Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und einiges mehr...

24.06.13 20:33 #1
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Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und einiges mehr...

endlesstired ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 30.08.10
Zitat von darleen Beitrag anzeigen
mus man nur staunen , das ist eine unvollständige Diagnostik, auch fehlen die Antikörper--> also ist die Aussage--> es liegt nicht an der SD für übereilt
Die Antikörper seien gemäss Aussage der Endokrinologin an der letzten Besprechung i.O., aber eben, mir liegen keine Werte vor...

Danke nochmals und liebe Grüsse

PS: Ich habe mittlerweile einen Nuklearmediziner ausgemacht und werde diesen kontaktieren. Danke.

Geändert von endlesstired (30.07.13 um 18:29 Uhr)

Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und einiges mehr...

endlesstired ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 30.08.10
Liebe alle

Ich bin in Zwischenzeit einigen Hinweisen nachgegangen, die ich hier erhalten habe. Ich habe einen Nuklearmediziner aufgesucht und einen Ultraschall durchführen lassen. Anscheinend sind keine Auffälligkeiten vorhanden. Die Schilddrüse sei zwar etwas klein, aber funktioniere gut.

Nach dem positiven HPU-Test und ca. vier monatiger Einnahme von akt. Vit. B6 und anderen HPU-Massnahmen habe ich keine Veränderungen feststellen können. In einem Buch habe ich dann gelesen, wenn nach drei Monaten nichts passiert sollte man (1) die Schilddrüse anschauen und (2) die Nebenniere. Die Schilddrüse haben ja Endokrinologe und Nuklearmediziner bisher ok gefunden, also habe ich einen Speicheltest machen lassen, um die NN-Leistung zu überprüfen.

Hier der Befunde:
Estradiol: 3.90 pg/ml (3-3.5)
Cortisol: 2.2pg/ml (morgens), 1.8 (mittags), 1.5 (abends), Normwerte: 1.05-8.5 (Anmerkung: Der Messwert am morgen liegt ausserhalb des Intervalls und weit unter der Durchschnittskurve, Mittagswert und Abendwert weit unten im Intervall)
DHEA: 715.7 pg/ml (200-220)
Estriol: 5.90pg/ml (15-30)
Progesteron: 90.70 pg/ml (80-120)
Testosteron: 132.10 pg/ml (100-132)

Meine Therapeutin hat mir Estriol, Progesteron und Corstiol Creme empfohlen. Diese benutzte ich nun seit drei Monaten und habe keine Veränderungen feststellen können.

Wie interpretiert ihr diese Werte? Grundsätzlich sehe ich mich sehr in den Symptomen einer NN-Schwäche (Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, kein richtiges Erwachen den ganzen Tag, Watte-im-Kopf-Gefühl)...

Ich bin dankbar für jeden Hinweis...

Danke und Grüsse
endlesstired

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Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Hallo endlesstired

Ich bin natürlich kein Spezialist für Nebennierenprobleme. Aber ich denke schon, dass du bereits eine Nebennierenschwäche hast. Aufgrund der Cortisol-Werte bist du wahrscheinlich an der Grenze zu oder bereits in Phase 3 (vgl. z.B. auch hier: Nebennieren | Nebennierenschwäche - Adrenal-Fatigue). Natürlich ist es sehr wichtig, dass man deine Nebennierenschwäche sowie weitere hormonelle Ungleichgewichte gefunden hat und nun behandeln kann. Dies ist unbedingt nötig! Aber die grosse Frage wäre eigentlich: Was ist die Ursache der Nebennierenschwäche und dieser hormonellen Ungleichgewichte?

