Bin ich ein Hypochonder? Viele Probleme...

22.04.14 16:05 #1
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Daenerys ist offline
Beiträge: 488
Seit: 22.04.14
Vielleicht vorneweg... ich nehme mich abwechselnd ernst und dann wieder auch nicht.

Bis vor 6 Jahren (da war ich 31) lebte ich ein unbeschwertes und unkompliziertes Leben. Ich habe zwar viel geraucht, aber auch viel Sport gemacht, war viel unterwegs... nix Besonderes. Die einzige chronische Krankheit, die ich bis dahin hatte, war Psoriasis. Aber auch diese war nicht sonderlich ausgeprägt; ich konnte gut und sorglos damit leben. Im Winter hatte ich nie Grippe, keine Infekte. Auch sonst nix Nennenswertes.

Heute, 6 Jahre später, bestimmen meine vielen (meist unzusammenhängenden Symptome) mein Leben. Zeitenweise versuche ich, das alles einfach zu ignorieren, weil ich eigentlich gar keine Zeit für sowas habe (bin mit Familie, Job und aufwendigem Hobby genug ausgelastet). Aber wenn dann der Leidensdruck wieder gross genug ist, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als mich auf die Gesundheit zu konzentrieren.

Was jetzt alles mit mir nicht stimmt...
  • Also zunächst habe ich eine Hashimoto Thyreoditis (von der Spezialistin bestätigt), gemäss Werte zunächst gut eingestellt, jetzt wegen Kieferverspannungen eher nicht mehr so gut. Siehe nächster Punkt.
  • Nebst dem Schilddrüsenproblem habe ich Kieferverspannungen mit übelsten Kopfschmerzen, die bei Stress und vor allem Kälte (ab 14 Grad unter darunter) schlimm und schlimmer werden. Liesse ich die Schilddrüsenmedis weg, würde die Verspannung verschwinden, aber ich hätte dann die anderen Symptome einer Unterfunktion. Daher habe ich einen Mittelweg gewählt, bei dem ich ein bisschen Kieferverspannungen habe und halt auch ein paar Unterfunktionssymptome. Damit kann ich leben, aber es gurkt mich an, denn angenehm ist es nicht.
  • Dann habe ich ständig das Gefühl, ich bin in einem chemischen Ungleichgewicht. Ich nehme täglich hochdosiertes Magnesiocard, damit ich nicht verstopft bin und Sport machen kann. Nehme ich es nicht, leidet die Verdauung und ich habe ständig Muskelkrämpfe.
  • Des Weiteren ist meine Libido seit Jahren vollkommen im Eimer, einfach schlicht nicht mehr vorhanden (sehr zum Leidwesen meines Gatten).
  • Dann kriege ich meine 15 Kilo Übergewicht einfach nicht weg. Das Fett hält sich hartnäckig, egal was ich mache. Früher habe ich auch schon mehrmals 10 Kilo mal ab- oder mal zugenommen. Ging alles ganz einfach. Heute nehme ich immer 2 Kilo ab, dann ist Schluss, weil mein Stoffwechsel einfach runterfährt, wenn ich zu wenig esse. Meine Endokrinologin meint, ich solle mehr Ausdauersport machen. Schön und gut, aber sobald ich mehr trainiere als 4 Mal die Woche (2x Ausdauer, 2x Muskelaufbau), kommt der nächste Punkt auf meiner Leidens-Liste.
  • Muskelschwäche: fast unmöglich. Sobald ich mein Training intensiviere, erholen sich meine Muskeln nicht mehr, und ich habe noch nach 3 Tagen schlaffe Muskeln, sobald ich diese beanspruchen möchte. Das ist wirklich frustrierend. Zudem habe ich seit 3 Jahren Probleme mit meiner Achillessehne, weil meine Waden total verkrampft sind (trotz hoher Magnesiumdosierung). Jeden Abend massiere ich mir die Waden, und nur kann ich eine Entzündung der Achillessehne vermeiden. Lasse ich die Massagen nur für 3 Tage weg, kann ich nicht mehr ins Training.
  • Seit zwei Jahren ist mein Immunsystem wirklich sehr schlecht. Diesen Winter hatte ich bis Februar nichts, dann aber 2 Monate am Stück erkältet, fiebrig, schwächlich, Blasenentzündung, Pilzinfektion, Sinusitis, und wieder Erkältung. Natürlich supplementiere ich (Vitamin C, Zink, Magnesium, Kalzium, Vitmain-D, Fischöl und B-Vitamine). Nützte offenbar nix.
  • Fertililiät: Eigentlich hätten wir uns ein zweites Kind gewünscht. Aber es passierte 2 Jahre lang rein gar nichts. Alle Hormone wurden von A-Z gecheckt. Alles ist / war offenbar in Ordnung. Gut, jetzt bin ich biologisch langsam "alt", aber mit 35 hätte die Fruchtbarkeit ja schon noch etwas besser sein sollen, zumal mein Anti-Müller-Hormon gestestet wurde, mit dem Resultat: tiptop Wert.
Also ich weiss nicht... ist das normal, dass man mit 37 kein gesundes Leben mehr führen kann? Ständig was hat? Sich wie eine 80-Jährige fühlt?
Teilweise habe ich mich gefragt, ob ich meine Leiden einfach so aufbausche und als schlimmer erachte, weil sie mich so stören.
Bin ich ein Hypochonder?

