Nackenschmerzen und Gefühlsstörungen

30.07.13 14:31 #1
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jayner ist offline
Beiträge: 3
Seit: 30.07.13
Hallo Community,

ich plage mich momentan mit diversen Problemen mit meiner Schulter und meinem Nacken rum.

Backgroundgeschichte:
Alles fing an, als mir ein Tag nach dem Turnen die Schulter schmerzte. Ich habe mir zunächst keine Gedanken gemacht, jedoch ging der Schmerz nicht weg und wurde nur geringfügig besser. Ich bin daraufhin zum Orthopäde der mir die Diagnose "Akute Blockierung HWK7/Th1; Rez. HWK-Blockierungen;" gab
Er renke dann diese beiden Wirbel vorsichtig wieder ein und rat mir zu kontinuierlichen Einnahme von Ibuprofen über einige Tage.

Besser wurde es nicht. Ich hab daraufhin auch nochmal bei einem Osteopathen, welcher mich auch nochmals behandlete (auch wieder vorsichtiges Einrenken und danach typische Osteopathie)

Nun ja es ging leider nicht weg. Es war immer ein leichter schwerz in bestimmten Haltungen da (welche zu schwer sind hier zu beschreiben)

Nun habe ich aber noch seit einigen Tagen ein anderes Problem. Ich hab letze Woche meine Wirbel selbst "knacken lassen", da ich das gefühl hatte, dass ich das brauchte. Außerdem habe ich mich von meiner Schwester mit einem elektrischen Massagegerät massieren lassen.

Jetzt habe ich ein ganz komisch verspannten Hals und das schlimmste ist, das mein rechter/hinterer Teil des Kopfes sich ein wenig "taub" anfühlt. Es fühlt sich so an, als wenn irgendwas am rechten Nacken entlang der Wirbelsäule in meinen Kopf ausstrahlt. Ein wenig ist auch das gefühl dass auf dem recht Ohr weniger Druck wäre als auf dem letzen.

Es könnte sein dass ich mir selbst einen Nerv überdehnt habe (das ist momentan meine Erklärung dafür).

Ich habe am Donnerstag einen Termin beim Orthopäden (eig wegen der schulter geplant)

Meine Fragen jetzt:
- Woher kann dieses plötzliche Taubheitsgefühl kommen?
- angenommen ich habe mit dummen kopfbewegungen mit selbst den Nerv überdehnt, wie lange dauert es bis es wieder in Ordnung ist?
- Worang könnte es noch liegen dass sich das jetzt so komisch anfühlt?

Ich hab ein bisschen Schiss, was das jetzt ist.
Was sollte der Arzt am Donnerstag auf jedenfall untersuchen?

Danke im Vorraus

lg

Nackenschmerzen und Gefühlsstörungen
Clematis
Zitat von jayner Beitrag anzeigen
Alles fing an, als mir ein Tag nach dem Turnen die Schulter schmerzte. Ich habe mir zunächst keine Gedanken gemacht, jedoch ging der Schmerz nicht weg und wurde nur geringfügig besser. Ich bin daraufhin zum Orthopäde der mir die Diagnose "Akute Blockierung HWK7/Th1; Rez. HWK-Blockierungen;" gab

Jetzt habe ich ein ganz komisch verspannten Hals und das schlimmste ist, das mein rechter/hinterer Teil des Kopfes sich ein wenig "taub" anfühlt. Es fühlt sich so an, als wenn irgendwas am rechten Nacken entlang der Wirbelsäule in meinen Kopf ausstrahlt.

Es könnte sein dass ich mir selbst einen Nerv überdehnt habe (das ist momentan meine Erklärung dafür).

Meine Fragen jetzt:
- Woher kann dieses plötzliche Taubheitsgefühl kommen?
- angenommen ich habe mit dummen kopfbewegungen mit selbst den Nerv überdehnt, wie lange dauert es bis es wieder in Ordnung ist?
- Worang könnte es noch liegen dass sich das jetzt so komisch anfühlt?
Hallo Jayner,

vor allem sollte auch die Schulter, Bänder, Nerven in dem Bereich gründlich untersucht werden.

Das Taubheitsgefühl entsteht, wenn Nerven stark gereizt oder gar verletzt sind. Je nach dem kann das länger vorhalten. Nerven nehmen so etwas sehr übel und brauchen länger um sich zu erholen als etwa Muskeln.

Wahrscheinlich hast Du das durch das Knackenlassen selbst verursacht, Deine Halswirbel zusätzlich in die falsche Richtung manipuliert. Auch das elektrische Massagegerät ist mit daran Schuld. Elektrisch sollte in dem Bereich nichts gemacht werden und selbst Herumexperimentieren sollte man in diesem empfindlichen Bereich erst recht nicht. Elektrische Ströme und nicht angepaßte leichte Erschütterungen reizen die Nerven zusätzlich!

Sag dem Arzt auf jeden Fall, was Du gemacht hast und was dann passiert ist.

Gruß,
Clematis

Nackenschmerzen und Gefühlsstörungen

jayner ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 30.07.13
Hallo,
ich war nun bei dem Orthopäde. Dieser hat mittels Röntgen einen Humeruskopfhochstand festgestellt. Das wäre mir wohl beim Turnen passiert und er hat mir Übungen mitgegeben die ich jetzt machen soll.

