Nebennierenschwäche? Neurostress? Brauche Hilfe...

11.05.15 13:15 #1
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Nebennierenschwäche? Neurostress? Brauche Hilfe...

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Nun, ich würde bei Hormonen sehr vorsichtig sein. Greift man da ein, so hat das oft eine Reihe von Auswirkungen, die man als Laie evtl. gar nicht überblicken kann.
Und natürlich haben Hormone auch Nebenwirkungen.
Bei Cortison ist mir der Bluthochdruck, die sehr starken Magenschmerzen und die Muskelschmerzen bekannt, denn diese Nebenwirkungen hatte ich unter einer Cortisoneinnahme. Ich kam zu dem Schluss, Cortison meiden, so gut es eben geht.

lg
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

AW: Nebennierenschwäche? Neurostress? Brauche Hilfe...

Kontraindikator ist offline
Themenstarter Beiträge: 166
Seit: 31.08.13
Bei dem Thema betreut mich ein Arzt aus den USA, mit dem ich mindestens einmal wöchentlich in Kontakt bin.
Ich bin halt nur nicht sicher, ob das mein einziges Problem ist. Hier gab es ja auch schon viele Ansätze, denen ich zusätzlich nachgehen werde.
Und vielleicht kommen noch weitere Ideen. Am Ende der Woche müsste nun erstmal das Ergebnis des aktuellen Neurostress-Tests kommen. Mal schauen was da noch raus kommt.

Geändert von Kontraindikator (24.05.15 um 14:48 Uhr)

Nebennierenschwäche? Neurostress? Brauche Hilfe...

Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
@Luft:
Besten Dank für deine Ausführungen. Ich wusste nicht, dass Burrascano diesbezüglich anders denkt. Wobei mich schon Wunder nehmen würde, wie denn seiner Meinung nach Patienten mit Borreliose bzw. Co's eine gleichzeitig bestehende starke Nebennierenschwäche behandelt sollten...
Tragisch, dass es für all solche Fragestellungen keine klaren Richtlinien gibt!

Liebe Grüsse

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Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Hallo Kontra
Zitat von Kontraindikator Beitrag anzeigen
Die Frage ist, was kann man z.B. generell gegen mögliche Viren/Bakterien im Körper tun. Ob man diese tatsächlich bei Untersuchungen findet ist ja auch fast eine Art Glücksspiel. Also, gibt es z.B. pflanzliche Mittel die generell gegen Viren gut vorgehen können. Ich hatte mal wieder an Artemisia annua gedacht.
Es kommt drauf an, mit welchen Erregern es jemanden zu tun hat, wie lange die Infektion besteht, welche Körperregionen betroffen sind sowie welche anderen Grunderkrankungen vorliegen. Leider gibt es nicht DAS pflanzliche Mittel, welches gegen ALLE Erreger nützen könnte. Daher möchte ich an dieser Stelle davon absehen, irgendwelche pflanzlichen Antibiotika zu nennen.
Zitat von Kontraindikator Beitrag anzeigen
Aber vielleicht kann man ja auch gefahrlos mögliche Viren/Bakterien behandeln, da ich mir nicht sicher bin, ob man diese wirklich auch aufspüren wird. Dies scheint ja nicht einfach zu sein.
Auch wenn es nicht einfach ist: Man sollte es versuchen! Es ist praktisch unmöglich einen Feind zu behandeln, welchen man nicht mal ansatzweise kennt. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn der Feind z.B. einer der folgenden Erreger ist: Bartonellen, Borrelien, Babesien, Rickettsien, Ehrlichien, Anaplasmen, Chlamydien, Mycoplasmen und co.
Zusatzfragen:
Zitat von Kontraindikator Beitrag anzeigen
Es fing an mit einem Kribbeln/Jucken in der Leiste. Das kam direkt nach der Penicillin Einnahme im Jahr 2012. Diese dauerte ca. 9 Monate lange ununterbrochen.
Zitat von Kontraindikator Beitrag anzeigen
Nach 4 Tagen hatte ich diesen heftigen juckenden Ausschlag der dann in der Leiste zumindest juckend, teilweise schmerzend 9 Monate geblieben ist
Einerseits frage ich mich, ob du einfach nur eine Penicillin-Allergie/Unverträglichkeit hast. Andererseits finde ich es äusserst seltsam, dass die Folgen (Schmerzen in Leiste) für weitere 9 Monate bestanden, was für mich eher eine andere Ursache vermuten lässt…
Warum hattest du damals das Penicillin eingenommen? Hattest du in der Leiste auch geschwollene Lymphknoten?
Hast du Haustiere bzw. oft Kontakt zu Tieren?

Zitat von margie Beitrag anzeigen
Zu Laboren und Kliniken:
Ich würde bei der Auswahl immer darauf achten, dass diese bei den gesetzlichen Kassen zugelassen sind.
Für mich ist das ein Zeichen von mehr Seriosität.

