Unterzucker - zunehmend verzweifelt

09.12.14 10:26 #1
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Hase12 ist offline
Beiträge: 105
Seit: 09.03.09
Hallo,

nach langer Zeit wieder einmal eine Meldung von mir. Vorangekommen bin ich nicht wirklich, ich weiß nur, was ich alles nicht habe, Linderung Fehlanzeige.
Symptome: verworrener, niedriger Blutzucker, Unterzuckerungen ca 1-2 Std nach dem Essen, 1 Std nach dem Essen ist der Nüchternwert erreicht (um die 70, war früher 85, sank immer mehr ab).
UNFASSBAR schlimmer Hunger, Unterzuckerungssymptome, ich habe das Gefühl zu verhungern.

was gesucht wurde:
- Insulinom, Nesidioblastose, NIPHS,
- Dumping-Syndrom
- Gastritis
- Enzyme der Bauchspeicheldrüse
- Leber
- Malabsorption, Maldigestion
- Diabetes-Typ-2
- Fettsäure-Probleme
- Glykogen Storage Disease
- Insulinresistenz
- Fructose, Glucose, Laktose-Intoleranz
- Schilddrüse
- Hirnanhangdrüse

Nichts Greifbares kam heraus. Kein Insulinom, war zwar nicht immer eindeutig insbesondere im Calziumstimulationstest einmal Insulinansteig, aber C Peptid noch normal, deswegen immer und immer wieder gesucht. 11 Fastentests.

Leber hat abweichende Werte, wie Alkoholiker, Fettleber, ich trinke nicht. Laut Ärzten ist die Leber eine Folge des Zuckers, nicht die Ursache.

Ich habe weiße Punkte auf dem Herzmuskel, die keiner erklären kann, Funktion ist normal.

weiter:
- Chonlinesterase immer zu niedrig, die Hälfte der unteren Norm
- Leptin erhöht (ich bin schlank)
- gesteigerte Lipolyse nachts mit Abfall der Triglizeride und Ketonkörpern im Urin am Morgen
- Ich habe Entzündungen der Haut – keiner weiss, was es ist
- Base excess mehrfach erniedrigt
- Pyruvat gering erhöht (Laktat / Purivat Quotient ok)
- LSH / LH Quotient deutlich erniedrigt
- sonstige Geschlechtshormone normal

- schwankende Schilddrüsenwerte (könnte normal sein, eine Störung wurde nicht erkannt) - zwischen TSH 0,7 und 3,57 immer hin und her. FT3 zeitweise leicht erniedrigt, aber auch das schwankt.

Ich habe das Gefühl zu verhungern. Tag und Nacht. Der Zucker steigt kurz normal an (auf 90 bis 110) und rutscht nach 45min bis 1 std wieder weg und ich bin bei 70mg/dl oder darunter. - Mit jeder Mahlzeit wird das schlimmer. Nachmittags rutschte ich auf Werte um die 55mg/dl nach jedem Essen und weiss nicht warum.
Die Gegenregulation funktionierte bisher gut (ist auch getestet), momentan tut sie sich aber immer schwerer, schnell und klar den Zucker wieder hoch zu schaffen.

Mein Blutzucker reagiert auf gleiche Mahlzeiten jeden Tag anders. Mal geht er kurz hoch und ist wieder weg --- mal geht er gar nicht erst hoch .--- mal sinkt er ab.

Diverse OGTT zeigten nur ein einziges Mal erhöhtes Insulin - ich habe aber ca 8 gemacht. In den anderen kein erhöhtes Insulin, dennoch steiler Absturz des BZ.

Es ist nicht so, dass meine Ärzte mich aufgegeben haben. -- Aber irgendwie habe ich das Gefühl, hier muss ein Denkfehler sein... weil absolut niemand weiterkommt und meine Situation sich merklich verschlechtert. Es geht mir unaushaltbar verhungert und die Unterzucker erschöpfen meinen Körper zunehmend. - Auch die Nächte sind ein Desaster geworden, ich wache wegen Hunger oder Sc hwitzen immer wieder auf.

