Schmerzen in Vorderfuss und Zehen

31.12.13 18:04 #1
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Olessa ist offline
Beiträge: 2
Seit: 31.12.13
Hallo 😃,
ich versuche es kurz zu machen. vor fünf wochen bin ich mit dem fuss umgeknickt. war alles im rahmen einer normalen verstauchung. als alles ok war, bekam ich aus heiterem himmel belastungsschmerzen im vorderfuss, die sich bis in die zehen ausbreiteten. ich war beim arzt, der sagt sind folgen des ergusses, das wird schon wieder. schmerzen sind aber so schlimm geworden, dass ich zum kh bin. fuss geröngt worden, nix gebrochen. test auf rheuma, negativ. ich habe inzwischen solche schmezen, dass ich mit dem vorderfuss nicht aufsetzen kann und nichts an meine zehen kommen kann. ich suche nach einer erklaerung, bzw schmerzlinderung


Schmerzen im Vorderfuss und Zehen
darleen
Hallo Olessa

bei Umknickgeschichten kann es vorkommen das Bänderverletzungen doch höher im Verletzungsgrad sind als man denkt, bzw. ersichtlich ist

dadurch kann sich die Gesamt-Fuss-Statik verändern , die sich von alleine nicht mehr richten möchte

da braucht es dann einen Blick von einem Chiropraktiker darauf um die Statik wieder herzustellen

ein Versuch wäre es wert

liebe grüße darleen

Schmerzen im Vorderfuss und Zehen

Emillia ist offline
Beiträge: 219
Seit: 06.02.13

Schmerzen im Vorderfuss und Zehen
Clematis
Zitat von Olessa Beitrag anzeigen
ich habe inzwischen solche schmezen, dass ich mit dem vorderfuss nicht aufsetzen kann und nichts an meine zehen kommen kann. ich suche nach einer erklaerung, bzw schmerzlinderung
Hallo Olessa,

schau mal hier:
Fußproblemen und Fußbeschwerden ein Ende setzen | die-fussexperten.de

Hier werden verschiedenste Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten genannt. Ein Handbuch dazu kann ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden. Vielleicht hilft Dir das, Dein Problem einzugrenzen und die richtige Therapie zu finden.

Liebe Grüße,
Clematis

Schmerzen in Vorderfuss und Zehen

Olessa ist offline
Themenstarter Beiträge: 2
Seit: 31.12.13
Hallo, es sind inzwischen viele Monate vergangen und ich moechte mich für Eure Anregungen bedanken! Leider hat es mir nicht wirklich weiter geholfen. Ich bin im letzten halben Jahr bei den unterschiedlichsten Aerzten gewesen. Keiner konnte mir wirklich weiterhelfen. Ich bin bis ins letzte Detail durchgecheckt worden, ich bin kerngesund. Es liegen keine Erkrankungen vor. Inzwischen reduzieren sich meine Schmerzen auf zwei Zehen, die mir aber so weh tun, dass ich seit 6 Monaten nur noch mit einem Entlastungsschuh fuer den vorderfuss, wo die Zehen voellig frei sind, lebe. Ich war bei den verschiedensten Neurologen, aber keiner kann mir sagen warum ich solche Schnerzen seit dem Umknicken habe. Ich war lange Zeit sehr deprimiert und habe mich deshalb sehr zurück gezogen. Ich kann seit dem Umknicken bis heute keinen Strumpf mehr anziehen- 7 Monate sind es jetzt und gar nichts ueber die Zehen ziehen. Ich habe keine Lust mehr nur noch diesen Entlastungsschuh tragen zu koennen, ohne Strümpfe. Nä Woche werden mir die Zehen abgenommen, Gott sei Dank'

Schmerzen in Vorderfuss und Zehen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Olessa,

danke für den erneuten Bericht, auch wenn er sehr unerfreulich ist. Ich bin richtig erschrocken, als ich gelesen habe, daß Du Dir die zwei Zehen abnehmen läßt, wobei ich das auch verstehe. Hoffentlich sind das wirklich die Bösewichte...

- Warst Du eigentlich jemals auch bei einem guten Osteopathen?
- Ist von Deinem Fuß mit Knöchel (es war doch der Knöchel, der verstaucht war?) jemals ein MRT gemacht worden?
- Haben alle behandelnden Ärzte das Röntgenbild + MRT angeschaut? - Manchmal übersieht einer etwas.
- Welche Zehen sind jetzt immer noch betroffen?

