Benommenheit, Sehstörung, Schwäche, Schmerzen

07.09.14 12:05 #1
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followtheleader ist offline
Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Hallo Community

Es gibt zwar schon zahlreiche Themen, aber nirgendwo wirklich eine Lösung. Daher meine Geschichte, vielleicht hat jemand eine Idee.

Angefangen hat es vor ca. 4 Monaten mit Schwindel (Schwankschwindel), Schmerzen und Benommenheit. Ich vermute Stress als Auslöser, da ich diese Symptome bei der Arbeit hatte und sie auch wieder weg gingen. Im Juni kam dann der totale K.O.-Schlag. Ich war bei der Arbeit, konnte mich überhaupt nicht mehr konzentrieren und ging nach Hause. Seither ist es permanent schlecht geblieben.

Die ersten zwei Wochen war ich zu fast nichts in der Lage, hatte das Gefühl zu kollabieren und war total entkräftet. Im Vorfeld gab es viel Stress, das kann ich nicht abstreiten. Daher dachte ich auch, es liegt daran und ich müsse mich nur etwas erholen. Erholung bringt aber nichts, Urlaub hat auch keine Besserung gebracht.

Dann zum HA, diverse Bluttests und sonstige Untersuchungen, wie die Meisten sie kennen. Alles ohne Befund.

Ich ging in den ersten zwei extremen Wochen zur Cranio-Sacral Therapie und das hat mich aus dem Schlimmsten wieder rausgeholt.

Das Problem ist nur, der Zustand ist nun permanent vorhanden und schränkt meine Lebensqualität enorm ein. Ich kann keine längeren Strecken schmerzfrei gehen, der Nacken ist verspannt, Sehstörungen (alles ist zu hell, unscharf und doch zu scharf), Dauerbenommenheit, ich bin hundemüde und kann mich kaum längere Zeit konzentrieren. Schaue ich Streifen oder sonstige Muster (Kopfsteinpflaster) an, dann werde ich völlig blöd im Kopf.

Seit Kindheit an habe ich Skoliose und die Diagnose lautet nun, dass Verspannungen/Muskeldysfunktionen für das alles verantwortlich sind. Ich müsse Muskelaufbau machen, was ich auch tue. KG bekam ich und der Physio meinte, die Sehstörungen und Benommenheit können von der HWS kommen.

Körperlich scheine ich gesund zu sein bis auf die Wirbelsäulengeschichte, aber es geht mir schlecht. Meine Beziehung leidet, ich geh kaum noch raus, weil ich nicht belastbar und nach etwa 2 Stunden völlig erschöpft bin und Schmerzen in der LWS habe. Schmerzen kenne ich aufgrund der Skoliose natürlich, aber sie waren nie so extrem.

Ich weiss, dass Krankheiten googeln die Sache nicht besser macht. Aber ich verzweifle langsam mit dieser Geschichte. Möchte dann aber auch nicht von Arzt zu Arzt rennen um zu hören "Ihnen fehlt nichts". Ich merke doch, dass etwas nicht stimmt.

Natürlich habe ich auch Angst um meine Arbeit, finanzielle Sorgen und dass das nie mehr weggeht. Arbeiten kann ich nur begrenzt, mehr geht einfach nicht. Ich hab die Kraft dazu nicht. Burnout ist ausgeschlossen, da ich meine Arbeit sehr mag und sie mir Halt gibt.

Mit Müdigkeit habe ich schon Jahre zu kämpfen. Auch mit Magenproblemen (Verstopfung und Blähungen).


