Kopf-, Nackenschmerzen, leichte Sinusitis ...

27.07.13 16:45 #1
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Gruber
Hallo Forum,

Ich weiß, es ist nicht gerade die feine Art, mit der Tür ins Haus zu fallen und eigentlich wollte ich hier über ganz andere Probleme diskutieren. Allerdings wäre da etwas akutes, bei dem ich hoffe, wir könnten es "schnell" ein wenig eingrenzen. Ich hab noch Montag und Dienstag Zeit zum Arzt zu gehen, bin dann zwei Wochen unterwegs und möchte mich da ungern mit Schmerztabletten über Wasser halten. Vermutlich utopisch, aber einen Versuch wert. :-)

Ich war vor ca. drei Monaten flach gelegen, grippeähnlich (hatte sich aber angekündigt) mit Fieber, Husten, Bronchitis etc. Ich gehe davon aus, dass das die Quelle der Beschwerden ist, denn seit dem ist die Nase permanent mehr oder weniger dicht und ich habe Kopfschmerzen sowie brennende Augen. Machen wollte der Arzt damals nix, es sei denn, es würde schlimmer werden.

Das ist diese Woche - durch die derzeitige Hitze nehme ich an - eingetreten. Ich fühle mich krank, schwitze mich tot, habe teilweise saumäßig Kopfschmerzen, pfeifen de Ohren und manchmal tut der Nacken weh. Schlafen kann ich nur mit Schmerzmitteln, nehme ich ungern, bin entsprechend müde.

Die Nackenwirbel sind in Ordnung. Es ist wohl auch sonst kaum etwas zu sehen, was auf einen nennenswerten Infekt schließen ließe, d.h. der Hausarzt meinte, alles ok, nur ob ich Ohrenschmerzen hätte, als er rein geschaut hat. Und ob ich depressiv wäre, das würde man am Gesicht sehen. (???)

HNO sagt, Ohren, Nasenhöhlen sind in Ordnung, aber der Hals ist rot und hat mich zum Neurologen überwiesen. Der hatte leider schon zu, werde ich also Montag probieren. Ansonsten wollte ich zum Augenarzt.

Ich als Laie hätte da mal glatt in Richtung Meningitis/Nervenentzündung gedacht. Das wäre dann vermutlich aber eine ganze Ecke schlimmer, oder? Liege ich da beim Neurologen richtig? Was müsste man sonst noch klären? Ich fürchte irgendwie, es fühlt sich keiner wirklich dafür zuständig und ich muss von Pontius zu Pilatus.
Kann da jemand nen Abstrich machen? Sonst irgend eine Möglichkeit, den Erreger/Herd einzugrenzen? Kann das über die Augen kommen? Optische Probleme habe ich allerdings nicht.

Kopf-, Nackenschmerzen, leichte Sinusitis ...
Clematis
Zitat von Gruber Beitrag anzeigen
Ich war vor ca. drei Monaten flach gelegen, grippeähnlich (hatte sich aber angekündigt) mit Fieber, Husten, Bronchitis etc. Ich gehe davon aus, dass das die Quelle der Beschwerden ist, denn seit dem ist die Nase permanent mehr oder weniger dicht und ich habe Kopfschmerzen sowie brennende Augen.

Ich fühle mich krank, schwitze mich tot, habe teilweise saumäßig Kopfschmerzen, pfeifen de Ohren und manchmal tut der Nacken weh. Schlafen kann ich nur mit Schmerzmitteln, nehme ich ungern, bin entsprechend müde.

ob ich Ohrenschmerzen hätte, als er rein geschaut hat. Und ob ich depressiv wäre, das würde man am Gesicht sehen. (???)

HNO sagt, Ohren, Nasenhöhlen sind in Ordnung, aber der Hals ist rot und hat mich zum Neurologen überwiesen.
Hallo Gruber,

bist Du Männlein oder Weiblein? Eintrag im Profil fehlt leider, oder ist das ein Staatsgeheimnis?

Aber Spaß beiseite, Deine Beschwerden hören sich für mich wie eine von vor drei Monaten nicht ganz ausgeheilte Bronchitis an, die verschleppt wurde und nun, vielleicht auch durch die Hitze, wieder stärker wird, auch der rote Hals gehört dazu, ebenso wie die anderen Symptome.

Deinen HNO fragst Du am besten mal zurück: wie es um seine Depression stünde, hättest Du an seiner schrumpeligen Nasenspitze gesehen!