Achso, nächtlich mehrere Unterzucker sind nachgewiesen mit einer Langzeitmessung ---- die Frage ist nicht, WAS ich habe, sondern warum....


Hat jemand IRGEND eine Idee, was den Blutzucker so dermaßen durcheinander bringen kann?
Ich fühle mich völlig ausgeliefert und hilflos und verzweifelt.

WAS pasiert in mir und warum wird es nicht gefunden ?

Vielen Dank, Hase12

AW: Unterzucker - zunehmend verzweifelt

Flexone ist offline
Beiträge: 176
Seit: 09.05.14
hallo,

mich beschleicht das gefühl du könntest hsp haben, google sagt unterzuckerung hat damit auch zu tun. deine analyse und deine stichpunktartigen fakten lassen mich das zusätzlich glauben.

les das mal durch und schau dir das thema mal an

http://www.treffpunkt-hochsensibilit...gel-t2485.html

Unterzucker - zunehmend verzweifelt

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.510
Seit: 26.04.04

Unterzucker - zunehmend verzweifelt

Hase12 ist offline
Themenstarter Beiträge: 105
Seit: 09.03.09
Zitat von Malve Beitrag anzeigen
Es gibt vorherige Threads, die als Hintergrund-Info vielleicht hilfreich sein könnten:
Liebe Grüße,
Malve
Fast alle der threads waren von mir selbst, weil ich schon lange Hilfe suche und einfach immer mehr verzweifle. :( -- Ich hab hier nochmal einen neuen Anlauf genommen.

mich beschleicht das gefühl du könntest hsp haben, google sagt unterzuckerung hat damit auch zu tun. deine analyse und deine stichpunktartigen fakten lassen mich das zusätzlich glauben.
Vielen Dank, ich lese mir das jetzt durch.

Hab es gelesen und muss sagen, mein Cortisolspiegel war nie erhöht, auch nicht wenn ich sehr nervös war oder morgens. Aber werd ihn nochmal messen lassen.

Geändert von Hase12 (09.12.14 um 11:38 Uhr)

Unterzucker - zunehmend verzweifelt

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.510
Seit: 26.04.04
Hallo Hase12,

ich weiß, dass alle Threads von Dir selbst sind - deshalb habe ich sie ja hervor geholt, damit die Mitglieder, die Dir antworten wollen/können, sehen, was bereits abgearbeitet/diskutiert worden ist.

Liebe Grüße,
Malve

AW: Unterzucker - zunehmend verzweifelt

Flexone ist offline
Beiträge: 176
Seit: 09.05.14
schau dir hsp aus mehreren quellen an und guck ob vieles auf dich zutrifft, es muss glaube ich nicht zwangsläufig ein erhöhter chortisolspiegel messbar sein.

Unterzucker - zunehmend verzweifelt

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Laut Ärzten ist die Leber eine Folge des Zuckers, nicht die Ursache.
Haben die Ärzte ihre Meinung begründet?

Die Leber spielt an entscheidender Stelle mit bei der Regulierung des Blutzuckers:

Der Gegenspieler des Insulins, das Hormon Glucagon, sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel nicht zu weit abnimmt. Bei Bedarf fördert Glucagon die Neubildung von Glukose in der Leber (Glukoneogenese) und setzt es aus dem Lebergewebe frei.
Womöglich produziert die Leber aus irgendeinem Grund zu wenig Glukagon? (Glucagon sorgt für hoch gegnugen Zuckerspiegel).

Da kann ja nur an der Bauchspeicheldrüse (Insulin ) , an der Leber (Glucagon) oder am Cortisol (Gluconeogenese)

Cortisol begünstigt die Zerlegung von Eiweißstoffen in ihre Grundbestandteile (Aminosäuren) und regt die Glukoneogenese mit diesen Aminosäuren als Basisbausteine an
Untersuchung der Nebennieren fehlt (anscheinend) in Deiner Aufzählung. Womöglich werden die Aminosäuren nicht ordnungsgemäß zusammengebaut, sowas gibt's manchmal genetisch bedingt.

Genetisches Institut einer Uni konsultieren?

