Neu hier aus Ostfriesland und auf Diagnosenodyssee

06.08.14 12:30 #1
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lealee ist offline
Rubrikenbegleiterin Entsaften / Mixen
Beiträge: 779
Seit: 05.02.10
Hallo Kirra,

habe zufällig gestern etwas über Vitamin-D-Mangel gelesen und bei deiner Symptomebeschreibung sind mir viele Übereinstimmungen aufgefallen. Wurde das mal abgeklärt?

http://www.vitamindelta.de/symptome/...-symptome.html

Schau mal auf den Bildern.

Viele Grüße und alles Gute
Lealee

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Paula3
Margie, aber dir hatte doch der zu hohe Kaliumwert von 5 Sorgen gemacht??

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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
@Paula:
Sorgen hat mir da nur gemacht, dass ich diesen Wert für eine Fehlbestimmung halte, weil so hohe Kaliumwerte ohne eine vorherige Einnahme von Kalium unwahrscheinlich sind.
D.h. bei diesem hohen Kaliumwert spricht sehr, sehr viel dafür, dass die Arztpraxis gepfuscht hat.

Bei niedrigeren Kaliumwerten, d. h. solchen die im Normbereich liegen, sieht man den Werten nicht auf Anhieb an, ob sie realistisch sind.
Angenommen es hat jemand bei korrekter Bestimmung einen Kaliumwert von 3,5. Wenn die Arztpraxis das Blut nicht innerhalb von einer halben Stunde zentrifugiert und dann das Serum vom Blutkuchen sofort trennt, etc. kann aus dem Wert von 3,5 schnell ein Wert von 4,0 oder mehr werden.
Bei einem Kaliumwert von 4,0 würde man keinen Verdacht haben, dass jemand einen Kaliummangel hat.
Bei einem Wert von 3,5 hat man den Verdacht hingegen schon eher.

Ich selbst habe immer wieder Werte unter 3,6 , wenn ich in einer Notfallambulanz Blut genommen bekomme.
In einer Arztpraxis abgenommene Werte hingegen sind dann öfter bei 4,0 oder höher.
Ich glaube nicht, dass es viele Arztpraxen schaffen, die für den Kaliumwert wichtigen Abnahmebedingungen einzuhalten.
Oft ist es doch so, dass die Proben gesammelt werden und dann, wenn überhaupt eine Stunde oder noch später sie erst zentrifugiert werden.
Nicht mal alle Arztpraxen haben eine Zentrifuge.
Und selbst wenn das Blut zentrifugiert wurde, werden die wenigsten Arztpraxen das Serum vom Blutkuchen trennen.

Ich habe schon bei vielen Laborwerten solche oder ähnliche Fehler bemerkt.

Auch bei Hormonwerten ist mir das schon passiert. Diese sind mind. genauso empfindlich wie Kalium und so gut wie alle Hormonwerte fallen ab, wenn die Bedingungen nach der Blutentnahme nicht korrekt eingehalten werden.
Vor x-Jahren habe ich das mit dem Hormon Gastrin erlebt:
In der Uniklinik lagen meine Werte immer über 200, d. h. waren erhöht.
Bei einem niedergelassenen Endokrinologen lag das Gastrin bei unter 50 !
Hier merkte ich auch, dass die Arzthelferinnen mit dem Gastrinwert keine Erfahrung hatten.
Kurz vorher und kurz danach hatte ich die "üblichen" 200 bei anderen Untersuchern.
Man darf sich daher nicht immer auf einzelne Werte verlassen und sollte im Zweifel lieber woanders hin zu einer Kontrolle gehen.

Lg
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Paula3
Sorgen hat mir da nur gemacht, dass ich diesen Wert für eine Fehlbestimmung halte, weil so hohe Kaliumwerte ohne eine vorherige Einnahme von Kalium unwahrscheinlich sind.

Bei niedrigeren Kaliumwerten, d. h. solchen die im Normbereich liegen, sieht man den Werten nicht auf Anhieb an, ob sie realistisch sind.
Margie, da stimme ich dir zu. Aber das ist doch jetzt nicht ihr Problem. Sie hat doch wirklich ganz andere Probleme! Warum Werte hinterfragen, Na+ und K+, die erst mal gut aussehen und die auch noch "zusammen passen". Was nicht auf Anhieb paßt, ist der Aldosteronwert, aber der wird tatsächlich oft "einfach so" abgenommen, ohne die Präanalytik zu beachten, d.h von dem ist am ehesten anzunehmen, daß er nicht stimmt.