Früher hatte ich oft nicht weichend wollende rezidivierende Bronchitis - keinerlei Medikamente, die dagegen verschrieben wurden halfen. Ich nahm dann Ferrum phosphoricum comp. weleda, jede Stunde 15 Globuli, so wie es besser wurde, alle 2 und 3 Stunden, dann 3x täglich bis alle Symptome weg waren.

Das Mittel stärkt das Immunsystem, wirkt gegen Viren und Bakterien, treibt aus, was da stört, Nasenlaufen, Augentränen könnten stärker werden. Viel trinken. Hatte nie wieder auch nur eine Erkältung, da ich bei den ersten Anzeichen von Halskratzen etwa dreimal etwas einnahm und gut war. Da das Mittel nur wenig mehr als eine Medikamentenzuzahlung kostet, ist es in jedem Fall einen Versuch wert.

Gruß,
Clematis

Geändert von Clematis (28.07.13 um 01:54 Uhr)

Kopf-, Nackenschmerzen, leichte Sinusitis ...

Kaempferin ist offline
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Hallo Gruber

Ich hab grad nur kurz Zeit, sorry! Bitte lasse dich auf Mycoplasma Pneumoniae sowie Chlamydia Pneumoniae untersuchen. Meiner Meinung nach ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass du dir mindestens einen der beiden Erreger eingefangen hast.
Alles Gute und liebe Grüsse

Geändert von Kaempferin (27.07.13 um 23:07 Uhr)

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Gruber
Themenstarter
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Hallo Gruber

Ich hab grad nur kurz Zeit, sorry! Bitte lasse dich auf Mycoplasma Pneumoniae sowie Chlamydia Pneumoniae untersuchen. Meiner Meinung nach ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass du dir mindestens einen der beiden Erreger eingefangen hast.
Alles Gute und liebe Grüsse
Danke für die Antworten.

Mit Antibiotika habe ich prinzipiell auch eher schlechte Erfahrungen, wurde damit schon als Kind bombardiert und hatte ebenfalls ewig Probleme, die nicht besser wurden. In diesem Fall wird es vermutlich aber nicht ohne gehen, wenn das so hartnäckig ist. Wird dann tatsächlich was ausgefalleneres sein.

Wer testet denn so was? Hautarzt?

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Kaempferin ist offline
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Hallo Gruber
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Wer testet denn so was? Hautarzt?
Ich würde diese Tests erst Mal von deinem Hausarzt verlangen. Bei positivem Ergebnis kannst du dich immer noch auf die Suche nach einem Spezialisten machen (dies würde nicht einfach werden, da es kaum einen gibt, soviel kann ich dir jetzt schon sagen...). Ich bin kein Arzt. Aber ICH PERSÖNLICH würde an deiner Stelle mindestens folgende Dinge testen lassen:
  • Chlamydia Pneumoniae: Polymerase-Kettenreaktion (PCR, z.B. mittels Nasensekret). Achtung! Auch wenn dies der "bestmögliche Beweis" einer Infektion mit Chlamydia Pneumoniae wäre, ein PCR liefert gerade bei längeren Krankheitsverläufen sehr oft falsch-negative Ergebnisse. D.h. ein negatives Ergebnis schliesst eine Infektion nicht sicher aus! In deinem Fall würde ich diesen Test jedoch "versuchen". Zusätzlich würde ich aber auch ein Bluttest machen lassen. Dazu eignet sich ein Lymphozyten-Transformations-Test (LTT) am besten.
  • Mycoplasma Pneumoniae: Hier würde ich auch ein PCR versuchen. Hierzu gelten dieselben Kommentare wie oben. Auch hier würde ich zusätzlich noch einen Bluttest machen lassen. Hierfür steht kein LTT, sondern nur ein Antikörpertest (bestenfalls IgM/IgG/IgA) zur Verfügung.
Falls dir dein Arzt nicht "glaubt", dass du eine Infektion haben könntest, da deine Standard-Entzündungswerte (z.B. CRP, BSG, Leukozyten etc.) womöglich völlig normal sind, dann würde ich ihn bitten, auch den Tumor-Nekrose-Faktor (TNF) sowie Interferon gamma zu bestimmen. Die Standard-Entzündungswerte zeigen nämlich bei länger andauernden Infektionen meist nicht mehr an (was leider kaum ein Arzt weiss!), die beiden letzt genannten aber schon.

