Schon lange energielos....

28.02.14 23:25 #1
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Schon lange energielos....

moon1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 46
Seit: 26.02.14
Hallo Claudia

Vielen Dank. Also ich habe jetzt zum Glück keine Amalgam Füllungen. Das hatte ich nur bei den ersten Zähnen. Leider hatte ich damals ziemlich viel und daran wurde auch oft herumgebastelt. Bei einigen hatte ich wohl mehr Amalgam als Zahn. Diese Mikroteilchen machen mir Sorgen. Ein Zahnarzt kann hierbei nicht mehr helfen. Ich schau mal mit der Suchfunktion.

Liebe Grüsse
moon1

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Sonneja ist offline
Beiträge: 26
Seit: 27.03.12
Liebe moon1,

ich vermute, dass du unter einer chronischen Infektion leidest. (Es könnte evt. Borreliose, Chlamydia pneumoniae, Yersinien, Bartonellen etc. sein.) Du hast wirklich alle Symptome dafür:

- Nackenverspannungen
- Augenprobleme
- Schwindel
- Reizdarm
- Gedächtnisstörungen
- Energielosikeit
- Depressionen
- Blutdruckschwankungen
- tageweise besser oder schlechter

Du findest diese Symptome aufgelistet auf der Seite von Dr. Hopf-Seidel,oder wenn du "Symptomliste Borreliose" googelst. Viele dieser Symptome sind auch typisch für andere Erreger.

Es wundert mich nicht, dass die üblichen Ärzte dir nicht helfen. Sie sind leider nicht auf Infektionen geschult. Die meisten Patienten mit Infektionen werden auf die Psychoschiene gestellt. Du müsstest zu einem Spezialisten.

LG
Sonja

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julisa ist offline
Beiträge: 1.798
Seit: 20.03.09
Es könnte aber genauso eine Kombination aus Schildrüsenunterfkt. und Eisenmangel sein plus ein Darm, der nicht mehr gesund aufnehmen kann. (Burnout heisst ausgezullte Nährstoffdepots, die füllen sich mit normaler Ernährung nicht mehr von selber.)

Moon, hast Du denn die SD Werte und Eisenwerte vom letzten Mal, so dass Du diese hier mal einstellen kannst?

Wenn SD Symptome vorhanden sind, dann ist das ausschlaggebend (z.B. Lichtempfindlichkeit). Und SD und Eisen hängen auch wieder zusammen. Wenn Eisen niedrig, braucht es übrigens drei Monate um da wieder etwas aufzufüllen. Und bei der SD ist es häufig so, dass eine Umwandlungsstörung vorliegt, so dass eine alleinige Gabe von Hormonen nicht der richtige Weg ist.

B12 Mangel ist auch ganz häufig und da reicht orale Einnahme oft nicht und mal eine Spritze auch nicht aus.

B12 im Serum hat wenig Aussagekraft, besser ist Methylmalonsäure im Urin. Ein klassischer Hausarzt kennt das nicht und die Kasse übernimmt es leider nicht.

Und wenn Du die Nebennieren testen möchtest, dann brauchst Du ein Tagescortisolprofil im Speichel, das geht über das Blut leider auch nicht. Wird leider auch nicht von der Kasse gezahlt.

Das macht das ganze so schwierig ... die richtigen Untersuchungen, die richtigen Interpretationen müssen zusammenkommen und leider muss man vieles selber zahlen.

Übrigens solltest Du jeglichen Zucker aus Deiner Ernährung streichen, auch Konfitüre. Und noch mehr so was wie Cola Zero und Energy drinks. Alle Industrieprodukte enthalten vielfältige Stoffe, die für einen kranken Darm absolut ungeeignet sind.

Vielleicht waren da noch ein paar neue Ideen dabei.

