Erhöhte Harnsäure

17.05.14 10:02 #1
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Erhöhte Harnsäure

margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Edgarus,

Mit Eisen hatte ich auch immer Probleme, da mein Eisenwert permanent grenzwertig niedrig war. Ich hoffe, dies schließt eine Eisenspeicherkrankheit aus oder?
Nicht unbedingt. Das Eisen im Blutserum ist meines Wissens nur das Eisen, das Du aus der Nahrung des Vortages im Blut hast. Wenn Du wenig oder kein Fleisch isst, ist im Blut wohl auch wenig Eisen.
Das bedeutet aber nicht, dass Du diesen Gendefekt nicht haben kannst. Du hast, falls Du diesen Gendefekt haben solltest, dann vielleicht kein extrem erhöhtes Speichereisen, denn wenn die Zufuhr von Eisen auf Sparflamme ist, dürfte das Speichereisen auch bei der Eisenspeicherkrankheit nicht gigantisch hoch sein.
Aber ich würde an Deiner Stelle den Arzt bitten, mal das Ferritin und die Transferrinsättigung zu bestimmen. Du solltest keinen Infekt und keine Entzündung haben bei der Blutabnahme, weil dies das Ferritin ansteigen lassen würde.

Ultraschall der Leber:
Ultraschall der Leber hängt zum einen stark von der Qualität des Gerätes und vom Arzt ab, der den Ultraschall macht.
Es gibt Ärzte, die halten den Schallkopf nur mal kurz auf die Leber und es gibt Ärzte, die nehmen sich sehr lange Zeit für einen Ultrschall des Oberbauches. Bei mir dauert der gesamte Ultraschall meist 30 Minuten oder mehr und die Ärztin, die ihn bei mir macht, macht den ganzen Tag nur Ultraschall, d. h. sie hat wirklich Ahnung. Sie hat beim Ultraschall meiner Leber auch andere Feststellungen getroffen, als es die Ärzte tun, die sich weniger Zeit dafür nehmen.

Das mit der Fettleber im Ultraschall kann relativ ungenau sein.
Ich weiß, dass ich im linken Leberlappen eine partielle Zirrhose haben soll (Bilder von meiner Leber aus einer Op) und weiß, dass ich rechts eine Fibrose haben soll. Dennoch heißt es bei manchen Ärzten im Ultrschall, ich hätte nur eine Fettleber.
Fettleber ist Stufe 1 einer Leberkrankheit, Fibrose ist Stufe 2 und Zirrhose ist Stufe 3.
D. h. obwohl ich schon in Stufe 2 bzw. 3 bin, wird im Ultraschall immer wieder Stufe 1 festgestellt.

Auf die Beurteilung im Ultraschall ist daher bedingt nur Verlass.

Wenn Deine Leberwerte erhöht sind, ist dies m. E. ein weniger trügerisches Zeichen für eine Leberkrankheit. Die Leberwerte gehen nämlich erst dann hoch, wenn die Leber schon länger krank ist. Bei manchen Leberkrankheiten haben manche Patienten nicht mal unbedingt erhöhte Leberwerte. Aber wenn die Leberwerte länger erhöht sind, insbesondere die GPT, so kann man eine Leberkrankheit schon ziemlich sicher annehmen.

D. h. ich würde daher jedem raten, dass er die Ursachen erhöhter Leberwerte abklärt, denn wenn man den Grund kennt, kann man entsprechend (be)handeln.
Die Eisenspeicherkrankheit wäre relativ leicht behandelbar und eine Behandlung könnte Spätfolgen verhindern oder minimieren.

LG
Margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Erhöhte Harnsäure

bestnews ist offline
Beiträge: 5.703
Seit: 21.05.11
Hallo Edgarus,
wer korrekt Eisen ermittelt, nimmt den Ferritinwert als Mittel.
Bei mir in der Dialyse wird deswegen nur noch das Ferritin gemessen, war vor Jahren noch anders.

Alles Gute.
Claudia.

