Frage zu Eisenmangel

25.10.07 15:08 #1
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ich2 ist offline
Beiträge: 44
Seit: 21.07.07
Thrombozyten 216 150-350 Gpt/l
Leukozyten 6,2 4,4-11,3 Gpt/l
Erythrozyten 3,66 !!! 4,0-5,2 Tpt/l
MCHC 33,7 32-36 g/dl
Hämoglobin 11,2 !!! 11,5-16,0 g/dl
Hämatokrit 33,2!!! 35-47
MCV 90,7 80-96 fl
MCH 30,6 27-34 pg

Fe 4,3 !!!

Schilddrüsenhormone

Freies Trijodthyronin 3,28 1,8-4,6 ng/l
Freies Thyroxin 13,2 9,3-17 ng/l
TSH-basal (hochsensitiv) 2,400 0,27-4,2 uU/ml


ich habe bitte einige fragen zu meinen blutwerten.meine ärztin sagt,
dass ich extremen eisemangel habe und ich nehme seit 4 tagen ferro sanol duodenal
eisentabletten.ich habe seitdem durchfall und übelkeit.gibt es eine andere alternative
zu den tabletten?
desweiteren habe ich noch 3 werte in meinem blutbild,die niedriger sind,als der normalbereich anzeigt.
meine ärztin sagte aber,dass das blutbild ok sein,ausser der eisenwert.
ist das denn so?
und...wieviel eisenmangel sagt denn mein wert aus?
vielen dank im vorraus.l.g.dani

die untersuchung wurde gemacht weil ich immer schüttelfrost und hitzewellen hatte.auch habe ich extremen haarausfall.

Frage zu Eisenmangel

pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Hallo Dani

Wie wird denn vom Labor der Normalwert für Eisen angegeben?
Folgende Seite gibt über den Laborwert Auskunft. Beim Referenzbereich kannst Du noch detailliertere Angaben, nach Alter und Geschlecht nachschauen.
Eisen - Übersicht

Das Eisen ist aber ganz bestimmt tief, das steht ausser Frage. Die beiden Werte Erythrozyten und Hämoglobin sind aufgrund des tiefen Eisenwertes erniedrigt, stehen also damit in direktem Zusammenhang. Meines Erachtens sind sie nicht besorgniserregend tief.

Wurde der Frage nachgegangen, woher der Eisenmangel rührt?
Bei jüngeren Frauen sind oft Menstruation und Schwangerschaft ein Grund.

Eisentabletten verursachen relativ oft Verdauungsbeschwerden. Ob ein Präparatewechsel hier helfen kann, müsste ausprobiert werden. Es gibt auch die Möglichkeit von Ferritin-Infusionen.

Allgemeine Infos zu Eisenmangel-Anämie:
GesundheitPro - Blut: Eisenmangel-Anämie

Ein deutlich zu tiefes Eisen ist mit der Ernährung allein nur über eine sehr lange Zeit wieder aufbaubar. Es ist aber sicher sinnvoll, sich damit auseinander zu setzen und begleitend zur medikamentösen Therapie und anschliessend zu berücksichtigen. Eisen aus Fleisch wird vom Körper besser verwertet, als Eisen pflanzlicher Herkunft. Kaffee und Schwarztee hemmen die Aufnahme, Vitamin C fördert sie, usw.:
Gesund durch Essen Ernährungsberatung Dr

