Tausend Symptome, seit Jahren keine Diagnose, bitte um Hilfe!

07.06.14 13:49 #1
Neues Thema erstellen
Tausend Symptome, seit Jahren keine Diagnose, bitte um Hilfe!

Hans F ist gerade online
Beiträge: 801
Seit: 20.09.14
Hallo Froschkönigin,

Ich bin noch einmal deine Symptome durchgegangen.

Du hast geschrieben, dass Du einen weißen Belag auf der Zunge hast. Bei mir waren das Pilze.
Wegbekommen habe ich`s mit Ampho-Moronal. Die Lutschtabletten brachten nicht viel, weg ging`s erst mit der Suspension. Das Zeug gibt`s aber nur auf Rezept.

Deine (zeitweise) Fettleber könnte von einem Cholinmangel herrühren. Cholin ist notwendig, um das Fett aus der Leber zum Gewebe zu transportieren. Ist das wegen Cholinmangel nicht möglich, sammelt sich das Fett an der Leber an. Das könnte erklären, warum Dir so viel Fett unterm Gewebe fehlt. Eine Folge von Cholinmangel sind erniedrigte LDL-Cholesterin-Blutspiegel. Das würde zu deinem niedrigen Cholesterin passen. Ebenso auch zu deinen niedrigen Triglyzeriden. Es fehlt an Cholin.
Cholin und Phosphatidylcholin (Lecithin) : Deutsches Grünes Kreuz für Gesundheit e. V.
Außerdem emulgiert Cholin das Fett der Nahrungsfette (ein Mangel führt zu schlechterer Fettaufnahme), fördert die Entgiftungskapazität der Leber u.a. Der Darm bildet aus Cholin eine Schutzschicht, die die Darmschleimhaut vor Giftstoffen und Bakterien schützt.
UniversitätsKlinikum Heidelberg: Lecithin zur Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen

Auch würde es deinen gelegentlichen Heißhunger auf Schokolade miterklären, denn Schokolade enthält viel Cholin.
Mit zu wenig Fett unterm Gewebe habe ich eher nicht zu kämpfen. Bei mir ist es eher ein bisschen zu viel (BMI 27).
Wegen deines aktuellen Fettmangels wäre also irgendwann vielleicht auch eine kleine Cholinkur überlegenswert. Triglyzeride und Cholesterin müssten dann ansteigen. Ich habe bei meiner Cholinkur über 5-6 Wochen ca 3,5-4 g/Tag genommen und problemlos vertragen.
Cholin ist nicht billig, aber doch um ein vielfaches preiswerter, als die entsprechende Menge Schokolade oder Rindfleisch. Wenn Du willst schicke ich Dir mal meine NEM-Preisliste mit den günstigsten Preisen für die NEMs, die ich gekauft habe. Vielleicht findest Du darin ja noch das ein oder andere günstigere Angebot. Das Silymarin-NEM, das ich nehme kostet so z.B. nur 1/3 im Gegensatz zum Silymarin Stada und wirkt genau so gut (Allerdings kommt`s wohl aus China, naja.)
Ich hab übrigens auch mal eine Haarmineralanalyse gemacht, der Erkenntnisgewinn war so lala. Als Ergänzung zum Bluttest aber durchaus interessant.
Einen Bluttest zum ermitteln von Nährstoffdefiziten habe ich mal vor 2 Jahren bei einem Orthomolekularmediziner gemacht habe. Das war aber schon das einzig gute, der Rest war rausgeworfenes Geld (mehrere 100 Euros). Die Sprechstunde selbst hat kaum neues gebracht. Ich musste für die Anamnese sämtliche Befunde aller Ärzte auftreiben, die ich nur beschaffen konnte und dann einen irrsinnig langen Fragebogen ausfüllen, wo aber auch al-les abgefragt wurde. Der wurde dann fast die komplette Sprechstunde über abgearbeitet. Und das nur, weil ich wissen wollte, ob ich noch andere Nährstoffmängel außer Zink hatte. Ergebnis: alle NEMs weiternehmen und Bluttest abwarten. Dann hat er mir noch eine Reihe von alternativen Behandlungsmethoden angeboten, die ich aber dankend abgelehnt habe.
Der Bluttest mitsamt Auswertung und NEM-Empfehlung war allerdings empfehlenswert, weil darin auch intrazelluläre Mängel untersucht wurden. Bei den meisten Labors gibt es dieses Angebot nicht, die untersuchen das Blut i.d.R. nur extrazellulär. Eine intrazelluläre Untersuchung ist deshalb interessant, weil in vielen Fällen nicht vom extrazellulären Nährstoffgehalt auf den intrazellulären geschlossen werden kann, denn der Körper will den Nährstoffgehalt im Blut möglichst lange hoch halten, um so zumindest noch die lebenswichtigen Funktionen optimal am laufen halten zu können. Das geschieht dann auch auf Kosten anderer Bereiche, die unbemerkt entmineralisieren. Das wird wohl auch in deinen Zähnen so abgelaufen sein. Darum wurden die Zähne leicht durchsichtig und brüchig, es fehlt ihnen das Kalzium, das der Körper woanders dringender braucht. Dieser Prozess soll allerdings umkehrbar, sein dafür braucht es Magnesium, Kalzium und Fluor. Wenn der Körper wieder genug Magnesium aufnimmt, sollten sich langfristig auch deine Zähne wieder stabilisieren/remineralisieren.
Leider deuten auch die Knochenschmerzen darauf hin, dass dort Mineralien entzogen wurden. Du solltest Dich deshalb vielleicht mal auf Osteoporose untersuchen lassen. Um die Knochen wieder aufzubauen, bzw. um möglichst wenig Mineralien abzubauen, ist viel Vitamin D, Magnesium, Calcium und Silicium nötig. Daneben soll auch Vitamin K (grünes gemüse, Kräuter) und Phytoöstrogene ( z.B. In Soja) helfen.
Daneben gibt es auch Knochen aufbauende Medikamente, die Bisphosphonate enthalten.

