Vegetative Dystonie - Hilfe und Ratschläge

09.02.15 15:10 #1
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AW: Vegetative Dystonie

Evgenij ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.722
Seit: 08.02.15
Also die HPU sehe ich auch nicht als Grunderkrankung, sondern eher als Reaktion/Fehler im System. Mir geht es aber darum dass ich zu viel B6, sprich Mangel/Verwertungsstörung habe. Den B6-Mangel muss ich ausgleichen, sonst passieren noch viel schlimmere Dinge bei mir. Bis ich diesen Fehler im System gefunden habe, warum ich HPU bzw. Verwertungsstörung habe, könnten Jahre vergehen und meine Symptome sind alles andere als angenehm.

Bei mir könnten es viele Ursachen geben. Bei Schwermetall geht es los. Hochprozentigen Alkohol habe ich auch nicht unbedingt wenig in meiner Vergangenheit getrunken, Leberschaden mit Sicherheit. Meine Ernährung war grauenvoll. Schlaf null, Sport null, Mikronährstoffe null, Stress usw... Natürlich gehe ich dem allem auf den Grund. Aber das dauert alles.

Kontrollen werden jetzt öfters gemacht.

Dr. Kneißl sein Vortrag hat mir sehr gefallen. Das Video habe ich schon 2 mal angeschaut. Da wird alles super erklärt!

Grüße
Evgenij

AW: Vegetative Dystonie

margie ist offline
Beiträge: 4.741
Seit: 02.01.05
Hallo Evgenij,

das mit dem zuviel B6 würde ich nicht so hoch bewerten. B6 ist ein wasserlösliches Vitamin, das sich nicht speichert, sondern ausgeschieden wird.
Wenn Du am Tag zuvor viele Lebensmittel gegessen hast, die B6 enthalten, könnte es sein, dass sich damit ein erhöhter Wert am nächsten Tag bereits erklären lässt.
Wurde es nur ein Mal bestimmt bisher?
Wenn ja, würde ich raten, es noch mind. ein weiteres Mal bestimmen zu lassen und zuvor darauf achten, dass Du nicht gerade viele Lebensmittel isst, die es enthalten.
Und bedenken musst Du auch, dass man die Normwerte für Vitamine nicht so "wörtlich" nehmen sollte. Sie sind umstritten, wie viele anderen Normwerte auch.
Vielleicht hast Du einen individuell höheren Normwert als viele andere Menschen, ohne dass dies gleich ein Gesundheitsproblem darstellt?
Oder aber das Labor hat vielleicht bei der Untersuchung ungenau gearbeitet und der Wert erklärt sich so?

Dein B6-Wert ist so hoch ja nicht. Wäre er ein Mehrfaches des oberen Normwerts würde ich mir da eher Gedanken machen.

Ich habe mir mal die Normbereiche der verschiedenen Labore angesehen. Sie sind unterschiedlich. Das Labor Volkmann hier:
Leistungsverzeichnis MVZ Labor PD Dr. Volkmann und Kollegen GbR, Karlsruhe
gibt z. B. als Normbereich 3,5 bis 40 ng/ml an.
Umgerechnet sind das 3,5 bis 40 µg/l.
D. h. Du würdest bei diesem Labor mit Deinem Wert von rd. 35 µg/l im Normbereich liegen.

Also ich denke, dass Dein Wert keinen Krankheitswert hat.

lg
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

AW: Vegetative Dystonie

Evgenij ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.722
Seit: 08.02.15
Hallo Margie,
gemessen wurde B6 im Serum und Cystathionin im Urin. Beide Werte erhöht.

Grüße
Evgenij

AW: Vegetative Dystonie

margie ist offline
Beiträge: 4.741
Seit: 02.01.05
Hallo Evgenij,

ich würde auch wenn es auf den ersten Blick zusammen zu passen scheint, immer es für möglich halten, dass bei nur einmaliger Bestimmung es eine zufällige Konstellation ist oder dass auch mal ein Laborfehler zu dieser Konstellation mit beigetragen hat.
Die Bestimmung von Cystathion im Urin ist sicher keine Routinebestimmung und es kann dann auch mal zu Fehlern kommen.