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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Was nicht auf Anhieb paßt, ist der Aldosteronwert, aber der wird tatsächlich oft "einfach so" abgenommen, ohne die Präanalytik zu beachten, d.h von dem ist am ehesten anzunehmen, daß er nicht stimmt.
Aber der ist doch zu niedrig, d. h. da könnte es eben zu einer Fehlbestimmung gekommen sein, weil Hormonwerte bei Fehlbestimmungen abfallen bis unter die Norm und wenn der Wert nicht korrekt bestimmt wurde, dann sind vermutlich die übrigen Werte in derselben Praxis auch nicht korrekt.

Ich hatte früher oft den sekundären Hyperaldosteronismus, d. h. immer zu hohes Aldosteron und zu hohes Renin.
Aber immer wieder war das Aldosteron auch normal oder gar erniedrigt. Bei den erniedrigten Werten habe ich mir stets gesagt: Fehlbestimmung!

Gut, ich kann natürlich nicht sicher sagen, ob der Aldosteronwert bei kirra nun wirklich fehlbestimmt wurde, weil ich nicht dabei war.

Worum es mir bei Kalium und Magnesium geht, ist, dass ein Mangel an beiden Elementen zu enormen Störungen im täglichen Leben führen.
ich habe diese Mängel auch und weiß, wovon ich rede.
Ich hatte, als ich noch kein Kalium und Magnesium einnahm, sogar im Langzeit-EKG mal "Lown IV a". Das sind enorme Herzrhythmusstörungen. Seitdem ich Kalium und Magnesium einnehme, hatte ich dies nie wieder.
Auch Krämpfe und Probleme beim Wasserlassen hatte ich zu der Zeit, als ich kein Mg einnahm. Ebenso kenne ich Kopfschmerzen, die nur von einem Mg-Mangel herrührten, usw. usw.

D. h. man muss nicht immer gleich an seltenere Dinge denken, wenn man bestimmte Störungen hat.

Natürlich muss man aber auch klären, woher ein evtl. Mg- oder Kaliummangel kommt.

Kaliummangel kann mit dem Hyperaldosteronismus zusammen hängen, aber auch mit vielen anderen Störungen.


PS:
Was das Zusammenpassen von Natrium und Kalium angeht:
Wenn ich Kaliumwerte unter 3,6 mal hatte, war das Natrium dann nicht bei 145 oder gar höher. Es war in der Regel wie sonst auch, d. h. bei rd. 141.

Ich weiß, dass es beim Hyperaldosteronismus anders aussieht:
Da hat man hohes Natrium und niedriges Kalium.



Lg
margie
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Geändert von margie (11.08.14 um 21:37 Uhr)

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Paula3
Das sind keine physiologischen Dosen, wenn ich das richtig verstehe.
Hallo Datura, ja, das sind natürlich keine physiologischen Dosen. Man muß unterscheiden. Natürlich gibt es bei bestimmten Zuständen eine (sinnvolle) kurzzeitige Behandlung mit hohen Dosen Cortison. So habe ich das bei kirra123 verstanden. Das sind i.d.R eher kurze, zeitlich begrenzte Maßnahmen um eine akut entzündliche Situation in den Griff zu bekommen. Aber wenn einem Cortisol fehlt, ist das eine ganz andere Sitaution, und es gibt genug Literatur, die zeigt, daß auch zu wenig Cortisol das Immunsystem erheblich behindert.

Ich schaffe gerade nicht, eine passende Quellen rauszusuchen nur auf die Schnelle (hoffe, der Link funktioniert noch)
Mild Adrenocortical Deficiency, Chronic Allergies, Autoimmune Disorders and the Chronic Fatigue Syndrome: A Continuation of the Cortisone Story

Author W. McK. JEFFERIES
Publication Medical Hypotheses 42, 183-189
Date published 1.1.1994
Abstract - The possibility that patients with disorders that improve with administration of large, pharmacologic dosages of glucocorticoids, such as chronic allergies and autoimmune disorders, might have mild deficiency of cortisol production or utilization has received little attention. Yet evidence that patients with rheumatoid arthritis improved with small, physiologic dosages of cortisol or cortisone acetate was reported over 25 years ago, and that patients with chronic allergic disorders or...
oder was Kämpferin Nr.2 geschrieben hat:
http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...rzweifeln.html
Ein menschlicher Körper steht während einer chronischen Infektion im Dauerstress. Dies schwächt die Nebennieren immer mehr und mehr. .... Die Nebennieren sind bei der Behandlung einer chronischen Infektion sehr entscheidend. Der bekannte Dr. Horowitz beschreibt in seinem Buch („why can’t I get better? ...) Fälle, wo z.B. Antibiotika-Therapien erst dann richtig nützen, wenn vorgängig das Nebennieren-Problem behoben wird!
Und kirra123 hat bei den Werten keine "NNR-Schwäche", sie hat eine schwere NNR-Insuffizienz.