Ah, das Magnesium. Jetzt, 3,5 Wochen nach Beginn meiner Silymarineinnahme, beginnen bei mir wieder die Nacken- und Schulterschmerzen. Ebenso das Augenlidzittern, das bei mir ja auch ein Marker für Magnesiummangel ist.
In meinen Aufzeichnungen sehe ich, dass sich ähnliches auch bei früheren Silymarineinnahmen ereignet hat. Ich erkläre mir das so, dass die durch das Silymarin angeregte Leber viele brachliegende Stoffwechselfunktionen zu neuem Leben erweckt hat. Und dieser neue, alte Stoffwechsel benötigt dann viel Magnesium, das dann in der weniger wichtigen Muskulatur fehlt oder gar abgebaut wird und dann dort wieder zu entsprechenden Schmerzen führt.
Wenn Du Silymarin (erfolgreich) nimmst sollte dieser Effekt bei Dir auch zu vermuten sein, sei also gewarnt.

In dieser Magnesiummangel-Problematik hätte ich folgenden Tipp für Dich:
Probier mal die schmerzenden Nacken-, und Schulterbereiche eine Zeitlang mit einer hochkenzentrierten Magnesiumchloridlösung einzuschmieren

Hintergrund:
Vor einigen Monaten nahm ich schon mal Magnesiumöl-Fußbäder, die aber nicht halfen. Ich schätze das Magnesiumchlorid war zu niedrig dosiert und falsch plaziert.

Diesmal habe ich etwas Wasser genommen und dann so viel Magnesiumchloridlösung dazu gegeben bis sich von dem Salz nichts mehr im Wasser gelöst hat. Das waren bei mir etwa 50 Gramm Magnesiumchlorid auf 12 Gramm Wasser. 1 Gramm dieser Lösung enthält 97 mg Magnesium.
Die so entstande Lösung fühlt sich ölig an, es ist jedoch nur Wasser und Salz, auch Magnesiumöl oder Magnesium-Sole genannt. Das Salz ist relativ ungefährlich, es ist ein Bestandteil von Meerwasser. Allerdings liegt die Konzentration meiner Lösung um das 138-fache über den üblichen Anwendungen.
http://www.j-lorber.de/gesund/magnesium/magnesiumchlorid.htm#Dosishinweise%20f%C3%BCr%20Ha utanwendungen

Nach dem Auftragen habe ich es 30 Minuten einziehen lassen und dann etwas übergezogen.
Ungefähr eine halbe Stunde nach Auftragen waren die leichten Muskelschmerzen weg, das Magnesium scheint also tatsächlich teilweise über die Haut eingezogen zu sein. Es zieht nicht immer alles ein, ein Teil des Salzes kann auch als weiße Substanz auf der Hautoberfläche verbleiben. Das Magnesiumchlorid hat auf der Haut zwar ganz leicht gebrannt und die Haut wurde etwas wärmer, ansonsten war es aber gut verträglich. Aufpassen muss man bei rasierter, entzündeter oder verletzter Haut, dann kann das Salz sehr, sehr heftig brennen.

