Steife, geschwollene Gelenke u.v.m.

25.10.07 20:12 #1
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Steife, geschwollene Gelenke u.v.m.

WildmanF ist offline
Themenstarter Beiträge: 23
Seit: 25.10.07
Hallöchen.. Ich schon wieder!

So.. komme gerade von meiner Ärztin.
Der erste Bericht des Krankenhauses lag bereits vor.
(hab ich mir auch ausdrucken lassen)
Der endgültige ich schätze mal mit den Blutwerten wird
wahrscheinlich noch kommen, da muß ich noch nachfragen.

Es sieht also folgendermaßen aus:

laut Krankenschein jetzt erstmal folgende Diagnosen:

K25.9 Z -> Ulcus ventriculi (Magengeschwür);
das Z steht wahrscheinl. für Zwischenergebnis weil die Probe
ins Labor geschickt wurde und das Ergebnis noch nicht vorliegt.

F32.1 G -> mittelgradige Depressionen; das G steht wohl für gesichert

G47.9 G -> Schlafstörung

Im Bericht des Krankenhauses steht zudem:
Helicobacter pylori positiv, Eradikationstherapie (also Antibiotika) eingeleitet.
Reflux-Oesophagitis I b (also Speiseröhrenentzündung; vermutlich wegen
des häufigen Übergebens)
Hochgradiger Verdacht auf Depressionen mit Somatisierung!

Die Ärztin meinte dazu, daß die Depressionen zu Muskelschmerzen und
ähnlichen Symptomen führen könnte.
Also habe ich jetzt Antibiotika, Magenschutzmittel, Antidepressiva und Schlafmittel bekommen,
bin bis Ende nächster Woche krankgeschrieben und die Ärztin sagte
ich solle unter keinen Umständen vorzeitig zur Arbeit gehen,
weil dann alles schlimmer würde!
Und genau da warn 'se dann wieder die Probleme!
Wie erklärt man seinem Chef daß einem die Ärztin VERBOTEN hat
zu früh wieder zur Arbeit zu gehen wenn es heißt: "gut, dann rufen Sie
Montag an und wir sehen mal ob Sie nicht doch schon arbeiten können"

Dabei muß man doch WAHNSINNIG werden .. HAARE RAUF

Steife, geschwollene Gelenke u.v.m.

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Wildman,
die Situation mit Deinem Chef ist saublöd, aber ich finde, daß Du doch einiges an "richtigen" Krankheiten vorweisen kannst, vor allem den helicobacter mit Therapie.

Die Ärztin meinte dazu, daß die Depressionen zu Muskelschmerzen und
ähnlichen Symptomen führen könnte.
Meinen kann man viel. Mich überzeugt diese Argumentation nicht unbedingt, und ich würde an Deiner Stelle weitersuchen, ob es nicht einen gemeinsamen Nenner für alle Deine Beschwerden gibt.
Falls möglich, würde ich z.B. die Antidepressiva evtl. erst dann nehmen, wenn der helicobacter verschwunden ist und auch das Magengeschwür. Aber das mußt Du selbst beurteilen...
Hast Du denn den Eindruck,d aß es Dir mit diesen Medikamenten besser geht? Und wo geht es damit besser?

Gruss und alles Gute,
Uta

Steife, geschwollene Gelenke u.v.m.

WildmanF ist offline
Themenstarter Beiträge: 23
Seit: 25.10.07
@uta
Mit dem weitersuchen hast du völlig recht,
denn von der ganzen Magenklammotte hatte ich bisher
noch nicht einmal etwas mitbekommen obwohl es schon
zum Geschwür gekommen ist! (Mal abgesehn davon das
ich mich häufiger übergeben mußte).
Dazu fragt sich ja noch ob die Gelenkschmerzen überhaupt
irgendwie mit den Depressionen zusammenhängen oder nicht,
falls nämlich nicht steht dieser Punkt immernoch aus!
Und die anderen Sachen ebenso (Veränderung der Brust,
kalte Hände und so weiter)

Im Augenblick betrachte ich das erstmal als kleinen Erfolg
in Etappen, das Ergebnis nach den Tabletten wird sich dann
nämlich zeigen!
Und was meine Veränderungen unter der Haut und die Flecken
(übrigens Bilder wollte und werde ich noch neu machen)
angeht bin ich noch skeptisch ob das überhapt mit berücksichtigt
wurde.

Also gehört jetzt zu meiner kompletten Liste der Symptome
das Magengeschwür obendrauf!
Denn es kann ja auch sein, das Laborergebnis des Geschwürs
liegt ja noch nicht vor, daß sich rausstellen könnte daß das
Geschwür bösartig ist und das vielleicht den Progesteronspiegel
erhöhen könnte. Mal so als vage Spekulation!

