Darmprobleme

09.03.15 15:36 #1
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anomar ist offline
Beiträge: 245
Seit: 30.06.12
Hallo und einen guten Tag Euch allen.

Ich habe einen guten Bekannten mit folgendem Problem: Diabetiker (Typ2), Adipos, Medis u.a. Xarelto (wegen Thrombose), dann noch Ramipril, Bisopolol und Metformin...und eben Insulin.
Jedenfalls hat er seit einiger Zeit, er nimmt an, seit er Xarelto nimmt - einige Zeit danach -extremere Probleme mit der Verdauung!

Ja, und das Problem ist nicht gerade angenehm. Er muss laufend zur Toilette -oben rein, unten raus. Die Verdauung einer Ente... Spaß beiseite. Und das Eklige daran ist, dass oftmals der Stuhl so fettig ist, so ein gelblicher Saft raus kommt.... Ruck zuck sind nach einem Pups die Hosen versaut.
Und das Zeug riecht nicht wie Kot riechen sollte, sondern irgendwie chemisch....
Ich weiß, das ist ein unangenehmes Thema, doch ich frage mich, ob es mehr Menschen mit diesem Problem gibt und woher das kommen mag! Ein nicht gerade so angenehmer Gedanke war da der Pankreas. Dass der nicht mehr genug Hormone/ Säfte zum Aufspalten von Fetten bereitsstellt und deswegen alles so hinten raus geht... Ein Gedanke! Oder kann es an der Verdauung im Darm liegen?
Hat jemand von euch schon mal ähnliches gelesen oder gehört und kann Antworten geben????
Er hat Schiss zum Arzt zu gehen - wegen einer womöglichen Horrordiagnose.

Danke im Voraus und euch allen einen schönen Tag und bleibt gesund. :-)
L.G. anomar
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Tommie09 ist offline
Beiträge: 49
Seit: 22.11.13
Liebe Anomar,
ich hatte so ähnliche Symptome für 2-3 Tage als bei uns die Grippewelle umging und so etwa die Hälfte der Kollegen krank war. Ich hatte keine Grippe aber Symptome, wie Du sie von Deinem Bekannten beschreibst. Ich musste auch einmal die Hosen wechseln.
Wenn das bei Deinem Bekannten länger anhält und er sowohl Diabetes als auch Thrombosen vorbeugen muss, würde ich mich mit dem Thema befassen, was meine Verdauung und meine Arterien so belastet.
Viel anregendes zu beiden Themen fand ich dazu von Wolfgang Lutz, der als Arzt viele Erfahrungen aus seiner Praxis in seinem Buch Leben ohne Brot beschrieben hat.
Ich würde mich auch damit befassen, wie ich eine gesunde Darmflora wieder aufbauen kann. Hier gibt es EM, aber auch viele andere Anwendungen, die sie wieder aufbauen.
Herzliche Grüsse
Tommie

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anomar ist offline
Themenstarter Beiträge: 245
Seit: 30.06.12
Hallo Tommie,
danke für die Antwort.
Mein Bekannter hat die Probleme schon über ein Jahr und sie kommen und gehen. Mal mehr mal weniger.
Dass die Ernährung eine Rolle spielt ist offensichtlich. Doch er sagt dazu, dass er nicht rauche und keinen Alk trinke, dann möchte er wenigstens essen.
Ja, er isst viel Brot. Wenig Obst, weil er Obst - die Säure - nicht verträgt. Da geht die Sch... erst richtig los. Außerdem geht der Blutzucker dadurch stark nach oben. Scheinbar kann er Fruchtzucker und -säure nicht so richtig "verarbeiten".
Vielleicht könnte man beim Brot umstellen auf Glutenfreies oder - ärmers.... Er isst auch gern Fleisch und Wurst...
Danke für den Buchtipp. Ich werde ihm diesen weiter reichen. :-)
Von EM habe ich schon gelesen. Muss ich noch mal googeln.
Schönen Abend noch. :-)
L.G. anomar
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Flexone ist offline
Beiträge: 176
Seit: 09.05.14
vielleicht geht das in richtung morbus crohn

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Tommie09 ist offline
Beiträge: 49
Seit: 22.11.13
Liebe Anomar,
Leben ohne Brot ist die Beschreibung von hunderten von Heilungen von Morbuns Crohn, Reizmagen und Reizdarm durch den österreichischen Arzt Wolfgang Lutz. Das kannte ich bislang nicht.

Dies fußt auf der angenommenen Erklärung, dass wir 150.000 Jahre Zeit hatten uns an Fleisch, Fett mit wenig Gemüse anzupassen und nur 5000, um uns an die kohlehydratreiche Ernährung der Ackerbauern anzupassen.

Der Verzicht auf Fleisch wird gar nicht verlangt. Brot gibt es auch ohne Kohlehydrate.

