Dauerschwindel seit 5 Jahren

24.10.14 09:22 #1
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AW: Dauerschwindel seit 5 Jahren

Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Nein. Borreliose ist alles andere als unwahrscheinlich. Es steht gar kein verlässlicher Test zur Verfügung, mit welchem man eine solche Erkrankung je zuverlässig ausschliessen könnte.
Zudem gibt es zig andere Erreger, welche statt oder zusätzlich zu Borrelien genau so gut vorliegen könnten und mind genauso ernst zu nehmen sind! Ich hab oben auf eine noch wahrscheinlichere Möglichkeit hingewiesen. Hab auch schon geschrieben, dass solche Erreger AUSSCHLIESSLICH in spezialisierten Labors getestet werden sollten. Ich gehe davon aus, dass die Testung in einem herkömmlichen Labor statt fand?

Liebe Grüsse

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Highlightt ist offline
Beiträge: 470
Seit: 16.08.14
Zitat von Kaempferin Beitrag anzeigen
Nein. Borreliose ist alles andere als unwahrscheinlich.....
achso! Danke für die Aufklärung, Kämpferin!
__________________
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

Dauerschwindel seit 5 Jahren

Carlita ist offline
Themenstarter Beiträge: 24
Seit: 20.10.14
Hallo Tiga, danke für deinen supergenauen Beitrag. Was du über Fructoseintoleranz erzählst, klingt sehr interessant. Systematisch auszutesten, auf welche Lebensmittel mein Mann reagiert halte ich für eine gute Idee. Wir werden das angehen, sobald er sich wieder etwas fitter fühlt. Wie hat sich der Schwindel denn bei deiner Mutter geäussert? Dreh- oder Schwankschwindel? Andauernd oder in Attacken?
Zitat von tiga Beitrag anzeigen
Ihr habt versucht histaminhaltige und histaminfreisetzende Lebensmittel zu meiden.
Das sind soo viele. Was habt ihr stattdessen gegessen?
Vermehrt Milchprodukte, vermehrt Fruchtzuckerhaltiges, vermehrt Getreide?
Wir haben viel Obst und Gemüse gegessen. Ich hatte unter anderem Kartoffelsuppe gemacht, Nudeln mit Sahnesoße und frisches Hühnchen mit Reis ... Zum Frühstück gab es jeweils helles Knäckebrot mit Butter und Kirschmarmelade. Zwischendurch für den kleinen Hunger mal nen Apfel oder Pflaume.
Zitat von Frank183 Beitrag anzeigen
Hast jemand schon mal Xylose isomerase probiert, z.B. "Xylosolv" ?
Frank, nein haben wir nicht.
Zitat von Highlightt Beitrag anzeigen
Dekristol: Am besten die Dosierung bzw. Dauer ausrechnen, damit Dein Mann den Zielwert erreicht und danach die Erhaltungsdosis beibehalten kann.
Ja, haben wir ausgerechnet und er nimmt das Dekristol nun dementsprechend. Der Arzt hatte ihm zur Dosierung gesagt, dass er eine Kapsel pro Woche nehmen soll… Nee nee, so würde er ja nie einen ordentlichen Spiegel erreichen.
Zitat von Kaempferin Beitrag anzeigen
Nein. Borreliose ist alles andere als unwahrscheinlich. […] Ich gehe davon aus, dass die Testung in einem herkömmlichen Labor statt fand?
Danke für deine Einschätzung. Ja, es war ein herkömmliches Labor. Falls wir so nicht weiterkommen, kommen wir noch mal darauf zurück.

AW: Dauerschwindel seit 5 Jahren

Flexone ist offline
Beiträge: 176
Seit: 09.05.14
was ist denn mit übersäuerung? ph wert des urins mal getestet?