Es kann natürlich auch sein, dass die Schmerzen nur zufällig verschwanden oder dass es nur ein Placeboeffekt war. Um sicher sagen zu können, ob es wirkt, habe ich meine orale Magnesium-Supplementation komplett eingestellt und werde jetzt bis Ende der Woche abwarten, wie sich die Schulterschmerzen bei täglich 2 x 3g der genannten Magnesiumchloridlösung entwickeln, wenn ich sie auf Nacken und Schultern auftrage. Für gewöhnlich (wenn ich sie habe) steigen die Schulter- und Nackenschmerzen bei mir im Laufe der Woche an und am Wochenende wieder ab. Wenn sie diesmal nicht wiederkehren, bzw. nicht ansteigen, sollte klar sein, dass die transdermale Aufnahme funktioniert (Meine Nacken- und Schultermuskulatur wird in der Woche stärker beansprucht, was dann dort zu einem erhöhten Magnesiumverbrauch, -mangel führt. Daher dann die an- und abklingenden Schmerzen. So erkläre ich es mir zumindest).

Üblicherweise wird jedoch davor gewarnt, das Salz längere Zeit (über eine Stunde) auf der Haut zu lassen, weil sich sonst u.U. eine Hautallergie bilden könnte. Wenn Du also auf Nummer sicher gehen willst, spül die Reste nach 30 bis 60 Minuten wieder ab.

Magnesiumchlorid Hexahydrat sollte es in jeder Apotheke zu kaufen geben. Im Internet gibt’s das Kilo für 25 Euro. Es zieht Wasser/Luftfeuchtigkeit stark an, darum verschließe es immer gut in einem Gefäß. Ansonsten droht es erst zu verklumpen und dann zu verflüssigen.

Wenn Du meine Theorie wegen den Ausdünstungen mal überprüfen willst, oder es erfolgreich getan hast, dann kannst Du übrigens gerne mein altes Notebook haben, ich brauch es nicht mehr. Bei mir steht es nur in der Ecke rum. Es ist zwar schon etwas klapprig, DVD geht nicht mehr und der Akku ist schwach, aber sonst funktioniert es noch ganz leidlich (Surfen, Videoschauen, Office-Anwendungen). Dann könntest Du Dir auch die Mühe sparen nach einem geeigneten Computer-Ersatz zu suchen. Das könnte bei Dir nämlich ziemlich tricky werden, weil Dir dieser sensitive „Hautwärmesensor“ fehlt, den ich habe.
Sag mir wo ich`s hinschicken soll und es gehört Dir. Du müsstest mir nur sagen an welche Adresse ich es schicken soll. Das muss nicht deine eigene sein, es kann auch eine Packstation sein oder die einer Freundin oder von sonstwem. Bei Internet-Bekanntschaften soll man ja vorsichtig sein, besonders wenn es irgend ein Unbekannter aus dem Internet ist. Sicher ist sicher.

Das Notebook hat sich bei mir als schadstoffarme Alternative bewährt, ich kann es Dir guten Gewissens empfehlen. Wenn Du meinen Stuhl-Index anschaust, siehst Du dass sich damit auch bei intensiver Nutzung gute Resultate erzielen lassen.
Dennoch emittiert es ein bisschen. Wenn ich es den ganzen Tag bei geschlossenen Fenster nutze, merke ich nach einigen Tagen ein langsames Ansteigen der Haut-Symptome, mein „Reaktiongrundniveau“ erhöht sich dann. Wenn Du aber den Raum gut lüftest, ist es ziemlich harmlos, vor allem im Vergleich zum PC. Spätestens wenn Du schlafen gehst, solltest Du es in einen anderen Raum stellen, denn ich schätze, dass es wie die anderen Geräte auch ganz leicht im ausgeschaltetem Zustand emittiert. Bei dem neuen Flachbildmonitor, den ich mir extra gekauft hatte, weil ich ihn wegen seiner Verbrauchsarmut für ziemlich schadstofffrei hielt, hat sich das ganz besonders gezeigt. Darum stehen mein alter PC und die beiden Flachbildmonitore jetzt auch bei mir Keller...

Zumeist habe ich das Notebook zusammen mit einer externen Tastatur benutzt, der erhöhte Abstand zum Notebook senkt dann noch ein kleines bisschen die Schadstoffbelastung. Maus und externe Tastatur kann man gefahrlos benutzen, da sollte nix drin sein.