Wenn Dein Bekannter es einige Monate probiert mit weniger als 6 Broteinheiten (Brot, Kartoffeln, Zucker....) auszukommen, müssten die Entzündungen im Darm sich mildern, wenn das die Ursache für den Reizdarm war. Die Diabetes müsste sich auch abnehmen.

Sein Körper würde lernen wieder Zellfett als Nahrung zu verwerten und er würde sein Normalgewicht wieder herstellen. So etwas nennt sich ketogener Ernährung. (zum Googeln) Ich würde allerdings eine ärztliche Begleitung für diese Umstellung suchen, weil u.U. das Immunsystem bei der Umstellung am Anfang überreagiert.
Liebe Grüsse
Tommie

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ArmesHaschel ist offline
Beiträge: 818
Seit: 11.04.10
Hallo anomar,

es ist so, das Xarelto über bestimmte Cytochrome in der Leber verstoffwechselt wird. Wenn diese durch andere Medikamente oder durch Polymorphismen verändert sind scheint es aus meiner Sicht so zu sein, das die Leber nicht recht entgiftet und der übriggebliebende Coktail auf den Darm schlägt.

Im Übrigen:
Zitat von Tommie09 Beitrag anzeigen
Liebe Anomar,
Leben ohne Brot ist die Beschreibung von hunderten von Heilungen von Morbuns Crohn, Reizmagen und Reizdarm durch den österreichischen Arzt Wolfgang Lutz. Das kannte ich bislang nicht.
Das halte ich für eine Urban Legend...

Natürlich ist es so, das eine Stärke arme, Omega 6 arme Kost äußerst angebracht und zugleich Positiv bei Morbus Crohn ist, aber in vielen Fällen einfach nicht ausreichen wird, das autoimmune geschehen herunter zu regeln.

Gruß Haschel
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Keine falschen Perlen vor echte Säue werfen!

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anomar ist offline
Themenstarter Beiträge: 245
Seit: 30.06.12
Ja, ArmesHaschel, die Xarelto kann da schon eine Rolle spielen, denn vor der Thrombose hatte er diese Probleme nicht. Jedenfalls nicht diesen Giftcocktail hintenraus. ;-) Daran haben wir auch schon gedacht, doch Alternativen zu Xarelto gibt es recht wenige. :-(

Die ketogene Ernährung habe ich persönlich auch nicht hinbekommen. Ich hatte Brustkrebs, besser gesagt einen Tumor....Aber ich habe einiges davon gelesen und gehört, als mein Krebs aktuell war. Jetzt, nach vier Jahren habe ich das Meiste wieder vergessen....

KAnn so ein Morbus Crohn auch lebensgefährlich werden?? Denn dann müsste er wohl oder übel reagieren...

Danke für die Antwort, liebes ArmesHaschel.
L.G. anomar
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anomar ist offline
Themenstarter Beiträge: 245
Seit: 30.06.12
Danke für die Ausführungen Tommie.
Ich esse seit meiner Krebsdiagnose ganz selten mal Brot, und wenn, dann BIO und Vollkorn...
Es ist schwierig einem Menschen die Notwendigkeit einer Ernährungsumstellung beizubringen.... Schlecht ist auch, wenn der jenige den ganzen Tag bei der Arbeit hockt. Wäre er zu Haus, wäre das mit der Umstellung wohl leichter.....
Ich muss mal darüber mit ihm reden, und hoffe, dass er nicht gleich dicht macht. Denn das Essen ist sehr wichtig für ihn....Nicht dass er sinnlos frisst, nein, er genießt gern...
L.G. anomar
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anomar ist offline
Themenstarter Beiträge: 245
Seit: 30.06.12
Das wäre möglich, Flexone, und war auch mein erster Gedanke.
Doch ebenso lässt uns der Gedanke an Xarelto und die anderen Medis nicht los. Vielleicht gibt es da eine Unverträglichkeit!!
L.G. anomar
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derstreeck ist offline
Beiträge: 4.123
Seit: 08.11.10
Hallo anomar,

Mein Lieblingsthema hier sind Lebensmittelintoleranzen wobei es auch zu Verdauungsproblemen kommt.

Was dein Bekannter hat ist nicht normal. Das passt weder zur Fruktoseintoleranz noch zu Zöliakie.

Ich weiss auch nicht was es sein könnte. Es passt zu keinem der Unverträglichkeiten die hier regelmässig besprochen werden.

Dein Bekannter sollte dringend zum Arzt gehen!

Horrordiagnose hin oder. Es ist so wie es ist und vielleicht kann man was machen. Wenn man weiss was es ist, hilft es seine Ernährung anzupassen und zusätzlich Verdauungsenzyme zum Essen zu nehmen.

Hab nochmal etwas im Netz gesucht. Pankreas könnte passen. Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Mit der Suchfunktion findet man auch Beiträge: http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...tml#post770946

Grüsse
derstreeck

Geändert von derstreeck (10.03.15 um 11:52 Uhr)

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