Ein Auf und Ab; Heißhungerattacken, Gewichtszunahme

05.01.14 08:18 #1
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Kaminfeger ist offline
Beiträge: 1
Seit: 05.01.14
1.in der kalten Jahreszeit habe ich mehr Heisshungerattacken,Lust auf Süss. Auch auf länger anhaltende Sättigung fehlt mir.
2.Langzeit Behandlung gegen Depression mit Antidepressiva führt immer wieder zu Gewichtzunahme.


Ein Auf und Ab; Heißhungerattacken, Gewichtszunahme
Clematis
Zitat von Kaminfeger Beitrag anzeigen
1.in der kalten Jahreszeit habe ich mehr Heisshungerattacken,Lust auf Süss. Auch auf länger anhaltende Sättigung fehlt mir.
2.Langzeit Behandlung gegen Depression mit Antidepressiva führt immer wieder zu Gewichtzunahme.
Hallo Kaminfeger,

Zur Lust auf Süss, siehe auch hier:
http://www.symptome.ch/vbboard/krypt...-b-mangel.html
Für mich hatte ich vor vielen Jahren festgestellt: je mehr Süsses ich zu mir nahm, umso mehr Hunger, insbesondere Hunger auf Süsses, bekam ich. Widerstand ich dem, aß nichts Süsses mehr, ging nach relativ kurzer Zeit auch der Heißhunger auf Süsses weg. Zucker verursacht einen Mangel an B-Vitaminen, hört man auf Süsses zu essen, verschwindet dieser Mangel recht schnell, weil man die Vitamine wieder aufnehmen und "Vorräte" anlegen kann. Die Heißhungerattacken bleiben aus, denn sie werden durch den Vitaminmangel ausgelöst.

Bei Antidepressiva ist zu beachten, daß sie viele Nebenwirkungen haben. Dazu gehört auch, daß sie einen Mangel an Mikronährstoffen verursachen, was wiederum zu Hungerattacken führen kann.

Unbedingt beachten, Supplementierungen IMMER mit dem behandelnden Arzt absprechen!

Folgendes ist dem Buch von Uwe Gröber: Arzneimittel und Mikronährstoffe, entnommen:
Trizyklische Antidepressiva verursachen einen Mangel an Vitamin B2, B6, B12, Coenzym-Q10, Folsäure. Empfohlen wird eine Supplementierung von Riboflavin, Vitamin-B-Komplex und den anderen Mikronährstoffen.
Bei unterschiedlichen Medikamenten kann noch ein Mangel an Vitamin C und E entstehen.
Der Mangel an B-Vitaminen, insbesondere B12 und Folsäure, der oft mit einem erhöhten Homocysteinspiegel einhergeht, kann Depressionen auslösen.
Abhängig von dem Medikament darf hier auf keinen Fall die Aminosäure L-Triptophan supplementiert werden - das ist lebensgefährlich. (Ende der Daten aus dem Buch).
Hier stellt sich für mich die Frage, ob eine Depression nicht vorrangig und zuerst mit der Gabe von Mikronährstoffen behandelt werden könnte und sollte, statt zu nebenwirkungsreichen Antidepressiva zu greifen.

Und ich stelle mir die Frage: Wenn Antidepressiva jene Mikronährstoff-Mängel verursachen, die mit als Ursache einer Depressionen gelten, welchen Sinn hat dann diese Behandlungsmethode?

Noch ein Hinweis zu länger anhaltender Sättigung - hier Brot als Beispiel: Ißt man morgens zwei Scheiben Industrie-Brot, hat man spätestens nach 2 Stunden wieder Hunger. Ißt man aber zwei Scheiben Vollkornbrot aus dem Bioladen, ist man für ca. 6 Stunden satt. Das liegt daran, daß im Industriebrot kaum noch Nährstoffe enthalten sind, die im Biobrot aber alle noch erhalten und enthalten sind. Das habe ich auch selbst ausprobiert und festgestellt, daß Biobrot preislich dann sogar billiger sein kann als das Industriebrot für 0,99 Cent!

Gruß,
Clematis

Ein Auf und Ab; Heißhungerattacken, Gewichtszunahme
darleen
Hallo Kaminfeger

Noch ein Aspekt

Depressionen können auch einen Vitamin D-Mangel wiederspiegeln

Forscher des UT Southwestern Medical Centers in Dallas, Texas fanden den Zusammenhang zwischen fehlendem Sonnenlicht und erhöhtem Depressionsrisiko heraus. In einer Studie des Journals “Mayo Clinic Proceedings” wiesen die US-amerikanischen Forscher nach, dass Mangel an Vitamin D mit Depression in Verbindung steht.
Vitamin D Mangel Depression: Symptome & Behandlung bei Depression

liebe grüße darleen

Ein Auf und Ab; Heißhungerattacken, Gewichtszunahme

MiglenaN ist offline
Beiträge: 1.207
Seit: 15.05.13
Zitat von Kaminfeger Beitrag anzeigen
1.in der kalten Jahreszeit habe ich mehr Heisshungerattacken,Lust auf Süss. Auch auf länger anhaltende Sättigung fehlt mir.
Hallo Kaminfeger,
Heißhungerattacken haben Ursachen. Wurden Deine Blutzuckerwerte gemessen?