Erhöhte Harnsäure

Edgarus ist offline
Themenstarter Beiträge: 117
Seit: 02.03.11
Hallo Claudia, hallo Margie,
danke für eure Hinweise.
Ich werde in nächster Zeit meine Ferritin und Sättigungswerte kontrollieren lassen. Das wird nicht einfach sein, weil ich mit meinem Hausarzt bzgl. Blutuntersuchungen nicht klar komme. Ich muss wieder meinen Arzt wechseln. Ich hoffe, diesmal finde ich einen hilfsbereiten Arzt, mit dem wg. Blutwerte nicht rummachen muss, obwohl ich tatsächlich und nachgewiesenermaßen medizinisch krank bin.
Auf jeden Fall sind meine Leberwerte seit Jahrzehnten, zeitweise sogar alle drei Leberwerte ziemlich erhöht. Bisher konnte man nichts feststellen. Mir wurde gesagt, dass es viele Leute gibt, trotz erhöhter Leberwerte absolut gesund sind. Ich gehöre zu dieser Gruppe, obwohl ich mich nicht unbedingt gesund fühle! Aber egal, das ist ein anderes Thema :-) Irgendwann will ich über diese Thematik ein Buch schreiben..
Grüße, Edgarus

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Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo Edgarus,

ich habe bisher nur still mitgelesen. Möchte aber jetzt bemerken, das es Dir mit einer besseren Ernährung vielleicht auch wieder besser gehen könnte ?

Ich ernähre mich eigentlich sehr monoton. Es sind immer wieder dieselben Gerichte, die ich esse. Ich bin nicht offen für neue Sachen oder zum Probieren. In der Regel Pizza-Funghi, Kartoffelgerichte, Fischgerichte (paniert), Putenschnitzel, Linsen, Bohnen, Erbsen, ca alle 3 Tage Döner (inzwischen nur vegetarisch), Reis.
Ich nehmen an., auch die Linsen, Bohnen, Ebsen sind nicht selbstgekocht ?
Pizza Funghi ist Grund genug, ständig hohen Blutdruck zu bekommen.
Paniertes Putenschnitzel ( ich nehme an aus Fertigpackung ? ) hat soiele schöne Zusatzstoffe auf minderwertigem Fleisch...wer ändig so isst, braucht sich nicht zu wundern, das der Körper irgendwann streikt.

Inzwischen isst Du kein Fleisch mehr,las ich , aber ob der Ersatz dafür besser ist, ich bezweifle es .

Mit Anfang 40 bist Du noch jung genug, Deine Gesundheit wieder zu bekommen.

Wir essen, um unseren Körper mit allen Stoffen zu versorgen, die er für ein gesundes Funktionieren braucht.

Es lohnt sich, darüber nach zu denken.

Bevor wieder die Hoffnung auf irgendwelche Untersuchungen gesetz wird .....was wäre dann zu erwarten ? Villeicht ein paar Medis mehr ? Das ist kein Ausweg.

Nach allem, was ich so von Dir las denke ich wirklich, Deine Probleme sind in der (falschen, nährstofflosen und zusatzstoffstrotzenden ) Ernährung zu suchen. Und da kannst Du selbst viel tun.

Kennst Du "Paleo-Diät" oder Paleo-Ernährung ? Vielleicht das etwas für Dich ?

Ich habe etwas zum Lesen zum THema Schild;Leber, Darm gesucht für Dich:

Schilddrüsenerkrankungen aus ganzheitlicher Sicht | Heilpraktikerin Angelika von Frankenberg, Icking/München

[URL="http://www.naturheilpraxis-von-frankenberg.de/media/downloads/schilddruese.pdf"]http://www.naturheilpraxis-von-frankenberg.de/media/downloads/schilddruese.pdf[/URL

http://www.naturheilpraxis-von-frank...oads/leber.pdf

Tabuthema Verdauungsbeschwerden | Heilpraktikerin Angelika von Frankenberg, Icking/München
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LG K.