Wer weiß Wer weiß..
Aber die Flinte zu früh ins Korn zu werfen geht häufig auch nach hinten los!
(Gott, ich liebe solche Wortspielchen..)
Meinen Humor hab ich zum Glück noch nicht ganz verloren!

Geändert von WildmanF (14.11.07 um 16:52 Uhr) Grund: Die Hoffnung stirbt als letztes

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Wildmann,
ja, es ist wirklich schön, daß Du den Humor nicht verloren hast !

Ich habe mir den ganzen Thread jetzt noch einmal angeschaut, und dabei festgestellt, daß zwei Fragestellungen offen geblieben sind bis jetzt:

1. Borreliose: http://www.zeckenbiss-borreliose.de/symptome.html

2. Amalgam, Zahnmetalle
Hier noch einmal zur Erinnerung die Symptome einer Quecksilbervergiftung:
Anzeichen einer chronischen Quecksilbervergiftung
Zunächst können Allgemeinsymptome wie Mattigkeit, sowie Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. Typische Vergiftungserscheinungen sind vermehrter Speichelfluss (Hypersalivation) mit Drüsenschwellungen. Beispielsweise wischen sich die Betroffenen ständig Speichel aus den Mundecken; Kopfkissen sind ständig nass. Charakteristisch sind zudem Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis) mit Geschwürbildung und Entzündungen des Zahnfleisches (Gingivitis). Es können ein schwarzer Quecksilbersaum am Zahnfleischrand und ein Lackrachen auftreten, Zahnausfall ist nicht selten.

Weitere Symptome sind Durchfälle und Eiweiß im Harn (Albuminurie). Hauptsächlich wirkt das Quecksilber jedoch auf das zentrale Nervensystem. Es bilden sich in motorischen Zentren entzündliche Veränderungen mit entsprechenden Reizäußerungen. Charakteristisch sind der Erethismus (= krankhaft gesteigerte Erregbarkeit) mercurialis mit Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Angstgefühlen, Sprachstörungen, sowie Konzentrations- und Erinnerungsschwäche. Motorische Störungen machen sich durch einen Tremor mercurialis bemerkbar. Es handelt sich um ein Zittern, kurz bevor eine Bewegung zu Ende geführt wird (Intentiostremor). Das Zittern kann den Kopf, die Zunge oder die Hände betreffen. Der Ablauf der Vergiftung kann durch wiederholte Schriftproben quantitativ erfasst werden (mehr oder weniger ausgeprägte Zitterschrift).

Anzeichen einer akuten Quecksilbervergiftung
Die Symptome dieser Vergiftungsform sind ein Brennen im Rachenraum und Metallgeschmack im Mund. Die Betroffenen haben Bauchschmerzen, erbrechen sich und haben blutige Durchfälle. Ebenso besteht eine übermäßige Speichelproduktion. Eine Nierenentzündung mit verminderter Harnausscheidung kann zu einem Nierenversagen führen.
Quecksilbervergiftung - Ursache Therapie Diagnose

Beide Krankheitsbilder für sich sind schon schlimm genug. Möglich wäre auch eine Kombination aus beiden. Das kommt gar nicht so selten vor.

Mungg hatte mal vorgeschlagen, daß Du dir so einen "Pickel" herausschneiden läßt und daß der dann untersucht wird. Das finde ich einen guten Vorschlag.

Ich bin wirklich gespannt, was an Blutwerten im Bericht steht.

Warst Du eigentlich schon mal bei einem Rheumatologen?

Gruss und alles Gute,
Uta

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Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Wurde im Krankenhaus auch ein Borreliose-Test gemacht?

Die Gelenkschmerzen können tatsächlich mit einer Depression zusammenhängen, wenn du Borreliose hast. Diese Krankheit führt nämlich mitunter auch zu einer breiten Pallette von psychischen Beschwerden.
Borreliose Selbsthilfe e.V. Berlin - Brandenburg ** WISSENSWERTES **
Dies ist auch der Grund, warum soviele Patienten psychiatrisiert statt diagnostiziert und behandelt werden.