VG
julisa

Geändert von julisa (08.03.14 um 16:10 Uhr)

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Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Hallo Moon1
Zitat von moon1 Beitrag anzeigen
Ich nehme an das alles irgendwie zusammenhängt.
Ja, das nehme ich auch an. Ich schliesse mich Sonneja an. Auch ich gehe davon aus, dass du es insbesondere mit chronischen Infektionen zu tun hast. Und zwar schon seit mindestens zehn wenn nicht gar zwanzig Jahren… Je nach Erreger und befallener Körperregion können solche unzählige Symptome sowie auch Krankheitsbilder imitieren/auslösen (z.B. gehört natürlich auch Prädiabetes dazu! All deine anderen Auffälligkeiten sowieso) .
Aufgrund deiner Symptomatik sowie Krankheitsgeschichte ist es für mich jedoch äusserst schwierig, nur auf einen bestimmten Erreger zu tippen. Vielleicht denke ich als erstes an Borrelien. Keine Ahnung. Ich würde mich einfach einmal auf alle typischen Erreger untersuchen lassen (z.B. auch Chlamydia Pneumoniae, Mycoplasma Pneumoniae, Bartonellen sowie auch typische Erreger des Verdauungstrakts wie z.B. Yersinien, Campylobacter, Parasiten etc.).
Zitat von moon1 Beitrag anzeigen
Das mit den Leberwerten ist auch so etwas. Wenn ich die alten Laborergebnisse anschaue, dann sehe ich das die Gama-GT Werte immer an der oberen Normgrenze krazen.
Die Leber ist DAS Entgiftungsorgan. Bei chronischen Infekten hat der Körper natürlich nonstop etwas zu entgiften, die Leber ist früher oder später komplett überfordert. Je nach Erreger kommt es öfters vor, dass auch Leberwerte ansteigen…
Zitat von moon1 Beitrag anzeigen
Ich hatte auch eine Enzündung im Bauchraum. In der Gegend von Dünndarm und Galle. Man hat dann eigentlich nie herausgefunden was es ausgelöst hat. Sie hatten eine Vermutung, aber das wars dann auch nicht.
Welche Vermutung hatten die Ärzte damals, welche ausgeschlossen wurde?
Zitat von moon1 Beitrag anzeigen
Cortisol im Blut war bei mir in Ordnung
Ich würde dies noch einmal im Speichel testen lassen (Tagesprofil).
Zitat von moon1 Beitrag anzeigen
Schwermetallbelastung (Amalgan) Ich kann mich erinnern, das die meisten Stockzähne Amalgamfüllungen hatten.
Hast du denn schon mal überprüfen lassen, ob du aktuell noch eine Schwermetallbelastung hast? Ich wäre nicht verwundert, wenn dem so wäre…

Alles Gute und liebe Grüsse

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moon1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 46
Seit: 26.02.14
Hallo Sonja, Julia und Kämpferin

Vielen Dank für eure Hilfe. In den letzten Tagen habe ich viel im Forum gelesen und ich denke mitlerweile auch, dass ich eine chronische Infektion haben könnte. Was für einen Titel haben diese Spezialisten, die eine chronische Infektion herausfinden können?

Die Vermutung, die die Ärzte damals hatten betreffend der Entzündung im Bauchraum war Clamydien. Das hat sich aber nicht bestätigt. Es wurde damals ein Bluttest gemacht.

Ein Cortisol-Tagesprofiltest habe ich letzte Woche abgeschickt. Ich hoffe, dass ich demnächst das Ergebniss erhalte. Nächste Woche habe ich einen Termin beim Endokrinologen.

Das mit der Schwermetallbelastung habe ich nie überprüfen lassen. Weil ich keine Amalgamfüllungen mehr habe, habe ich lange Zeit gedacht, dass das mich nicht mehr betrifft. In den letzten paar Jahren habe ich mich aber zwischendurch immer wieder damit beschäftigt und im Internet nachgeforscht. Mich hat das aber irgendwie verwirrt, weil es so verschiedene Meinungen gibt wie das getestet werden kann und ausgeleitet wird. Ich habe auch schon bei einem Arzt nachgefragt und in der Apotheke, aber die wussten auch nichts. Vorgestern bin ich aber dann auf zwei interessante Internetseiten gestossten. Ich habe mir überlegt, ich könnte einen Urintest machen und dann 2 Wochen Chlorella und Bärlauch nehmen und dann wieder einen Urintest machen. So würde ich sehen ob es funktioniert und ob ich eine Schwermetallbelastung habe. Wie denkt ihr darüber?

Am Freitag gehe ich zu einer neuen Hausärztin. Ich habe gehört, dass sie offen für Alternativmedizin ist. Das wäre toll. Ich hoffe, dass sie mich unterstützt herauszufinden was los ist. Ich habe mich vorbereitet und alle Ideen in ein MindMap geschrieben, damit ich den Überblick behalte. Ich bin gespannt wie sie darauf reagiert.