Liebe Grüße
Hans

Geändert von Hans F (29.09.14 um 23:58 Uhr)

Tausend Symptome, seit Jahren keine Diagnose, bitte um Hilfe!

Motif ist offline
Beiträge: 847
Seit: 23.11.13
denkt ihr wirklich die schadstoffe aus einem laptop tragen zur symptomatik bei?

das mit dem cholinmangel finde ich interessant. sollte man das vorher untersuchen lassen oder kann man einfach gucken ob sich davon was bessert? wann sollte man etwas davon merken?

und was nimmt man gegen den mangel? dieses soja-lecithin ist ja nicht das wahre bei HIT denke ich

Tausend Symptome, seit Jahren keine Diagnose, bitte um Hilfe!

margie ist gerade online
Beiträge: 4.542
Seit: 02.01.05
@Hans:
Du läßt viele Untersuchungen auf Mängel durchführen und behandelst dann diese Mängel.

Aber die Ursache, die zu den Mängeln geführt haben, weißt Du dann immer noch nicht, oder doch?
Wäre es nicht sinnvoller nach der Grunderkrankung zu suchen und diese zu behandeln?

lg
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Tausend Symptome, seit Jahren keine Diagnose, bitte um Hilfe!

Hans F ist gerade online
Beiträge: 801
Seit: 20.09.14
Zitat von Motif Beitrag anzeigen
denkt ihr wirklich die schadstoffe aus einem laptop tragen zur symptomatik bei?
Hallo Motif,

es geht in meinem Beispiel in erster Linie um die Schadstoffe aus einem PC. ich vermute dabei, dass die Schadstoffe überall da austreten wo am Computer Wärme entsteht, ganz besonders am PC-Netzteil, das ja offen ist. Laptops haben ein geschlossenes Netzteil, was m.E. erheblich dazu beiträgt, dass daraus viel weniger emittiert wird. Aber eben auch ein kleines bisschen (aus meiner Erfahrung).

das mit dem cholinmangel finde ich interessant. sollte man das vorher untersuchen lassen oder kann man einfach gucken ob sich davon was bessert? wann sollte man etwas davon merken?
Den Verdacht des Cholinmangels habe ich jetzt von Froschkönigins Symptomen abgeleitet (Durchfälle, Nährstoffmangel, Malabsorbtion, Untergewicht, Fettmangel, Fettleber). Wer selbst unter Fettleber und/oder Fettmangel leidet, der könnte dann wohl auch unter Cholinmangel leiden. Könnte, denn vermutlich gibt es für solche Sachen auch noch andere Auslöser.
Ich persönlich kenne kein Labor, dass den Cholingehalt im Blut misst, aber sicher gibt es die irgendwo, vielleicht in deiner Stadt.
Wenn man Cholin einnimmt sollten sich die Blutwerte für Triglyzeride und Cholesterin meiner Meinung nach relativ schnell ändern, also nach Tagen. Da müsste man einmal vorher und einmal nachher messen. Wie schnell man was davon spüren würde hinge von den Symptomen ab, die man hat. Das kann dauern.

und was nimmt man gegen den mangel? dieses soja-lecithin ist ja nicht das wahre bei HIT denke ich
Wenn man einen gesunden Darm hat und alle Nährstoffe normal aufnimmt sollte man auch mit cholinreichen Lebensmittel positive Effekte erzielen. Der Nachteil sind da eben die Kalorien, die man mitisst.

Mit HIT kenne ich mich nicht aus. Es gibt NEMs mit reinen Cholin (+den üblichen Zusatzstoffen):
Nahrungsergänzung Cholin - Google-Suche

Tausend Symptome, seit Jahren keine Diagnose, bitte um Hilfe!

Motif ist offline
Beiträge: 847
Seit: 23.11.13
Was meinst du mit Fettmangel? Das es einem an wichtigen Fetten im Körper fehlt oder einfach das man Untergewichtig ist? Also ich war schon immer untergewichtig, was mich auch sehr nervt.

Wieviel Cholin sollte man denn täglich nehmen?

Tausend Symptome, seit Jahren keine Diagnose, bitte um Hilfe!