Diese Untersuchungen sind gemacht worden?:

...
Nur durch eine ausführliche neurologische Untersuchung, die eventuell durch eine elektrophysiologische Messung der Nerven an den Beinen ergänzt wird, die mit geringen Stromreizen durchgeführt wird, (etwas unangenehm), kann geklärt werden, ob nicht noch zusätzliche, eventuell von Ihnen bislang nicht bemerkte Nervenstörungen vorhanden sind. Eventuell müsste die elektrophysiologische Untersuchung noch durch eine etwas schmerzhafte Nadeluntersuchung, die von den meisten ohne grössere Beeinträchtigungen toleriert wird, erweitert werden. Hierbei wird vorsichtig in die Beinmuskulatur gestochen. Vielen bereitet diese Untersuchung bei rücksichtsvoller Durchführung nicht mehr Schmerzen als eine Blutabnahme; für Manche kann aber auch eine Blutabnahme zu einer mittleren Katastrophe werden. Erfreulich wäre natürlich, wenn keinerlei Störungen während des neurologischen und elektroneurophysiologischen Untersuchungsganges vom Neurologen herauszuarbeiten sind. Sollte letzteres zutreffen und das Taubheitsgefühl weiter unverändert anhalten, sollte im Anschluß an den unauffälligen neurologischen Untersuchungsgang eine ergänzende internistische und ggf. gynäkologische Untersuchung von Ihnen vorgenommen werden .
...
Taubheit im Zeh

Den Hinweis auf die Morton Neuralgie von Emilia finde ich auch wichtig. Ist in der Richtung untersucht worden? Denn da gäbe es eine andere Operation:
...

Konservative Behandlung
Normalerweise wird die konservative Therapie vor einem chirurgischen Eingriff versucht. Konservative Methoden schließen mit ein:

- orthopädische Schuhe mit einem breiten Zehenkasten
- spezielle Einlagen zur Stützung des gesamten Fußes (s. Abb. 4)
- Erhöhungen, die in die Schuhe eingearbeitet werden, und damit den Vorfuß beim Gehen entlasten (Orthopädie-Schuhmacher)
- Einspritzung eines lokalen Betäubungsmittels und / oder Cortisonbehandlung
- regelmäßige Fußgymnastik.
...
MORTON NEURALGIE - auch Morton Neurom genannt -

Was ist ein Neurom?
Der Ursachenschmerz eines Neuroms liegt normalerweise im Bereich des Vorfußes, besonders zwischen der 2. und 3. sowie der 3. un 4. Zehe. Der Schmerz tritt attackierend auf und wird als stechend, schießend, brennend, elektrisierend sowie in die Zehen ausstrahlend empfunden.

Entlastung von den Symptomen erreicht man nur kurzfristig durch Ausziehen des Schuhs und das Massieren des betroffenen Bereiches.

Neurom - Nervengeschwulst -

medialer (in der Mitte)
Plantar (Fußsohle)
lateraler (seitlich)
Plantar (Fußsohle)
...
Das Neurom (Geschwulst) ist ein faserartiges Verdicken des Nervs, der sich vom Ballen ausgehend, zwischen den sogenannten Metatarsal-Köpfchen, in die Zehen / Zehen (inseitig) verzweigt.
An dieser Zweig-Stelle (s. Abb. 1 ) im Bereich der 2. und 3. sowie der 3. und 4. Zehe (ganz selten zwischen 4. und 5. Zehe) bildet sich das Neurom.

Der Nerv bildet sozusagen eine verdickte Schutzhülle, damit er sich nicht mehr entzünden kann.

Diese Plantar-Nerven befinden sich in der Fußsohle. Von der Ferse ausgehend verzweigen sie sich hin zu den einzelnen Zehen, wo sie sich teilen, um innseitig der Zehen zu enden. (s. Abb. 2)

Was verursacht ein Neurom?

Die genaue Ursache ist bisher noch nicht bekannt. Unumstritten wurden aber einige Fakten festgestellt:
- schwaches Bindegewebe
Das Bindegewebe dient der Unterteilung, Einbettung und Zuleitung einzelner Nerven, Gefäße, Sehnen, Muskeln und Organe.

- stark erhhöhte Absätze
Sie verlagern das Körpergewicht auf den Vorfuß - nach und nach entsteht ein
Spreizfuß (s. Abb. 3)
- schmale, feste Schuhe
Die Schuhe, die im Vorßußteil schmal gearbeitet sind geben den Vorfüßen nicht genügend Raum um abzurollen, dadurch werden die Zehen künstlich zusammengepreßt. (der Nerv wird zwischen den Knochen eingeklemmt, was ihn zur Entzündung bringt)
- starke Belastungen
- Ständiges langes Gehen und Stehen (auch berufsbedingt)
- stark erhöhtes Körpergewicht
- Flache Füße (biomechanische Funktionsstörungen) können genauso eine Ursache sein.