Liebe Grüsse
pita

Frage zu Eisenmangel

margie ist gerade online
Beiträge: 3.240
Seit: 02.01.05
Hallo ich,

ja einen Eisenmangel hast Du auf jeden Fall. Was ich bei Eisenmangel erwartet hätte, wäre ein niedriges MCV. Das ist aber bei Dir nicht niedrig, es ist 90 bei Dir und der Normwert liegt zwischen 80 und 96 lt. dem Labor Deiner Ärztin (wobei ich 80 schon für viel zu niedrig halte, andere Labore geben den Normwert mit 83 bis 96 an).
MCV steigt an, wenn man z. B. einen Folsäuremangel und/oder einen Vitamin B12-Mangel hat. Ich würde vermuten, dass Du auch Vitamin B12-Mangel und/oder Folsäuremangel zusätzlich noch hast. Nur so kann ich mir erklären, weshalb Du trotz Eisenmangel kein niedriges MCV hast.
Bei Eisen, bei Vitamin B12 und bei Folsäure-Mangel kommt es zum Abfall der roten Blutkörperchen (=Erythrozyten), die bei Dir ganz schön zu niedrig sind und zum Abfall des Hämoglobins (=Hb-Wert), der bei Dir auch zu niedrig ist.
Leider wurde das Ferritin nicht bestimmt, das wäre das sog. Speichereisen und man sollte dies eigentlich bestimmen, wenn es um Eisenmangel geht. Auch das Transferrin wäre ein wichtiger Wert und es gibt noch einen weiteren, den sog. löslichen Transferrin-Rezeptor. Dieser Wert soll genau sagen, ob man Eisenmangel hat.

Was mir aber wichtiger wäre, ist, zu klären, woher der Eisenmangel kommt?
Hast Du denn starke Perioden?

Ich weiß von einer Frau, die auch mal einen starken Eisenmangel hatte, dass bei der dann Myome in der Gebärmutter gefunden wurden, die wohl regelmäßig geblutet haben.
Hast Du evtl. Magenprobleme? Auch bei Magengeschwüren kann es zu Blutverlusten und damit zum Eisenmangel kommen. Ebenso wenn im Darm Blutungen sein sollten.
Bei Hitzewallungen und Schüttelfrost sollte man auch an einen Infekt denken. Wenn man einen Infekt hat, kann es zu Eisenmangel auch kommen und zum Abfall der roten Blutkörperchen. Dazu würden dann die Hitzewallungen und der Schüttelfrost auch passen.
Deine Leukozyten sind zwar nicht erhöht, doch kann man daraus noch nicht unbedingt schließen, dass kein Infekt vorliegt.
Wurde denn mal eine Blutsenkung gemacht? CRP im Blut bestimmt? Das sind Entzündungswerte.
Sind die Entzündungswerte erhöht, sollte nach der Entzündung oder dem Infekt gesucht werden.
Hast Du denn auch Fieber?
Evtl. wäre zu überlegen, ob man eine Blutkultur macht. Das ist eine Untersuchung, wo im Blut nach Bakterien gesucht wird und bei der man am besten das Blut im Labor oder im Krankenhaus abnehmen läßt. Es muss jemand machen, der damit Erfahrung hat.
Also ich hatte letztes Jahr ständig wochenlang geschwitzt und als ich dann ein Antibiotikum bekam wegen eines leichten Harnwegsinfektes, da hörte das Schwitzen auf. Dieses Jahr wurde dann von einem Arzt, dem ich dies erzählte, das Blut auf Q-Fieber untersucht, das ist eine Infektion, bei der man viel schwitzt und im Blut war zu sehen, dass ich das Q-Fieber gehabt haben muss.
Ich will nun nicht darauf hinaus, dass Du zufällig auch das Q-Fieber hast, aber aus dieser Erfahrung heraus würde ich eine bakterielle Erkrankung bei Dir auch für denkbar halten.
Solltest Du erhöhte Blutsenkung und erhöhtes CRP haben und sollte man den Infekt nicht finden, wäre noch zu überlegen, ob Du nicht ein Antibiotikum mit breitem Wirkungsspektrum dennoch für mind. 8 bis 10 Tage einnimmst (ich denke da an Ciprofloxacin, das zwar teuer ist, aber doch bei sehr vielen Infekten wirkt). Doch sollte man dabei mind. ein bis 2 Mal die Blutwerte, Leber- und Nierenwerte kontrollieren.

Evtl. würde ich auch mal den Urin auf Bakterien untersuchen lassen, Frauen haben ja schnell mal einen Harnwegsinfekt.

Wurden denn die Leberwerte und die Nierenwerte nicht mituntersucht?

Also die Ursachen des Eisenmangels herauszufinden, halte ich für sehr sehr wichtig.