Hans F ist gerade online
Beiträge: 801
Seit: 20.09.14
Zitat von margie Beitrag anzeigen
Aber die Ursache, die zu den Mängeln geführt haben, weißt Du dann immer noch nicht, oder doch?
Wäre es nicht sinnvoller nach der Grunderkrankung zu suchen und diese zu behandeln?
@margie
Natürlich geht es in erster Linnie um die Grunderkrankung. Die vermute ich bei Froschkönigin in einer Art Allergie gegen bestimmte Computerausdünstungen (siehe auch Beitrag #155). Bei mir bin ich da völlig sicher. ich erlebe es ja tagtäglich. Und ich sehe die Besserungen.

Diese Ausdünstungen, so meine Annahme, sorgen für (pseudo-) allergische Reaktionen auf allerlei Häuten, insbesondere aber der Darmschleimhaut, die dann wiederum, evtl gemeinsam mit einer gestörten/überforderten Leber, für die reichlichen Nährstoffmängel, darunter Cholinmangel, sorgen. Darum auch die vielen Durchfälle. Dieser Zusammenhang ist in Abbildung zwei von Beitrag #160 illustriert.

Nährstoffmängel, belastete Leber und Stoffwechselstörungen könnten dann für immer mehr Chaos im Körper sorgen, was dann zu mehr und mehr Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Beschwerden führt. So könnte ich mir das vorstellen.

Wenn dem so ist und man die weitere Schadstoffbelastung deutlich verringert, sowie die Leber stärkt/heilt, könnte sich auch wieder die Darmtätigkeit soweit normalisieren, dass wieder genug Cholin aufgenommen wird und alles würde sich von selbst regeln.
Eben aus diesem Grund habe ich Froschkönigin ja vorgeschlagen mal probeweise für einige Zeit ihren PC auszustellen, die Ausdünstungen deutlich zu verringern und Silymarin zu nehmen.

So beobachte ich bei mir, dass damit der Haarausfall drastisch zurückgeht und dass vermutlich mehr Vitamin B1 aufgenommen wird. Das sind beides deutliche Indizien dafür, dass der Darm wieder mehr Nährstoffe aufnimmt.

Doch ob, und wenn ja wie schnell ein daraus resultierender möglicher Gesundungsprozeß abläuft - das ist schwer zu sagen. Darum die Cholineinnahme.

Warum ich, und vielleicht auch Froschkönigin, so heftig reagieren, ist schwer zu sagen. Liegt vielleicht an den Genen.

lg
Hans

Tausend Symptome, seit Jahren keine Diagnose, bitte um Hilfe!

Oregano ist offline
Beiträge: 61.965
Seit: 10.01.04
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Tausend Symptome, seit Jahren keine Diagnose, bitte um Hilfe!

Rawotina ist gerade online
Rubrikenbegleiterin Schüssler Salze
Beiträge: 2.667
Seit: 17.07.10
Buchtipp: Gesundheit zum Selbermachen

Rainer Bloch Verlag

Tausend Symptome, seit Jahren keine Diagnose, bitte um Hilfe!

margie ist gerade online
Beiträge: 4.542
Seit: 02.01.05
Hallo Hans,

Ich finde es schon wichtig, wenn man sich Gedanken über die Zusammenhänge macht. Das ist besser, als wenn man wahllos NEM´s "einwirft".
Aber nicht alle Erklärungsversuche, die man selbst entwickelt, sind vermutlich richtig. Oder man ist so ein Genie wie Albert Einstein, der einen IQ von rd. 150 oder gar mehr (?) hatte.

Natürlich geht es in erster Linnie um die Grunderkrankung.
Die vermute ich bei Froschkönigin in einer Art Allergie gegen bestimmte Computerausdünstungen (siehe auch Beitrag #155).
Aber Froschkönigin hat eine auffällige Cholinesterase. Sie ist erniedrigt.
Erniedrigte Cholinesterasen haben oft eine schwere Leberschädigung als Ursache, oft ist es eine Leberzirrhose. - Ausnahmen davon mag es geben...

Wenn man von Computerausdünstungen eine erniedrigte Cholinesterase bekommt, dann hätte ich aber eine sehr, sehr niedrige. Meine ist aber normal.
Sie war bei mir mal grenzwertig niedrig, bevor ich je einen Computer aus der Nähe gesehen habe.
Meine Mutter hat eine erniedrigte Cholinesterase und hat noch nie an einem Computer gesessen.

Eben aus diesem Grund habe ich Froschkönigin ja vorgeschlagen mal probeweise für einige Zeit ihren PC auszustellen, die Ausdünstungen deutlich zu verringern und Silymarin zu nehmen.
Da bin ich mal gespannt. Ich glaube nicht an diese These. Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, wenn ich eine andere Meinung dazu habe.
Natürlich sind evtl. Ausdünstungen, egal von was, nicht gut. Aber so hoch können die bei einem Computer sicher auch nicht sein und sie würden doch auch nach einer gewissen Zeit verschwinden?
Ich habe jedenfalls bei meinen PCs noch nie gemerkt, dass ein Geruch vorhanden ist.

