Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

28.03.14 22:56 #1
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Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

lealee ist offline
Rubrikenbegleiterin Entsaften / Mixen
Beiträge: 779
Seit: 05.02.10
Hallo Sven,

Sowas hatte ich auch nach einer Halsausrenkung. Die Hirnnervenstörungen bekam ich mit manueller Behandlung nach Maitland weg. Hatte 12 oder18 Behandlungen, weiß ich jetzt nicht mehr so genau. Die Störungen des vegetativen Nervensystems verminderten sich auch im Lauf der Behandlungen. Das sporadische Auftreten von Herzrasen legte sich nach der Behandlung der Brustwirbelsäule. Allerdings nahm ich auch Mikronährstoffe gegen NO usw.

Die Behandlung des durch instabile HWS verursachten Nitrostress, Histaminose, Unverträglichkeiten, Mikronährstoffdysbalancen und der ganze Rattenschwanz dauerte um einiges länger, war aber erfolgreich. Ich hatte mich an die Therapieempfehlung von Kuklinski, die er in seinem Buch HWS Trauma beschreibt gehalten. Es gibt dabei einiges zu beachten, aber das beschreibt er ganz gut.

Was den Drogenkonsum betrifft, könnte ein starker Magnesiummangel vorliegen, da Drogen Magnesium aufzehren. War bei meiner Tochter so. Wobei Drogen meint: Drogen aller Art, also auch Medikamente, die sie reichlich nehmen musste. Der Magnesiummangel verursacht muskuläre und seelische Verspannungen, die dann auch die Wirbelsäule belasten können, aber auch die Psyche, und zwar enorm. 3 x 300 mg Magnesiumzitrat am Tag und Zink halfen ihr über Nacht aus einer sehr schlimmen Verfassung heraus.

Diagnostisch festgestellt wurde das von keinem Arzt, auch bei ihr und mir Tenor der Ärzte und Orthopäden: alles eingebildet oder psychosomatisch. Ein Orthopäde führte sogar einen Beweis an für seine Diagnose "psychosomatisch". Nämlich, dass ich abstritt, dass es psychosomatisch wäre, das leugnen sei typisch dafür. Und das hatte er gelernt in einer Fortbildung zum Thema Psychosomatik. Hätte er mal besser eine vernünftige Fortbildung gemacht... Ich wurde nämlich nach Kuklinskis Konzept wieder fit und ein Umwelt- und Orthomolekularmediziner begleitete mich dabei und befundete alles.

Die instabile HWS ist ja nach der Blockadelösung nicht unbedingt stabil, daher können die Beschwerden und Nitrostress permanent neu generiert werden. Sport kann deswegen sogar kontraproduktiv sein.

Alles Gute
Lealee

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden
WerniMD
Hallo zusammen,
kann mich dem Beitrag von Lealee nur anschließen. Habe selbst instabile Kopfgelenke, endlich diagnostiziert durch ein Upright-MRT. Bei mir liegt auch eine solche Symptomflut und -vielfalt vor. Die Infos von Dr. Kuklinski erklären mir die Zusammenhänge, ich denke, dass das auch alles stimmt, obwohl behandelnde Ärzte das in Frage stellen.
Die Diagnose "psychosomatisch" bekomme ich auch immer wieder gestellt, gerade weil ich mich informiere und hinterfrage. Das Verhalten bestätigt dann wohl, wie oben beschrieben, die Diagnose - echt heavy! Ich sehe bei mir auch die Folgen von nitrosativem Stress, ggf. nun auch Mitochondriale Myopathie. Komm da allein aber im Augenblick nicht weiter.

@Lealee: Habe auch die Bücher von Kuklinksi und versuche danach vorzugehen. Man kann da aber einiges falsch machen. Habe entgegen der Vermutung keinen B12-Mangel, brauch das also nicht zu ergänzen. Versuche auch eine ketogene Ernährung. Wie gesagt, alles noch am Anfang. Kann ich Deine Erfahrungen hier irgendwo finden? Das wäre toll! Evtl. auch Ansprechpartner?

