Benommenheit, Sehstörung, Schwäche, Schmerzen

07.09.14 11:05 #1
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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
@margie: Hm, eine Kontrolle könnte wohl nicht schaden. Es ist so ein Hin und Her zwischen, was war in der Vergangenheit und dann überlege ich doch wieder, ob ich irgend eine Krankheit habe. Die ganze Ärztetour ist nicht nur anstrengend, es ist irgendwann auch eine Kostenfrage. Für die Müdigkeit gäbe es auch noch einen anderen Auslöser. Ich gucke, dass ich einen Termin ausmachen kann und wenn nix ist, dann weiss ich das wenigstens.

@Oregano: Ich bin aus keinem bestimmten Grund nicht zum Zahnarzt. Das heisst ich dachte, dass Dentalhygiene ja nicht so wichtig ist, wenn ich die Zähne gut putze. Eine Phobie vor dem Zahnarzt habe ich nicht. Die oberen Weisheitszähne waren total von Karies befallen und wurden sofort gezogen. Ich habe nie etwas gemerkt, bis der Karies auf den Nerv drückte und ein Stück Zahn beim Putzen im Mund war. Die Backenzähne daneben waren auch schon angegriffen, der Karies wurde abgeschliffen und dann die Füllung gemacht. So eine weisse Paste war es, wurde mit UV-Licht ausgehärtet. Es dauerte eine Weile und ich meinte dann zum Zahnarzt, ob ich nochmals zur Kontrolle kommen könnte (das war im Mai) und er meinte, das sei in Ordnung. Dann werden wir auch die Füllung noch schön glatt polieren. Der erste Eingriff hat eine Weile gedauert und ich mochte dann irgendwann nicht mehr den Mund offen halten. Deshalb wurde nachträglich poliert. Der Zahnhals ist ja direkt am Zahnfleisch, vermutlich müsste man den Zahn ziehen. Mir wurde gesagt, ich soll mit Elmex behandeln, damit das Ganze etwas geschützter ist.

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derstreeck ist offline
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Seit: 08.11.10
Hallo followtheleader,

Angefangen hat es vor ca. 4 Monaten mit Schwindel (Schwankschwindel), Schmerzen und Benommenheit.
So eine weisse Paste war es, wurde mit UV-Licht ausgehärtet. Es dauerte eine Weile und ich meinte dann zum Zahnarzt, ob ich nochmals zur Kontrolle kommen könnte (das war im Mai)
Begannen die Probleme nach dieser Zahnbehandlung?

Grüsse
derstreeck

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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Kommt vom Zeitpunkt hin, ja.... Allerdings nur die Nachkontrolle mit Politur (ich wollte die ja ohne Betäubung) und dann tat es schon ordentlich weh.

Die Füllungen selber wurden etwa im Oktober 2013 gemacht.

Die Symptome begannen im Mai, phasenweise und bei Stress. Gingen dann wieder weg und Anfang Juni war es dann der K.O.-Schlag.

Geändert von followtheleader (12.09.14 um 22:07 Uhr)

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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Was ich vielleicht noch erwähnen muss, die Symptome sind immer da. Aber sie sind nicht immer gleich intensiv. Am Morgen geht es mir tendenziell am Besten, im Laufe des Tages nimmt es zu.

Im Juli/August bin ich vor Schmerzen teilweise fast aus den Latschen gekippt. Nun hat sich der Schmerz im LWS Bereich wieder beruhigt. Der komische Schwankschwindel hat sich auch gebessert.

Im Juni, als das Ganze so intensiv war, hatte ich oft das Gefühl, kurz vor dem Zusammenbruch zu stehen. Was ich nun auch nicht mehr habe. Die Osteopathin meinte, mein Kopf wäre hart wie Stein gewesen. Sie hat das Gröbste wirklich abfangen und bessern können.

Aber gut geht es mir trotzdem nicht. Meine Brille triggert die Symptome und ich werde die sicherheitshalber mal checken lassen. Die Augen sind in Ordnung, die habe ich kurz vor der ganzen Geschichte routinemässig untersuchen lassen mit allem Zip und Zap.

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Oregano ist gerade online
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Seit: 10.01.04
Hallo followtheleader,

Die Füllungen selber wurden etwa im Oktober 2013 gemacht.