Außerdem scheint es für erhöhte Werte noch weitere Möglichkeiten zu geben wie z. b. einen Mg-Mangel, bei Nierenfunktionsstörungen, bei B12- und Folsäuremangel.
Lese mal hier den Beitrag #60 von Hashimota:

Vitamin B6-Überschuss ohne Pillen - Seite 6

Ich würde immer bei nur einmaliger Bestimmung die Werte kontrollieren lassen.

lg
margie
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AW: Vegetative Dystonie

Evgenij ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.722
Seit: 08.02.15
Hallo Margie!

Kann man seine Nieren verlässlich untersuchen lassen? Bei wem?

Ich könnte meinem Arzt ja die B6/Cystathion Werte vorlegen!

Den B6/P5P Mangel muss ich ja trotzdem ausgleichen!?

Grüße
Evgenij

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margie ist offline
Beiträge: 4.741
Seit: 02.01.05
Hallo Evgenij,

mit der Thematik kenne ich mich nicht so gut aus. als dass ich Dir raten könnte, wie Du weiter vorgehen musst.
Ich bezweifele, dass viele Ärzte mit dem Cystathion-Wert im Urin viel anfangen können.
Mit P5P kenne ich mich auch nicht aus. Glaube aber schon öfters gelesen zu haben, dass es bei manchen nicht so verträglich ist.

Nierenuntersuchung?
Ja, das ist ein Thema für sich.
Es gibt eine Reihe von Nierenwerten.
Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure sind welche. Wichtig ist auch die Urinausscheidung von Kreatinin und Harnstoff.
Man kann eine Kreatinin- und eine Harnstoff-Clearance noch machen.
Die Eiweißwerte sind noch wichtig bei der Niere.
und, und, und.

Ich bin da aber auch nicht der Experte, als dass ich zur Niere alles wüsste.

Wenn man im Urin zu hohe oder zu niedrige Werte hat, ist es sicher immer gerechtfertigt zu fragen, ist die Niere daran schuld.

Es gibt ja Nephrologen, d. h. Nierenfachärzte. Nur kann es da passieren, dass man dort, wenn man nicht gerade extrem auffällige Werte hat, nicht ernst genommen wird.
Mir ging es schon mal so. Ich habe nämlich eine Kreatinin-Clearance, die öfter schon unter 70 lag, aber immer noch über 50.
Nephrologen nehmen das aber erst ernst, wenn man unter 50 liegt (100 und höher sind hier Normalwerte).
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AW: Vegetative Dystonie

margie ist offline
Beiträge: 4.741
Seit: 02.01.05
Hallo Evgenij,

das Labor Bremen schreibt zu Cystathionin, dass der Urin frisch sein muss. Das Labor in Berlin schreibt, dass die Probe kühl und lichtgeschützt sein muss.
Das sind gleich 3 Faktoren, die auf das Ergebnis sich auswirken, wenn diese nicht eingehalten wurden.

Hat das Labor, wo Du die Urinprobe abgegeben hast, die Untersuchung selbst gemacht?
Nur dann halte ich es für wahrscheinlich, dass alles eingehalten werden konnte.

Sobald es aber die Probe an ein anderes Labor versandt hat, geht es schon los:
War der Urin noch frisch als er im anderen Labor angekommen ist? M. E. ist dies kaum einzuhalten, es sei denn man versendet mit Expres-Kurier und das würde sehr teuer.
Die nächste Frage ist, ob der Urin gekühlt transportiert worden ist. Auch schwer einzuhalten...
Und der Lichtschutz wird sicher auch oft vernachlässigt. Zumindest ist das mein Eindruck, wenn ich 24h-Urin auf Katecholamine mache. Nicht mal in Kliniken wird da der Lichtschutz beachtet.