Im Gegensatz zu einem neuen Auto von Fiat und einer Wohnzimmerschrankwand, die ich beide zurück gegeben habe wegen der Ausdünstungen. Da war der Geruch penetrant und es gab auch keine großen Probleme bei der Rückgabe.
Aber sowohl bei einem Autoinnenraum als auch bei einem Wohnzimmerschrank ist die Fläche, die ausdunsten kann im Vergleich zu einem PC viel, viel größer.

Silymarin wird bei einer kranken Leber wahrscheinlich nicht viel nutzen. Ich bin auch leberkrank. Mir hat es gar nichts gebracht und ich habe es sehr, sehr lange eingenommen. Nicht umsonst wird es von Schulmedizinern auch nicht empfohlen, denn Studien dazu gibt es sicher einige.

Ich bin der Meinung, dass viele unserer gesundheitlichen Probleme durch unsere Gene "vorprogrammiert" sind. Und gerade wenn ein junger Mensch über Leberprobleme klagt, liegt es nahe, nach genetischen Krankheiten zu suchen.
Natürlich können sich diese genetischen Störungen dann durch Umwelteinflüsse verschlimmern, das weiß ich, weil ich selbst sehr empfindlich bin auf Duftstoffe (habe u. a. auch die MCS-Symptomatik).
Aber Menschen mit kranker Leber bekommen nun mal auch vermehrt Allergien, d. h. die Umwelt ist nicht allein schuld an einer Allergie.

Ich nehme derzeit Cholin ein, weil ich hoffe, dass ich damit die negativen Auswirkungen meines erhöhten Cholesterins auf die Leber verringern kann und weil ich Statine nicht nehmen sollte wegen meiner Muskelerkrankung.
Ich hatte noch keine Blutuntersuchung seither, d. h. kann nicht sagen, ob es etwas nutzt. Ich bin ehrlich gesagt, aber skeptisch, dass sich dadurch etwas ändert.
Vielleicht muss man die Dosis hoch wählen? Ich nehme 100 mg tgl.

lg
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Tausend Symptome, seit Jahren keine Diagnose, bitte um Hilfe!

Hans F ist gerade online
Beiträge: 801
Seit: 20.09.14
Aber Froschkönigin hat eine auffällige Cholinesterase. Sie ist erniedrigt.
Erniedrigte Cholinesterasen haben oft eine schwere Leberschädigung als Ursache, oft ist es eine Leberzirrhose.
Ich sehe in deinem Einwand keinen Widerspruch zu meiner Theorie, dass Computerausdünstungen die Leber geschädigt haben könnten. Vielleicht fehlte es der Leber irgendwann mal an Nährstoffen oder es gab eine leichte Infektion, so dass sie mit der Entgiftung nicht mehr nachkam. Vielleicht war die Leber von Natur aus immer schon schwach gewesen. Aus dieser Überlastung entstanden dann Entzündungen und weitere Krankheiten/Störungen, die den Nähstoffmangel verstärkten. Giftstoffe lagerten sich ab wo sie nicht hingehörten und überlasteten/schädigten die Leber noch weiter. Das Ganze könnte dann in einem sich selbst verstärkenden Prozess geendet haben. Und daraus folgte dann letztendlich die Cholinesterase. Nur mal als Beispiel.
Das, was ursprünglich mal die Leber initial belastet haben mag, mag nun schon lange, lange her und vergangen sein, doch die Belastung ist immer noch da, eben aus den sekundären und tertiären Folgen heraus. Nur mal als Beispiel.

Wenn man von Computerausdünstungen eine erniedrigte Cholinesterase bekommt, dann hätte ich aber eine sehr, sehr niedrige. Meine ist aber normal.

Dass jeder von Computerausdünstungen erkrankt oder erniedrigte Cholinesterasen bekommt habe ich aber nie behauptet. Wie kommst Du darauf? Die individuelle Physiologie eines jeden Menschen setzt da sicherlich Grenzen.
Außerdem, die Menge macht das Gift. Woher willst Du wissen, ob wir beide der gleichen Menge (über Jahre) ausgesetzt waren? Woher willst Du wissen, dass unser beiden Computer die gleichen Stoffe ausgasen?
Sie war bei mir mal grenzwertig niedrig, bevor ich je einen Computer aus der Nähe gesehen habe. Meine Mutter hat eine erniedrigte Cholinesterase und hat noch nie an einem Computer gesessen.