Die Symptome begannen im Mai, phasenweise und bei Stress. Gingen dann wieder weg und Anfang Juni war es dann der K.O.-Schlag.
Welche Jahreszahlen gehören denn zum Mai bzw. zum Juni?

Grüsse,
Oregano
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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Ziemlich aktuell, zum Jahr 2014.

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derstreeck ist offline
Beiträge: 4.130
Seit: 08.11.10
Hallo,

Meine Ideee ist, dass du eine Allergie auf die Füllungen entwickelt haben könntest.

Es handet sich bei deinen Füllungen um Kunststofffüllungen, welche Acrylate enthalten und darauf kann man allergisch sein. Es ist normal, dass sich die Allergie erst entwickelt, nachdem man mit dem Stoff in Berührung kommt.

Eine Alergische Reaktion führt zu einer Histaminfreisetzung aus den Mastzellen. Deine Symptome passen absolut zu einer Allergie.

Stress führt ebenfalls zu einer Histaminfreisetzung. Es passt gut zusammen, dass bei Stress die Symptome noch verstärkt werden.

Allergen Kunststoffe Allergie Allergologie

Geändert von derstreeck (13.09.14 um 09:54 Uhr)

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 61.984
Seit: 10.01.04
Hallo,

zu dem, was derstreeck schreibt, kommt noch dazu, daß Kunststofffüllungen oft schlampig ausgehärtet werden: nicht in mehreren Schritten sondern in einem Schritt. Das bedeutet dann wahrscheinlich, daß der Kunststoff nicht "auspolymerisiert" hat sondern noch freie Monomere herumsausen (laienhaft ausgedrückt). Und genau diese nicht gebundenen Polymere können dann zur Reaktion/Allergie führen.

Genauer wird das hier beschrieben:

http://www.gzm.org/files/vertraegl_v..._juli_2010.pdf >
"Komposite und ihre Polymerisation"

Grüsse,
Oregano
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followtheleader ist offline
Themenstarter Beiträge: 76
Seit: 22.08.14
Okay..... :'( Was soll ich denn jetzt machen? Ich kann mir die Zähne ja nicht rausreissen. Soll ich den Zahnarzt auf Nachhärten ansprechen? Zeichen einer Allergie habe ich keine (also keine Sichtbaren ausser geschwollenen Lymphknoten am Hals).

Geändert von followtheleader (13.09.14 um 12:49 Uhr)

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derstreeck ist offline
Beiträge: 4.130
Seit: 08.11.10
Hallo followtheleader,

Diese Histaminsymptome treten auch bei anderen Erkrankungen auf und können alle möglichen Ursachen haben.

Bei dir gibt es einen zeitlichen Zusammenhang zum Setzen der Kunststofffüllungen. Beim Pollieren ist möglicherweise etwas Abrieb in deinen Körper gelangt und so kann eine Sensibilisierung stattgefunden haben. Sensibilisierung (Medizin)

Deine Symptome passen zu einer Allergie auf Zahnmaterialien, allerdings würde ich zusätzlich noch eine Reizung der Mundschleimhaut vermuten. Aber die Füllung hat ja keinen Dauerkontakt zur Mundschleimhaut, wenn das Loch nicht seitlich ist.

Ich würde dieser Spur auf jeden Fall nachgehen und wenn du beim Allergologen (Epikutantest) nicht weiterkommst gibt es noch das Labor IMD-Berlin, wo man Tests auch als Selbstzahler anfordern kann.