LG, WerniMD

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Sven91 ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 28.03.14
Wie werden Durchblutungsstörungen im Zusammenhang mit HWS am sichersten diagnostiziert? da reicht ja kein MRT. und was ist ein upright MRT? hast du den nitrostress-test irgendwo gekauft oder kann man den bei einem arzt machen?

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden
WerniMD
Etwaige Durchblutungsstörungen sind wohl nur ein Teil in diesem Zusammenhang. Ich habe das die Woche bei meiner Neurologin messen lassen. Die schaut sich aber nur die Halsschlagadern vorn an. Die Arteria Vertebralis geht direkt durch die HWS und hat sogar eine sehr empfindliche Atlasschleife, also ganz oben zum Schädel hin. Die wurde dabei überhaupt nicht betrachtet. Dementsprechend war bei mir alles "gut". Keine Ahnung, wer und wie das gemessen werden kann.

Der andere Aspekt ist die ständige Nervenreizung mit der Entzündungsreaktion (Sympathikus, Vagus,...) und in Folge nitrosativer Stress. Manche Tests kann man selber machen lassen. Werden z.B. von Ganzimmun oder Medivere per Amazon angeboten. Hab ich auch gemacht, da mich der Hausarzt fragend angeschaut hat, als ich mit ihm über das Thema sprechen wollte. Besser wäre wohl, Du findest einen Heilpraktiker oder sowas in der Art, der sich damit auskennt und halt auch Alternative und Orthomolekulare Medizin anbietet. Habe einen Orthopäden in meiner Nähe gefunden, der sich dbzgl. weiter gebildet hat, weil er nicht mehr wusste, wo er so viele seiner Patienten bei solcher Problematik hinschicken könnte. Ist aber eine Privatpraxis, muss ich wie die Tests von Amazon selber bezahlen.

Das Upright-MRT (funktionelles MRT) ist eigentlich ein normales MRT, wird aber statt im Liegen und in einer Röhre in einem nach vorne offenen Gerät und im Sitzen durchgeführt. Dann werden die Aufnahmen bei verschiedenen Kopfdrehungen und -neigungen wiederholt. So lassen sich Verschiebungen der Wirbel erkennen, die im normalen Bewegungsablauf vorkommen. Man sieht dann auch Einengungen und ggf. Myelonkontakt, wie bei mir. Das ist bei der Einzelaufnahme im Liegen niemals möglich. Leider gibt es nicht viele Labore/Praxen, die das anbieten (wohl 4 in Deutschland). Und auch wieder private Leistung! Wenn man Platzangst hat, wäre das eh die einzige Alternative. Nachteil ist aber die teils fehlende Akzeptanz der Ärzte mangels Wissen. Meine Neurologin meinte, sie weiß nicht, ob das überhaupt ein Problem wär mit dem eingeengten Kanal und dem Kontakt der Wirbel auf das Rückenmark. So stellt sich auch die Krankenkasse quer. Das gehört, wie auch das Thema instabile HWS wohl noch nicht zur evidenzbasierten Medizin ("Kochbuch" für Ärzte), nicht zum Stand der Technik der Ärzte! Weshalb so viele auch in diesem Forum echte Problem mit der Diagnose, Anerkennung und Behandlung haben.

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Sven91 ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 28.03.14
und welchen test würdest du empfehlen, welcher ist aussagekräftig? der eine bezieht sich auf methylamonsäure und der andere auf nitrotyrosin... sorry wenn ich hier vll etwas doof klinge aber wirklich den Durchblick habe ich bei der ganzen Sache garnicht.

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lealee ist offline
Rubrikenbegleiterin Entsaften / Mixen
Beiträge: 779
Seit: 05.02.10
Hallo WerniMD und Sven,

Ich melde mich dazu noch und versuche, meine Erfahrungen zusammen zu fassen. Nur soviel: die Mitochondrientherapie und HWS Therapie greifen bei richtiger Anwendung sehr zuverlässig. Heute weiß ich, dass bedeutend mehr dahinter stecken kann als man zunächst vermuten würde und ist zwar komplex aber nachvollziehbar. Und: NEMs alleine richten es nicht.