In der Hochphase meiner Erkrankung sprach ich mal mit einem Hämatologen, weil die Lymphozyten damals kontinuierlich, bis unter Norm, sanken. Auf meine Computerausdünstungs-Theorie angesprochen meinte er ähnlich wie Du, dass dann Millionen Menschen krank sein müssten. Da sie es nicht wären, müsse meine Theorie folglich falsch sein (sagte ein Arzt mit Doktorgrad).
Ich meine, zwei Gegenbeispiele sind kein schlüssiges Gegenargument für meine Theorie. Nur weil Du und alle deinen Verwandten, Freunde und Bekannten diese (Pseudo-)Allergie/Vergiftung/Sensitivität nicht haben, heißt das nicht, dass nicht einige wenige (oder auch mehr) sie doch haben können. Es gibt viele Allergien, die nur wenige Menschen haben, wie zum Beispiel Leder-, Erdnuss-, Äpfel oder Lichtallergien.
Nicht jeder, der Pollen einatmet bekommt eine Pollenallergie und nicht jeder, der Katzen anfasst eine Katzenallergie. Dafür müssen dann noch zusätzliche Gegebenheiten erfüllt sein. Welche Faktoren das in meinem oder Froschkönigins Fall sind, ist schwer zu sagen. Vermutlich gibt es nicht den einen Faktor, der alles ausgelöst hat, sondern ein Zusammenspiel mehrerer, also zum Beispiel schwache Leber , Computerausdünstungen, Viruserkrankung, Genmutation, etc. Da kann vieles zusammenspielen.

Auf die Cholinesterase würde ich nicht zu großes Gewicht legen. Sonst verrennt man sich da in einer Sache und findet nicht mehr raus. Ich sehe den Laborwert deshalb zunächst nur als Marker für eine sehr starke Leberüberlastung. Der Rest der Leberwerte ist doch sonst ok, oder?
Ich könnte mir denken, dass auf Grund der langjährigen Darmreizungen der Darm ein Leaky-Gut-Syndrom entwickelt hat, das heißt, dass er durchlässig für schädigende Substanzen geworden ist. Die versucht die Leber dann aus dem Blut zu filtern und dann wieder in Galle und Darm abzugeben – wo sie erneut aufgenommen werden (enterohepatischer Kreislauf ). Dass da die Leber auf Dauer von krank wird, würde mich nicht überraschen.
Da bin ich mal gespannt. Ich glaube nicht an diese These. Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, wenn ich eine andere Meinung dazu habe.
Natürlich sind evtl. Ausdünstungen, egal von was, nicht gut. Aber so hoch können die bei einem Computer sicher auch nicht sein und sie würden doch auch nach einer gewissen Zeit verschwinden?
Du meinst also ich habe mir die dutzenden Vergiftungen, die ich in den vergangenen 2 Jahren dokumentiert habe, nur eingebildet?
Nein, ich nehme es Dir nicht übel, dass Du eine andere Meinung hast. Aber es irritiert mich, da Du doch selbst MCS-Erkrankte bist und hier eigentlich den Gesunden gegenüber einen Informationsvorsprung hast – und zwar unabhängig von deinen eigenen Erfahrungen. Sag mal, hast Du meine vorherigen Beiträge eigentlich gelesen?

Bei gelegentlichen schweren Vergiftungen verschwinden die akuten, äußeren Hautsymptome nach etwa 5 Tagen. Andere bleiben länger. Als ich täglich und noch dazu über viele Stunden, diesen Ausdünstungen ausgesetzt war, wuchs die Intensität ständig an (nur in der Nacht verringerte sie sich wegen des geringeren Stoffwechsels ein bisschen).
Ich habe jedenfalls bei meinen PCs noch nie gemerkt, dass ein Geruch vorhanden ist.