Ich schwanke da so hin und her und kann selber nicht mehr beurteilen, was eigentlich mit mir los ist? Meistens habe ich halt schon das Gefühl, dass ich mit dieser bewussten Ernährung, diesem Mass an Bewegung eigentlich viel gesünder sein sollte. Die Supplemente habe ich bereits erwähnt. Aber ich habe schon sehr vieles probiert, um dem allem auf den Grund zu gehen: Osteopathie, Kinesiologie, Low-Carb-Ernärhung, Kaffee weglassen, Amalganentfernung- und ausleitung, Verminderung von Stress, Yoga, Atemtherapie, Cranio-Sacral-Therapie, Muskelentspannung nach Jacobson, Meditation, gar nichts tun, alles easy nehmen, kreativ sein, an mir selber arbeiten (also mehr an inneren Themen) und verschiedene Untersuchungen beim Hausarzt. Aber mit keiner Verbesserung.

Bin ich ein Hypochonder?
darleen
Hallo Daenerys

hast du es schon mal mit Aminosäurenzufuhr porbiert ?

das hebt den katabolismus auf nach dem Training und kann bei unzureichender Selbstbildung durch niedriges Ft3 zBsp: dir helfen , das deine Muskleverspannungen gerade im Kieferbreich nachlassen

deine anderen Symptome werden höchstwahrscheinlich durch die von dir erwähnten ungenügenden SD-Hormonsubstitution liegen

was wiederum auch die Fähigkeit der *natürliche* Aminosäurebildung aus deiner Ernährung herabgesenkt, so das du dort Defizite haben könntest

ohne gute Aminosäuren-Körper-Spiegel keine gute Magnesiumverwertung ! trotz Einnahme

ein gutes Präparat wäre Dieses hier

LSP Big 8 Amino | steelsport.de

nehmen so einige User hier aus dem Forum und kommen gut damit zurecht --> Magen-darm-freundlich

liebe grüße darleen \V/

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Daenerys ist offline
Themenstarter Beiträge: 488
Seit: 22.04.14
Liebe Darleen

Danke für deine Antwort und die Idee mit den Aminosäuren.
Seit längerem schon hab ich ab und zu mit Aminosäuren experimentiert. Ich hab zeitweise bcca genommen und einmal ein Kombipräparat der 9 Essentiellen. Bei letzterem ging es mir sehr gut, aber das habe ich damals gar nicht auf die Aminos, sondern auf die damals zeitgleich erhöhte Medi-Dosis zurückgeführt.
Ich werde das auf jeden Fall ausprobieren.

