Autoimmunerkrankung?

20.06.13 15:23 #1
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meieli ist offline
Beiträge: 8
Seit: 20.06.13
Da ich seit Februar 2012 am "doktern" bin und ich nicht mehr weiter weiss, hoffe ich nun, dass ich eventuell jemand finde, der ähnliche Symptome hat oder jemand kennt......vielleicht habe ich ja Glück.
Das ganze fing eigentlich schon vorher an, ca. Herbst 2011, aber ich dachte mir, ja ich geh dann schon einmal zum Arzt....
Meine Symptome: ich bekomme sehr starke Augenringe, meine Brust fängt an zu schmerzen, ca. drei Tage schmerzt es einwenig beim einatmen und wenn ich liege verstärkt sich der Schmerz. Der Schmerz ist so ähnlich wie bei einer starken Bronchitis. Über der ganzen Brust ein "brennen", das Atmen fählt schwer. Das ganze spitzt sich zu. D.h. es geht so weit, bis ich nicht mehr im liegen schlafen kann. Und Treppen steigen oder auch etwas schnelleres gehen, ist nicht möglich ohne das ich extreme Schmerzen habe und komplett ausser Puste komme. Zusätzlich habe ich dann auch noch Fieber. Nach dann ca. zwei Wochen ist dann alles wieder vorbei und es verschwindet wie es gekommen ist.

Eine genaue Diagnose habe ich noch nicht bekommen. Was ich aber schon drei Mal hatte, war eine Herzbeutelentzündung und diese sah man im Ultraschall! Meine Ärzte gehen davon aus, dass es sich um eine Brustfellentzündung handelt die immer und immer wieder kommt. Was aber auch noch nie richtig bestätigt wurde!

Zu meinen Blutwerten. Mein CRP erhöht sich immer ins extreme. D.h. wenn die Schmerzen beginnen, starte ich ca. bei 8......wenn ich das Gefühl habe, dass ich den nächsten Tag nicht mehr erlebe, bin ich dann auf 170 oder 190.
ANA wäre ja normal <1:80. Im 2012 hatte ich 1:1280, jetzt 1:2560

Seit September bin ich nun zusätzlich bei einem Rheumatologen. Dieser hat mir eigentlich auch keine richtige Diagnose gestellt. Es sei eine Autoimmunerkrankung. Richtung Lupus hätte ich zuwenig Anzeichen. D.h. seit September versuchen wir, mein Imunsystem mit Plaquenil (Malariamittel) etwas zu beruhigen. Und sonst wartet mein Arzt, auf ein "Zeichen" meines Körpers wohin die Krankheit führt.

Ohne Erfolg. Wenn das CRP d.h. die Entzündung wieder ansteigt, musste ich dies immer noch mit Kortison bekämpfen. Mein letzter "Schub" war im April, das Kortison habe ich anfangs Juni abgesetzt und jetzt stehe ich schon wieder vor dem nächsten Schub.
Die Erholung von den "Schüben" wird immer schwiriger. D.h. ich bin sehr müde und habe keine Kraft mehr. Ich schlafe auch sehr viel und bin trotzdem immer noch müde.

Ich habe meinen Ärzten schon gesagt, dass ich nicht dafür bin nur eine Symptombehandlung zu machen, d.h. Kortison. Ich möchte, dass wir hinter die Ursache, hinter die Krankheit gehen. Leider ohne Erfolg. Sie können nichts mehr anderes machen ausser versuchen mein Imunsystem zu beruhigen.

Betreffend Boreliose. Ich hatte minime Anzeichen. Meine Hausärztin verordnete im 2012 dann sofort eine Antibiotika-Therapie....diese Thema sollte jetzt auch abgeschlossen sein.

Ich hoffe nun, dass irgend jemand, eventuell eine Idee hat, in welche Richtung ich noch suchen könnte oder meine Ärzte leiten könnte.....weil so, macht das Leben keinen Spass mehr.....


Autoimmunerkrankung???

Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Halloo meieli!

Erstmals herzlich willkommen hier!

Meiner Meinung nach können die von dir beschriebenen Entzündungen nur infektiös sein. D.h. die Entzündungen werden durch eine Infektion ausgelöst. Auch deine Blutwerte sprechen dafür. Da du u.a. von zeitweilig sehr hohen CRP's sprichst, würde ich am ehesten eine bakterielle Infektion verdächtigen. Meist ist der CRP bei einer chronischen Infektion/Entzündung nicht (mehr) oder nur grenzwertig erhöht. Wenn jedoch immer wieder eine neue Entzündung dazu kommt bzw. etwas immer wieder aufflackert (insbesondere etwas sehr ernsthaftes wie eine Herzbeutelentzündung!), so ist es "normal", dass der CRP immer wieder anzeigt. Ich könnte wetten, dass es sich immer wieder um denselben Erreger bzw. dieselben Erreger handelt.

