Heißhunger trotz hoher Blutzuckerwerte?

02.10.13 21:53 #1
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Samuela ist offline
Beiträge: 262
Seit: 16.11.12
Habe das Thema nicht finden können, deshalb frag ich mal:

Ich habe seit einiger Zeit mehrfach täglich starken Hunger. Damit einher geht eine gewisse Reizbarkeit. Klingt von der Symptomatik her alles nach Hypoglykämie (mein Osteopath hat einen entsprechenden Fragebogen mit mir ausgefüllt, ich hatte fast volle Punktzahl). Um das genauer herauszufinden, messe ich seit gestern den Blutzucker. Das sah wie folgt aus:

1 Stunde nach Kartoffelsuppe: 99
2 Stunden nach Qinoa-Schnitten mit Sonnenblumenaufstrich: 108
Heute morgen nüchtern: 105
Eben gerade 1,5 Stunden nach 2 Frühlingsrollen, habe gerade Heißhunger und hoffe das große Abendessen ist bald fertig: 110

Damit hätte ich nun gar nicht gerechnet! Vom Gefühl her müsste der Blutzucker recht niedrig sein. Wie ist das zu erklären?


Heißhunger trotz hoher Blutzuckerwerte?

catlady ist offline
Beiträge: 833
Seit: 29.09.12
Hallo

Deine angegebenen BZ Werte sind in meinen Augen weder hoch noch niedrig, sondern sehr normal und stabil.
Erinnert mich irgendwie stark an meine eigene Problematik...
Einzig den Nüchternwert mit 105 finde ich etwas zu hoch, es sei denn er ist ein Ausreißer und der Nüchternwert ist im Normalfall deutlich unter 100.
Hast du selber ein Messgerät zuhause?

Ich würde an deiner Stelle eventuell auch einen oralen Glukosetoleranztest machen lassen (falls du noch nie einen hattest).

Mich würde interessieren ob du neben Hunger und Reizbarkeit auch noch andere Symptome wie Übelkeit, Herzrasen, Schwäche usw..hast?

Wie sieht es bei dir mit der Schilddrüse aus? (TSH,ft3,ft4)
Cortisolwerte (am besten im Speichel) schon mal testen lassen?

Ist vor Beginn dieser Symptomatik irgendetwas Besonderes in deinem Leben vorgefallen?
Amalgamplombe bekommen, Ernährungsumstellung, neuer Arbeitsplatz, neue Umgebung?
Kommst du regelmäßig mit Giften in Berührung, zb auf der Arbeit?

lg catlady

Heißhunger trotz hoher Blutzuckerwerte?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Samuela,

die Zeiten, zu denen Du den Blutzucker gemessen hast, waren nicht so ganz richtig. Bitte lies Dir hier durch, wann gemessen werden soll:

http://www.symptome.ch/vbboard/diabe...ckerwerte.html

Wichtig ist auch: vorher die Hände waschen, vor allem, wenn die Hände immer mal eingecremt werden, neue Stechhilfe (die sollte höchstens 4x verwendet werden).

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Heißhunger trotz hoher Blutzuckerwerte?

catlady ist offline
Beiträge: 833
Seit: 29.09.12
Hallo Oregano und Samuela

Ja ich habe auch schon öfters gehört man sollte auf jeden Fall auch vor dem Essen messen, öfters mal danach zu messen schadet aber denke ich auch nicht so wirklich, nur gelten dann zum Teil halt leicht abweichende Normwerte.

Wenn ich selber mal wieder gezielt bei mir messe, mache ich das nüchtern, vor einer nächsten Mahlzeit, aber auch mal 15 oder 30 Minuten bzw 1 oder 2 Stunden nach dem Essen oder auch mal ganz spontan.

Auf die Sterilität und Hygiene muss man aber auf jeden Fall achten, weil zb Essensreste am Finger falsch hohe Ergebnisse liefern könnten.

lg catlady

Heißhunger trotz hoher Blutzuckerwerte?

Samuela ist offline
Themenstarter Beiträge: 262
Seit: 16.11.12
Hier steht was zur Vorgeschichte, leider hatte damals niemand darauf geantwortet: http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...ermetalle.html

Aktuell habe ich mehrfach täglich Probleme mit Tachykardien. Manchmal schlägt das Herz einfach nur schnell, manchmal denke ich, es springt gleich aus der Brust. Ich reagiere seit einigen Wochen hochempfindlich auf Histamin, was vorher nicht so war. Aber selbst wenn ich komplett histaminarm esse, habe ich manchmal diese Symptome. Ich scheine auch auf Salz zu reagieren.

