Seit Jahren diverse Symptome (doch Schilddrüse?)

11.09.14 21:31 #1
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Yaichi93 ist offline
Beiträge: 19
Seit: 10.08.12
Hallo alle zusammen,

da ich schon seit Jahren mit einigen Symptomen zu tun habe, möchte ich mich auch mal hier im Forum zu Wort melden. Leider kommt es ja viel zu oft vor, dass man zu tausenden von Ärzten geht und keiner weiß, was einem überhaupt fehlt. Meist wird man dann auf die psychische Schiene abgeschoben.

Ich versuche mich kurz zu fassen:
Ich bin 22 Jahre alt, bin 1,75 cm groß und wiege fast 70kg.
Mitte 2012 hat alles angefangen: Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schweißausbrüche, Verspannungen, Ohrensausen. Ich lag sozusagen monatelang flach. Nachdem es nicht besser wurde und die Ärzte auch nichts gefunden haben, bis auf einen Vit D Mangel, bin ich ins Krankenhaus gefahren, wo Sie mich für ein paar Tage da gelassen haben, um mit mir einige Tests auszuführen. Bluttest, EEG, Ultraschall (Herz, Schilddrüse), EKG, MRT. Alles war unauffällig und ich war wieder an dem Stand wie am Anfang. EBV wurde im Blut auch mit geprüft, welcher negativ war. Ich denke, dass zu dem Zeitpunkt höchstwahrscheinlich noch keine Antikörper vorhanden waren, denn ein paar Monate später war der Test auf EBV nach erneuter Blutabnahme plötzlich positiv gewesen.
Naja, jetzt ist schonmal ein Stein vom Herzen gefallen, dass endlich mal etwas gefunden wurde. Aber dem war es nicht so. Nach monatelanger Schonung (kein Leistungssport, habe nur das nötigste getan und meinem Körper viel Ruhe gegönnt) und der Hoffnung, dass es endlich mal besser wird, ist es leider nicht besser geworden.

Zu meinen Symptomen:
Heutige Symptome sind:
  • Müdigkeit (tagtäglich)
  • Benommenheit (wattegefühl)
  • Schwindel (nicht dauerhaft vorhanden, hält nur paar Sekunden an)
  • Ohrensausen
  • Verspannungen im Hals- und Nackenbereich, sogar an einigen Kopfstellen, hab sogar das Gefühl dass meine Körperstatur krumm ist, auch wenn ich äußerlich nichts sehe. (Habe leichte Skoliose)
  • Seit ein paar Monaten habe ich manchmal das Gefühl, als würde ich beim Gehen schwanken
  • Konzentrationsschwierigkeiten (kann mir schwer neue Sachen merken)
  • Schweißausbrüche (manchmal)
Die Symptome sind eigentlich täglich vorhanden, es gibt Tage, da sind sie nicht so stark ausgeprägt und dann gibt es wieder Tage, an denen sie wieder stärker vorhanden sind. Das tritt meist in Schüben auf. Bei körperlicher Ruhe geht es mir meist besser. Ich denke, dass ich auch wetterfühlig bin, denn jetzt wo es wieder kälter und dunkler wird, kommt die Müdigkeit und die Lustlosigkeit wieder. Im Sommer gehts mir meist besser, bis auf die ganz heißen / schwülen Tage, da lieg ich vollkommen flach. Komischerweise geht es mir Abends besser als am Tag, was ich auch nicht verstehen kann.

Vor ein paar Wochen war mein letzter Bluttest. Leider wurde nur das kleine Blutbild gemacht, aber zum Glück wurde auf Nachfrage die Schilddrüse mit getestet.

Im Blutbild waren 2 Auffälligkeiten:

TSH: 5.70 (0.27 - 4.20 -> obwohl ab 2.50 kann schon auffällig sein)
FT3: 4.00 (2.00 - 4.40)
FT4: 1.20 (0.90 - 2.00)
Thrombozyten: 120 TSD
VIT D3: 30


Vitamin D ist endlich im Normwert, war vor paar Jahren mit dem schon bei 10 gewesen. Bei dem TSH Wert kann ich mich nicht erinnern, dass ich jemals so einen hohen Wert hatte. Bei den Bluttests in den letzten Jahren war er immer so zwischen 1-2 gewesen, einmal bei einem Bluttest bei 3.2, aber noch nie war er so hoch. Muss das was heißen? Gerade das ist doch das tückische an Hashimoto oder? Dass der TSH wert nach oben und nach unten schwankt? Und zurzeit ist bei mir wieder so eine Phase, wo es mir deutlich schlechter geht als vor ein paar Wochen, das könnte doch ein Schub sein? Ich möchte auch noch anhängen, dass meine Mutter Hashimoto hat.

War auch vor ein paar Tagen beim Arzt gewesen, der auch einen Ultraschall an meiner Schilddrüse gemacht hat. Er sagte, dass die Schilddrüse in Ordnung ist und sie von der Größe her im Normalbereich ist und ich mir keine Sorgen machen sollte. Aber ein Wert, der um ein einiges den Normwert übersteigt, da soll ich mir keine Sorgen machen? Ich bin mir da nicht so sicher..

Sollte ich dem ganzen mit der Schilddrüse weiter auf der Spur gehen? Oder werde ich da wieder in eine Sackgasse geführt, bzw. hat jemand einen anderen Rat?

Für Antworten wäre ich sehr dankbar.

Und hier ein Applaus für die Leute, die es bis hier unten geschafft haben.

Geändert von Yaichi93 (11.09.14 um 21:41 Uhr)

Seit Jahren diverse Symptome (doch Schilddrüse?)

mondvogel ist offline
Beiträge: 5.086
Seit: 07.04.10
hallo Yaichi,

es sollten auf alle Fälle die Antikörper:TPO-AK, Tg-AK (TRAK,) untersucht werden...zumal Deine Mutter Hashimoto hat....
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"There is a crack in everything. That's how the light comes in." Leonard Cohen (RIP)

Seit Jahren diverse Symptome (doch Schilddrüse?)

Yaichi93 ist offline
Themenstarter Beiträge: 19
Seit: 10.08.12
Hallo mondvogel,

besteht etwa eine größere Chance, dass ich Hashimoto bekommen kann weil es ein Elternteil besitzt? Ich hab erst nächste Woche wieder einen Termin. Blut abnehmen werd ich höchstwahrscheinlich nochmal müssen um erneut die Schilddrüsen werte sowie diesmal die Antikörper zu bestimmen. Werd mich wieder melden, wenn ich mehr weiß.

Seit Jahren diverse Symptome (doch Schilddrüse?)

mondvogel ist offline
Beiträge: 5.086
Seit: 07.04.10
Zitat von Yaichi93 Beitrag anzeigen
besteht etwa eine größere Chance, dass ich Hashimoto bekommen kann weil es ein Elternteil besitzt?
so weit ich weiß, gibt es eine familiäre Disposition....aber es ist nicht gesichert. Das heißt also nicht, dass Du es haben musst....

Alles Gute, mondvogel
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