Grüße von Datura

Ich hab hier noch was gefunden: "Leuzininduzierte Hypoglykämie", also irgendwie gelangt zu viel Leucin ins Blut, wodurch nicht genug Zucker gebastelt wird.

Entsteht Deine Unterzuckerung besonders nach einer eiweißreichen Mahlzeit? Das könnte ein Hinweis sein.

Geändert von Datura (09.12.14 um 12:09 Uhr)

Unterzucker - zunehmend verzweifelt

Hase12 ist offline
Themenstarter Beiträge: 105
Seit: 09.03.09
[quote=Datura;1043318]Haben die Ärzte ihre Meinung begründet?
leider nicht.

Die Leber spielt an entscheidender Stelle mit bei der Regulierung des Blutzuckers:
Womöglich produziert die Leber aus irgendeinem Grund zu wenig Glukagon? (Glucagon sorgt für hoch gegnugen Zuckerspiegel).
Leider anscheinend nicht. Ich hab zwar auf Glucagon Spritzen sehr gut reagiert (4 Stunden BZ oben), aber die Gegenregulation wurde auch getestet, ich bekam Insulin gespritzt - und da scheint alles ok. :(

Untersuchung der Nebennieren fehlt (anscheinend) in Deiner Aufzählung. Womöglich werden die Aminosäuren nicht ordnungsgemäß zusammengebaut, sowas gibt's manchmal genetisch bedingt.
Das ist wirklich nicht gemacht, glaube ich. Was genau müsste da untersucht werden?

Genetisches Institut einer Uni konsultieren?
Würden diese etwas finden in Sachen Aminosäuren der Nebennieren?

Entsteht Deine Unterzuckerung besonders nach einer eiweißreichen Mahlzeit? Das könnte ein Hinweis sein.
Nein es scheint egal was ich esse.

Unterzucker - zunehmend verzweifelt

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Die Nebennieren spielen mit, weil sie Cortisol produzieren und dies hängt mit dem Zuckerstoffwechsel zusammen. Also was da genau untersucht wird (in dieser speziellen Fragestellung), weiß ich nicht.

In einer genetischen Uniabteilung würden Gene untersucht, die für die Aminosäurenzusammensetzung zuständig sind, also z.B. diese Leucininduzierte Hypoglykämie.

Ich würde an Deiner Stelle über die Zusammenhänge studieren , soviel ich nur kann, findet man ja alles im Internet. Wirst Du denn überhaupt von kompetenten Ärzten betreut (Uniklinik)? Oder stochern da verschiedene niedergelassene Fachärzte im Nebel?

Mit siebeneinhalb Minuten- Medizin ist da sicher nichts zu machen.

Mehr weiß ich leider so auch nicht.

Liebe Grüße und viel Glück
Datura

Unterzucker - zunehmend verzweifelt

Hase12 ist offline
Themenstarter Beiträge: 105
Seit: 09.03.09
Danke Datura, ich habe an und für sich sehr gute Ärzte und bin an einer Uniklinik. Sie geben sich auch wirklich viel Mühe, aber ich vermute einen Denkfehler - nicht weil sie es nicht können, sondern einfach etwas möglicherweise "Simples" oder etwas ganz "Unerwartetes" übersehen.

Die Arten der Hypoglykämien wurden bereits einmal genetisch bei mir getestet, vor allem die insulinabhängigen, da war glaube ich die eiweißabhängige auch dabei - und es war dahingehend genetisch alles okay.

Kann man ein Dumpingsyndrom auch in einer Szintigrafie (getestet mit Jogust) übersehen/fehl interpretieren? Ich frage, weil Vieles zum Dumping passt - allerdings wurde das ausgeschlossen. Mein Magen sei eher zu langsam - was aber nicht logisch ist, gemessen am Blutzuckerabsturz.

Also wie gesagt, meine Ärzte sind gut, es vergeht nur unheimlich viel Zeit, in der es mir schlecht geht und ich denke, irgendwas muss da übersehen werden :(
Mein Schlechtgehen und die Länge der Zeit treibt mich dazu, wieder zu fragen und zu suchen - VIELLEICHT findet sich ja doch ein wichtiger und richtiger Hinweis.

Danke vielmals für das Mitdenken !


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