Empfindungsstörung Beine, unfit, Blutbild auffällig

01.06.15 21:38 #1
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Empfindungsstörung Beine, unfit, Blutbild auffällig

ullika ist offline
Beiträge: 2.008
Seit: 27.08.13
Zitat von Hans F Beitrag anzeigen
....kommen gehäuft bei HPU vor, einer noch nicht schulmedizinisch anerkannten Stoffwechselstörung,
bei einer Parasitenbelastung funktioniert der Stoffwechsel auch nicht mehr richtig, was zu Nahrungmittelunverträglichkeiten, Schilddrüsenfehlfunktionen, Müdigkeit, Hautproblemen, Entzündungen ... führen kann, vielleicht sind ja die Parasiten die eigentliche Ursache für HPU?
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Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche, nicht durch die Apotheke (Sebastian Kneipp)

Empfindungsstörung Beine, unfit, Blutbild auffällig
sollich
Themenstarter
Danke schonmal für die weiteren Infos. B6 Wert bekomme ich noch.
Werde morgen etwas Zeit haben auf die restlichen offenen Fragen einzugehen.

Warum sollte ich kein Eisen nehmen, welche Probleme sind da zu erwarten, bzw. welche Erkrankungen machen da Probleme?

AW: Empfindungsstörung Beine, unfit, Blutbild auffällig

Juliane50 ist offline
Beiträge: 782
Seit: 31.01.12
Empfindungsstörungen der Füße oder Beine kommen auch bei Diabetes II vor.
http://www.jameda.de/krankheiten-lex...llitus-typ-ii/

Hat der Internist denn man den HbA1c Wert bestimmt?
Der HbA1c ist ein Laborwert bei Diabetes. Er erlaubt einen Rückschluss auf die Blutzuckereinstellung der letzten acht bis zwölf Wochen
HbA1c – Wikipedia

LG Juliane

Empfindungsstörung Beine, unfit, Blutbild auffällig

ullika ist offline
Beiträge: 2.008
Seit: 27.08.13
Zitat von Juliane50 Beitrag anzeigen
Empfindungsstörungen der Füße oder Beine kommen auch bei Diabetes II vor.
Laut Hulda Clark haben alle Diabetiker Parasiten und zwar Egel in der Bauchspeicheldrüse.
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Empfindungsstörung Beine, unfit, Blutbild auffällig
Luft
Zitat von sollich Beitrag anzeigen
Warum sollte ich kein Eisen nehmen, welche Probleme sind da zu erwarten, bzw. welche Erkrankungen machen da Probleme?
Hallo Tom,

weil die Ursache deiner Entzündungsreaktion und deines eklatanten Eisenmangels noch nicht klar ist und du daher unter Umständen Öl ins Feuer gießt, da viele Pathogene von Eisen leben.

Chronische Entzündungsanämie
Die chronische Entzündungsanämie ist die häufigste Anämie bei hospitalisierten Patienten und findet sich vor allem bei Personen, die an chronischen Infektionen, Autoimmunerkrankungen und malignen Tumoren leiden. Alle der chron. Entzündungsanämie zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen sind durch die mit jener der Grundkrankheit assoziierten Immunaktivierung bedingt. Zytokine und Akutphaseproteine führen zu einer Retention von Eisen im retikuloendothelialen System und damit zu einer eisenlimitierten Erythropoese, da Eisen nicht für die Hämbiosynthese im Knochenmark zur Verfügung steht. Ferner hemmen vor allem pro-inflammatorische Zytokine die Proliferation und Differenzierung von erythroiden Vorläuferzellen, die Bildung und biologische Wirkung von Erythropoetin und führen wohl auch zu einer direkten Schädigung von Erythrozyten durch die Bildung von Radikalen und dadurch zu einer verminderten Lebensdauer der Erythrozyten. Die Entwicklung der chron. Entzündungsanämie hat auch potentielle Vorteile, da durch die Limitierung der Eisenverfügbarkeit das Wachstum von eingedrungenen Pathogenen blockiert wird. Weiters führt der Entzug von Eisen zu einer Stärkung der durch IFN-γ induzierten Immunabwehrmechanismen von Makrophagen, da Eisen einen negativen Effekt auf pro-inflammatorische, zellvermittelte Immuneffektorwege ausübt. Während diese Strategie bei Infektion und Tumorerkrankungen wichtig ist, erweist sich diese bei Autoimmunerkrankung wohl als kontraproduktiv. Während die alleinige therapeutische Gabe von Eisen zur Anämiebehandlung bei Patienten mit Infektionen und Tumorerkrankungen aufgrund der Wachstumsförderung von Pathogenen sowie der durch das Metall vermittelten negativen immunologischen Effekte im Regelfall kontraindiziert ist, kann diese umgekehrt bei Patienten mit Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises aufgrund der immunsupprimierenden Eigenschaften des Metalls positive Effekte auf die Krankheitsaktivität ausüben, was klinisch zu verifizieren sein wird.