Ich rieche da auch nichts besonderes. Ich kann zwar gut/empfindlich riechen, Chemikalien oder Computerausdünstungen nehme ich aber vom Geruch her nicht sonderlich wahr. Wenn ich morgens einen Büroraum betrete, in dem an diesem Tag noch kein PC lief und anderntags den Raum betrete, nachdem der PC schon einige Zeit lief, rieche ich keinen Unterschied doch die Unterschiede auf meinen Körper sind gewaltig. Wenn das so einfach wäre, dann könnte ich mich viel einfacher davor schützen. Es sind die Auswirkungen auf meinen Körper, insbesondere die Haut, an denen ich diese speziellen Ausdünstungen erkenne. Wenn man eine (Pseudo-) Allergie/Überempfindlichkeit hat genügen so zum Beispiel schon winzige Spuren des Stoffes. Manche Erdnussallergiker sollen allein schon vom Einatmen geringster Spuren über die Klimaanlage Symptome ihrer Allergie zeigen. Vom Geruch nehmen sie dabei nichts wahr.
Nicht umsonst wird es von Schulmedizinern auch nicht empfohlen, denn Studien dazu gibt es sicher einige.

Wo hast Du her, dass es nicht von Schulmedizinern empfohlen wird? Sicher wird es das:
Besonders gut dokumentiert sei hier die Wirksamkeit des Präparats Silymarin, betonte der Leber-Experte. Für den Naturstoff aus der Mariendistel sei im Tiermodell eine klare antifibrotische Wirkung gezeigt worden. „
Regeneration zerstörter Leber kann möglich werden

Wenn Patienten ihn fragten, was sie selbst gegen ihr Leberleiden tun könnten, rate er: „Mehr Bewegung, weniger Gewicht und Silibinin in hohen Dosen.“ Dr. Gillessen verwies zudem auf eine Studie, in der 3 x täglich 140 mg Silymarin auch bei alkoholbedingter Leberzirrhose zu deutlichen Besserungen führte.
[...]
Seit einiger Zeit sind auch antivirale Effekte der Mariendistel gegen Hepatitis C (HCV) bekannt. Dr. Yoav Lurie von der Leberklinik am Manor Medical Center in Jerusalem präsentierte dazu das Fallbeispiel einer 44-Jährigen, deren Kombinationstherapie aus Interferon und Ribavirin wegen Nebenwirkungen abgebrochen werden musste.“
Nicht alkoholische Fettleber

Klinische Studien belegen den hepatoprotektiven Effekt durch die Behandlung mit Silymarin.“
Silymarin ist in der Behandlung chronischer Lebererkrankungen ein hoch
interessantes Medikament, das in der komplementären und alternativen Medizin weltweit auf Grund seiner Wirksamkeit und guten Verträglichkeit Verwendung findet.“
http://krankenpflege-journal.com/inn...assnahmen-.pdf

Zum Allheilmittel macht dies das Silymarin zwar nicht, ein gewisser therapeutischer Nutzen lässt sich jedoch nicht abstreiten. Sicherlich nicht bei allen Menschen und bei allen Erkrankungen. Ich vermute, dass das Silymarin über die Lebergesundung meinen Stoffwechsel wiederbelebt, da ich nun erhöhten Magnesiumbedarf (Schulter- , Nackenschmerzen) habe. Der daraufhin deutlich sinkende Haarausfall ( und vielleicht noch mehr) unterstützt diese These.
Natürlich können sich diese genetischen Störungen dann durch Umwelteinflüsse verschlimmern ,das weiß ich, weil ich selbst sehr empfindlich bin auf Duftstoffe (habe u. a. auch die MCS-Symptomatik). Wenn man von Computerausdünstungen eine erniedrigte Cholinesterase bekommt, dann hätte ich aber eine sehr, sehr niedrige. Meine ist aber normal.

margie, als MCS-Erkrankte weißt Du doch, dass nicht jeder Mensch gleich stark auf Ausdünstungen/Chemikalien reagiert. Das gilt natürlich auch innerhalb der Gruppe der MCS-Erkrankten. Dein 2. Satz liest sich wie der eines MCS-Skeptikers und nicht wie der eines Erkrankten.
Aber Menschen mit kranker Leber bekommen nun mal auch vermehrt Allergien, d. h. die Umwelt ist nicht allein schuld an einer Allergie.

Ok... aber das habe ich auch nie behauptet...? Im letzten Satz des Beitrags auf den Du hier antwortest schreibe ich doch, dass mehr als Umwelteinflüsse beteiligt sein können (Gene).
Irgendwie blicke ich bei Dir nicht so ganz durch worauf Du mit deinen Worten in dieser Diskussion eigentlich hinaus willst. Was ist das Ziel deines Schreibens? Vielleicht verstehen wir uns ja besser, wenn Du mal meine Beiträge gelesen hast (und nicht nur überflogen). Bis dahin.


Grüße
Hans


Optionen Suchen


Themenübersicht