Sicherlich können vieler deinen Problemen verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Z.B. deine Augenprobleme jedoch dürften kaum „nur“ durch hormonelle Schwierigkeiten zu begründen sein. Da steckt noch was Ernsthafteres dahinter. Ich hab schon weiter oben geschrieben, dass ich bei dir eine chronische Infektion vermute. Auch wenn gleichzeitig noch andere Probleme und Ursachen vorliegen könnten (zusätzlich zum bereits erwähnten bzw. gefundenen evt. auch noch Schwermetallbelastungen), das Hauptproblem dürfte meiner Meinung nach eine chronische Infektion sein. In kaum einer anderen Situation ist der Körper derart unter Stress wie bei einer chronischen Infektion. Der Körper kämpft pausenlos mehr oder weniger erfolglos gegen etwas an und kann sich dennoch keinerlei Ruhepausen leisten. Eigentlich logisch, dass dadurch die Nebennieren immer mehr geschwächt werden… Zur Behandlung einer chronischen Infektion ist jedoch die gleichzeitige Mitbehandlung der Nebennieren absolut essentiell! Nur als Beispiel: Dr. R. Horowitz erwähnt in seinem Buch „Why can’t I get better? Solving the mystery of lyme and chronic disease“ die folgenden Mittel für die einzelnen Phasen:
  • Phase 1: Vitamin C, Vitamin B’s sowie Veränderung der Lebensumstände generell zur Stressreduktion (z.B. durch gesunde Ernährung, Bewegung, Meditation, Yoga etc.).
  • Phase 2: Zusätzlich adaptogene Heilpflanzen, wie z.B. Ginseng, Rhodiola, Ashwagandha oder Cordyceps.
  • Phase 3: Wenn ich dies richtig verstanden habe, sollte hier nicht mit adaptogenen Heilpflanzen gearbeitet werden. Dr. Horowitz verschreibt hier üblicherweise Hydrocortison.
Bezüglicher chronischer Infektion: Ich habe mir nochmals Gedanken gemacht, welche Erreger dir Sorgen bereiten könnte. Für mich ist es wirklich schwierig zu sagen. Irgendwie denke ich, du hast diese Erreger nicht erst seit Krankheitsbeginn in dir, sondern schon viel, viel länger. Mindestens testen würde ich Borrelien, Chlamydia Pneumoniae, EBV (wobei dieser Erreger höchstens zusätzlich vorliegen dürfte) sowie Mycoplasma pneumoniae. Es könnten jedoch auch viele andere Erreger in Frage kommen.

Alles Gute und liebe Grüsse

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Diesundjenes2 ist offline
Beiträge: 89
Seit: 24.03.14
Hey, was sagen denn deine Endokrinologen zu den NN-Werten?
Eventuell auch einen Nephrologen zu Rate ziehen.

Soweit ich mich erinnere sind Speicheltests jedoch weniger aussagekräftig. Blutuntersuchungen sollten bezüglich Cortisol etc gemacht werden.

Deine Symptome sind sehr unspezifisch, d.h. du kannst dich im Endeffekt in zig Krankheiten wiederfinden.

Was ist denn aus der Psychotherapie geworden? Was genau meinst du mit "keine klare Diagnose"? Ist eine psychische Ursache ausgeschlossen worden?

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Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Zitat von Diesundjenes2 Beitrag anzeigen
Soweit ich mich erinnere sind Speicheltests jedoch weniger aussagekräftig. Blutuntersuchungen sollten bezüglich Cortisol etc gemacht werden.
Soweit ich mich erinnere, sind Cortisol-Bluttests nix. Nur Speicheltests sind brauchbar (Tagesprofil Cortisol). Vielleich hätte man das Cortisol z.B. auch noch in der Nacht messen können. Aber abgesehen davon, wurde meiner Meinung nach alles richtig gemacht.

Liebe Grüsse

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endlesstired ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 30.08.10
Zitat von Kaempferin Beitrag anzeigen
Hallo endlesstired

Ich bin natürlich kein Spezialist für Nebennierenprobleme....... Es könnten jedoch auch viele andere Erreger in Frage kommen.

Alles Gute und liebe Grüsse
Liebe Kaempferin

Ich danke dir herzlich für deine Ausführungen.