Zum B12 muss man berücksichtigen, dass ein Mangel an B12 nicht sichtbar sein muss bei NItrostress. NO zu senken ist aber elementare Voraussetzung für einen Behandlungserfolg. Bei mir erfolgte der Nitrostressnachweis über die Untersuchung von Nitrotyrosin.

Unerfahrene Ärzte testen schon evtl. mal falsch, das habe ich selber erlebt.
Man kann auch spezielle Labore beauftragen, man erhält ein Testkit und sendet die Proben zu. Besser wäre ein fähiger Arzt, der die Materie kennt. Ärzte u. Labore siehe Wiki.

Durchblutungsstörungen kann vllt. ein Neurologe messen, jedoch dürfte wie bei MRT liegend evtl. ergebnislos sein, wenn Durchblutungsstörungen bewegungsabhängig auftreten. Ich würde das nicht für notwendig halten sondern gute Manuelle Behandlung machen lassen.

Es kann auch durch KH-Verwertungsstörung eine Unterversorgung der Gehirnzellen mit Energie vorliegen. Da tut der Verzehr von gutem Kokosöl gute Dienste indem die Zellen mit mittelkettigen Fettsäuren ernährt werden. 3 bis 4 mal tgl. 1 Löffel voll.

WerniMD, wieviel musstest du für das Upride MRT bezahlen und wo hast du es gemacht? Meine Tochter bräuchte auch so eine US, gibts aber scheinbar nur Privat.

LG Lealee

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lealee ist offline
Rubrikenbegleiterin Entsaften / Mixen
Beiträge: 779
Seit: 05.02.10
Oh, sorry, da hat sich meine Antwort grad mit euren Beiträgen überschnitten.

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Sven91 ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 28.03.14
Was haltet ihr von solch einem Test: MMD - metabolic & mitochondrial disorder | IGL-LABOR GmbH

was fehlt da noch, bzw gibt es bessere/günstigere? der gibt doch schonmal einen sehr guten Überblick denke ich.

Blutwerte - Interpretation

Sven91 ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 28.03.14
Hi, ich war beim Endokrinologen und bekam folgende Werte ausser Norm:
wie sind diese zu interpretieren? und inwieweit stehen sie im Zusammenhang mit meinen Beschwerden ( sehstörungen, muskelabbau trotz training, depressiv,blass, leichtes zittern, augenränder ,kalte hände/füße, häufiges Wasserlassen, erektionsstörungen )

Leukozyten: 4030 Norm: 4230-9070
Basophile: 1,7% Norm: 0,2 - 1,2
Kreatinin: 0,66 Norm 0,7-1,3
IGF1: 173,1 Norm 225,5-480
HDL-Cholesterin: 38 Norm >55
Bilirubin: 2,1 Norm: 0,1 - 1,2

Schilddrüsenwerte nicht ausser Norm aber trotzdem:
freies T3 4,4
freies T4 1,2
TSH 1,55

Ich mache auch 3 mal die Woche Krafttraining aber kann kaum Muskeln aufbauen , was ich eigentlich sollte mit meiner Wirbelsäule und zunehmen tu ich nur am Bauch.

Geändert von Malve (26.04.14 um 13:04 Uhr)

Blutwerte - Interpretation

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Sven,

Deine Basophilen sind erhöht:
ERHÖHUNG:
Chronisch Myeloische Leukämie (CML). Die Vermehrung der Basophilen Granulozyten bei CML ist wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu entzündlich bedingten (also gutartigen) Erhöhungen der weißen Blutkörperchen, bei denen die Basophilen niedrig oder normal sind.
Ein Anstieg der Basophilen bei CML kann eine Verschlechterung anzeigen.
Polyzythämia Rubra Vera
Schilddrüsenunterfunktion
Colitis Ulcerosa
Schwangerschaft
Bei folgenden Medikamenten wurde eine Erhöhung der Basophilen beobachtet: Desipiramin (Antidepressivum)
Basophile Granulozyten