Verfahren zur Allergietestung
Zur Testung einer allergischen Reaktion gegenüber Zahnmaterialien wird heute als Standardverfahren der Epikutantest durchgeführt. Hierbei wird eine Serie von Testpflastern auf die Haut aufgeklebt, um festzustellen, ob eine Allergie gegen die getestete Substanz vorliegt. Dieser Test zeigt, ob eine Kontaktallergie vom Spättyp vorliegt [Przybilla et al. 2008]. Es sei hier auch ausdrücklich hervorgehoben, dass fertige Prüfkörper aus polymerisierten Materialien nicht im Epikutantest eingesetzt werden können, da aus eigenen Untersuchungen bekannt ist, dass einige relevante Inhaltsstoffe aus Komposits erst nach 6 Monaten freigesetzt werden. Ein Epikutantest dauert aber nur 3 Tage, weshalb hier diese Substanzen damit gar nicht erfasst werden können.
Andererseits ist bekannt, dass Allergien und Kreuzallergien durch Anwendung des Epikutantests erst getriggert werden können. Dies wäre beim Lymphozytentransformations-Test (LTT) nicht der Fall, da keine direkte Exposition mit dem Allergen erfolgt [Guidelines for diagnostic validity 2008]. Aufgrund der von den Allergologischen Gesellschaften und vom Robert-Koch-Institut proklamierten (derzeit) eingeschränkten Anwendung des LTT zur Testung von Zahnmaterialien bei Patienten mit Unverträglichkeiten/Allergien gegenüber dentalen Restaurationsmaterialien besteht allerdings derzeit keine Alternative zum Epikutantest für diese Materialien [Guidelines for diagnostic validity 2008]. Für die Fülle der zu testenden Substanzen wäre der LTT auch nicht seriös zu vermitteln, weil die Kosten dafür viel zu hoch wären. Für die Auswahl des verträglichsten Materials für den Patienten müssen die eluierten Inhaltsstoffe, Reaktions- und Destruktionsprodukte getestet werden.
Oft wird zwischen dem Auftreten einer klinischen Symptomatik und dem Nachweis einer bestehenden Allergie im Epikutantest (ohne klinische Symptomatik) unterschieden. Patienten sollten kein Material erhalten aus dem Substanzen freigesetzt werden können gegen die der Patient eine im Epikutantest positive Reaktion zeigt. Dies ist unabhängig von seiner klinischen Symptomatik. Nach positiver Diagnostik im Epikutantest (erst in diesem Falle spricht man von einer nachgewiesenen Allergie) erfolgt die Ausstellung eines Allergiepasses. Fachkollegen aus der Allergologie/Dermatologie führen an, wenn ein Patient mit einer nachgewiesenen bestehenden Allergie (ohne klinische Symptomatik) einen Stoff erhält bzw. dem Stoff ständig exponiert ist, ist die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer klinischen Symptomatik zu einem späteren Zeitpunkt wesentlich höher.
Patienten mit einer klinischen Symptomatik und positiven Epikutantest dürfen unter keinen Umständen ein Zahnmaterial erhalten gegen das der Patient eine Allergie zeigt. Festzuhalten bleibt, dass es nicht allein entscheidend ist, ob der Patient eine klinische Symptomatik zeigt gegen ein aus Zahnmaterialien eluiertes Allergen oder nicht. Selbst in der gemeinsamen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn- Mund und Kieferheilkunde (DGZMK) wird aufgeführt, dass ein Komposit kontraindiziert ist bei Patienten mit (klinisch) relevanten Allergien gegenüber Inhaltsstoffen von Komposits bzw. Adhäsiven [Stellungnahme der DGZ und DGZMK 2005].
Information für Zahnärzte und zahntechnisches Personal | Dental-Toxikologie

In Zahnersatzmaterialien enthaltene Metalle und Kunststoffe sind potentielle Allergene, da sich lösliche Metallionen oder Kunststoffmonomere an körpereigene Eiweiße binden, diese verändern und dem Immunsystem als »fremd« erscheinen lassen. Die höchste allergene Potenz haben Nickelionen, jedoch sind auch Gold-, Quecksilber-, Palladium-, Silber-, Kobalt-, in wenigen Fällen auch Platin- und extrem selten Titanionen als Allergene identifiziert worden.
Eine immunologische Sensibilisierung kann sich in einer lokalen oder/und systemischen Symptomatik zeigen.

Lokale Zeichen sind: Stomatitiden, Lichen ruber planus, Gingivitis, Parodontitis. Als Lokalsymptome werden angegeben: Zungenbrennen, Kiefer- und Zahnschmerzen sowie Beschwerden beim Kauen.

Allgemeinsymptome können sein: Kopfschmerzen, Migräne, Neuralgien, Muskelschmerzen, Arthralgien, Fibromyalgie, Paraesthesien, gesteigerte Müdigkeit, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen.