Die Geschichte mit der Schwangerschaft war extremster Stress für mich, da kamen zusätzlich zu der schwierigen Situation, mich gegen ein Kind zu entscheiden (wäre ich gesund hätte ich mich dafür entschieden, ich möchte eigentlich gern Kinder) noch diverse Traumen wieder hoch, vor allem mit Ärzten. Unglaublich, was ich da erlebt habe! Unterlassene Hilfeleistung ist noch vorsichtig ausgedrückt! Ich mache seit 6 Wochen regelmäßig CHT, das hilft mir sehr gut. Weiß nicht, was ohne diese Hilfe aus mir geworden wäre! Das Emotionale habe ich meinem Gefühl nach alles durchlebt und fühle mich, obwohl es mir psychisch immer wieder so schwierig geht, was das Thema Altlasten und wie ich mit Sachen umgehe, auf einem sehr guten Weg.

Was seither auch erfolgte war eine Ausleitung mit Phönix-Kur, die meine laut HP überlasteten Ausleitungorgane wieder fit machen sollten. Außerdem bekam ich den Histaminus-Komplex, der enthält v.a. Methionin und Calzium. Diese Kapseln helfen ganz gut, wenn ich bei der Ernährung versehentlich etwas falsch gemacht habe. Histamin und DAO wurden überprüft, ebenso nitrosativer Stress, die Werte liegen leider noch nicht vor, da Arzt im Urlaub.

Meine Vermutungen gehen ebenfalls in Richtung hormonelles Ungleichgewicht. Leider muss ich noch bis nächsten Montag warten, dann hab ich endlich einen Termin beim Fachmann für Hormone und KPU. Dauert ja immer Wochen, bis man da mal dran kommt. :(

Heute bekam ich eine Woche zu früh meine Tage und fühl mich mal wieder ziemlich neben mir stehend.

Irgendwas ist da massiv im Ungleichgewicht.

Heißhunger trotz hoher Blutzuckerwerte?

Samuela ist offline
Themenstarter Beiträge: 262
Seit: 16.11.12
Achso, wegen dem Blutzucker: Die Messungen macht mein Freund, er ist Altenpfleger und sollte das hoffentlich entsprechend professionell machen.

Heißhunger trotz hoher Blutzuckerwerte?

Samuela ist offline
Themenstarter Beiträge: 262
Seit: 16.11.12
@Catlady: Würde mich sehr interessieren, was bei Dir Ursache für die Symptome ist?

Heißhunger trotz hoher Blutzuckerwerte?

catlady ist offline
Beiträge: 833
Seit: 29.09.12
Hallo Samuela

Über genaue Ursachen kann ich bis heute nur spekulieren, da ich wie viele andere hier, bisher keine offizielle, gemeint ist damit eine schulmedizinische, Diagnose erhalten habe.
Wenn überhaupt eine bestimmte (schulmedizinische) Erkrankung dahinter stecken sollte.

Ich vermute mehrere Ursachen, zum einen Umweltgifte wie Amalgam im Mutterleib, Schwermetalle, Chemikalien, vermutlich auch leichte radioaktive Belastung (bin zwei Jahre nach dem Tschernobyl -Unglück geboren worden), weiters hormonelle Probleme, vielleicht auch bestimmte Veranlagungen und Stoffwechselprobleme (wie zb Gluthation, Mitochondrienstoffwechsel, Aufnahmestörungen oder gestörte Verstoffwechselung von bestimmten Spurenelementen und Nährstoffen), Ernährungsfaktoren usw....

Mit einigen Dingen habe ich mich zugegeben selbst noch gar nicht wirklich so detailiert beschäftigt.


Ich wurde mit ca. 18 Jahren erstmals körperlich krank, einige andere (kleinere) Auffälligkeiten gab es allerdings vorher schon und zum Teil schon soweit ich denken kann.