Aber ehrlich gesagt, habe ich sehr Mühe, aufgrund deiner Symptome und Laborwerte auf einen bestimmten Erreger zu schliessen. Als allererstes kommen mir jedoch die Borrelien in den Sinn.
Zitat von meieli Beitrag anzeigen
Betreffend Boreliose. Ich hatte minime Anzeichen. Meine Hausärztin verordnete im 2012 dann sofort eine Antibiotika-Therapie....diese Thema sollte jetzt auch abgeschlossen sein.
Wie meinst du das? Wurdest du schon positiv auf Borreliose getestet? Welche Tests hattest du gemacht? Kannst du vielleicht die entsprechenden Resultat hier reinstellen? Welche Antibiotika hattest du damals genommen? Wie lange? In welcher Dosierung?
Zitat von meieli Beitrag anzeigen
D.h. seit September versuchen wir, mein Imunsystem mit Plaquenil (Malariamittel) etwas zu beruhigen.
Hast du irgendeine "Reaktion"/"Wirkung"/Veränderung durch Plaquenil gespürt?
Zitat von meieli Beitrag anzeigen
Und sonst wartet mein Arzt, auf ein "Zeichen" meines Körpers wohin die Krankheit führt.
Gehts dem noch? Wartet der darauf, bis du auch noch eine Endokarditis und/oder Blutvergiftung bekommst und daran stirbst oder was!????
Zitat von meieli Beitrag anzeigen
Wenn das CRP d.h. die Entzündung wieder ansteigt, musste ich dies immer noch mit Kortison bekämpfen.
Sollte meine Vermutung stimmen und solltest du tatsächlich an einer (chronischen) Infektion leiden, so solltest du AUF KEINEN FALL(!) Kortison einnehmen. Möglich, dass dieses kurzfristig die Symptome etwas lindert. Aber mittel- bis langfristig richtet dieses mehr Schaden an. Kortison schwächt bzw. unterdrückt das Immunsystem sehr stark. Zur Bekämpfung von möglichen Infektionserregern will man so was garantiert nicht haben! Da soll das Immunsystem möglichst gestärkt werden!

Zusätzliche Frage: Hast du neben den Schmerzen auf der Brust auch Husten, Räuspern oder ähnliches? D.h. geht dieser Schmerz wohl auch von der Lunge aus oder "nur" vom Herz?

Alles Gute und liebe Grüsse

Autoimmunerkrankung???

meieli ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 20.06.13
Hallo Kaempferin

Danke. Ich habe noch einwenig Schwierigkeiten mich zu recht zu finden.....aber aller Anfang ist schwer Und herzlichen Dank für Deine Antwort und Dein Intresse.

Vielleicht sollte ich mich noch besser vorstellen. Ich bin 35 Jahre alt, bin verheiratet, arbeite 100% und war bis vor knapp zwei Jahren eigentlich soweit gesund. D.h. ich hatte sehr viel husten, was sich dann meistens zu einer Bronchitis entwickelte.
Letzten Herbst musste ich niessen und es stach mich in den Hals. Ich spürte dann einen kleinen "Knotten". Mittlerweile bin ich in einer jährlichen Kontrolle beim Endokrinologen, da ich eine Zyste habe bei der Schilddrüse die sich immer wieder mit Blut füllt. Gemäss Ärzte, können sie noch keinen Zusammenhang finden.

Im Februar hatte ich so extreme Schmerzen, dass mich meine Hausärztin Notfall ins Spital einliefern lies. Dort fixierten sie sich nur noch auf mein Herz. Betreffend Herz bin ich nun bei einem Kardiologen, auch dies ist unter Kontrolle und soweit mit Beloc Zok und Lisitril ist alles i.O. und ich muss auch zwei bis drei Mal im Jahr zur Kontrolle. Die kleine "Schwäche" die sie entdeckt haben, könnte von den Herzbeutelentzündungen her stammen.
Dass meine Schmerzen nicht immer eine Herzbeutelentzündung sind, habe wir ende letzten Jahres herausgefunden, da ich, als ich einen Schub hatte, zum Kardiologen ging und dieser nichts feststellte.....d.h. so wie es aussieht, war es immer eine Brustfellentzündung die sich dann zum Teil in eine Herzbeutelentzündung entwickelt. Da ja alles so nah bei einander ist!
Sie testeten mich im Spital auch auf Borreliose = negativ.

Wie meinst du das? Wurdest du schon positiv auf Borreliose getestet? Welche Tests hattest du gemacht? Kannst du vielleicht die entsprechenden Resultat hier reinstellen? Welche Antibiotika hattest du damals genommen? Wie lange? In welcher Dosierung?
Da meine Schmerzen wieder kamen, machte meine Hausärztin noch einmal einen Borreliosen Test. Nach ihr (ich habe diesen nie gesehen) war dieser positiv und deshalb, starteten wir mit einer Antibiotika-Therapie, intravenös und dies 14Tage je eine Stunde. Der Name weiss ich nicht mehr und ich habe auch keine Blutwerte von damals.....Sämtliche andere Test usw. habe ich.