Denkst du denn, dass man trotz Fleischkonsum einen Mangel haben kann?
Ich esse sicher 4-5 Mal wöchentlich rotes, mageres Biofleisch, gerade weil ich eben dachte, damit den Bedarf decken zu können.

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darleen
Zitat von Daenerys Beitrag anzeigen
Denkst du denn, dass man trotz Fleischkonsum einen Mangel haben kann?
Ich esse sicher 4-5 Mal wöchentlich rotes, mageres Biofleisch, gerade weil ich eben dachte, damit den Bedarf decken zu können.
liebe Daenerys

bitte ,

ja kann man , weil bei Hashinmoto-Patienten , die nicht optimal eingestellt sind ,(für sich individuell) oder keine ausreichende Umwandlung haben eine sogenannte *Unterfunktion* in den Pankreasenzymen, in der Gallentätigkeit haben , und ein herbagesetztes Magensäurelevel und eine Leberschwäche

all Dieses macht die Umwandlung in Aminosäuren schwierig, so das sich trotz guter Proteinversorgung es an den Aminos fehlt, es geht sozusagen in den Leerlauf

deswegen ist es gut Aminos zu sich zu nehmen die nicht mehr erschwert gebildet werden müssen , sondern in fertiger Form vorliegen

gibt auch noch die teuere Variante davon

MAP

liebe grüße darleen \V/

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Daenerys,

sind Deine Zähne in Ordnung oder gibt es da fragliche Stellen?
Bist Du mit Giften in Berührung gekommen?

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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Daenerys ist offline
Themenstarter Beiträge: 488
Seit: 22.04.14
Darleen,
danke nochmals für die Erklärung. Man lernt immer wieder mal was zum Hashi.
Übrigens habe ich auf dem einen Nährstoffprodukt, das ich nehme, gesehen, dass da auch Aminosäuren drin sind. Eher niedrig dosiert. Ich werde da mal etwas aufstocken und sehen, was sich verändert.

Oregano,
Zum Gift wäre mir nichts bekannt / bewusst. Ich habe meine Amalganfüllungen rausnehmen lassen, als es sich meine Gesundheit schon verschlechtert hat. Und auch sonst käme mir keine Situation in den Sinn, wo ich mit was in Kontakt gekommen wäre.

Achtung, jetzt spricht glaube ich der Hypochonder aus mir :-) Momentan mache ich mir häufig Gedanken um mein Insulinspiegel. Warum? Weil mein Urin jedes Mal, wenn ich viel Süsses esse (wie jetzt an Ostern oder in der Vorweihnachtszeit), nach Ammoniak riecht. Und weil ich nach Tagen wie diesen an heftiger Unterzuckerung leide. Während des Zuckerverzehrs habe ich dann dieses Gefühl, ich müsse bald ersticken, und am Tag danach kommt der Schwindel und das Zittern. Aber wie gesagt, vielleicht bilde ich mir das nur ein. Darum habe ich es meiner Ärztin auch noch nicht gesagt. Ich möchte nicht, dass sie mich für irre hält.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Daenerys,

Ich habe meine Amalganfüllungen rausnehmen lassen, als es sich meine Gesundheit schon verschlechtert hat. Und auch sonst käme mir keine Situation in den Sinn, wo ich mit was in Kontakt gekommen wäre.
Also bist Du doch mit Quecksilber in den Amalgamfüllungen in Berührung gekommen...
Hast Du nach der Entfernung der Füllungen (wieviele waren es? Wurde mit den nötigen Schutzmaßnahmen gearbeitet?) eine Ausleitung gemacht?
Amalgam kann krank machen - giftig durch Quecksilber-Anteil
Wenn Ärzte nichts finden

Zu den Giften gehören auch die Wohngifte wie Schimmel, Formaldehyd, Blei und Kupfer aus den Leitungen usw. usw.

Wohngifte

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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Daenerys ist offline
Themenstarter Beiträge: 488
Seit: 22.04.14
Also was die Zähne anbelangt, glaube ich nicht, dass das noch Auswirkungen hat. Ich habe 2 Jahre Chlorella genommen und noch weiteres ausprobiert. Fühlte mich weder besser noch schlechter davon.