Ein sicherer Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang dieser uncharakteristischen Symptome mit vorhandenen Zahnmaterialien kann in der Regel nicht erbracht werden. Aus Tierversuchen und klinischen Fallstudien ist bekannt, dass eine chronische Exposition mit Metallionen (u.a. Quecksilber, Gold, Nickel) Autoimmunität (chronische Arthritis, neurologische Erkrankungen) auslösen kann. Bei einer nachgewiesenen Sensibilisierung der betroffenen Patienten muss sorgfältig erwogen werden, ob das jeweilige Problemmaterial entfernt und ersetzt werden sollte. Entscheidend ist dabei die Schwere der Symptomatik, keinesfalls ein positives Testergebnis allein. Andere Expositionsquellen sind primär oder gleichzeitig zu eliminieren (ausführliche Informationen zu anderen Expositionsquellen stellen wir Ihnen gern zur Verfügung).

Für die Fragestellung, Sensibilisierung – ja oder nein, wird häufig der Epicutantest (ECT) eingesetzt. Dieser ist jedoch für den Nachweis einer Kontaktallergie ausgewiesen, einer ganz speziellen Variante einer Allergie. Die Auswertung erfolgt subjektiv. Die Reproduzierbarkeit schwacher Reaktionen hat sich als sehr problematisch erwiesen. Dennoch ist ein eindeutig positiver ECT als beweisend für eine Sensibilisierung anzusehen. Ein negatives Resultat schließt jedoch eine bestehende systemische Sensibilisierung nicht aus.

Der LTT für Metalle, Kunststoffe und sonstige in der Zahnmedizin verwandte Materialien wurde während der vergangenen acht Jahre gründlich erprobt, optimiert und ist heute so etabliert, dass bestehende Sensibilisierungen sicher durch objektive Messungen reproduzierbar nachgewiesen werden können.

Damit stehen für diese zahnmedizinische Fragestellung zwei voneinander unabhängige Testmethoden (ECT und LTT) zur Verfügung, die nicht als Alternativen, sondern als einander ergänzend betrachtet werden können.
Bei einer präventiven Untersuchung sollte allerdings der ECT, wegen der damit gegebenen Sensibilisierungsmöglichkeit, nicht eingesetzt werden. Hier ist der LTT immer vorzuziehen.
Indikationen für die Veranlassung des LTT für Zahnersatzmaterialien:

Verdacht auf eine bestehende Hypersensitivität gegen bereits vorhandene Zahnersatzmaterialien bei lokaler und/oder uncharakteristischer Allgemeinsymptomatik (kurative Fragestellung).

Ist ein Ersatz des vorhandenen Zahnersatzmaterials notwendig?

Ausschluss einer vor dem Einbringen von Zahnersatzmaterial bereits bestehenden Typ IV-Hypersensitivität gegen Metalle und Kunststoffe (präventive Fragestellung)

Welche Materialien sollten verwandt bzw. nicht verwandt werden?

Was wird für den LTT benötigt?
20 ml Heparinblut und 5 ml Vollblut zur Serumgewinnung – Einsendung unbedingt am Entnahmetag (Blut nicht kühlen!). Das Abnahme- und Versandmaterial wird vom Labor kostenfrei zur Verfügung gestellt.
(Tel. 030 – 77001-220, Fax –236)

Wie erfolgt die Blutentnahme?
Im Regelfall schicken Zahnärzte ihre Patienten mit dem Blutentnahmeset und dem Rezept zum Hausarzt, welcher das Blut abnehmen kann. Der Probenversand erfolgt per Post oder Kurier in dem vorfrankierten Versandkuvert (gehört zum LTT-Blutabnahmeset).
In Berlin, aber auch einigen weiteren Großstädten, stehen Ihren Patienten Blutabnahmemöglichkeiten in unseren Kooperationseinrichtungen zur Verfügung. Gerne informieren wir Sie darüber.
Abrechnung

Bei Privat-Versicherten Patienten ist der LTT unter der Ziffer 3694 abrechenbar.
Im GKV-Bereich sind LTT-Untersuchungen auf zahnärztliche Materialien mit präventiven und kurativen Fragestellungen nur als Selbstzahlerleistungen (IGeL) möglich.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung (030) 77001-220.
IMD Institut für medizinische Diagnostik, Labor: LTT - Nachweis von Sensibilisierungen gegenüber Zahnersatzmaterialien Lymphozytentransformationstest (LTT)


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