Ich weiß nur noch dass ich, wie ich die ersten körperlichen Probleme bekommen habe, einige Monate vorher das Rauchen angefangen habe, ob es einen direkten Zusammenhang gibt kann ich nicht hundertprozentig sagen, allerdings wurden nach meinem endgültigen Rauchstopp einige Dinge davon etwas besser.

Ich vermute dass da viel mit den Hormonen zusammenhängen könnte, vor allem Cortisol, das wird ja beim Rauchen vermehrt ausgeschüttet.
Es kann zu einem Ungleichgewicht kommen, obwohl Tests zum Teil normal ausfallen können oder nur leicht erhöht bzw erniedrigt.
Weiters können auch viele andere Hormone auf der Hypophysen- sowie-Nebennierenachse (Nikotin ist ja nicht ohne Grund ein Nervengift) durcheinander geraten, sowie vermutlich auch der Stoffwechsel der Schilddrüse, Wachstums- und Sexualhormone, diverse Nervenbotenstoffe usw...

Ich weiß ja nicht ob du mal geraucht hast oder sonstige Suchtmittel zu dir genommen hast?
Könnte mir andereseits aber auch gut vorstellen dass auch andere Gifte ähnliche Probleme verursachen könnten, nicht nur Suchtgifte, sondern auch Schadstoffe aus der Umwelt oder Zusatzstoffe in Lebensmitteln.Jeder reagiert da auch etwas anders drauf.

Natürlich kann ich dir jetzt nicht sagen ob du womöglich das selbe Problem haben könntest wie ich, aber ich kann dir nur einen Ratschlag mit auf den Weg geben: nimm bitte keine Eisenpräparate ein, vor allem nicht auf eigene Faust.
Damit habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht und mir wahrscheinlich meine bisher größte Baustelle (mit)geschaffen, obwohl es vermutlich schon gewisse Probleme im Vorfeld gab...

Soviel zu mir, ist jetzt auch alles ein bisschen oT hier.

Du schriebst ja von einer Histaminintoleranz und dass sich die Symptome bei einer Ausschlussdiät etwas, aber auch nicht wirklich so toll verbessert haben.

Hast du schon andere Auslassdiäten (glutenfrei, laktosefrei, fruktosefrei) ausprobiert?
Laktose und Fruktose lässt sich auch mit Atemtest untersuchen, Zöliakie (Glutenintoleranz) kann man mittels Antikörper austesten lassen.
Der Arzt gibt dir da eventuell eine Überweisung zum Spezialisten (entweder Magen-Darm oder Allergologen/Dermatologen gibts auch einige die sich um diese Dinge kümmern und die nötigen Tests durchführen)
Sollten die Antikörper negativ sein würde ich aber bei gesundheitlichen Beschwerden diverser Art trotzdem auch immer eine glutenfreie Auslassdiät versuchen (es gibt auch eine milde Glutenintoleranz ohne Antikörpernachweise) und schauen ob sich was verbessert (am besten einige Wochen lang)
Bei dieser milden Form kann die Glutenintoleranz individuell ausgeprägt sein, eventuell verträgt man Gluten in geringen Maße, zuviel davon sollte angeblich aber auch für Gesunde nicht so optimal sein und eine milde Glutenintoleranz soll auch weiter verbreitet sein als allgemein davon ausgegangen wird.

Weiters würde ich dir auch zu den genannten Tests (oraler Glukosetoleranztest= Arzt fragen), öfters mal BZ messen, auch nüchtern und vor den Mahlzeiten.
HB1Ac (das ist der Langzeitzucker) und den Insulinspiegel sollte man vielleicht auch mal beim Doc austesten lassen.

Schilddrüse auch ganz wichtig (TSH, ft3, ft4, eventuell auch Antikörper gegen die Schilddrüse testen lassen und bildgebende Untersuchung) sowie Nebennieren und Hypophyse (vor allem Sexualhormone, Cortisol usw...).

Lebst du in einer größeren Stadt und gibt es bei euch in der Nähe Endokrinologen(Hormonspezialisten) ?
Wenn ja wäre prima, oder wenn du auch einigermaßen reisefähig bist und dein Doc dich überweisen kann, wäre das gut.

Zum Thema KPU: Ich habe selber vor Jahren einen Test gemacht, der positiv war, stehe der ganzen Sache mittlerweile aber etwas kritisch gegenüber.
Ich kann mir dazu momentan nicht wirklich eine Meinung bilden und will dich damit jetzt auch nicht verunsichern.

