Benommenheit, Sehstörung, Schwäche, Schmerzen

07.09.14 11:05 #1
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AW: Benommenheit, Sehstörung, Schwäche, Schmerzen

followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Hallo in die Runde

Nun ist einige Zeit vergangen und ich möchte mal aktualisieren, was sich gebessert hat und was gleich geblieben ist:

Besser wurden:

- die Schwächeanfälle / Kollapsgefühl
- Nackenschmerzen
- extreme LWS Schmerzen (tauchten nie mehr so stark auf)
- der gelegentliche Tinnitus
- extreme psychische und physische Erschöpfung und Angespanntheit
- Lärmempfindlichkeit
- Konzentrationsprobleme (noch deutlich spürbar, aber besser)
- Appetitverlust / Libido

Gleich geblieben:

- brain fog
- Sehstörungen
- generelle Belastbarkeit ist noch gering
- PMS
- Schwankschwindel ohne Vertigoheel
- geschwollene Lymphknoten am Hals
- generell müde und immer wie gerädert aufwachen

AW: Benommenheit, Sehstörung, Schwäche, Schmerzen

followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Hallo Community

Nach einer längeren Pause wollte ich mich wieder melden und aktualisieren, was nun rausgekommen ist. Da man das ja meistens nicht mehr liest. Bei mir hat sich herausgestellt, dass der Körper mir damit signalisiert hat, dass ich auf die Bremse treten muss. Sprich es sind psychisch ausgelöste Symptome einer zu lange andauernden Überlastung mit Stress, Sorgen, Grübeleien, etc. Mittlerweile geht es mir mit der Symptomatik besser, aber noch nicht ideal. Es wurde kein Burn Out diagnostiziert bis jetzt, aber es geht in die Richtung. Ich habe aufgehört nach Organischem zu suchen weil ich eingesehen habe, wie viel Macht die Psyche hat. Obwohl ich es nicht glauben wollte...

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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Anfügen muss ich noch, dass ich sehr lange ein Benzodiazepin genommen habe und seit einigen Wochen davon entwöhnt bin. Wie der Einfluss war weiss nur Gott, momentan heile ich und das dauert auch noch seine Zeit.

Die weiteren Behandlungsansätze sind aktuell eine stationäre Psychotherapie sowie homöopathische Mittel von meinem Heilpraktiker. Anderes nehme ich nicht mehr (keinerlei Chemie).

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Tyron765 ist offline
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Seit: 28.01.16
Lass von dir hören
Habe ähnlich Beschwerden und bin auch drauf gekommen das es psychisch bedingt sein könnte.

Gruß

Benommenheit, Sehstörung, Schwäche, Schmerzen

ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 7.942
Seit: 04.02.09
hallo tyron ,

....bin auch drauf gekommen das es psychisch bedingt sein könnte.
es kommt nicht oft vor das, das von jemanden selber angenommen wird ,viel eher sträubt sich fast jeder das es psychisch sein könnte.
ich finde es toll das du das schreibst ,denn zwischen psychischen und körperlichen beschwerden besteht oftmals ein doch recht enger zusammenhang den man mMn immer berücksichtigen sollte .

magst du berichten wie du auf diesen /deinen gedanken gekommen bist ,das hinter deinen beschwerden eventuell doch auch die psyche stecken könnte ! ?.

fg ory
__________________
Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Hallo ihr

Da bin ich wieder, fast ein Jahr später. Und ich bin praktisch frei von allen Symptomen, die ich damals geschildert habe. Es war schrecklich, gefangen im eigenen Körper zu sein und es hat lange gedauert, bis ich wieder gesund wurde, aber ich wurde es! Geduld ist das, was man in diesem Zustand am Wenigsten hat, aber es ist das Einzige, was man tun kann.

Es wurde dann doch eine Erschöpfungsdepression festgestellt, obwohl ich ja immer dachte, das kann nicht sein. Obwohl ich aber genauso gut wusste, es kann nur das sein! Ich hatte so viele verschiedene körperliche Untersuchungen durch, alle ohne Befund. Organisch fit wie ein Turnschuh und wenn Symptome eine so lange Zeit anhalten und man nichts findet, dann kann es nur ein überlasteter Körper sein. Das zentrale Nervensystem kommt buchstäblich ins Wanken. Bei Einigen äussert sich so eine Erschöpfung mehr psychisch, bei mir war es physisch und die Psyche hat automatisch mitgelitten ab der desolaten körperlichen Verfassung und den damit einhergehenden Einschränkungen.

Das alles habe ich übrigens ohne Medikamente ausheilen lassen. Resp. ich habe ja noch einen Plagegeist abgesetzt, als ich mich wieder einigermassen stabilisiert hatte und dann ging es rapide bergauf. Ich würde jedem empfehlen - so sch*** das auch ist - dem Körper Zeit geben. Er WIRD sich erholen! Notfalls kann auch ein stationärer Aufenthalt für die nötige Ruhe sorgen.

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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Und lasst euch bitte nicht verrückt machen, fragt auch nicht Dr. Google! Denn nach Dr. Google ist es immer mindestens Krebs!

Wenn einer oder mehrere Ärzte nichts Körperliches finden, dann ist da in der Regel auch nichts Körperliches. Geist und Körper sind eng verbunden. Und das Wichtigste ist auch immer Ehrlichkeit gegenüber sich selber. Ist etwas schief gelaufen? Habe ich zu wenig geschlafen, zu wenig gegessen, zu viel gearbeitet, zu viel privater Stress, belastet es mich, fühle ich mich noch wohl?

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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Zitat von meinem Eingangspost: "...da ich meine Arbeit sehr mag und sie mir Halt gibt."

Das hätte ich wohl gerne gehabt oder ich habe es mir so lange eingeredet, bis ich es selber geglaubt habe!

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Tyron765 ist offline
Beiträge: 57
Seit: 28.01.16
Toll Freut mich zu hören das es dir besser geht.

Hattest du eine Therapie?
Hattest du Hilfsmittel (NEM, pflanzliche Medis)?
Hast du dich einfach nur ausgeruht ?

@ory
Du kannst es in meinem Thread nachlesen in der selben Rubrik. Ich denke umso früher man daran denkt und dem Arzt diesen Glauben auch vermittelt kann etwas voran gehen. Wie in diesem Fall zu sehen ist, kann es durchaus sein

Gruß

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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Hallo Tyron

Also was auch eine Rolle gespielt hat war meine Abhängigkeit vom Benzodiazepin. Wie ich im Nachhinein gemerkt habe, wirkte es paradox und ich war jeden Tag entzügig. Eigentlich hätte ich schon längst die Dosis steigern müssen aufgrund der Toleranzbildung, was ich aber nicht getan habe. War das weg, war auch eine ganze Menge Stress weg.

Ansonsten ja, ich habe mich nur ausgeruht und gewartet, bis es mir besser geht. Allerdings war ich auch stationär und habe mich dort mit dem Thema beschäftigt. Das hilft auch gegen die Einsamkeit, weil daheim fällt einem irgendwann die Decke auf den Kopf. Körperliche Beschwerden wie Infekte oder Abweichungen im Blutbild hatte ich z.B. nicht. Da war ja auch nichts Physisches. Die Zeit hat dann geheilt. Es ging nach dem Absetzen des Medikamentes recht rapide. Aber sonst war beispielsweise die Benommenheit einfach irgendwann weg. Schleichend, man wacht einfach auf und fühlt sich anders, wieder klar im Kopp. Das war das schönste Geschenk, was ich bekommen konnte. Oder aber ich merkte, dass mir nicht mehr so schnell schwindlig wird.


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