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Gerd49 ist offline
Beiträge: 52
Seit: 31.08.14
Hallo

Ich versuche dir mal so gut es geht zu antworten.
Wirbelsäulenprobleme können sehr viele Beschwerden auslösen. Deine Verspannung im Nacken ist schon mal mit hoher Wahrscheinlichkeit das erste Problem, was du hast.
Die Verspannung kann eine Minderdurchblutung in deinem Gehirn auslösen, was zwar nicht gefährlich ist, jedoch vielfälltige Symptome wie Schwindel,Benommenheid, Müdigkeit, Übelkeit, Angst und Panikgefühle, Zittern, Schweißausbrüche uvm. hervorruft.
Kontinuierlicher konsequenter Muskelaufbau ist hier von Nöten.
Du kannst auch versuchen, deinen Nacken mit Wärme zu behandeln. Das entspannt die Muskulatur und fördert die Durchblutung. Massage kann natürlich auch helfen, sofern sie durchgeführt werden darf, wegen deiner Bandscheiben. Da ist immer Vorsicht geboten. Ebenfall bei einer Behandlung mit manueler Medizin.
Sehr gut kann auch eine Tens Therapie helfen, die man zu Hause durchführen kann.
Sollten sich deine Beschwerden dennoch nicht verbesser, ist ein Besuch bei einem Orthopäden und eventuell einem Psychiater zu empfehlen. Sehr oft kommen solche Symptome auch durch zu schnelle Serotoninaufnahme im Gehirn. Da gibt es Medikamente, die die Wiederaufnahme dieses Botenstoffes hemmen bzw. verringen.
Das musst du aber mit einem Arzt besprechen. Und warte nicht zu lange zu, bis du mit einenm Arzt darüber sprichst, denn so eine Symptomatik kann eine Angsterkrankung auslösen und dann bist du in der Symptomspirale!!
Achtung auf alle Fälle bei einer Selbstbehandlung mit Johanniskraut. Johanniskraut und Pille, aber auch Sonne verträgt sich nicht, bitte bedenken!

Ich hoffe, dir einige Therapieansätze aufgezeigt zu haben.

Alles Liebe und Gute

Gerd

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ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.007
Seit: 04.02.09
hallo followtheleader,

gerne möchte ich ganz anfang darauf aufmerksam machen ,das dies kein medizinisches forum ist ,alle vermutungen/tipps und anregungen bitte genauesten für sich erst einmal hinterfragen um sich nicht eventuell mit allzu viele vermutungen zu belasten.

und natürlich möchte ich nicht vergessen dich herzlich im symptome.ch forum zu begrüßen

Angefangen hat es vor ca. 4 Monaten mit Schwindel (Schwankschwindel), Schmerzen und Benommenheit. Ich vermute Stress als Auslöser, da ich diese Symptome bei der Arbeit hatte und sie auch wieder weg gingen. Im Juni kam dann der totale K.O.-Schlag. Ich war bei der Arbeit, konnte mich überhaupt nicht mehr konzentrieren und ging nach Hause. Seither ist es permanent schlecht geblieben.
da du selber den stress vermutest ,aber die von dir zu erledigende arbeit gerne machst ,wäre meine frage "wie sieht/sah dein stress aus und konntest du ihn mindern ?.

fg ory
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Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Hallo ory

Danke für deinen Willkommens-Gruss.

Jetzt ja, weil ich im Juni einfach mal flach gelegen bin und dann für mich gemerkt habe, dass ich so nicht weitermachen kann. Ich habe zum Glück einen sehr guten Chef, der verständnisvoll ist.

Aber der Stress selber besteht schon einige Zeit (ich möchte nicht genauer eingehen was es ist). Ich war dann länger ohne Job und habe wieder angefangen zu arbeiten. Finanziell war es in der Zeit nicht katastrophal, aber auch nicht rosig. Natürlich hat mich das zusätzlich geplagt.

Kann Stress wirklich solche Symptome auslösen? Ich meine ich bin ja froh, dass ich keinen Hirntumor habe. Aber dennoch ist immer der Gedanke da, dass es etwas Organisches sein könnte, was niemand findet. :(

Dazu kommt auch noch, dass die jetzige Situation sehr belastend ist. Ich will raus und kann nicht.