Geändert von Kullerkugel (26.05.14 um 21:53 Uhr)

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Edgarus ist offline
Themenstarter Beiträge: 117
Seit: 02.03.11
Hallo Kullerkugel,

danke für deinen Beitrag, mit dessen Inhalt du im Grunde genommen recht hast. Schlechte Ernährung war für mich schon immer ein Problem, schon seit meiner Kindheit. Als Vollwaisenkind konnte ich im Prinzip nur das essen, was und wann ich irgendwas zum Essen hatte. Das ist leider nach Erwachsenwerden nicht viel besser geworden :-(

Ich esse aber nur frische Pizza mit frischen Zutaten. Linsen, Erbsen nur selbstgekocht, ich esse nichts aus der Dose oder Fertigpackung mit Zusatzstoffen! Ich esse kein Fleisch wie Steak oder Beef; sondern nur Döner, Hähnhenfleisch, Putenschnitzel, wo ich genau weiss, dass das Fleisch von hoher Qualität ist.

Es ist mir auf jeden Fall bewusst, dass ich auf meine Ernährung besser achten soll. Zurzeit habe ich beruflich und privat so viele Dinge am Hals, weshalb ich dieses Vorhaben immer wieder hinten schiebe.

Trotz allem möchte ich dennoch behaupten, dass meine Beschwerden nicht von meiner vermeintlich nicht optimalen Ernährung kommen. Wenn ich mich umschaue, sehe ich soo viele Menschen, die sich absolut schlecht (sogar ekel-erregend) ernähren und trotzdem gesund (oder gesünder als ich) sind. Wenn ich mich mit meinen Kollegen, Freunden oder Bekannten vergleichen würde, gehöre ich in dieser Sache zu den "Spießigen"!

Paleo Diät habe ich bisher nie gehört, ich werde mich trotzdem mal schlau machen..

Grüße, Edgarus

Erhöhte Harnsäure

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo Edgarus ,

dann entschuldige, das ich Dir Industriessen und schlechte Nahrungsqualität unterstellt habe.

Wenn Du alles selber machst , bleibt aber die Frage , was fehlt Dir trotzdem ?

Dann würde ich statt Bohnen und Linsen ( verdaust Du die auch gut genug....? ) mal eine Weile Gemüseeintöpfe oder Gemüseaufläufe probieren ? Gemüse bringt in den Körper ....

Vielleicht sind meine Links trotzdem etwas für Dich ?
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LG K.

Erhöhte Harnsäure

margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Ich ernähre mich seit etwa zwei Wochen ohne Fleisch und mir gehts deutlich besser
Das ist ein sehr guter Ansatz.
Auch mir ging es besser, als ich Fleisch weggelassen habe und zur Vegetarierin wurde. Ich bin leberkrank (habe die Kupferspeicherkrankheit).

Denn Leberkranke sollten tierisches Eiweiß aus Fleisch, Fisch, Wurst meiden.
Siehe z. B. hier
Pharmazeutische Zeitung online: Ernährung: Wenn Kalorien auf die Leber schlagen
Gutes und schlechtes Eiweiß

Besondere Anforderungen an die Ernährung stellt eine hepatische Enzephalopathie (Hirnfunktionsstörung). Durch das mangelnde Entgiftungsvermögen der Leber wird die Gehirnfunktion beeinträchtigt, was sich in Desorientierung, Gangunsicherheit und Tremor äußert.

Eiweiße spielen dabei eine ganz entscheidende Rolle. Zirrhose-Patienten haben einen Mangel an verzweigtkettigen Aminosäuren im Blut. Diese sind in Milch- und Milchprodukten und pflanzlichem Eiweiß enthalten und haben einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf, da sie in den Muskelzellen unabhängig von der Leber abgebaut werden.

Anders sieht es bei den aromatischen Aminosäuren aus. Sie sind in großer Konzentration im Blut enthalten, werden in der Leber abgebaut und wirken schädlich auf das Gehirn. Sie sind in Bluteiweiß, Fleisch, Wurst, Fisch und Ei enthalten. Da es sehr schwierig ist, gezielt die verzweigtkettigen Aminosäuren zuzuführen, gibt es Eiweißpräparate, die diese Mischung enthalten. Sie müssen ärztlich verordnet werden.
oder siehe hier:

Amino
Lebererkrankungen
Bei Leberinsuffizienz (Minderleistung der Leber) werden die sog. "aromatischen" Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan sowie Methionin von der Leber schlecht verarbeitet und reichern sich daher im Blut an.