AW: Empfindungsstörung Beine, unfit, Blutbild auffällig

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Sollich,

Du hast einen sehr krassen Eisenmangel und evtl. einen leichten Mangel an B12.

Der Eisenmangel ist so krass, dass man auf jeden Fall die Ursache suchen und finden muss.
Vielleicht verlierst Du Blut?
Wie ist die Stuhlfarbe?
Hast Du Magen- oder Darmbeschwerden?

Eisenmangel führt zu schweren neurologischen Beschwerden. Du brauchst m. E. im Moment keine Liquoruntersuchung, denn der Eisenmangel erklärt wohl die neurologischen Beschwerden.

Was Du brauchst ist ein guter Internist.
Ich schließe mich Deinem Hausarzt und "Luft" hier im Forum an.

Eisenmangel kann z. B. zum Restless-legs-Syndrom führen. Das könnte evtl. Deine Beschwerden in den Beinen erklären.

Vielleicht hast Du ein Magengeschwür? Dann könnte es am Magen liegen, wenn Dein B12 so niedrig ist.
Aber ein Magengeschwür entwickelt sich nicht über 10 Jahre, sondern meist deutlich schneller.

Bei Eisenmangel gibt es eine breite Palette an möglichen Ursachen:

Zu spürbaren Eisenverlusten kommt es bei größeren Blutverlusten durch:
•starke Menstruationsblutungen
•chronische Blutungen im Magen-Darm-Trakt bei Geschwüren, Tumoren oder Krampfadern
•Blutspende
•Unfall oder Operation

Eisenmangel tritt jedoch nicht nur bei starken äußeren Blutungen auf, sondern auch bei lang andauernden, inneren Blutungen, z. B. im Magen und Darm oder Blut im Urin (Mikrohämaturie).
Eisenmangel - Ursachen & Risikofaktoren bei Eisenmangel

Auch hier erfährst Du einiges zu den möglichen Ursachen eines Eisenmangels:
Ursachen | Eisenmangel | Eisen-Netzwerk

Aber es macht keinen Sinn, einfach mal so Eisentabletten zu nehmen, denn so stark wie Dein Eisenmangel ist, muss man die genaue Ursache finden.

Ich würde auf jeden Fall zum Internisten gehen.

lg
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Empfindungsstörung Beine, unfit, Blutbild auffällig

Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Hallo Tom

Anhand der bisherigen Beschreibungen vermute ich bei dir chronische Infektionen. Wie bereits erwähnt wurde, würde ich mit der Substitution von Eisen äusserst vorsichtig umgehen. Einerseits „verwerten“ viele Erreger Eisen direkt. Andererseits gehen die meisten chronischen Infekte mit Biofilmen einher, welche vorwiegend aus Eisen, Magnesium und Calcium bestehen. Wenn man folglich solche Stoffe substituiert, könnte dies den Biofilm (unter welchem sich die Erreger „verstecken“ und folglich sowohl vom Immunsystem als auch von Antibiotika etc. „geschützt“ sind) nur noch mehr stärken und dadurch die Behandlung stark erschweren. Allerdings ist ein derartiger Eisenmangel natürlich auch alles andere als „gesund“. Ich will nicht sagen, dass man im Falle von Infektionen gar nie substituieren sollte. Allerdings ist sehr grosse Vorsicht geboten. An deiner Stelle würde ich erst mal versuchen, z.B. über die Nahrung mehr Eisen aufzunehmen.