D. h. man darf nicht immer jeden Wert ernst nehmen und sollte bei Werten, die nicht zu der Routinediagnostik gehören, stets prüfen, ob auch alle Rahmenbedingungen eingehalten wurden.

lg
margie
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Vegetative Dystonie

Hans F ist offline
Beiträge: 864
Seit: 21.09.14
Hi Evgenij,
Zitat von Evgenij Beitrag anzeigen
Falls Interesse und nichts zum lesen hast:
http://www.health-science-spirit.com...-kandidose.pdf
Ja, das schau ich mir mal an. Danke!
Ja. Ich orientiere mich da an dem amerikanischen "Upper Intake Level" für Mangan.
Laut US-National Reasearch Council liegt die sichere alimentäre Zufuhr für Erwachsene bei 2-5 mg/Tag, also mehr als meine 6,25mg.

Da ich ...
a) einen unterdurchschnittlichen Mangan-Vollblutwert habe
b) HPUler bin
c) gewichtsmäßig mehr als 20% über dem Gewicht eines Standard-Erwachsenen liege
d) zu keiner Risikogruppe gehöre ( keine Psychosen, kein Hinweis auf Morbus Meulengracht (mittig-normales Bilirubin))
...scheinen mir täglich 6,25 mg Mangan vertretbar.
Wie hast du dein HPU testen lassen, auch bei KEAC? Wenn ja, wie lange hat es gedauert bis du dein Ergebnis bekommen hast? Ich habe meins immer noch nicht... Soll ich dort anrufen?
Ja, bei KEAC. Der Befund kam bei mir per Mail, 8 Tage nachdem ich die Probe abgeschickt hatte. Ich würde nach 11 Tagen per Mail nachfragen.
Wie fühlst du dich jetzt nach den Präparaten, welche Symptome sind bei dir zurückgegangen bzw. verschwunden?
Also bezüglich Zink, Mangan und B6/P5P?
Zink habe ich schon vorm HPU-Test genommen (seit 2012), weil sich eine Wundheilungsstörung am Ellbogen durch Zink innerhalb von 24 h rapide gebessert hat. Auf meinen Haarausfall wirken sich 25 mg Zink/Tag auch sehr gut aus, ebenfalls auf die Fingernägel. Das kann ich unmittelbar auf den Zink zurückführen.
Mangan nehme ich seit 2013, ca 5 mg/Tag - allerdings auch nicht wegen HPU, sondern wegen des niedrig-normalen Vollblutwertes. Symptom-Besserungen habe ich darauf noch nicht zurückführen können.
Allerdings: P5P, den m.E. zentralen HPU-Nährstoff, nehme ich erst seit gut 3 Wochen regelmäßig und bin ihn noch am Einschleichen (derzeit 20 mg P5P/Tag). Insofern bin ich noch weit davon entfernt ein Fazit ziehen zu können.
Sicher ist allerdings schon jetzt, dass sich P5P (und früher auch schon B6) positiv auf meine Missempfindungen/Juckreiz auswirken.

Viele Grüße
Hans

Vegetative Dystonie

Hans F ist offline
Beiträge: 864
Seit: 21.09.14
Zitat von margie Beitrag anzeigen
Also ich denke, dass Dein Wert keinen Krankheitswert hat.
Das sehe ich völlig anders.
(Kompensatorisch) erhöhte B6-Werte treten bei HPUlern gehäuft auf und deuten auf eine Verwertungsstörung hin. Dem Körper fehlt es an P5P. Zusätzliche P5P-Gaben (aktives B6) senken dann i.d.R. diese erhöhten Werte.
Bei mir war lag B6 über 106% über dem oberen Normwert. Nach zeitweiser P5P-Einnahme lag der B6-Spiegel nur noch 38% über dem oberen Grenzwert. Insofern kann ich diesen Zusammenhang bestätigen.

Gruß
Hans

Vegetative Dystonie

Hans F ist offline
Beiträge: 864
Seit: 21.09.14
[QUOTE=margie;1067589]ich würde auch wenn es auf den ersten Blick zusammen zu passen scheint, immer es für möglich halten, dass bei nur einmaliger Bestimmung es eine zufällige Konstellation ist oder dass auch mal ein Laborfehler zu dieser Konstellation mit beigetragen hat. (/QuOTE]

Es gibt zwei Befunde, die beide auf P5P-Mangel hindeuten, bzw ihn belegen. Einer direkt, der andere indirekt. Besser geht`s kaum.


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