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ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.007
Seit: 04.02.09
hallo followtheleader,

stress kann sehr starke symptome hinterlassen ,die von dir angegebene mit einbegriffen .

ideal wäre ,ein sich abnabeln vom stress .

geht aus irgendeinem grund dieses abnabeln nicht ,könntest du zumindest versuchen eine für dich akteptable andere richtung einzuschlagen , denn sollte der stress tatsächlich deine symptome hervorrufen gäbe es kaum eine veränderung ohne eine von dir eingeleitete änderung der stresssituation .

immer davon ausgehend das deine symptome keine weiteren anderen möglichen störungen unterliegen .

fg ory
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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Hallo Gerd49

Deinen Beitrag hatte ich ganz überlesen, entschuldige. Okay, das mit dem Nacken klingt plausibel. Mein HA hatte mir Verspannungen dort gelöst und ich war sofort viel wacher. Es hält leider nicht permanent. Nackenprobleme hatte ich nämlich nie bis vor Juni. Mit den Bandscheiben ist alles okay, ich habe eine Skoliose (verkrümmte Wirbelsäule) seit Kindheit an. Im Spinalkanal ist jedoch alles gut, nichts eingeklemmt.

Ein Tens-Gerät habe ich und wende es auch an im LWS Bereich. Am Nacken darf ich nicht, da die Stromimpulse nicht in Kopfnähe sein sollten. Die Schmerzen in der LWS habe ich nur beim Gehen und Stehen, im Liegen und Sitzen nicht. Ausser, wenn die Schmerzen schon akut stark sind. Dann wird auch die Benommenheit mehr. Nur eben, die Symptome hatte ich bis vor 4 Monaten noch nie so. Die Benommenheit und die Sehstörungen sind permanent da. Das macht mich fast irre.

Medikamente gegen Depression oder Angsterkrankungen werde ich bestimmt keine nehmen. Auf dem Gebiet kenne ich mich sehr gut aus und kenne auch die Gefahren. Daher ist das keine Option. Aber danke für den Input.

@ory: Nun gut, ich werde jetzt einfach mal die Diagnose so annehmen und aufhören, ständig nach Krankheiten zu suchen. Das macht nämlich auch noch krank. :( Wenn es wirklich Stress ist, phuu... Stressig ist für mich natürlich, dass ich wegen der ganzen Sache finanziell einfach Probleme habe. Auch nicht gerade schön. Und die kann ich nicht beheben, weil ich ja nicht mehr arbeiten kann. Der Körper rebelliert. Auch wenn ich Zuhause mal etwas zu schnell mache, werde ich sofort ausgebremst.

Geändert von followtheleader (07.09.14 um 13:18 Uhr)

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Gerd49 ist offline
Beiträge: 52
Seit: 31.08.14
Im unteren Nackenbereich ist eine Platzierung der Elektroden schon möglich

LG

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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Das wusste ich nicht. Ich dachte, ab dort ist Sperrgebiet. Sicherheitshalber werde ich noch meinen HA fragen.

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ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.007
Seit: 04.02.09
@ory: Nun gut, ich werde jetzt einfach mal die Diagnose so annehmen und aufhören, ständig nach Krankheiten zu suchen.
hallo followtheleader ,
auch das von mir geschrieben bitte nur als vermutung annehmen .

Stress verspannt/verkrampft in allen bereichen des körper , dadurch können verstärkte ,schon vorhandene schmerzen stärker empfunden werden .

fg ory
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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
@ory: Klar, Ferndiagnosen kann natürlich keiner stellen. Es scheint/schien mir einfach die logischste Schlussfolgerung zu sein. Ich mache mir klar (zu viele) Gedanken um eine Krankheit. Weil es einfach so krasse Symptome sind. Von der Lebensqualität brauche ich ja nichts zu schreiben, das kann sich jeder Betroffene ja denken... :( Und ich bin noch nicht mal 30ig... :(

Das ewige Daheim sitzen macht mich einfach mürbe. Ich will wieder raus, Spass haben. Aber der Körper will nicht.

Hat jemand vielleicht Erfahrungen mit einem Nackenstützkissen? Manchmal sind die Verspannungen nach dem Schlafen stärker und vielleicht würde das helfen?


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