Letzten Freitag war ich bei einem Darmspezialisten für ein Gespräch. Jetzt habe ich einen Termin für eine Darmspiegelung. Er will schauen, ob alles in Ordnung ist und ob es vielleicht Morpus Crohn sein könnte. Ich habe ihn auch auf Fructose-, Laktose- und Glutenintoleranz angesprochen. Er meinte, dass ich keine Intoleranz habe. Ich habe ihn auch noch gefragt, ob etwas mit der Darmflora nicht stimmen könnte. Dazu hat er nichts gesagt. Ich weiss nicht was ich davon halten soll. Ich dachte, er wird das testen um mir das zu beantworten. Oder reicht ein Gespräch aus?

Ich schreibe hier mal 2 SD- und Eisenwerte:

18.04.2013 das war vor der Behandlung beim Endokrinologen
TSH 3.07 mU/L 0.35 - 4.5
fT4 16.2 pmol/L 10.0 - 19.8
ft3 6.1 pmol/L 3.1 - 6.5
Eisen 15.3° µmol/L 4.4 - 35.6
Ferritin 52 µg/L 30 - 300

23.01.2014 Damals hatte ich schon 3 Eisen und B12 Infusionen
TSH 1.65 mU/l 0.27 - 4.2
fT4 18.0 pmol/l 12 - 24.1
fT3 4.55 pmol/l 3.1 - 6.8
Eisen 13.5 µmol/l 5.83 - 34.5
Ferritin 163.7 ng/ml 13.0 - 150.0
Transferritinsättigung 22 % 15 - 45

Seit Dezember nehme ich 1x pro Tag Euthyrox 50. Im Januar hatte ich ziemlichen Prüfungsstress als mir Blut abgenommen wurde. Kann Stress das TSH auch beeinflussen?

Was ich einfach nicht verstehe ist, dass es scheinbar bei vielem sehr unterschiedliche Meinungen gibt. Wieso werden Bluttests gemacht, wenn Speicheltests aussagekräftiger sind? Auch Borreliose ist so ein Beispiel. Im Wiki gibt es ein Link zur Borreliose Beschreibung, wo auf eine Internetseite führt, die zwei total unterschiedliche Meinungen zu dieser Infektion beschreibt. Es scheint so als gäbe es zwei Welten.

Vielen Dank und liebe Grüsse
moon1

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DiesUndJenes ist offline
Beiträge: 18
Seit: 28.12.13
Hey moon1,

Irgendwie erscheint mir das Ganze etwas komisch:
Du bist in psychologischer Behandlung und dort wurde dir mitgeteilt, dass deine Beschwerden wohl durch eine (bereits diagnostizierte?!) chronische Depression ausgelöst werden...und du willst jetzt anfangen nach körperlichen Ursachen zu suchen?

Inwiefern wird deine Depression denn behandelt? Chronische Müdigkeit und Gedächnisprobleme sind DIE Beschwerden von Depressionen bzw andersherum gesagt: Depressionen fallen unter die Hauptauslöser dieser beschwerden.

Wäre es nicht sinnvoller dem nachzugehen bevor du auf abenteuerliche Ideen wie chronische Infektionen, Schwermetallbelastungen und Tests aus dem Internet kommst?

Natürlich sollte man (eigentlich zuerst) naheliegende körperliche Ursachen ausschließen, aber wenn ein psychisches Problem bereits diagnostiziert ist?!

In körperliche Ursachen kann man sich hineinsteigern, denn es gibt immer etwas was noch nicht untersucht wurde oder was im Nachhinein nach Meinung anderer nicht korrekt untersucht wurde, vorallem wenn man die Alternativmedizin miteinbezieht.

Oder anders gefragt:
Welche Gründe sprechen denn gegen eine psychische Ursache und welche für eine körperliche?

