Dauerschwindel seit 5 Jahren

24.10.14 09:22 #1
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Dauerschwindel seit 5 Jahren

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.124
Seit: 08.11.10
Mit "wie hat es angefangen?", "was war davor?" meinte ich Sachen wie Antibiotikabehandlung, Zahnbehandlung, Impfung, neue Wohnung, Auslandsreise, ...

Dauerschwindel seit 5 Jahren

Bergziege ist offline
Beiträge: 8
Seit: 25.10.14
Hallo Carlita,
ich bin neu im Forum und direkt mal über deinen Beitrag gestolpert. Dass dein Mann fertig ist mit der Welt kann ich gut verstehen.
Ich selbst habe seit einigen Jahren Schwindel und wie dein Mann im Stehen und im Sitzen. Bis zum Sommer 2013 konnte ich das immer recht gut kontrollieren. Aber dann kam unser Urlaub. Ich saß im Hotelzimmer auf einem Stuhl und merkte, dass mir sehr schwindlig wurde, bat meine Tochter mir aufstehend zu helfen und bin dann umgekippt und gegen das Bett gefallen. Ich war direkt wieder da und nicht ohnmächtig, aber die Sache hat mir einen schönen Schrecken eingejagt und meiner Familie auch. Ab da hat sich der Schwindel so verschlimmert, dass ich wie dein Mann nicht mehr geradeaus gehen konnte ich hatte auch diesen Linksdrall - Unsicherheit -Angst. Ich war dann 4 Tage auf der Neurologie wurde komplett untersucht und als keine der bekannten Ursachen in Frage kam, als gesund entlassen mit dem Hinweis meine Psyche mache wohl schlapp. Ich kam mir vor wie in einem schlechten Film. Wieder zu Hause habe ich alle Möglichkeiten alternativer Heilverfahren ausprobiert. Der erste der mir geholfen hat war ein 84 jähriger Chiropraktiker, der meine Wirbel und Gelenke bearbeitet hat. Von meiner Heilpraktikerin habe ich ein sehr gutes Mittel gegen den Schwindel bekommen (Glonoinum Pentarkan). Dann habe ich das Glück gehabt, dass meine Physiotherapeutin eine Weiterbildung auf dem Gebiet der HWS hier besonders Atlas machte. Die Behandlungen haben die Wende gebracht. Seit März2014 bin ich Schwindelfrei. Ich gehe auch heute noch regelmäßig zur Therapie. Seit 2 Monaten nehme ich zusätzlich Vitamin D und Magnesium, was mir sehr gut tut. Vielleicht schaut ihr mal nach einem Therapeuten, der besonders die Atlastherapie anbietet, aber Vorsicht hier tummeln sich einige vorallem im Netz, die ich nicht ohne Bedenken empfehlen würde.
Ich drücke euch ganz fest die Daumen für eine baldige Besserung.
Noch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Bergziege

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Carlita ist offline
Themenstarter Beiträge: 24
Seit: 20.10.14
Zitat von derstreeck Beitrag anzeigen
Mit "wie hat es angefangen?", "was war davor?" meinte ich Sachen wie Antibiotikabehandlung, Zahnbehandlung, Impfung, neue Wohnung, Auslandsreise, ...
Nein, davon kommt nichts in Frage. Das einzige, was mir einfällt, ist, dass die damalige Wohnung vor allem im Schlafzimmer schimmelbelastet war. Dort wohnt er allerdings seit drei Jahren nicht mehr.

Dauerschwindel seit 5 Jahren

Carlita ist offline
Themenstarter Beiträge: 24
Seit: 20.10.14
Hallo Bergziege,
danke für deine Ideen. Die Globuli werden wir auch mal ausprobieren, genau diese fehlen noch in unserer langen Liste mit Homöopathie. Kann ja nicht schaden.
Der Schwindel meines Mannes äussert sich nicht darin, dass er nicht mehr geradeausgehen kann, sondern ist eher diffus und schwankend. Er hat zwar Angst Umzukippen, es ist aber trotzdem noch NIE passiert. Probleme mit dem Kreislauf etc. können wir ausschließen, seine Werte sind immer tiptopp.
Wir werden jetzt erstmal Blutwerte checken lassen und dann weitersehen ...
Für die Wirbel hatten wir ja schon Dorn-Therapie, die leider auch nichts gebracht hat.