Die Leistungen von Ganzimmun werden von den Kassen bezahlt, soweit ich weiß.
Bei der Klinik in Augsburg scheint es nicht so zu sein, oder?
Sorry, aber diese Aussagen unterstütze ich gar nicht. Gewisse Infektionskrankheiten sind nach wie vor wenig erforscht und bekannt und schon gar nicht akzeptiert. Die diagnostischen Möglichkeiten sind katastrophal, insbesondere dann, wenn Ärzte (wie üblich) nach den IDSA/CDC-Richtlinien arbeiten. Nur wenige Ärzte kennen sich halbwegs mit solchen Erkrankungen aus. Und diese sind oft gar Privatärzte. Auch „moderne“ Tests werden gegenwärtig in gewissen Labors nicht von der Kasse bezahlt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie noch weniger zuverlässig sind. Im Gegenteil.
Im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten könne ich das Labor Ganzimmun leider nicht.
Zitat von margie Beitrag anzeigen
Bei dem Thema betreut mich ein Arzt aus den USA, mit dem ich mindestens einmal wöchentlich in Kontakt bin.
Darf ich fragen, ob sich dieser Arzt „nur“ deine hormonelle Situation anschaut? Wie bist du denn auf diesen gekommen?

Liebe Grüsse

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Kontraindikator ist offline
Themenstarter Beiträge: 166
Seit: 31.08.13
Das Penicillin hatte ich bekomme, da der Arzt der Meinung war, dass ich eine Angina hätte. Ob es eine bakterielle Infektion war, wurde nicht überprüft. Nach 3 Tagen kam der Ausschlag an den Beinen/Leiste. 2 Wochen später hatte ich heftigst geschwollene Lymphknoten im Gesicht...sah aus wie eine Wasserleiche..... Da ging also das ganze Problem los. Viele Ärzte haben später die Vermutung geäußert, dass sich das EBV durchs Penicillin reaktiviert hat...

Kontakt zu Haustieren habe ich nicht.

Der Arzt aus den USA behandelt mich nur in dem hormonellen Bereich. Ich bin diesen Weg gegangen, da die deutschen Ärzte in diesem Bereich leider nichts drauf haben und man sogar den Professoren noch grundlegende Dinge erklären muss, da sie auf dem Wissenstand der 70/80iger Jahre stehengeblieben sind. Halten sich aber für die Größten.....

Ich nehme nun mal Propolis, dann noch Lysin und später noch artemesia Anna....das dürfte erstmal einige Viren generell bekämpfen. In meinen Augen schade ich mir dadurch nicht. Abgesehen davon geht es mir ja echt nicht gut...da ist es sogar fast egal, ob es mir sogar nicht schlechter geht

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Kontraindikator ist offline
Themenstarter Beiträge: 166
Seit: 31.08.13
Vielleicht hilft ja folgendes Symptom noch meine Probleme etwas mehr einzugrenzen.

Ich musste heute wieder ein wenig was im Garten machen (habe nach Anweisung des Arztes auch zusätzlich HC genommen das sollte für die leichte Belastung gereicht haben).
Danach habe ich natürlich wieder Erkältungssymptome. Das ist ja nicht neu. Aber mir tut mein rechtes Fußgelenk weh. Ich habe mir da definitiv nichts dort heute geholt. Das spricht dann immer mehr für die Vermutung, dass irgendwelche Viren wahrscheinlich im Körper rumtoben? Oder wie soll man sowas erklären?

Ich werde wohl mal in Augsburg anrufen. Mal schauen was es da für Möglichkeiten gibt.
Das muss doch hinzubekommen sein, es kann doch nicht sein, dass ich nie mehr gesund werde.....

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Luft
Zitat von Kaempferin Beitrag anzeigen
@Luft: Besten Dank für deine Ausführungen. Ich wusste nicht, dass Burrascano diesbezüglich anders denkt. .... Tragisch, dass es für all solche Fragestellungen keine klaren Richtlinien gibt!
Hallo Kaempferin,

ja, das ist wirklich tragisch.

ich habe das Zitat von Burrascano (die Quelle) wiedergefunden.
Burrascano
In seinen Leitlinien von 2008 (16.Ausgabe) schreibt er auf Seite 4:
The severity of the clinical illness is directly proportional to the spirochete load, the duration of infection, and the presence of co-infections. … More severe illness also results from other causes of weakened defenses, such as from severe stress, immunosuppressant medications, and severe intercurrent illnesses. This is why steroids and other immunosuppressive medications are absolutely contraindicated in Lyme. This also includes intraarticular steroids.
Die NN unterstützt er mit Vitaminen, Mineralien, Adaptogenen.