Aber du hast mir trotzdem einen guten Hinweis gegeben: Schimmelpilz!

Seit 6 Jahren wohnen wir nämlich in der jetzigen Wohnung, und hier schimmelt es ständig im Bad. Einmal haben sie einen Schimmelspezialisten kommen lassen, aber die haben das nur oberflächlich weggemacht. Zwei Monate später hatten wir den genau gleichen Schimmel in den Fugen der Badezimmerplatten.
Übrigens habe ich seit zwei Jahren zeitenweise etwas Asthma. Nicht heftig, aber so schleichend wird es mehr. Könnte auch einen Zusammenhang haben.

Daran habe ich echt noch nie gedacht! Ist aber echt schade, denn wenn es daran liegen würde, wäre ich wirklich traurig (unsere tolle Wohnung ade!). Wie kann man denn sowas herausfinden? Nur indem man auszieht? Sollten Beschwerden z.B. schon nach 2 Wochen besser werden? Das wäre praktisch, denn dann könnte man ja in den Ferien testen, ob's was verändert.

Pardon, jetzt sehe ich es erst, dass es ja sogar Tests gibt, die man machen kann. Tolle Sache. Das werde ich sofort in Angriff nehmen.

Geändert von Daenerys (22.04.14 um 21:31 Uhr)

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dadeduda ist offline
Beiträge: 1.503
Seit: 23.08.12
Hallo Daenerys

Abgesehen vom Schimmel, der sicherlich schlecht ist, faellt mir spontan auch Oestrogendominanz dazu ein:

strogen-Dominanz

Dazu passt das Problem mit dem Kinderwunsch, da da oft ein Ungleichgewicht zw. Oestrogen-Progesteron vorliegt (einfach ueber den SPEICHEL zu testen, nicht Blut).

Ausserdem zu den Verstopfungen eine eventuelle Zoeliakie/Glutensensibilitaet oder Milchproteinunvertraeglichkeit. Hast du das testen lassen, oder mal ausgelassen?
Sonstige Nahrungsmittelunvertraeglichkeiten getestet?

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Daenerys ist offline
Themenstarter Beiträge: 488
Seit: 22.04.14
Liebe Dadeduda

Östrogen und Progesteron habe ich tatsächlich nur übers Blut testen lassen. Warum muss man denn das über den Speichel testen? Und an welchen Zyklustagen?
Ich frage mich dann auch, wie ich das meiner Ärztin verklickern soll. Wenn ich da einen Speicheltest verlange, muss ich ja ein Argument haben.

Unverträglichkeiten auf Nahrungsmittel schliesse ich aus. Ich habe es nicht beim Arzt testen lassen. Aber durch meine Tochter haben wir zu Hause mal zuerst ein paar Wochen auf Milchprodukte verzichtet, später ein paar Wochen auf Gluten. Sie hatte sehr lange immer Durchfall, daher haben wir alles umgestellt, um diese Dinge auszuschliessen. Wenn also jemand von uns darauf reagieren würde, hätten wir dies da wohl gemerkt.

Generell gehe ich aber sowieso davon aus, dass Menschen nicht für Kuhmilch und Weizen gemacht sind. Daher vermeide ich es grösstenteils. Wenn wir Getreide essen, dann meist glutenfreier Hafer, Quinoa oder Buchweizen, was ja alles Weizenkleberfrei ist. Brot esse ich sozusagen nie. Höchstens mal eine Pizza zu Besuch oder ein Brötchen, wenn wir auswärts frühstücken. Auch Milchprodukte gibt es bei uns eher selten. Für meinen Kaffee verwende ich Ziegenmilch und ab und an ein Stück Hartkäse.

Ich habe heute grad beschlossen, mir eine kleine Liste zu machen. Da hätten wir bislang Aminosäuren, Schimmelpilz und Östrogendominanz. Das motiviert mich gerade, es endlich rausszufinden!

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