Natürlich stellt sich die Frage, welche Erreger denn für deine Beschwerden/Symptome verantwortlich sind. Leider ist dies stets sehr schwierig rauszufinden. Zumindest für mich. Deine bisherigen Beschreibungen reichen für mich derzeit bei Weitem nicht aus um irgendwelche Vermutungen machen zu können. Beispielsweise sind für mich die folgenden Fragen offen:
Zitat von sollich Beitrag anzeigen
Jahrelang kein Arztbesuch, weil eigentlich auch keine konkreten Beschwerden vorlagen. Mal hier ein Abszess, dort ein bisschen Magen-Darm Probleme, das war es eigentlich.
Sorry, aber diese Beschreibung ist für mich ungenügend. Warum/wo genau hattest du einen Abszess? Welche Magen-Darm-Probleme hattest du genau wann und wie oft und warum? Mit welchen Symptomen? Hattest du (auch in der Vergangenheit) irgendwelche anderen Symptome oder Auffälligkeiten, welche du bis anhin noch nicht erwähnt hast? Bitte möglichst alles erwähnen, auch Dinge, welche du nicht unbedingt mit den jetzigen Beschwerden in Verbindung bringen würdest (welche evt. aber doch einen Zusammenhang haben könnten).
Zitat von sollich Beitrag anzeigen
Aktuelles Problem ist Müdigkeit, Gefühl von Entzündung im Körper, schnelles schwitzen. Das ganze hat sich rückblickend die letzten Jahre so entwickelt. Ausserdem habe ich eine Empfindungsstörung in den Beinen.
Wie genau macht sich dieses Gefühl von Entzündungen im Körper bemerkbar? In welchen Körperregionen? Hast du insbesondere auch Nachtschweiss oder schwitzt du generell einfach schnell? Was meinst du damit, das Ganze hat sich die letzten Jahre so entwickelt? Welche Beschwerden genau sind wann dazu gekommen (und evt. wieder verschwunden)? Wie genau machen sich die Empfindungsstörungen in den Beinen bemerkbar?
Hast du Haustiere?
Kannst du dich an einen Zeckenstich erinnern – irgendwann in deiner Vergangenheit?
Welches war dein erstes Symptom der jetzigen Krankengeschichte? War damals etwas Besonderes geschehen (z.B. Magen-Darm-Grippe, Husten/Grippe, Lebensmittelvergiftung, Auslandaufenthalt, ausserordentlich Stress, Impfungen, starke Hormonschwankungen etc.)?
Zitat von sollich Beitrag anzeigen
Cortsion habe ich abgelehnt.
Sehr gut. Bevor du nicht weisst, woran du leidest, würde ich keinesfalls eine solche Therapie machen. Insbesondere dann nicht, wenn meine Vermutung stimmt und du an (chronischen) Infektionen leidest.
Zitat von Luft Beitrag anzeigen
Leukozyten (weiße Blutkörperchen) sind erhöht = bei Entzündung. Und im Differentialblutbild sind die Neutrophilen (größte Gruppe der WBK) erhöht = zeigen auch Entzündung an = segmentkernige Neutrophile bekämpfen Entzündungen und Infektionen (Bakterien, Pilze, Parasiten). Erstaunlich, daß der Entzündungswert CRP nicht erhöht ist.
Mich erstaunt nicht, dass der CRP nicht erhöht ist. Dieser Standard-Entzündungswert mag bei frischen/akuten (bakteriellen) Infektionen/Entzündungen eine wichtige Aussagekraft haben, ist jedoch bei chronischen Verläufen insbesondere bei gewissen Erregern i.d.R. nutzlos (was leider praktisch keinem Arzt bekannt ist). Da sich die Beschwerden über Jahre entwickelten, dürfte ohnehin ein chronischer Verlauf vorliegen.

Liebe Grüsse

AW: Empfindungsstörung Beine, unfit, Blutbild auffällig

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Nachtrag zu meinem obigen Beitrag:

Bei so niedrigen Eisenwerten würde ich zum einen schnellstmöglich eine Untersuchung anstreben.
Denn so niedrige Werte können gefährlich sein oder werden.
Ich erinnere mich, als ich selbst im Krankenhaus war, an eine Bettnachbarin, die mit ähnlich niedrigem Hämoglobinwert sogar vom Hausarzt mit Krankenwagen sofort ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Sie konnte noch nicht einmal mehr nach Hause, um sich ein paar Sachen fürs Krankenhaus einzupacken.
Ihr wurde der Magen gespiegelt und sie hatte ein blutendes Magengeschwür. Sie bekam dann sogar eine Bluttransfusion wegen der Blutarmut.

Ich weiß natürlich nicht, wo bei Dir die Ursache für diesen Eisenmangel liegt. Aber ein Hämoglobinwert, der unter 10 liegt, ist eine ernste Sache. Der "Grenzwert" von 10 beim Hämoglobin ist bei allen Ärzten, die ich wegen meines Eisenmangels gesprochen habe, die Untergrenze. Wenn man weniger hat, wird es gefährlich, so war die Meinung der Ärzte. Du hast sogar einen Wert unter 9.
Du musst m. E. so schnell es geht, untersucht werden.
Spreche mal den Hausarzt darauf an, ob er Dich nicht evtl. ins Krankenhaus einweist.
Denn wenn Du noch lange auf einen Termin beim Internisten warten musst, kann das gefährlich werden.

Ich würde auch, ab und an Eisentabletten nehmen, wenn die Untersuchung nicht bald erfolgt.
Nur würde ich an Deiner Stelle jetzt nicht versuchen, mit Eisentabletten allein und ohne Untersuchung diese Sache lösen zu wollen. Denn was letztlich hinter dem Eisenmangel steckt, ist wichtig. Ob eine Entzündung oder was anderes, es muss dann behandelt werden, wenn man weiß, was es ist.
Wieviel Eisentabletten Du nimmst, würde ich mit dem Hausarzt besprechen.

Wegen der Verträglichkeit von Eisentabletten würde ich die immer zu einer großen Mahlzeit nehmen und dazu noch etwas Vitamin C nehmen oder Lebensmittel mit Vitamin C dazu essen.
Vitamin C fördert die Aufnahme von Eisen, wie Du sicher weißt.

lg
margie
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