Gleichzeitig vermindern sich die sog. "verzweigtkettigen" Aminosäuren Isoleucin, Leucin und Valin.

Durch diese Veränderungen der Konzentrationen, die auch im Gehirn auftreten, kommt es zu Störungen der Gehirnleistung, z.B. mangelnder Konzentration, Gedächtnisstörungen, Verlangsamung der Reaktionen, in schwersten Fällen sogar zu Bewußtlosigkeit.
Beim Essen von Eiern liest man aber auch, dass Eier doch einige der "verzeigtkettigen" Aminosäuren enthalten würden. D. h. von Eiern würde ich daher nicht abraten.
Die verzweigtkettigen Aminosäuren kann man auch einnehmen.
Falkamin enthält sie - ist aber teuer. Wenn Du privat versichert bist, bekommst Du Falkamin auch auf Rezept.

Als weitere Orientierung noch dieser Link.
Ernährung bei Lebererkrankungen
Auch wenn Du hoffentlich noch keine Zirrhose haben solltest, dann sieht man aus dieser Empfehlung, wohin die Tendenz bei der Ernährung von Leberkranken gehen sollte:
Die Ernährung bei Leberzirrhose sollte genügend Kalorien (bei einem Körpergewicht von 70 kg über 2.100 kcal pro Tag) enthalten und ausgewogen sein. Eine ausgewogene Nahrung enthält
300 g Kohlenhydrate (55%),
70 g Fett (30%) und
80 g Eiweiß (15%).
Die Frage, wieviel Eiweiß man als Leberkranker essen kann und darf, hängt vom Zustand der Leber ab. Ist die Leber nur leichter krank, so kann man schon noch viel Eiweiß essen.
Es sollte dann aber weniger Fleisch, Fisch und Wurst sein, -siehe die beiden Links oben- und mehr Eiweiß aus anderen Quellen (Pflanzen, Milchprodukte, Eier).

Da bei Dir die Harnsäure erhöht ist, würde ich wegen der Gefahr der Gicht beim Fleisch vorsichtiger sein.

Das Problem mit den Hausärzten, die nicht viel untersuchen wollen, kenne ich auch. Da scheint nur ein Wechsel des Arztes sinnvoll zu sein.
Manche Ärzte denken wohl auch, dass erhöhte Leberwerte immer durch zuviel Alkohol kommen und wollen daher die erhöhten Werte gar nicht aufklären.
Schon wenn Du sagst, Du trinkst mal ein Bier, wird dies von etlichen Ärzten so ausgelegt, als wärst Du Alkoholiker...
Ich würde Dir auch raten, einen Hepatologen bzw. die Leberambulanz einer Uniklinik aufzusuchen. In Unikliniken werden erhöhte Leberwerte in der Regel abgeklärt.
Es gibt auch viele Antikörperbestimmungen bei der Leber, die man mal machen sollte.

Trotz allem möchte ich dennoch behaupten, dass meine Beschwerden nicht von meiner vermeintlich nicht optimalen Ernährung kommen.
Das glaube ich auch nicht.
So wie ich das lese, ernährst Du Dich relativ normal. Zumindest nicht so, als dass man daraus erhöhte Leberwerte bekommen kann.
Die Gründe für Deine auffälligen Blutwerte liegen m. E. nicht in der Ernährung.

Die erhöhte GGT, die ich auch hatte, kann von vielem kommen. Dass sie zwar öfters von Alkohol kommt, sagt nicht aus, dass sie nicht auch von anderen Störungen kommen kann. Bei mir kam sie jedenfalls nicht vom Alkohol.
Störungen der Galle können die GGT erhöhen.
Seitdem ich Ursodeoxycholsäure nehme (enthalten in UDC, Urso, Ursofalk, verschreibungspflichtig), ist meine GGT wieder normal (lag zuvor bei 80 bis 100) und meine GPT ist von ca. 60 auf 20 gesunken.
Dir würde vermutlich Ursodeoxycholsäure auch helfen.
Nichtsdestotrotz sollte man, auch wenn Urso helfen würde, die Ursache der erhöhten Leberwerte klären, weil man dann gezielt behandeln kann.
Vielleicht hast Du doch die Eisenspeicherkrankheit?`

Die muskulären Probleme kommen oft von der Leber, wenn diese krank ist.
Wie hoch ist bei Dir Albumin und das Gesamt-Eiweiß?