Liebe Grüsse

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Clematis
[QUOTE=Gruber;942241]

Hallo Gruber,

da der PCR nicht nur gerne falsch-negative sondern auch falsch-positive anzeigt, wären die beiden Alternativen eher zu empfehlen:

Chlamydia Pneumoniae: Bluttest. Lymphozyten-Transformations-Test (LTT)
Mycoplasma Pneumoniae: Antikörpertest (bestenfalls IgM/IgG/IgA)

Gruß,
Clematis

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Gruber
Themenstarter
Also ich habe Pech gehabt.Ich werde nur abgewimmelt und hin gehalten, das ist alles. Die wollen alle nur die Standardtests machen und mich loswerden.

War noch mal beim Hausarzt und habe mich gewundert, da die Dame (Gemeinschaftspraxis, da landet man immer bei irgend wem) nach dem ewigen hin und her plötzlich kooperativ erschien und die Tests machen wollte. Allerdings erst ein Blutbild, und wenn dort Entzündungszeichen wären. Ich bezweifle zwar, dass da etwas zu finden ist, aber besser als nix, dachte ich. Einen Termin dafür bekomme ich aber erst in drei Wochen. Aber krankschreiben wollte sie mich.

Der Neurologe hat nix gefunden, Reflexe sind normal etc. Eigentlich schade, eine Lombalpunktion wäre spannend gewesen. Ich glaube, den Gang zum Radiologen spare ich mir.

Hatte mal auf blöd beim Hautarzt angefragt. Fehlanzeige, sie würde nur Tests machen, wenn die Genitalien betroffen wären, worauf ich keinen Hinweis sehe. Ich frage mich allerdings, wo der große Unterschied liegt, Test ist Test. Ich glaube, auf gängige STIs testet das nächst größere Gesundheitsamt. Ob das sinnvoll ist, sei dahingestellt.

Egal, bin dann erst mal weg. Sollte die Temperatur allerdings wieder steigen, kipp' ich einfach aus den Latschen.

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Kaempferin ist offline
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Seit: 10.10.12
Hallo Gruber!
Zitat von Gruber Beitrag anzeigen
Allerdings erst ein Blutbild, und wenn dort Entzündungszeichen wären. Ich bezweifle zwar, dass da etwas zu finden ist, aber besser als nix, dachte ich.
Mh, ich hoffe doch sehr, es wurden nicht nur die "Standard"-Entzündungswerte untersucht? Genau hier liegt der wahrscheinlich allergrösste Fehler, welchen Ärzte in der chronischen Infektionsdiagnostik regelmässig begehen. Standard-Entzündungswerte (z.B. CRP, BSG, Leukozyten etc.) sind bei chronischen Infektionen in den meisten Fällen nicht (mehr) auffällig bzw. allerhöchstens grenzwertig erhöht! Die Chance ist gross, dass bei diesen nichts anzeigt und dass die Ärzte basierend darauf zur Erkenntnis gelangen, dass du ganz sicher keine (chronische) Infektion haben kannst. Entsprechend werden fatalerweise auch keine weiteren Untersuchungen in diese Richtung unternommen. Diese Schlussfolgerung ist aber falsch! Warum nur sehr wenige Ärzte mit dieser Thematik vertraut sind, ist mir ein Rätsel. Für aktue Infekte mögen solche Standard-Entzündungswerte sicherlich ihre Aussagekraft haben. Bei chronischen Infekten gelten jedoch komplett andere Regeln! Wie oben schon erwähnt, empfehle ich dir, statt bzw. zusätzlich zu den Standard-Entzündungswerten auch den Tumor-Nekrose-Faktor (TNF) sowie Interferon gamma zu bestimmen.
Zitat von Gruber Beitrag anzeigen
Hatte mal auf blöd beim Hautarzt angefragt. Fehlanzeige, sie würde nur Tests machen, wenn die Genitalien betroffen wären, worauf ich keinen Hinweis sehe.
Sorry für den Ausdruck. Aber meine Fresse! Wie kommen die auf Genitalien!??? TYPISCH!!! Ich nehme an, dies wurde im Zusammenhang mit den Chlamydien genannt!? Achtung! Viele Ärzte kennen nur "Chlamydia Trachomatis", die Geschlechtskrankheit. Genau bei der sind meist auch Probleme im Unterleib involviert. Davon sprech ich aber gar nicht!!! Neben "Chlamydia Trachomatis" gibt es z.B. auch noch "Chlamydia Psittaci" sowie "Chlamydia Pneumoniae". Die beiden letzt genannten werden in der Luft via Tröpfcheninfektion übertragen und haben mit einer Geschlechtskrankheit oder ähnlichen aber auch wirklich gar nichts gemeinsam! Ich denke, dich sollte man unter anderem auf "Chlamydia Pneumoniae" testen!

Alles Gute und liebe Grüsse


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