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Broesmeli ist offline
Beiträge: 146
Seit: 13.09.14
Salut!
Ich hab fast die gleichen Symptome..seit 7 Monaten..auch aerzteodyssee..ohne ergebnisse. ;(
Bin aber beim Lesen (Buch!) auf Eppstein Barr Virus gestossen.. gibt akut Pfeiffersche drüsenfieber..kann aber solche symptome bei 'chronisch' ausösen..Vielleicht mal testen lassen?
Alle Gute euch 3!

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Carlita ist offline
Themenstarter Beiträge: 24
Seit: 20.10.14
Zitat von Broesmeli Beitrag anzeigen
Bin aber beim Lesen (Buch!) auf Eppstein Barr Virus gestossen.. gibt akut Pfeiffersche drüsenfieber..kann aber solche symptome bei 'chronisch' ausösen..Vielleicht mal testen lassen?
Ja, haben wir testen lassen.
EBV-VCA-Ak (IgG): positiv
EBV-EBNA1-Ak (IgG): positiv

Mein Mann kann sich an eine akute Infektion allerdings nicht erinnern. Der Arzt maß den Werten auch nicht viel Bedeutung zu. Meinst du der Schwindel könnte von chronischem EBV kommen?

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Carlita ist offline
Themenstarter Beiträge: 24
Seit: 20.10.14
Zitat von Flexone Beitrag anzeigen
was ist denn mit übersäuerung? ph wert des urins mal getestet?
Nein, bis jetzt noch nicht. Habe das Thema grade mal gegoogelt und es gibt einige übereinstimmende Symptome bei meinem Mann. Werden uns nachher direkt mal Teststreifen besorgen. Danke für den Tipp!!!

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Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Keine Frage. EBV ist sehr ernst zu nehmen. Und klar könnte dies auch chronische Verläufe verursachen (obwohl dies die meisten Ärzte bestreiten, da sie per se gar nicht an chronische Infektionsverläufe glauben... Aber dies ist eine andere Geschichte). Beispielsweise könnte EBV das Immunsystem extrem beeinträchtigen, so dass es gegen andere Erreger noch weniger gewappnet ist. Auch manche Symptome können natürlich dadurch ausgelöst werden. Anhand obiger Resultate dürfte es schwierig sein zu sagen, ob die Infektion vergangen oder aber chronisch ist. Da die meisten Ärtze chronische Verläufe wie gesagt nicht anerkennen, gehen sie in der Regel stets von einer vergangenen Infektion aus. Oftmals ein grosser Irrtum. In vorliegenden Fall könnte es sehr gut sein, dass EBV wieder reaktiviert wurde. Allerdings passt für mich dieser Erreger nicht zu den Symptomen. Ich denke eher, der könnte zusätzich noch vorliegen. EBV kommt super selten allein. Sofern mein Verdachct stimmt und es sich wirklich um einen Infekt handelt, dürfte der Haupttäter anhand Symptomatik ein Bakterium oder Parasit sein!

Liebe Grüsse,

PS: Ehrlichien hab ich bisher, glaub ich, noch nicht erwähnt. Die verursachen auch gerne z.B. Schwindel.

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tiga ist offline
Beiträge: 1.283
Seit: 16.03.10
Hallo Frank, hallo Carlita,

Zitat von Frank183 Beitrag anzeigen
@tiga: ich möchte hier keinen "Hijack" begehen, aber ich würde gerne mal kurz bei FI einhaken. Bei Deiner Mutter ging da tatsächlich der Schwindel weg ? Ist ja hochinteressant.
Ja, ihr Schwindel ist weitestgehend verschwunden. Nur, wenn es einen starken Wetterumschwung gibt, taucht er manchmal wieder für einen Tag auf. Das liegt vielleicht daran, dass hier ihre persönliche Schwachstelle liegt.