Wurde mal die Cholinesterase bestimmt?
Und ist diese eher niedrig?
Die Cholinesterase kann, wenn sie niedrig ist, auf einen schweren Leberschaden auch hinweisen. Je niedriger sie ist, umso wahrscheinlicher ist eine Zirrhose.

LG
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Erhöhte Harnsäure

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Da bei Dir die Harnsäure erhöht ist, würde ich wegen der Gefahr der Gicht beim Fleisch vorsichtiger sein
Schulwissen, tatsächlich ist es oft das "gebackene" Getreide. Also Mehlspeisen und Brot.

Jedenfalls ist es bei mir so.

Muss jeder für sich heraus finden. Ich jedenfalls bin mit den gängigen Ernährungsempfehlungen über Jahre immer kränker geworde.

Edgarus, kennst Du Deine Blutgruppe ?
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LG K.

Erhöhte Harnsäure

bestnews ist offline
Beiträge: 5.703
Seit: 21.05.11
@ Margie,
ne normale Ernährung ist nicht gesund. Alle verarbeiteten Produkte aus dem Supermarkt allein erhalten in der Regel mehrere Stoffe, die der Gesundheit abträglich sind. Emulgatoren, Stabilisatoren, Geschmacksverstärker , Fructose-Glucose-Sirup mittlerweile anstatt Zucker in vielen Produkten. Das sind nur einige...Kommen bei vielen konvent. erzeugten LM noch schön Hormone, Medikamente, Herbizide, Pestizide hinzu u.a.

Dann sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei jedem zu finden, mehr oder weniger, das allein macht den Körper spätestens nach Jahrzehnten immer mehr zu schaffen.
Ledochowski, anerkannter Experte für NMU in deutschsprachigen Raum spricht in seinem Buch " Wegweiser NMU" davon , dass 80% der Bevölkerung von NMU betroffen sind und 80% dies nicht wissen, dabei bezieht er noch nicht mal die Milcheiweissunverträglichkeit mit ein und damals war die Glutensensivität auch noch nicht anerkannt. Also betrifft dies mehr oder weniger jeden. Und viele merken es nicht. So war das bei mir und ich habe sie alle, einschl. Zöliakie. In meinem Umfeld geht es vielen ähnlich, wo ich Einblick habe. Hier sehe ich ein ähnliches Bild.

Gicht bekomme ich von Fructose.....eindeutig. Ich kann bei mir am Stuhl riechen und sehen, wenn die Fructose überkocht , daher sehe ich den ZUsammenhang. Ist im übrigen auch Wissen einiger Ärzte.
Das heisst für mich aber nicht, dass andere Personen Gicht nicht aus anderen Gründen bekommen können.
Fructosemalabsorption betrifft offiziell 30% der BEvölkerung und auch hier merken viele wieder nicht, dass sie betroffen sind.

Von einer Fructoseproblematik kann man im übrigen eine Fettleber bekommen....
Und klar, die Leber hat schwer mit dem zu tun, was die NMU so alles produzieren.

Alles Gute.
Claudia.

Erhöhte Harnsäure

margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Claudia,
hallo Edgar,

ne normale Ernährung ist nicht gesund. Alle verarbeiteten Produkte aus dem Supermarkt allein erhalten in der Regel mehrere Stoffe, die der Gesundheit abträglich sind. Emulgatoren, Stabilisatoren, Geschmacksverstärker , Fructose-Glucose-Sirup mittlerweile anstatt Zucker in vielen Produkten. Das sind nur einige...Kommen bei vielen konvent. erzeugten LM noch schön Hormone, Medikamente, Herbizide, Pestizide hinzu u.a.
So wie es Edgar in seinem Beitrag Nr. 25 schreibt, isst er aber schon bewußter. Klar, dass bei vielen Menschen, die im Beruf stehen, sich bei der Ernährung noch einiges optimieren ließe.