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Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Liebe Carlita

Erstmal möchte ich dir ein grosses Lob aussprechen, dass du dich derart um deinen Mann kümmerst und dich für seine Gesundheit einsetzt! Aus eigener Erfahrung weiss ich leider, dass dies alles andere als selbstverständlich ist! Schön, dass er diesen beschwerlichen Weg nicht alleine gehen muss!
Nun zu deinem Mann:
Zitat von Carlita Beitrag anzeigen
Wir haben mittlerweile (wie die meisten Schwindelpatienten hier) eine echte Ärzteodyssee hinter uns, aber etwas anderes als die Diagnose "Verspannungen" und "Angst- und Panikstörung" hat er nicht bekommen.
Hat dein Mann denn irgendwelche Angst- und Panikstörungen? Oder auch sonst irgendwelche psychischen Probleme (vermehrte depressive Phasen, Persönlichkeitsveränderungen etc.)? Ich frage, weil manche körperliche Ursachen (z.B. gewisse Infektionserreger, wobei es natürlich nicht nur Borrelien gibt) gerne sowohl solche UND Schwindel, Kopfschmerzen und zig weitere Beschwerden auslösen können… Falls es noch irgendwelche weitere Auffälligkeiten bei deinem Mann gibt, welche du bis anhin noch nicht genannt hast, bitte alles erwähnen (auch z.B. Nachtschweiss, Schmerzen/Gefühlsstörungen an Fusssohlen/Fussknöchel etc.).

Liebe Grüsse

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Highlightt ist offline
Beiträge: 470
Seit: 16.08.14
Ein weiteres Mineral, das bei Mangel Schwindel verursachen / begünstigen kann ist Chrom:

"Chrom-Mangel kann sich u.a. folgendermaßen auswirken.
Muskelschwäche
Konzentrationsstörungen
Depression
Kopfschmerzen und Schwindel
Zustände von Angst "

Chrom Gesundheit - Chrom Ernhrung - Chrom Mineralstoff - Chrom Wirkung - Chrom Eigenschaften - Chrom Nahrungsergnzungsmittel - Chrom Diabetes - Chrom Molybdn
__________________
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

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Carlita ist offline
Themenstarter Beiträge: 24
Seit: 20.10.14
Kämpferin, ersteinmal danke für die netten Worte. Sowas tut gut zu hören. Manchmal bin ich auch kurz davor, aufzugeben, aber wenn ich dann daran denke, wie schön unser Leben ohne seine Beschwerden sein könnte, lohnt es sich doch weiter zu forschen und zu kämpfen. Auch grade für unsere kleine Tochter, die jetzt 16 Monate alt ist.
Ja, mein Mann hat eine diagnostizierte Angst- und Panikstörung, die allerdings erst durch den Schwindel schlimm geworden ist. Das Citalopram, was er nimmt, hilft ihm sicherlich ganz gut dabei, seine Situation zu ertragen, dennoch ist es ein Antidepressivum und wir würden es gerne irgendwann absetzen können.
Nun zu deiner Frage:
Zitat von Kaempferin Beitrag anzeigen
Falls es noch irgendwelche weitere Auffälligkeiten bei deinem Mann gibt, welche du bis anhin noch nicht genannt hast, bitte alles erwähnen (auch z.B. Nachtschweiss, Schmerzen/Gefühlsstörungen an Fusssohlen/Fussknöchel etc.).
Ja, Nachtschweiss und immer kalte Füße hat er ganz arg, allerdings sagt er, das wär schon sein Leben lang so gewesen und nicht erst seit dem Beginn des Schwindels. Er hat zusätzlich Schuppenflechte, die mal mehr und mal weniger sichtbar ist (jetzt seit 2 Jahren kaum noch).
Auf beiden Ohren hat er Ohrenrauschen, was er vom Geräusch als „rauschendes Wasser“ beschreibt.
Nachts schläft ihm manchmal der kleine Finger ein. Das liegt unserer Meinung aber daran, dass er sich im Schlaf immer wie eine Mumie in der Decke einwickelt und sich damit die Nerven einklemmt.

Grade haben wir auch noch einmal über die Situation gesprochen, als der Schwindel das erste Mal auftrat: es war im Stehen und er hatte das Gefühl, dass ihm jemand von hinten in den Nacken flitscht und dann den Kopf umdreht. Mechanisch ist natürlich nichts passiert. Danach war der Schwindel kurz da (ca. 1 Minute), dann war er erstmal wieder weg. Später tauchte der Schwindel immer mal wieder für längeren Zeitraum auf und ging wieder weg, bis meinem Mann irgendwann dauerschwindlig war.

Zitat von derstreeck Beitrag anzeigen
Schokolade enthält Nickel. Vielleicht hat er eine Nickelallergie und ihm ist deshalb nach Schokolade schlecht.
Er sagt dazu, dass er mal eine Brille hatte, auf die er mit einer offenen Stelle an der Nasenwurzel (wo die Brille aufliegt) reagierte. Möglicherweise hat er darauf allergisch reagiert. Leider hat er die Brille nicht mehr, so können wir nicht testen, ob es Nickel war.

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Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Liebe Carlita

Die Wahrscheinlichkeit ist meiner Meinung nach sehr gross, dass dein Mann mit chronischen Infektionen zu tun hat. Und zwar denke ich als allererstes an Babesien. Alternativ respektive zusätzlich könnten z.B. auch Borrelien in Frage kommen. Natürlich wären auch andere Erreger (zusätzlich) denkbar.

