn er 2 Mal ein Antibiotikum bekommen hat:
Wurde denn nie ein Abstrich der Tonsillen gemacht?
Vielleicht waren die Antibiotika nicht wirksam? Mit einem Abstrich stellt man die Bakterienart fest und man kann dann ein Antibiogramm noch machen, wo getestet wird, welches Antibiotikum wirkt.

Bei Halsinfekten kommen oft Streptokokken vor. Bei dieser Bakterienart ist es zur Vermeidung von Spätfolgen wie rheumatischem Fieber wichtig, dass das Antibiotikum 10 Tage lang genommen wird.

Streptokokken kann man auch evtl. im Blut untersuchen.
Im Akutfall ist das Antistreptolysin erhöht. Später kann die Anti-Streptodornase B ansteigen.
Sinnvoll ist bei einer Blutentnahme aber auch die Bestimmung weiterer Entzündungswerte wie CRP, wie Leukozyten, Thrombozyten, Blutsenkung, evtl. Procalcitonin.

Wenn er noch Halsschmerzen hat oder wenn er Auswurf aus den Bronchien hat, sollte man m. E. versuchen, einen Abstrich zu machen oder das Sputum zu untersuchen.
Wenn sich dann herauskommen sollte, dass die bisherigen Antibiotika resistent sind, dann wäre das eine Erklärung, dass es ihm weiterhin nicht gut geht.

Hinzu kommt, dass der junge Mann nichts von Homöopathie wissen möchte.
Das kann ich verstehen.

lg
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (19.07.15 um 12:35 Uhr)

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Silbersternchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 05.12.09
Oregano: DAS haben mein Sohn u ich auch schon ueberlegt. Uns ist nur ein heftiger Infekt, der fast drei Wochen dauerte, bekannt. Keine Veraenderungen im Umfeld, 'nur' Unilernstress. Dabei bekam er das erste Mal Antibiotikum u war heftig fertig. Ich hab keine Idee bzgl. eines Ereignisses.

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Silbersternchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 05.12.09
Liebe Margie, nein, es wurde kein Anstrich gemacht. Aber die Blutwerte bzgl Entzuendungswerte CRP, Leukos, BSG usw waren okay.

Ständig wiederkehrende Infekte, starke Müdigkeit und Erschöpf

bestnews ist gerade online
Beiträge: 5.706
Seit: 21.05.11
Der Stress, silbersternchen hat ihn so fertig gemacht, weil das Immunsystem schon so runter ist, kein Wunder, wenn ich wegen der Zöliakie recht habe.

Antibiotika werden unter Histaminintoleranz schlecht vertragen, jedenfalls bestimmte. ES gibt hier eine Medikamentenunverträglichkeit. Ich hatte in seinem Alter deswegen ein übles Erlebnis mit Röntgenkontrastmittel.

SIGHI > Therapie > Medikamente

Alles Gute,
Claudia.

AW: Ständig wiederkehrende Infekte, starke Müdigkeit und Erschöpf

Silbersternchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 05.12.09
Bestnews: Danke - auch an die anderen - fuer den tollen Beitrag. Scheint mir alles sehr logisch u auch naheliegend. Er ist laktoseintollerant. Das haben wir ganz klar durch Auslassen festgestellt (mein anderes Kind ebenfalls, seit vielen Jahren bekannt, deshalb naheliegend). Alles, was du schreibst, passt. Anmerken moechte ich noch, dass er viel Sport macht u regelmaessig einen Proteinshake mit laktosefreier Milch, Haferflocken, Erdnussbutter, Banane u zwei Loeffeln Eiweissprotein trinkt. Das aber seit mind. einem Jahr oder laenger. Ich lese nochmal die Antworten genau u aufmerksam u gehe den Tipps nach. Vielen lieben Dank! Herzliche Gruesse

Ständig wiederkehrende Infekte, starke Müdigkeit und Erschöpf

bestnews ist gerade online
Beiträge: 5.706
Seit: 21.05.11
Ich tippe mal fast bei den so häufigen ERkältungen, dass so einige Pseudoerkältungen durch ne Hit sind.
Man hat dann nur klaren Fliessschnupfen, fühlt sich unter Umständen grippig und das Ganze geht schnell vorbei. Husten ist bei Hit oft der Fall.

Banane , Erdnussbutter und das Eisweissprotein , selbst die laktosefreie Milch gehen leider mit einer Histaminintoleranz nicht gut.
Eiweissprotein hoffentlich nicht aus Weizen auch noch, Milch passt aber leider vermutlich auch nicht als Rohstoff dafür.
Sowohl Gluten als auch Milcheiweiss sind histaminfreisetzende Substanzen für den Körper, das las ich gestern erst bei Ledochowski noch mal nach.

Meiner Ansicht nach sind die Menschen immer häufiger früher krank durch Umweltgifte...in der Nahrungs, in der Luft, im Füllmaterial der Zähne......
Die Mutter engiftete sich über das erste Kind zu 60 % leider....das kommt noch dazu.

PS. Mit Honöopathie würde Dein Sohn leider auch nicht weit kommen.
ERst mal müssen die Unverträglichkeiten dingfest gemacht werden. Zöliakie unbedingt als ERstes beim Gastro. , denn nur unter Glutenlast kann man die Zöliakie sicher nachweisen. Setzt man vorher schon das Gluten ab , etwa im Rahmen der histaminarmen Diät, dann macht die Diagnostik keinen Sinn mehr . Sie ist aber äusserst wichtig, weil wenn er ne Zöliakie hat, muss er ein Leben lang streng glutenfrei leben....

Über üble Schäden unter Glutensensivität schreibt Dr. Davis in seinem Buch " Weizenwampe" Er spricht hier nur im Titel nur von Weizen. Die Amerikaner kennen ja auch kaum andere glutenhaltige Getreide.

Alles Gute.
Claudia


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