Ich würde mal von den Menschen hier gern hören, die voll berufstätig sind und die evtl. noch weitere Verpflichtungen gegenüber Eltern haben, ob sie täglich sich ein Essen kochen, das ausschließlich selbst zubereitet ist?
Wie machen es diese Menschen dann, dass sie ihre täglichen Einkäufe für frische Zutaten erledigen, ihre Wohnung daneben noch sauber halten, ihre Wäsche waschen und bügeln, Arztbesuche und Behördengänge erledigen und eben sich vielleicht noch um kranke Eltern kümmern?
Ein Alleinstehender oder Geschiedener wie Edgar bräuchte da wohl noch eine Haushaltshilfe, um das Pensum zu schaffen.


Aber wenn man davon ausgeht, dass die vielen Lebensmittel, die in den Supermärkten verkauft werden, die Emulgatoren, Stabilisatoren, Geschmacksverstärker, etc. enthalten, von sehr, sehr vielen Menschen gekauft und gegessen werden, dann müssten alle diese Menschen doch leberkrank sein, wenn man davon leberkrank wird.
Das wären meiner Schätzung nach rd. 80 bis 90 % aller Menschen, die dann leberkrank wären. Auch wenn die Dunkelziffer bei Leberkrankheiten relativ hoch ist, so sind in Deutschland doch nicht über 60 Mio. Menschen leberkrank.

Nein, ich glaube nicht, dass man von der angeblich soooo falschen Ernährung leberkrank wird.
Leberkrankheiten haben oft genetische Ursachen für die der Betroffene dann gar nichts kann.

Dass es immer dumme Ärzte gibt, die glauben, dass jeder Leberkranke selbst an der Krankheit schuld ist, indem er entweder säuft oder sich die Fettleber "anfrisst", das habe ich selbst erfahren müssen und das ist eine sehr traurige Sache. Die Ärzte sollten in ihrem Studium wirklich gezwungen werden, sich mal gründlicher mit Leberkrankheiten zu beschäftigen.

Sog. "Bio"Produkte sind nicht immer nur rein "Bio". Wenn ich biologisches Gemüse kaufe, weiß ich nicht, ob der Acker nicht zuvor konventionell angebaut wurde, d. h. vorher mit Pflanzenschutzmitteln gedüngtes Gemüse oder Getreide darin angebaut wurden. Und ich weiß nicht, ob der Acker daneben konventionell angebaut wird und da Pflanzenschutzmittel gespritzt werden, verteilt sich das Zeug auch auf einem Teil des Nachbarackers - bei stärkerem Wind sowieso.

Beim Fleisch, auch wenn es "biologisches" Fleisch ist, würde ich mir nicht sicher sein, ob das Tier, wenn es mal krank war, in der Aufzuchtphase nicht doch ein Antibiotikum bekam.
Was soll der Landwirt, der es aufzieht machen, wenn es krank wird? Mit Beten wird auch ein Tier nicht wieder gesund, d. h. im Zweifel, bevor es also stirbt, bekommt ein krankes Tier wohl auch Antibiotikum. Man läßt ein Tier nicht einfach sterben, nur weil es evtl. eine schwere Infektion hat.

Ich weiß, dass Landwirten hier aus dem Ort schon nachgesagt wurde, dass sie, wenn ihr biologisch angebautes Getreide ausgegangen war, das konventionell angebaute Getreide kauften... Ob das nur ein Gerücht war oder wahr ist, weiß ich natürlich nicht.

Da bei Edgar offenbar Leberkrankheiten noch gar nicht wirklich ausgeschlossen wurden, ist das meiner Meinung nach der Erste, was gründlichst getan werden sollte.
Erst dann, wenn tatsächlich keine Leberkrankheit gefunden wurde, kann man über Ernährungsfehler als evtl. Ursache nachdenken.
Aber ich glaube aus meiner eigenen Erfahrung heraus nicht, dass es bei Edgar Ernährungsfehler sind.

LG
margie
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