Außerdem: wie lange dauert es denn nach dem Essen, bis sich Symptome bemerkbar machen, oder ist das unterschiedlich ?
Ich konnte ja 3 Fälle sozusagen hautnah beobachten. Es war jeweils unterschiedlich, wann Symptome auftraten.
Bei mir noch während der Mahlzeit.
Bei meiner Mutter vermutlich ca. 12-24 Stunden später. Sie stand oft morgens frisch auf und 1 bis 6 Stunden später kam der Schwindel, obwohl sie gar nichts gegessen hat.
Bei meiner Freundin, als sie nach strengen Karenztagen die 2 Provokationstage machte war es so:
Sie "frühstückte" einen Teelöffel Fruchtzucker, dann später noch irgendwas fruktosehaltiges. Bis Nachmittags ging es ihr gut. Dann fühlte sie sich etwas müde und nicht ganz in der Welt, ordnete es aber nicht der Fruktose zu.
Aß dann Kartoffeln und abends noch eine fruktosereiche Mahlzeit.
Gegen Mitternacht plagten sie dann wieder die vielen erwähnten Symptome.
Da hatte sie aber bereits vergessen, dass sie ja gerade in der Provokationsphase ist. Erst ein paar Tage später fiel der Zusammenhang dann anhand ihrer Aufzeichnungen auf.
Deshalb ist es so wichtig, alles aufzuschreiben.. Gerade unangenehme Dinge vergisst man gerne.

Hast jemand schon mal Xylose isomerase probiert, z.B. "Xylosolv" ?
Ich habe es probiert (Fructosin) und schnell wieder sein gelassen. Meine Verdauung war zwar besser, aber mein Bauch blähte sich trotzdem auf, ich fühlte mich "vergiftet" und auch die verstärkten Muskelbeschwerden waren da.

Zitat von Carlita Beitrag anzeigen
Wie hat sich der Schwindel denn bei deiner Mutter geäussert? Dreh- oder Schwankschwindel?
Diese Frage kann ich dir nicht richtig beantworten. Es ist mir schon immer ein Rätsel gewesen, wie sich diese Arten von Schwindel voneinander unterscheiden lassen
Ich weiß aber, dass meine Mutter keine Gleichgewichts- oder Koordinationsstörungen davon bekam.

Andauernd oder in Attacken?
Sie hatte immer mal Pausen dazwischen. Mal 1-2 Tage schwindelfrei, dann wieder Wochen durchgehend, oder auch, wie oben beschrieben, einige Stunden am Tag schwindelfrei und dann plötzlich wieder über viele Stunden, Tage, oder Wochen ununterbrochen.
Im Nachhinein ist mir noch eingefallen, dass irgendwann auch phasenweise Muskelschwäche hinzukam und immer öfter das Bedürfnis, einen kleinen Mittagsschlaf zu machen. Außerdem nächtliches Sodbrennen und ein brennender Schmerz im Rücken.
Auch das ist nun zum Glück alles Geschichte, abgesehen von manchmal bei Wetterumschwüngen.

Wir haben viel Obst und Gemüse gegessen. Ich hatte unter anderem Kartoffelsuppe gemacht, Nudeln mit Sahnesoße und frisches Hühnchen mit Reis ... Zum Frühstück gab es jeweils helles Knäckebrot mit Butter und Kirschmarmelade. Zwischendurch für den kleinen Hunger mal nen Apfel oder Pflaume.
Das ist eine bunte Mischung, die noch keine Rückschlüsse zulässt. Es käme hiernach ebenso Lactose-, oder Glutenintoleranz in Frage, oder - wenn dein Mann Pech hat - mehreres in Kombination.
Falls sich aber ein Zusammenhang zur Ernährung herausstellt, habe ich einen vielleicht noch hilfreichen Tipp parat.

Viele Grüße - tiga
__________________
Fragen zu Behandlungen usw. bitte öffentlich im Forum stellen.

AW: Dauerschwindel seit 5 Jahren

tiga ist offline
Beiträge: 1.283
Seit: 16.03.10
Hallo Carlita,

hat sich inzwischen eine Tendenz gezeigt, ob Nahrungsmittel Einfluss auf den Schwindel haben?

Gruß - tiga
__________________
Fragen zu Behandlungen usw. bitte öffentlich im Forum stellen.


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