Auch Magen-Darm-Geschichten sind nicht auszuschliessen:
Gestrointestinale Manifestationen der Borreliose und zu beachtende Co-Infektionen > Neuigkeiten > Dr. W. Klemann

Aufgrund deines komplexen Krankheitsbildes empfehle ich dir, von allen Berichten, Befunden etc. eine Kopie einzufordern und auf jeden Fall eine mögliche Borreliose nicht zu verdrängen. Je länger die Therapie verzögert wird, desto grösser ist das Risiko, dass du nie mehr gesund wirst.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Wenn Kinder mit Quecksilber belastet sind, ergeben sich verschiedene Symptome, u.a. auch Hauterscheinungen. Eine davon ist die urticaria rubra:
www.netzwerk-kindergesundheit.de/images/quecksil.pdf

Bei Kindern spricht man übrigens von der Feer'schen Krankheit.

Vielleicht findest Du auf dieser Seite hier http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d...006-09-089.PDF Abbildungen, die Dir weiterhelfen?

Gruss,
Uta

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WildmanF ist offline
Themenstarter Beiträge: 23
Seit: 25.10.07
Moin Leute..

Also jetzt nach der ersten Nacht mit Antidepressiva
kann ich noch keinerlei Besserung von irgendetwas merken.
Auch die Gelenkschmerzen sind nach wie vor da, nicht schwächer.
Ich glaube zwar durchgeschlafen zu haben aber ich fühl mich
im Augenblick als währ ich vom Güterzug überrollt und
durch eine Kloake gezogen worden.. BÄH.. und die Antibiotika
in dieser Kombination haben auch noch einen ziemlich bescheidenen
Nachgeschmack ebenfalls .. BÄH..

Jetzt mal zu euren Hinweisen. Danke daß ihr ein Bischen den
Überblick behaltet!

Also dem behandelnden Chefarzt! hatte ich das mit dem Amalgam
und den Füllungen usw. erzählt, der sagte nur "wenn die IRGENDWIE rausgenommen wurden ist der Rest doch egal" oder so ähnlich.
Und zur Borreliose hat er irgendwie abweisend reagiert, "ach.. so
lange Sie auf dem Weg bleiben.."
Obwohl ich mehrfach betont habe das wir in einer Ländlichen Umgebung
mit vielen Bäumen und hohen Gräsern wohnen!

Da es mir aber ziemlich übel ging, bin ich da erstmal nicht weiter drauf
eingegangen. Das muß ich also zu gegebener Zeit nochmal nachhaken,
Dazu wäre es dann vielleicht auch hilfreich das das Magengeschwür
mit seinen Symptomen weg ist. Das erleichtert sicherlich auch weitere
Diagnosen falls noch welche kommen und im Augenblick glaube ich
nicht, daß das Ende der Fahnenstange schon erreicht ist!

Steife, geschwollene Gelenke u.v.m.

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Wildman,

wenn die IRGENDWIE rausgenommen wurden ist der Rest doch egal...
Sowas hört man doch immer wieder gerne, wenn man selbst erlebt hat, was eine ungeschützte Amalgam-Entfernung alles anrichten kann . Ich würde wetten, daß dieser Chefarzt keine Amalgamfüllungen hatte...

Falls finanziell möglich, kann man die Borreliose-Tests, z.B. den LTT-Test, auch privat machen lassen: Man gehe zu einem Heilpraktiker, lasse sich Blut abnehmen und kläre vorher, wie das Blut dann so schnell wie möglich in ein geeignetes Labor kommt, z.B. nach Köln. Eine Privatkasse dürfte das so bezahlen.

Daß die Antidepressiva (welches nimmst Du?) nicht sofort wirken, ist klar. Man muss soviel ich weiß ca. 3 Wochen abwarten, bis eine Wirkung zu erkennen ist oder auch nicht.

Gruss,
Uta

Steife, geschwollene Gelenke u.v.m.

WildmanF ist offline
Themenstarter Beiträge: 23
Seit: 25.10.07
3 Wochen

Also mir hat man Mirtazapin verschrieben
Mit den Borelliose Sachen und den Amgalm Klamotten muß ich mich
bei Gelegnheit mal ausführlich beschäftigen.
Hab grad meine 3 Stündige Hausarbeit hinter mir. 100qm fordern doch
wohl was ab wenn man nicht ganz aufm Damm ist.

Steife, geschwollene Gelenke u.v.m.

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Wildman,
think positive : es könnte schlimmer sein, und jetzt strahlt das Haus !

Dein Antidepressivum braucht tatsächlich ca. 3-4 Wochen, bis man sagen kann, ob es positiv wirkt. Da heißt es Geduld haben, die Nebenwirkungen - falls überhaupt vorhanden - zu beobachten und derweilen zu überlegen, warum denn überhaupt eine Behandlung mit Antidepressiva notwendig sein soll.
Mirtazapin

Gruss,
Uta


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