Z.B. Babesien (oder auch Borrelien) sind in der Lage, all die erwähnten Symptome und Auffälligkeiten mit links auszulösen (von Schwindel, über Angst- und Panikstörungen, Ohrrauschen, Nachtschweiss, etc. etc. ALLES!).
Die Diagnostik von (chronischen) Infektionen ist leider äusserst schwierig. Wichtig finde ich persönlich stets, dass solch „schlimmere Erreger“ AUSSSCHLIESSLICH in spezialisierten Labors durchgeführt werden (z.B. Borreliose Centrum Augsburg oder Institut für medizinische Diagnostik in Berlin, besonders für Lymphozyten-Transformations-Tests). Aber auch dort sind aus diversen Gründen falsch-negative Ergebnisse gut möglich. Sowohl bei Babesien als auch Borrelien stehen z.B. auch in spezialisierten Labors gar nicht für alle Unterarten Tests zur Verfügung. Was man nicht testen kann, kann man natürlich auch nicht nachweisen. Zudem können sich solche Erreger perfekt vom Immunsystem „verstecken“, so dass dieses in allfälligen Tests nichts anzeigt. Ich persönlich würde ein Babesien-Test als fast noch weniger verlässlich einstufen als z.B. ein Borrelien-Test. Z.B. in den USA werden sehr, sehr viele Patienten von den Spezialisten lediglich klinisch mit Babesiose diagnostiziert (d.h. lediglich anhand Symptomen, obwohl unauffällige Laborwerte vorliegen). Ich empfehle euch, euch am ehesten an einen Borrelienarzt zu wenden, welcher zumindest ein bisschen was von Borrelien versteht und zumindest halbwegs nach den ILADS-Richtlinien arbeitet. Einen solchen findet ihr z.B. hier: Borreliose-Ärzte. Aber auch solche Ärzte kennen sich leider oft „nur“ mit Borrelien z.B. ein bisschen aus. Aber nicht mit anderen möglichen Co-Infektionen (welche natürlich auch alleine vorliegen könnten) wie z.B. Babesien. Daher ist es zwingend notwendig, dass ihr euch selbst informiert. Falls ihr Englisch sprecht, empfehle ich das Buch „Why can’t I get better? Solving the mystery of lyme and chronic disease“ von Dr. Horowitz. Das ist mit Abstand das beste und umfassenste Buch (inklusive konkreten Behandlungsempfehlungen), was ich in diesem Bereich je las.

Darf ich mich erkundigen, ob die Eltern deines Mannes soweit "gesund" sind oder evt. ähnliche Gesundheitsprobleme haben?

Alles Gute und liebe Grüsse

PS: Sofern mein Verdacht stimmt und es sich wirklich um eine (chronische) Infektion handeln würde: Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die möglichen Übertragungswege von „schlimmeren Infektionen“ (wie z.B. Babesien, Borrelien, Bartonellen, Chlamydien, Mycoplasmen etc.) noch nicht abschliessend erforscht sind. Es dürfte jedoch nicht auszuschliessen sein, dass solche Erreger u.U. evt. z.B. via ungeschütztem Geschlechtsverkehr übertragen werden könnten… Zudem ist fraglich, ob solche Erreger im schlimmsten Fall auch auf ein Kind übertragen werden könnten. Bitte beobachtet eure kleine Tochter genau..

Dauerschwindel seit 5 Jahren

Highlightt ist offline
Beiträge: 470
Seit: 16.08.14
Kalte Füße, kalte Hände, Tinnitus, Einschlafen der Hände in der Nacht, Depressionen.... das würde zu Schilddrüsenunterfunktion passen. Ich dachte auch, ich liege nachts mit meinen Händen abgeknickt...... das ist jedoch nicht der Grund.....

Durchblutungsstörungen ....bei derart kalten Füßen.....wie gesagt, das Rauchen begünstigt es....
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Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

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Carlita ist offline
Themenstarter Beiträge: 24
Seit: 20.10.14
Zitat von Highlightt Beitrag anzeigen
Kalte Füße, kalte Hände, Tinnitus, Einschlafen der Hände in der Nacht, Depressionen.... das würde zu Schilddrüsenunterfunktion passen. Ich dachte auch, ich liege nachts mit meinen Händen abgeknickt...... das ist jedoch nicht der Grund.....
Durchblutungsstörungen ....bei derart kalten Füßen.....wie gesagt, das Rauchen begünstigt es....
Daran hatten wir zuerst auch gedacht und daraufhin den TSH-Wert bestimmen lassen. Natürlich lag der im unauffälligen Bereich, woraufhin der Arzt meinte, es sei unmöglich, dass eine Unterfunktion vorläge. Tja, wir haben darauf vertraut und nicht weiter nachgeforscht. Mitlerweile sind wir auch schlauer und wissen, dass der TSH-Wert dafür nicht ausreicht. Im nächsten Blutbild werden wir die wichtigen Werte bestimmen lassen und mal sehen, ob der Arzt recht hatte


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