Meines Wissen sind das die letzten Leitlinien von Burrascano. Inzwischen ist er in Pension.

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Kontraindikator ist offline
Themenstarter Beiträge: 166
Seit: 31.08.13
So, ich habe Testergebnisse bekommen.

KPU ist auscheschlossen.

Dann für mich ein etwas überraschendes Cortisol Ergebnis, da ich davon ausgegangen wäre, dass nach knapp 3 Monaten HC Einnahme weniger produziert wird.

Morgens nach dem Aufstehen: 3,2 ng/ml (norm 2,0-10,0)
danach 10 mg HC genommen
Mittags 14:15 Uhr 1,5 ng/ml (Norm 1,55-6,0)
Abends 18:30 Uhr 1,1 ng/ml (Norm 1,12-4,85)

DHEA im Speichel 118 pg/ml (Norm 109-475)

Adrenalin im Urin 15,5 mg/g (Norm 5,0 - 15,0)
Noradrenalin im Urin 795,1 mg/g (Norm 25,0-75,0)
Noradrenalin/Adrenalin 51,3 (Norm 3,0-6,0)

Dopamin 135 mg/g (Norm 50-250)
Serotonin im Urin 145 mg/g (Norm 50-250)

Überraschend sind die zwar nicht guten, aber auch nicht so schlechten Cortisl Werte nach 3 Monaten HC Einnahme (Teils bis zu 50 mg HC am Tag - hier an den Tagen nur 10 mg). Es war generell auch ein gefühlt guter Tag bei dem Test.

Aus den Adreanlin Werten sollte man doch was machen können. Die sind ja extrem,- Gestresst war ich an dem Tag nicht. Es war ein ganz normaler entspannter Arbeitstag für mich.

Das spricht ja dafür, dass irgendwas im Körper quer läuft, was man nun finden muss. Vielleicht hat jemand Ideen?.
Dopamin genau in der Mitte....also vergessen wir mal diese COMT Genvariante.

Geändert von Kontraindikator (29.05.15 um 10:52 Uhr)

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Adrenalin im Urin 15,5 mg/g (Norm 5,0 - 15,0)
Noradrenalin im Urin 795,1 mg/g (Norm 25,0-75,0) -> !!!
Noradrenalin/Adrenalin 51,3 (Norm 3,0-6,0)
Erhöhte Urinwerte bei Adrenalin und Noradrenalin kommen beim Phäochromozytom, aber auch beim Paragangliom und bei manchen Glomustumoren vor.
Gerade beim Paragangliom und bei Glomustumoren ist aber Noradrenalin oft isoliert erhöht - wie es bei Dir zu sein scheint.

Ich würde zu einem guten Endokrinologen gehen oder in eine Klinik mit endokrinologischer Abteilung. Evtl. auch in eine neuroendokrine Tumorambulanz.

Man sollte im Blut und im 24h-Sammelurin mit Salzsäure angesäuert folgende Werte bestimmen:
Metanephrin, Normetanephrin
Beides sind Abbauprodukte von Adrenalin und Noradrenalin, aber nicht ganz so empfindlich.
Denn diese Werte fallen sehr schnell ab, wenn sie nicht schnell verarbeitet werden.
Es gibt da einiges zu beachten.

Wenn bei Dir also Noradrenalin im Urin erhöht gemessen wurde, ist das schon ein starker Hinweis. Denn der Wert ist womöglich noch höher, wenn alles ganz korrekt gemacht wird (was aber oft nicht der Fall ist).

Da es bei mir um genau diese Problematik derzeit auch geht, nachdem ich schon ein Lungenkarzinoid hatte, kenne ich mich mit diesen Bestimmungen gut aus und muss dazu sagen, dass diese Werte oft in den Arztpraxen "verhunzt" werden. Da wird nicht beachtet, dass sofort nach der Blutentnahme das Blut zentrifugiert werden muss, dass es erst wirklich tiefgefroren sein muss, bevor es ans Labor geht (was bei einer Weiterleitung am gleichen Tag nicht der Fall ist), etc.

Aber vielleicht erklären sich diese Werte bei Dir doch noch anders?
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julisa ist offline
Beiträge: 1.798
Seit: 20.03.09
Das Morgencortisol ist niedrig - hat aber wenig Aussagekraft, weil der Peak erst 2h nach dem Aufwachen voll da ist. Oder hast Du erst nach 2h gespuckt?

Der Mittagswert ist niedrig, obwohl Du das HC genommen hast. Das kann bedeuten, dass es gar nicht ankommt, also über Magen-Darm-Leber verloren geht. Da müsste der Wert nämlich hochgehen. Warum nicht mal Creme probieren?

Auch der Abendwert ist zu niedrig, das niedrige DHEA passt auch dazu, dass die NN noch nicht mehr kann.

Geändert von julisa (29.05.15 um 12:55 Uhr)


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