Ich würde Dir raten, falls ein Infekt nicht vorliegt, zu einem Gastroenterologen (Magen-, Darmspezialist) zu gehen und evtl. eine Magen- und / oder Darmspiegelung machen zu lassen.
Ich würde Dir auch raten, zum Frauenarzt zu gehen, dort Ultraschall machen zu lassen und dem Deine Probleme (Hitzewallungen, Schüttelfrost) zu erzählen.

Vitamin B12 und Folsäure sollte man im Blut bestimmen lassen, um einen Mangel auszuschließen.

Ach und zu Deiner Frage, was man noch bei Eisenmangel machen kann, das wären Infusionen mit Eisen. Aber die würde ich nur machen lassen, wenn es gar nicht anders geht. Solche Infusionen sollen auch nicht ganz risikolos sein.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.”Volker E Pilgrim, Schriftsteller

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ich2 ist offline
Themenstarter Beiträge: 44
Seit: 21.07.07
ganz lieben dank für die antwort!!!
ich habe leider nur diese werte so hier stehen.
ich hatte 4 zahnop-s mit 4 mal narkose innerhalb 10 wochen.dabei hat sich mein hormonhaushalt verschoben (eierstockzyste)und ich hatte dann meine regel 3 wochen lang.auch kontte ich die letzten 10 wochen kaum was essen wegen der zähne und somit habe ich auch abgenommen.
kann das der grund sein dafür?l.g.dani

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ich2 ist offline
Themenstarter Beiträge: 44
Seit: 21.07.07
hallo.
also genau dieses antobiotikum was du aufschriebst,habe ich sogar vor 3 wochen nehmen ,üssen aber wegen einer entzündung im mund.also zahn.
als die blutuntersuchung gemacht wurde,bekam ich (zufällig) auch 1 tag danach eine erkältung.
magen oder darmerkrankungen liegen nicht vor.fieber habe ich auch keins.
meine ärztin sagt,dass der schüttelfrost und haarausfall vom eisenmangel kommen.das sagt auch meine zahnärtztin.l.g.dani

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margie ist gerade online
Beiträge: 3.240
Seit: 02.01.05
Hallo Dani,

wenn Du die Regel 3 Wochen lang hattest, verlierst Du schon viel Blut und vielleicht ist dies auch die Ursache, vielleicht. Doch würde ich dann weiter gehen und fragen, hast Du evtl. Gerinnungsstörungen? Denn das wäre für mich die logischste Ursache für die 3 Wochen Blutung.
Wurde Deine Blutgerinnung mal gründlich untersucht? Es gibt da neben den Routinewerten noch ganz spezielle Gerinnungswerte (die bei mir zu einer vermehrten Blutungsneigung führen). Diese Werte werden von Spezialisten untersucht. Doch vielleicht wird man schon fündig, wenn man die Routinewerte wie Quick, PTT, Fibrinogen, Thrombinzeit mal untersucht.

Wenn es mit der Gerinnung nicht stimmt, kommt dies oft von der Leber.
Hast Du mit der Leber schon mal Probleme gehabt? Es könnte so sein, dass durch die Narkosen Deine Leberwerte hoch gingen und das würde auch die Blutgerinnung verschlechtern.
Aber wenn Deine Leber gesund ist, verträgt sie auch Narkosen, auch wenn es mal mehrere sind. Oder waren Vollnarkosen, die besonders lang waren?
Es kommt bei den Narkosen darauf an, welche Narkosemittel verwendet wurden, es gibt nämlich welche, die der Leber gar nichts tun, weil sie über die Nieren abgebaut werden.

Dass die Eierstockszyste an den 3 Wochen Blutung Schuld ist, glaube ich nicht.
Hormonstörungen können aber zu Eierstockszysten führen. Ich hatte auch schon viele.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.”Volker E Pilgrim, Schriftsteller

Frage zu Eisenmangel

ich2 ist offline
Themenstarter Beiträge: 44
Seit: 21.07.07
ich habe noch nie leberprobleme gehabt.auch meine regel ist wieder regelmässig seit die zyste weg ist.
meine gynäkologin sagte mir aber,dass die so lange blutung von der hormonstörung kommt.
wenn ich mir so das alles hier durchlese...sorry aber da bekomme ich echt angst!!!!!!! :-(((

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pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Hallo

Meines Erachtens sind die Erythrozytenindizes normal, weil der Eisenmangel eben nicht extrem ist.
Was diese überhaupt bedeuten, sieht man hier:
Erythrozytenindizes- Übersicht

Ein Hämoglobin von 11,2 und Ery von 3,66 finde ich nicht dramatisch!