Ich werde jetzt noch bei einem anderen Orthopäden eine Sonografi der Schulter machen um eventuelle Schäden an der Rotationsmanschette festzustellen. Habe immernoch ordentliche Schmerzen. Muss aber noch 11 Tage durchhalten.

Ich selbst denke, dass dieser Humeruskopfhochstand nur ein Symptom von einer anderen Verletzung an der Schulter ist. Wie seht ihr das?

Meine HWS ist soweit wieder in Ordnung, hat sich über die Tage beruhigt. Ich denke da war irgend ein Nerv vom Muskelkater eingeklemmt, welcher dieses ungewöhnliche Taubheitsgefühl und die Kopfschmerzen verursacht hat.


lg

Nackenschmerzen und Gefühlsstörungen
Clematis
Zitat von jayner Beitrag anzeigen
Dieser hat mittels Röntgen einen Humeruskopfhochstand festgestellt. Das wäre mir wohl beim Turnen passiert und er hat mir Übungen mitgegeben die ich jetzt machen soll.

Sonografie der Schulter machen um eventuelle Schäden an der Rotationsmanschette festzustellen. Habe immernoch ordentliche Schmerzen. Muss aber noch 11 Tage durchhalten.

Ich selbst denke, dass dieser Humeruskopfhochstand nur ein Symptom von einer anderen Verletzung an der Schulter ist. Wie seht ihr das?

Meine HWS ist soweit wieder in Ordnung, hat sich über die Tage beruhigt. Ich denke da war irgend ein Nerv vom Muskelkater eingeklemmt, welcher dieses ungewöhnliche Taubheitsgefühl und die Kopfschmerzen verursacht hat.
Hallo Jayner,

der Humeruskopfhochstand kann beim Turnen, so wie du es hier zunächst beschrieben hast, mit nachfolgenden Schmerzen, entstanden sein und Auswirkungen auf die HWS gehabt haben oder noch haben.

Zu deiner Frage - frühere Verletzung? hattest du eine solche schon mal vorher und hast sie ignoriert? Dann könnte der jetzige Befund darauf ursächlich zurückzuführen sein. Dies verursacht auch Verspannungen und insoweit kann deine Vermutung, dies habe die HWS-Symptome ausgelöst durchaus richtig sein.

Die empfohlenen Übungen solltest du vorsichtig durchführen, d.h. damit aufhören kurz bevor wieder Schmerzen einsetzen. Sobald sich Schmerz anbahnt zurück gehen, sonst verschlimmern sich die Symptome wieder. Falls du Schmerzmittel nimmst, mußt du sogar früher zurückgehen, weil diese die echte Schmerzgrenze verdecken. Wenn du nach den Übungen mehr Schmerzen hast bist du zu weit gegangen.

Gruß,
Clematis

Nackenschmerzen und Gefühlsstörungen

jayner ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 30.07.13
Hallo,

lange her als ich das letze mal von mir hören lassen habe. Meine Gefühlsstörungen gingen irgendwann wieder weg. Geholfen haben vor allem ein paar Magnesiumtabletten

Trotzdem ist meine Schulter auch jetzt noch (nach bald einem Jahr nach dem Unfall beim Turnen) noch nicht in Ordnung. Ich hab mitlerweile einige Untersuchungen durch und ich und mein (neuer) Orthopäde sind mitlerweile darauf gekommen, dass ich mir eine hintere Schulterinstabilität zugezogen habe.

Mitte März diesen Jahres habe ich beim Radiologen eine Arthoskropie der linken Schulter machen lassen.

Meine Frage jetzt:
Kann jemand mit den Bericht von dem Radiologen in "normales deutsch" übersetzen? Mein Orthopäde ist sich relativ sicher, dass ich operiert werden muss um meine Schulter wieder zu stabilisieren. Da möchte ich natürlich nochmal genau wissen was der Radiologe gesagt hat.

Befund:
Das Akromioklavikulargelenk ohne relevanten Befund, die coracoacromiale Bandstrukturen regelrecht.
Die Infraspinatussehne unauffällig, die Supraspinatussehne regelrecht, unaufällige Begrenzung. Die Subscapularissehne ohne Befund, keine Läsion des Knorpels, der dorsale Limbus schmal, ohne Ruptur, die dorsale Kapsel umgreift geringfügig den hinteren Limbus.
Die glenohumeralen Badstrukturen dargestellt, ausgeprägte Recessus ventrokranialen, glatt begrenzt, nicht als Einriss gewertet,
der Ansatz der Bizepssehne ohne auffälligen Befund.

Beurteilung:
Befund einer relativ weiten Kapsel die auch dorsal den hinteren Limbus umgreift, Nachweis eines Recessus im Ansatzbereich des glenohumeralen Bandes Übergang zum ventralen Limbus, aufgrund der Morphologie kein Hinweis auf einen Einriss, der Bizepsanker ohne Abscherung, die Rotatorenmanschette ohne Befund. Keine Knorpelläsion.


Vielen Dank für die nette Hilfe,

Jayner


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