Die Morton Neuralgie - auch Morton Neurom genannt

tritt in allen Erwachsenenaltersklassen auf
ca. 80 % bei Frauen, 20 % bei Männern
es kann einen Zeh und Fuß betreffen, aber auch mehrere Zehen sowie beide Füße.

Wann ist eine Behandlung angezeigt?

Neurome sollten behandelt werden
- wenn sie schmerzhaft sind, Tätigkeiten begrenzen, wenn Sie Schwierigkeiten haben, Schuhe zu tragen, nicht mehr gehen können -
...
Konservative Behandlung
Normalerweise wird die konservative Therapie vor einem chirurgischen Eingriff versucht. Konservative Methoden schließen mit ein:

- orthopädische Schuhe mit einem breiten Zehenkasten
- spezielle Einlagen zur Stützung des gesamten Fußes (s. Abb. 4)
- Pelotten - Erhöhungen, die in die Schuhe eingearbeitet werden, und damit den - Vorfuß beim Gehen entlasten (Orthopädie-Schuhmacher)
- Einspritzung eines lokalen Betäubungsmittels und / oder Cortisonbehandlung
- regelmäßige Fußgymnastik
...
Entwicklung eines Neuroms bei Nichtbehandlung
Es ist schwierig, die Folgeerscheinungen und die Rate der Weiterentwicklung eines unbehandelten Neuroms vorauszusagen. Wenn ein Neurom nicht behandelt wird kann Folgendes auftreten:

- Wachstum des Neuroms
- erhöhte Schmerzen im Bereich des Vorfußes
- Unfähigkeit, feste Schuhe zu tragen
- Unfähigkeit, die normale Arbeit auszuführen
- Unfähigkeit, weiter normal zu gehen
- Notwendigkeit eines chirurgischen Eingriffs

Wann ist eine Operation unumgänglich?
Wenn die konservative Therapie - ausreichende Entlastung von Symptomen oder konservative andere Behandlungs-Methoden - die zur Verfügung stehen, dem Patienten keine dauerhafte Schmerzlinderung bringen.

- Klinische Prüfung durch einen Orthopäden
genaue Anamnese
(Erfassung von bekannten Vorerkrankungen des Patienten)

Ursachenforschung
(welche Arbeit, Schuhe, genetische (ererbte) Vorbelastung, Extrembelastung etc.)

Tastdiagnose
Bei seitlichem Druck des Fußes - als ob er in einem Schuh steckt (Aufspreizung der betroffenen Zehen)

"Klicken"

zwischen den Metatarsal-Köpfchen (Mulder-Klick-Symptom)

Einspritzung einer Lokalanästhesie (örtliche Betäubung)
zur Bestätigung der Diagnose (s. Abb. 5)


Röntgen des Fußes
zum Ausschließen eventueller anderer Fußkrankheiten

Ergänzende Tests
zum Bestätigen der Diagnose

(Kernspintographie, Sonographie)
...
http://www.damhorst-online.de/Morton.html

Ich wünsche Dir alles Gute und fähige Ärzte ...

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Geändert von Oregano (22.08.14 um 08:50 Uhr)

Schmerzen in Vorderfuss und Zehen

Inge ist offline
Beiträge: 270
Seit: 04.12.05
Hallo Olessa,

gerade lese ich deinen Beitrag - wie traurig...das tut mir Leid. Aber ich weiß, dass man einfach nach Monaten Dauerschmerzen nur noch den Wunsch hat, sie mögen aufhören...

Ist denn ein CRPS von einem Arzt für spezielle Schmerztherapie definitiv ausgeschlossen worden? Gerade wenn du schreibst, dass nichts an die Zehen kommen darf, weil es alles sofort einen Schmerz auslöst, werde ich hellhörig.

Ich selbst hatte vor 2 Jahren wegen einer ähnlichen Geschichte am Knie einen Verdacht auf CRPS (früher: Morbus Sudeck).

Bitte, falls noch nicht ausgeschlossen, lass es doch noch vor der OP abklären. Weder Orthopäden noch Neurologen kennen sich mit dem CRPS aus - von Ausnahmen wohl abgesehen...Weder Röntgen noch MRT zeigen dabei Auffälligkeiten!
Bei mir kam der 5. Orthopäde!! überhaupt erst auf die Idee...

Zum CRPS gibt es im Netz viele Infos - ich habe mich an eine Selbsthilfegruppe gewandt und gute Hinweise bekommen.

Alles Gute
Inge


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