Geändert von catlady (03.10.13 um 20:46 Uhr)

Heißhunger trotz hoher Blutzuckerwerte?

catlady ist offline
Beiträge: 833
Seit: 29.09.12
Wegen deiner psychischen Problematik: Klar spielt das auch eine Rolle, wenn es einem seelisch nicht so geht, da kann man sich körperlich noch so gesund fühlen, wird man sich trotzdem nicht wirklich wohl in seiner Haut fühlen.
Ich finde zwar dass Seele und Körper auf jeden Fall zusammenhängen, allerdings denke ich dass das Thema "Psychosomatik" etwas überbewertet wird.
Ich glaube dass die Psyche zwar körperliche Beschwerden, vor allem auf lange Sicht, beeinflussen kann, sowohl positiv als auch negativ, ein Beispiel wäre Stress als Zusatzrisikofaktor für den drohenden Herzinfarkt.
Allerdings glaube ich nicht an die sogenannten körperlichen Symptome die anscheinend nur von der Psyche kommen sollten, das ist in meinen Augen (ist jetzt meine persönliche Meinung) Pseudowissenschaft, zudem auch körperliche Erkrankungen psychische Symptome beeinflussen, auslösen oder verstärken können, wie zb Mangelerscheinungen oder Stoffwechselstörungen.

Ich denke nicht dass deine Unterzuckerungsgefühle ursächlich von der Psyche herrühren, sie kann aber womöglich dazu beitragen dass man sich zusätzlich noch nervös und angespannt fühlt und das Ganze sich noch einen Tacken schlimmer anfühlt.
Deswegen finde ich dass man sowohl am Körper arbeiten sollte, aber auch eine ausgeglichene psychische Verfassung für die Gesundheit wichtig ist.
Schon alleine für das seelische Wohlbefinden und die Stimmung, denn wer ist schon gerne schlecht drauf oder traurig.

Was ist eigentlich CMT, habe ich noch nie gehört?

Das ist jetzt alles etwas lang geworden (deswegen hab ich auch zweigeteilt), ich hoffe es war nicht zuviel Input auf einmal...


lg catlady

Geändert von catlady (03.10.13 um 20:50 Uhr)

Heißhunger trotz hoher Blutzuckerwerte?

Samuela ist offline
Themenstarter Beiträge: 262
Seit: 16.11.12
Hallo Catlady, vielen Dank für die langen Ausführungen! Finde es stets sehr hilfreich von den Erfahrungen anderer zu lesen.

Habe mich von einem anderen Thread inspirieren lassen es mal mit Pendeln zu versuchen. Habe recht schnell einen Zugang dazu gefunden, vermutlich, da ich es von meiner Arbeit gewohnt bin, auf meine Intuition zu hören.
Mein Unterbewusstsein hatte dann auch entsprechend interessante Dinge mitzuteilen zu meiner Problematik. U.a. meint es, dass die Probleme seit der unfreiwilligen Schwangerschaft u.a. mit der Schilddrüse zu tun hätten, da sei mit den Hormonen was nicht in Ordnung. Es sei keine Über-, Unterfunktion oder autoimmune Erkrankungen, aber irgendwas in der Art wie ein Tumor sei dort. Ob es gut- oder bösartig sei, oder ein Knoten welcher Art auch immer, darauf bekomme ich keine Antwort. Auch mit dem Cortisol würde was nicht stimmen. Fragen wie: "Stimmt noch mit weiteren Hormonen etwas nicht" scheinen für mein Pendel zu weit gegriffen zu sein, darauf bekomme ich keine Antwort. Wenn ich jedoch konkret nach etwas frage, klappt es ganz gut. Wobei das Fragen aber echt nicht leicht ist, um eine brauchbare Antwort zu bekommen. Aber ich lerne.

Obwohl sich das mit dem Tumor natürlich im ersten Moment ganz schön erschreckend anhört, finde ich das mit dem Pendeln gerade ganz hilfreich, um mal etwas konstruktiver mit meinen Grübeleien zu sein. Die Theorie, dass irgendwo in meinem Kopf die Infos darüber gespeichert sind, was mit meinem Körper los ist, finde ich ganz schlüssig. Werde das weiter verfolgen...


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