Eine 3-wöchige Dauerblutung mag dafür als Grund ev. bereits ausreichen.

Liebe Grüsse
pita

Frage zu Eisenmangel

margie ist gerade online
Beiträge: 3.240
Seit: 02.01.05
Hallo Dani,

ich habe noch nie leberprobleme gehabt.auch meine regel ist wieder regelmässig seit die zyste weg ist.
meine gynäkologin sagte mir aber,dass die so lange blutung von der hormonstörung kommt.
wenn ich mir so das alles hier durchlese...sorry aber da bekomme ich echt angst!!!!!!! :-(((
Angst machen wollte ich natürlich nicht, aber ich wüßte auch gar nicht, weshalb die paar Hinweise Angst machen sollten. Es sind ja nur Hinweise und keine Diagnosen. Ob das so sein könnte oder nicht, kann ich hier am Computer nicht sehen.
Wenn eine Hormonstörung (wurden denn die Hormonwerte im Blut untersucht von der Ärztin und dabei die Hormonstörung im Blut nachgewiesen oder hat die Ärztin dies nur vermutet?) eine 3 - wöchige Dauerblutung machen soll, dann habe ich wieder etwas gelernt. Mir wäre dies nicht auf Anhieb logisch.
Ich selbst hatte nämlich auch mal nach einer Op (Op der Eierstockszyste mit Prüfung der Durchgängigkeit der Eileiter) ca. 10 Tage lang die Regel. Ich dachte damals auch, das wird schon durch die Op zu erklären sein und hat sicher keine sonstige Ursache.
Doch später bekam ich auch sonst vermehrt Blutungen und schließlich landete ich beim Gerinnungsexperten. Der fragte mich, wie es denn nach Operationen gewesen sei, ob ich da evtl. mal länger geblutet hätte, weil dies ein Hinweis sei auf eine Gerinnungsstörung.
Ja, mir fiel ein, dass ich nach dieser Op so lange blutete.

Es wurde dann festgestellt, dass ich eine seltenere Gerinnungsstörung habe, die die Folge meiner Leberkrankheit (Morbus Wilson) ist, das ist das, was bei den "Blutern" auch nicht stimmt.

An die Frage des Arztes, ob ich nach Operationen schon länger geblutet habe, dachte ich, als ich las, dass Du nach den Zahn-Op´s so lange die Periode hattest. Offenbar wissen die Ärzte, dass Gerinnungsstörungen nach Op´s auffallen.

Wenn Du eine haben solltest, dann wäre dies vielleicht auch ein wichtiger Hinweis in diese Richtung Dich mal untersuchen zu lassen. Ich will Dir nichts aufreden oder vor nichts Angst machen.
Wenn Du nichts von dem hast, was ich geschrieben habe, sei froh und wenn Du etwas davon hättest, dann hättest Du es auch, ohne meine Hinweise darauf.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.”Volker E Pilgrim, Schriftsteller

Frage zu Eisenmangel

tinaruhrgebiet ist offline
Beiträge: 725
Seit: 20.03.07
Hallo,

wie hoch ist denn der Ferretin-Wert?
Der sollte mitbestimmt werden. Der ist ausschlaggebend.

Ich habe beides total niedrig.
Mich wundert es, dass Du von ferro sanol, Durchfall bekommst.
Ich habe davon - immer schlimmste Verstopfung - schon bei einer Tablette.
Verstopfung auf Eisen ist eigentlich die Regel.
Übrigens kannst Du notfalls auch Eiseninfusionen machen lassen.

Starker Eisenmangel kommt eben oft nicht durch die Regelblutung
(bei mir nämlich auch nicht). Sondern die Ursache können u. a. Schwermetallbelastungen sein.

Gruß Tina

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