Zitat von Kaminfeger Beitrag anzeigen
2.Langzeit Behandlung gegen Depression mit Antidepressiva führt immer wieder zu Gewichtzunahme.
Haben die Antidepressiva nun geholfen oder nicht?

Grüße, Miglena
__________________
Ein freundlicher Blick durchdringt die Düsternis wie ein Sonnenstrahl. (Albert Schweitzer)

Ein Auf und Ab; Heißhungerattacken, Gewichtszunahme
Männlich Windpferd
Hallo Kaminfeger,

mir hat gegen meine Zuckersucht so ziemlich alles Bittere geholfen. Vor allem bittere Tees, unter diesem primär starker Wermut-Tee. (Nicht mehr als 2 Tassen / Tag.) Fördert ja den Gallefluß. Inzwischen mag ich Bitter viel lieber als Süß. (Auch die bitteren Salate.) Einschlägig: Rauch & Kruletz: "Heilkräuter-Kuren".

Zuckerentwöhnung kann schon belastend sein. Infolge von chronisch zuviel Einfachkohlenhydraten produziert das Pankreas viel zuviel Insulin, dessen Wirkung zudem viel zu lange anhält. Dadurch wird der Blutzuckerspiegel weit unter die Norm gedrückt, mit einer Vielzahl von Symptomen. Ich fror trotz äußerer Wärme und mußte mich mitunter auf der Straße hinsetzen, weil ich mich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Da muß man durch - bis das Pankreas lernt, daß viel weniger Insulin gebraucht wird. Wenn man in solchen Situationen auch nur eine geringe Menge Zucker ißt, geht es einem sofort gut - aber man hat die Krankheit verläßlich verlängert.

Ja, orthomolekular läßt sich Depression oft wirksam behandeln. Aber - wie Clematis schon betont hat - mit mindestens 10 Tagen Abstand von synthetischen Antidepressiva. (Man könnte ein Serotonin-Syndrom kriegen, was eine Notfallsituation wäre.) Gewichtszunahme ist bei diesen eine häufige Nebenwirkung. Manche NW werden auf den Beipackzetteln schamhaft heruntergespielt, z.B. die Erhöhung der Suizidrate.

Häufig in der Literatur und durch kundige Ärzte empfohlene NEM - deren Wirksamkeit ich bei vielen Bekannten beobachten konnte; nicht bei allen leider - sind der Literatur zufolge vor allem S-Adenosyl-Methionin (SAMe; 2 x 200 mg/Tag nüchtern; besser resorbiert als Samyr-Amp. - in Italien gegen Depression zugelassen, in D als Import verschreibungspflichtig. Parenteral viel wirksamer als oral.) Ferner 5-HTP (5-Hydroxytryptophan, die aktivierte Form von Tryptophan, direkte Vorläufersubstanz von Serotonin, erhältlich auch unter dem Namen Griffonia; langsam einschleichend bis zu 400 mg / Tag), schließlich Niacin (nicht Niacinamid, auch keine Retard-Form; bis zu 1000 mg / Tag, in kleinen Schritten einschleichend wegen des Flush, der bei Überdosierung oder zu rascher Aufdosierung sehr unangenehm sein kann.) Evtl. Johanniskraut (Hypericin).

Am besten in Begleitung eines Arztes - wenn man denn das Glück hat, einen zu kennen, der sich in Orthomolekularer Medizin auskennt. Vor Einnahme von Niacin und SAMe sollte - gleichfalls der Literatur folgend - das schädliche Homocystein bestimmt werden; falls erhöht, läßt es sich mit Methylcobalamin (B12), Folsäure, B6 und evtl. Betain gut senken. Hat bei Bekannten und bei mir sehr gut funktioniert.

Solange man noch Amalgamfüllungen im Mund hat oder sich stärkerem E-Smog aussetzt, ist - den mir bekannten Ärzten zufolge - der Erfolg der genannten NEM fraglich. Deren Empfehlung: zunächst die beiden genannten Giftquellen möglichst weitgehend eliminieren.

Seit langem ist bekannt, daß aerobes Ausdauertraining (jeden 2. Tag mindestens 20 Minuten) antidepressiv wirkt. Dasselbe gilt für die sog. Buteyko-Atmung (s. Thread "Weniger atmen - mehr Luft kriegen"). Und schließlich - gleichfalls lange bekannt - aufrechte aber entspannte Körperhaltung.

Mein Privatrezept: Mich den Herausforderungen des Alltags stellen - nicht kneifen. Z.B. jemandem meine subjektive Wahrheit sagen, auch wenn ich mich dadurch bei ihm unbeliebt mache. Kannst ja mal ausprobieren - wie alles andere auch.

Dir viel Erfolg,
herzlich
Windpferd


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