Wenn ich mich zurück erinnere an den Anfang meiner Beschwerden, dann hatte ich zu dieser Zeit genau meine ersten Prüfungen an der Uni vorbei. Ich war ziemlich unter Stress und hatte grosse Angst durchzufallen. Nachher habe ich noch 9 Semester weiter studiert und immer unter dem Druck gestanden und wahrscheinlich auch gelitten. Dies wäre auch eine mögliche Ursache, die eben ziemlich genau in den Zeitablauf passen würde. Zwar bin ich seit knapp zwei Jahren mit dem Studium fertig, evtl. war aber meine NN derart erschöpft, dass sie sich nicht erholen konnte ohne entsprechende Unterstützung.

Bezüglich NN-Schwäche fällt mir jedoch noch auf, dass der DHEA-Wert beim Speicheltest sehr hoch ausgefallen ist. Müsste dieser bei einer NN-Schwäche nicht ebenfalls tief sein? Oder interpretiere ich hier falsch...

Danke für die Informationen bzgl. Infektion. Wie kann ich das abklären? Bluttests?

Herzlichen Dank nochmals für deine Zeit.

Beste Grüsse
endlesstired

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Rheingold ist offline
Beiträge: 252
Seit: 17.04.09
Hallo endlesstired,
ich bin zwar kein Fachmann, aber soweit ich sagen kann, handelt es sich bei KPU/HPU um eine Unterernährung oder Mangelernährung des Körpers. Der Körper kann sich nicht mehr erholen, weil er zu wenige Nährstoffe aufnimmt. Die Auswirkungen können sehr unterschiedlich und vielfältig sein. Eine umfassende und gesunde Ernährung sind daher sehr wichtig. Vitamine und Spurenelement werden zusätzlich eingenommen um das Nahrungsangebot zu verstärken. Ist die Subsummierung von Vitaminen zu gering oder sind es nicht die Vitamine die gerade abgehen wird es zu keine Besserung kommen.
Wenn ich mir deine Schilderungen durchlese, solltest du noch einmal in diese Richtung überlegen.
Wenn es sich um KPU/HPU handelt wären Ärzte und Therapeuten, die sich mit Orthomolekularer Medizin auskennen die richtigen Ansprechpartner.
Eine Vollblutuntersuchung würde einen Mineralstoffe- oder Vitaminmangel anzeigen.
Grüße
rheingold

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endlesstired ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 30.08.10
Zitat von Rheingold Beitrag anzeigen
Hallo endlesstired,
ich bin zwar kein Fachmann, aber soweit ich sagen kann, handelt es sich bei KPU/HPU ....
Eine Vollblutuntersuchung würde einen Mineralstoffe- oder Vitaminmangel anzeigen.
Grüße
rheingold
Hallo Rheingold

Wie du meinen Ausführungen entnehmen kannst habe ich bereits einen HPU-Test durchgeführt. Dieser war auch positiv und ich habe entsprechende Nahrungsergänzungsmittel eingenommen. Im Buch von Dr. Kamsteeg steht, dass wenn nach drei Monaten keine Verbesserung einsetzt, sollte man (1) die Schilddrüse (habe ich bereits ausführlich gemacht) und (2) die Nebenniere überprüfen. Da bin ich jetzt dabei bzw. daraus sind die Speicheltest-Resultate entstanden.

Beste Grüsse

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endlesstired ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 30.08.10
Zitat von Diesundjenes2 Beitrag anzeigen
Hey, was sagen denn deine Endokrinologen zu den NN-Werten?
Eventuell auch einen Nephrologen zu Rate ziehen.
Ich habe meine Endokrinologin noch nicht beigezogen, da sie aufgrund eines Bluttests eine NN-Schwäche "definitiv" ausgeschlossen hat. Den Speicheltest habe ich bei jemand anderem durchgeführt. Ich werde Sie aber nach dem Anwendungskontrolltest (2. Speicheltest) kontaktieren.