Zitat von moon1 Beitrag anzeigen
Was ich einfach nicht verstehe ist, dass es scheinbar bei vielem sehr unterschiedliche Meinungen gibt. Wieso werden Bluttests gemacht, wenn Speicheltests aussagekräftiger sind? Auch Borreliose ist so ein Beispiel. Im Wiki gibt es ein Link zur Borreliose Beschreibung, wo auf eine Internetseite führt, die zwei total unterschiedliche Meinungen zu dieser Infektion beschreibt. Es scheint so als gäbe es zwei Welten.
Es gibt sogar weitaus mehr als nur 2 Welten wenn man sich Meinungen zu verschiedenen Erkrankungen ansieht. Vorallem im Internet.
Während die Schulmedizin davon ausgeht Krankheit A existiert gar nicht wirbt Seite Y mit Heilmethoden und erklärt wie gefährlich und weit verbreitet sie doch ist. Als Laie ist es schwierig zu entscheiden wem man nun vertrauen sollte.

Liebe Grüße und gute Besserung

Geändert von DiesUndJenes (13.03.14 um 00:30 Uhr)

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julisa ist offline
Beiträge: 1.798
Seit: 20.03.09
Hallo Diesundjenes,
wenn Du Dich hier im Forum mehr einliest, wirst Du sehen, dass genau das ja häufig das Thema ist. Es wird die Diagnose Depression gestellt, wobei es dafür eben eine Ursache gibt. Depression ist meist eine Folgeerscheinung, daher ist es völlig richtig zu schauen, was dahinter steckt. Alleine ein kranker Darm z.B. kann einen Serotoninmangel verursachen, der zu Depressionen führt. Also liegt die Ursache im Darm. Antidepressiva sind nie die alleinige Lösung, meine Meinung und die vieler anderer.

Die normale Schulmedizin schaut sich solche Themen wie Darmflora, Nährstoffmängel, latente Nebennierenschwäche aber nicht an bzw. dementiert sogar den Zusammenhang. Also muss man eben selber aktiv werden.

VG
julisa

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bestnews ist offline
Beiträge: 5.707
Seit: 21.05.11
ERgänzend zu julisa.

Ich hatte durch Gluten Depressionen, mein Onkel auch. Die Fructosemalabsorption beschwert mir auch depressive Zustände, bei grobem Verstoss werde ich sogar lebensmüde.
Mein beste Freundin hatte das mit Milcheiweiss und zwar ein Leben lang und kein Arzt hat das gesehen. Ich musste ihr das stecken, das Gleiche bei meinem Onkel und bei mir.

Dr. med.Ledochowski sagt in seinem Buch " Wegweiser Nahrungsmittelunverträglichkeiten" (Das leider die Schwäche hat, dass es viel, viel zu wenig Symptome aufzeigt und man sich unter Umständen nicht wiederfindet , obwohl die Unvertäglichkeit besteht) dass Gluten, Fructose, Lactose Depressionen hervorrufen können. Es kommt hier zu einem Trypthophanmangel, Serotoninmangel in der Folge dann die Depression.
Dass sowas bis heute scheinbar vor der Antibiotikagabe nicht abgeklärt wird, ist ein Skandal und grob fahrlässig.
Die Histaminintoleranz kann auch Depressionen zeitigen, die Hit wird meist nicht erkannt, genauso wenig wie das Problem mit dem Milcheiweiss und Gluten.Fructose und Lactose meine ich, schon eher.

Alles Gute.
Claudia.

Schon lange energielos....

Sonneja ist offline
Beiträge: 26
Seit: 27.03.12
Hallo moon1,

am besten aufgehoben für die Untersuchung auf eventuelle Erreger bezüglich einer chronischen Infektion bist du bei einer Handvoll Ärzten, die dieses Problem ernst nehmen und deren Schwerpunkt es ist.

In anderen Foren werden einige empfohlen, mit denen die User gute Erfahrungen gemacht haben, nachdem sie Jahr für Jahr von einer Sackgasse in die nächste geraten sind. Wenn du möchtest, schicke ich dir eine PN mit der Ärzteliste.

Ich könnte mir vorstellen, dass der Darmspezialist dir diagnostisch nicht helfen wird, wenn deinen Beschwerden tatsächlich eine Infektion zugrunde liegt, da er in der Regel nicht auf Bakterien untersucht.

LG
Sonneja

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bestnews ist offline
Beiträge: 5.707
Seit: 21.05.11
Interessant Sonneja, welche andere Foren meinst Du, mich würden derartigen Listen auch interessieren und sicher noch ne Menge Leute mehr, von denen hier allerdings ne Menge nicht mitlesen werden..

Alles Gute.
Claudia


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