Grüsse

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Diba ist offline
Beiträge: 11
Seit: 24.07.14
Hallo Kirra! Mich würde noch mal interessieren, was du beruflich gemacht hast. Vielleicht findet man da auch Zusammenhänge. Nach wie vor würde ich die Borrelien ganz stark unter die Lupe nehmen.

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Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Ja, Paula, Du hast in allem Recht. Durch langdauernde Krankheit geschwächte (weil ständig Überlastete) Nebennieren kann man mit physiologischen Dosen von Hydrocortison unterstützen.

Kirra, ich würde die Einnahme von Ramipril und Valdoxan überdenken. Hast Du Dir die nebenwirkungen durchgelesen?

Einen zu hohen Blutdruck kann man durch Meditation, andere Entspannungsverfahren (Muskelrelaxation nach Jacobsen z.B.) , Stressreduktion (wobei kranksein per se Stress verursacht, deshalb Meditation - kann man lernen, notfalls VHS), Biofeedback

https://www.google.de/#q=biofeedback...ohem+blutdruck

senken. Wenn man so krank ist, können die Nebenwirkungen von ACE- Hemmern zusätzlich belasten, sodass man Krankheit und Nebenwirkung nicht mehr auseinander halten kann, alles verstärkt sich gegenseitig.

Weglassen kann man die ACE- Hemmer nicht alleine, wenn man in akuter Herzinfarktgefahr ist, also Arzt fragen.

Übergewicht (ich weiß nicht, ob Du übergewichtig bist) reduzieren, Bewegung gehören zu den Maßnahmen bei Bluthochdruck. Ich weiß, dass es nicht einfach ist, Übergewicht zu reduzieren, wenn man krank ist (hab da eigene Erfahrungen), ich weiß auch, dass es nicht einfach ist, Sport zu treiben, wenn man krank ist, deshalb täglich über den Tag verteilt ev. ein bisschen gehen, rad fahren, Minimuskeltraining. Aber in so ner Krank Situation ist Biofeedback/ Meditation die erste Maßnahme (übrigens auch, um die Nebennieren zur Ruhe zu bringen).

Natürlich kann der Dauerstress durchs Kranksein zu hohem Blutdruck führen, auch deshalb Meditation statt Pillen, die zusätzlich schwächen.

Und Valdoxan? Warum? Auch das hat Nebenwirkungen. Tut Dir das wirklich gut?

Eine Borreliosespezialistin aus der Schweiz (Meer- Scherrer ) empfiehlt Kinder mini - dosen von SSRI, das helfe dem Immunsystem.

Mikronährstoffe untersuchen und bei Bedarf einnehmen ist sehr sinnvoll, aus meiner Sicht, egal, was ursächlich verantwortlich ist.

Grüße von Datura

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kirra123 ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 06.08.14
Hallo Diba,
beruflich -im Büro-, aufgewachsen auf Bauernhof, später auch beruflich einige Jahre Bauernhof und Gartenbau, die letzten Jahre wieder im Büro.
Zecken hatte ich sehr viele als Kind/junge Erwachsene. Kann mich nie an eine Wanderröte erinnern, hatte auch dieses Jahr schon wieder mehrere (sie lieben mich-ich bin ein gutes Futter...)-
und privat fast durchgehend Tierhaltung (Hund Katze Hühner, Enten, Gänse und Ziegen gabs auch mal, Pony...Kuh und Kalb.., Kaninchen..so ein halber Streichelzoo..).jetzt leider sehr reduziert, weil ich mich nicht ordnungsgemäß darum kümmern könnte.

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lealee ist offline
Rubrikenbegleiterin Entsaften / Mixen
Beiträge: 779
Seit: 05.02.10
Hallo Kirra,

meine obige Frage ist etwas untergegangen, deswegen nochmal mein Hinweis auf die Möglichkeit eines gravierenden Vitamin-D-Mangel, zumal deine unerklärlichen Beschwerden in etlichen Punkten dazu passen könnten. Link zum Symptomeabgleich ist in #21.

Viele Grüße
Lealee


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