Deine Leukozyten sind erniedrigt:
VERMINDERUNG = LEUKOPENIE:
Leukopenien entstehen praktisch immer durch Verminderung der Neutrophilen Granulozyten. Die Anteile der anderen Leukozyten sind kleiner, sodass selbst ein vollständiges Fehlen keine auffällige Verminderung der Gesamtleukozytenzahl bewirkt. Um eine Verminderung zu erkennen muss also ein Differentialblutbild angefertigt werden.
Weie Blutkrperchen

Ist bei Dir ein Differentialblutbild gemacht worden?:
Differentialblutbild - Onmeda.de

Dein Kreatininwert ist erniedrigt.
Warum wurde der bestimmt? Hier finde ich keine Angaben zu einem erniedrigten Wert.
Kreatinin - bersicht

Hier dieses:
Kreatinin erniedrigt:
Schwangerschaft
frühes Stadium des Diabetes mellitus
verminderte Muskelmasse
In Fällen, bei denen der Verdacht auf eine Nierenfunktionsstörung besteht, ist eine etwas aufwendigere Untersuchung notwendig: die Bestimmung der Kreatinin-Clearance.
Nierenwerte Kreatinin - Onmeda.de

Dein IGF1 ist erniedrigt:
Ein Mangel an GH und IGF-1 kann durch Krankheitsbilder wie Hypopituitarismus (Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Achse, die aus einem Fehlen der GH-Produktion in der Hypophyse resultiert) oder durch einen nicht-GH-produzierenden Hypophysentumor, der die hormonproduzierenden Zellen schädigt, hervorgerufen werden. Ein IGF-1-Mangel tritt auch bei einem Ausbleiben der Antwortbereitschaft auf GH (GH-Insensitivität, GHI) auf. GHI kann primär (genetisch) oder sekundär aufgrund von Krankheitsbildern wie Mangelernährung oder chronischen Erkrankungen entstehen.

Tritt ein Mangel früh im Leben eines Menschen auf, kann dies das Knochenwachstum und die gesamte Entwicklung behindern und bei Kindern eine im Vergleich mit Gleichaltrigen kurze Statur verursachen.
Labtest*-*IGF-1

Dein HDL ist erniedrigt:
Verminderungen des HDL-Cholesterins
Erblich bedingt; selten fast völliges Fehlen (Tangier-Krankheit), meist Verminderung des HDL-Cholesterins.
Lebensgewohnheiten: Bewegungsarmut, Übergewicht, Zigarettenrauchen vermindern die HDL-Cholesterin-Spiegel.
Krankheiten: Zuckerkrankheit, Nierenversagen, Niereneiweißverlustsyndrom (nephrotisches Syndrom) vermindern die HDL-Cholesterin-Spiegel.
Zu hohe Triglyzeridspiegel (das sind andere Blutfette) können zur Verminderung des HDL-Cholesterinspiegels führen
Cholesterin - bersicht

Dein Bilirubin ist erhöht: Bilirubin - bersicht
Da stellt sich u.a. die Frage nach den Leberwerten...

Schilddrüsenwerte:
Soweit sehen sie gut aus. Es fehlen aber die Antikörper TPO-Ak, TG-Ak, TRAK. Meistens wird gesagt, daß die nicht interessieren, solange der TSH im Normbereich ist, was bei Dir der FAll ist. Nur wäre das schon interessant um heraus zu finden, ob Du evtl. eine Autoimmunkrankheit der Schilddrüse hast.
Schilddrüse

- Es kann immer passieren, daß bei der Blutabnahme oder im Labor etwas schief geht. Insofern wäre zu überlegen, ob Du die Werte noch einmal bestimmen läßt.
- Was sagt denn der Endokrinologe bzw. der überweisende Arzt zu den Werten?
- Soweit ich das beurteilen kann, wären weitere Werte wichtig, um das ganze klarer zu machen. Oder hast Du noch weitere Werte?

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Geändert von Malve (26.04.14 um 13:00 Uhr)

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