Zitat von Diesundjenes2 Beitrag anzeigen
Soweit ich mich erinnere sind Speicheltests jedoch weniger aussagekräftig. Blutuntersuchungen sollten bezüglich Cortisol etc gemacht werden.
Bluttests habe ich bereits durchgeführt. In der Literatur wird insbesondere bei Cortisol immer ein Speicheltest empfohlen (z.B. Buch von Dr. Wilson)

Zitat von Diesundjenes2 Beitrag anzeigen
Deine Symptome sind sehr unspezifisch, d.h. du kannst dich im Endeffekt in zig Krankheiten wiederfinden.
Ja und nein. Natürlich sind Symptome wie Müdigkeit und Konzentrationsstörungen in vielen Krankheitsbildern zu finden. Allerdings gibt es bei der NN-Schwäche einige Symptome die ich ansonsten eher selten angetroffen habe: sehr geringe Stresstoleranz, "Gehirnnebel" bzw. Watte-im-Kopf-Gefühl, Energiemangel am Morgen und Nachmittags (15-17 Uhr) und besserer Zustand ab 18 Uhr.

Zitat von Diesundjenes2 Beitrag anzeigen
Was ist denn aus der Psychotherapie geworden? Was genau meinst du mit "keine klare Diagnose"? Ist eine psychische Ursache ausgeschlossen worden?
Zwei Psychologen haben unabhängig voneinander befunden, dass es wohl keine Depression ist. Ich meinerseits kann nur sagen, dass ich eigentlich trotz allen Symptomen keine depressiven Phasen habe/kenne.

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Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Hallo endlesstired
Zitat von endlesstired Beitrag anzeigen
Ich habe meine Endokrinologin noch nicht beigezogen, da sie aufgrund eines Bluttests eine NN-Schwäche "definitiv" ausgeschlossen hat.
Mh, ich zweifle, dass diese Endokrinologin in solchen Sachen wirklich kompetent ist... Anmerken möchte ich, dass in der Schulmedizin oft nur die beiden extremen Nebennierenstörungen betrachtet werden: Morbus Addison oder Morbus Cushing. Es gibt jedoch ganz viele Abstufungen dazwischen, welche u.U. auch schon erhebliche Gesundheitsprobleme verursachen können. Es muss nicht immer gleich eine krasse Nebenniereninsuffizienz sein. Schon die kleinste Nebennierenschwäche kann grosse Sorgen bereiten. So was wird leider oft nicht ernst genommen/anerkannt. Bei Vorliegen der Testergebnisse würde ich daher selbst auch recherchieren und nach möglichen Behandlungsvorschlägen suchen...

Zitat von endlesstired Beitrag anzeigen
Bezüglich NN-Schwäche fällt mir jedoch noch auf, dass der DHEA-Wert beim Speicheltest sehr hoch ausgefallen ist. Müsste dieser bei einer NN-Schwäche nicht ebenfalls tief sein? Oder interpretiere ich hier falsch...
Ich kann dir diese Frage nicht beantworten, sorry.
Zitat von endlesstired Beitrag anzeigen
Danke für die Informationen bzgl. Infektion. Wie kann ich das abklären? Bluttests?
Ja, dafür sind insbesondere Bluttests direkt auf bestimmte Erreger notwendig. Allerdings möchte ich explizit darauf hinweisen, dass solche Tests generell sehr unzuverlässig sind. Falsch-negative Ergebnisse sind keine Seltenheit. Im Gegenteil. Ich persönlich würde mich für die meisten Tests nur an ein spezialisiertes Labor wenden (z.B. Borreliose Centrum Augsburg oder nur für LTT's Institut für medizinische Diagnostik in Berlin). Aber auch dort kann man sich nie zu 100% auf Ergebnisse verlassen...

Liebe Grüsse


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