Hast du irgendeine "Reaktion"/"Wirkung"/Veränderung durch Plaquenil gespürt?
Leider nein. Ich musste ja immer mit Kortison nach helfen.....und wenn ich dieses absetze kommt ja immer wieder ein Schub....also nach mir, weiss ich nicht warum ich dieses Medi noch nehmen sollte.

Gehts dem noch? Wartet der darauf, bis du auch noch eine Endokarditis und/oder Blutvergiftung bekommst und daran stirbst oder was!????
Mir wurde extrem viele Bluttests gemacht. Sie haben aber nie etwas erwähnt auser das CRP und die ANA-Titer.....Ich glaube eigentlich nicht, das ich heute oder morgen an meiner "Krankheit" sterbe.....aber ich fühle mich so hilflos. Ich habe eigentlich das Gefühl, dass ich irgendetwas in mir habe und das man dies bekämpfen sollte.....aber ich bin nun in Behandlung von 4 Ärzten. Endokrinologie, Kardiologie, Rheumatologie und noch meine Hausärztin und mir fehlt ein Doktor "House". Einer der über den Tellerrand schaut.....
Aber so wie es jetzt läuft, brauche ich eigentlich keine Ärzte mehr. Ich habe zu Hause einen riesen Vorrat an diversen Schmerzmitteln, Kortison usw. usf. und das mein CRP ansteigt, merke ich auch schon von selbst. D.h. die Symptome kann ich alleine bekämpfen, aber die Ursache...!!!! Leider bin ich kein Arzt.

Zur Bekämpfung von möglichen Infektionserregern will man so was garantiert nicht haben! Da soll das Immunsystem möglichst gestärkt werden!
Mein Immunsystem sollte ja geschwächt werden, da es ja überreagiert....und immer wieder Entzündungen hervorruft...gemäss Rheumatologen.

Hast du neben den Schmerzen auf der Brust auch Husten, Räuspern oder ähnliches? D.h. geht dieser Schmerz wohl auch von der Lunge aus oder "nur" vom Herz?
Ich huste eigentlich immer ein wenig, oder mehr. Einfach so einen Reitzhusten, der zum Teil fast bis zum Erbrechen führt. Es ist nicht immer gleich. Das Herz ist soweit i.O. und die Lunge gemäss Aussagen auch!

Darf ich Dich noch etwas fragen? Wie weisst Du all die Sachen? Ist es Dir selbst wieder fahren oder übst Du einen medizinischen Beruf aus?

Anhand von Deiner Antwort, dass Du die Entzündungen nur von einem Infekt her siehst, werde ich meine Hausärztin beim nächsten Besuch darauf aufmerksam machen, dass Sie noch einmal einen kompletten Borreliosen-Test machen soll....Es ist einfach extrem, dass man fast selbst zum Arzt werden muss.

Vielleicht komme ich ja so entlich zu meiner Diagnose und zu einer Ursachenbehandlung. Das wäre der Hammer

Autoimmunerkrankung???

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Meieli,

Deine ANAs sind ja erhöht. Es gibt Untergruppen der ANAs, die man bestimmen kann und die dann wohl mehr aussagen, wo der Hase im Pfeffer liegt:

...
ANA, AK gegen extrahierbaren nukleäre Antigene (= ENA) (Abb. 11-9)
- AK gegen SS-A (Ro), SS-B (La) V.a. bei Sicca
- AK gegen Sm ( relativ SLE-spezifisch)
- AK gegen U1-RNP (Mischkollagenose, falls Sm neg.)
- AK gegen Nukleosomen, gg. Doppelstrang-DNS (wichtigster Antikörper)
- Phospholipid AK: Cardiolipin-AK, Lupus Antikoagulanz zur Diagnostik,
...
Leitsymptome Kollagenosen und Vaskulitiden

Diese Aufstellung stammt von einer Seite über LUPUS, einer Autoimmunerkrankung. Auf eine solche deuten Deine Beschwerden meiner Meinung nach mindestens auch hin, wenn Cortison hilft.

Könntest Du mal bitte Deine Schilddrüsenwerte hier einstellen?
Oft kommt ja eine Autoimmunerkrankung nicht alleine daher...

Ist das Procalcitonin bei Dir schon einmal bestimmt worden. Wenn das wirklich so eindeutig eine bakterielle von einer Antiimmun-Krankheit unterscheiden läßt, wäre das der ideale Wert für Dich .

3. Procalcitonin ist ein neuerer Entzündungsparameter, der im Zweifelsfall zwischen einer bakteriellen Infektion und der Aktivität einer rheumatischen Erkrankung unterscheiden soll.
Laborwerte bei entzndlich rheumatischen Erkrankungen
...
Procalcitonin ist ein relativ sensitiver Indikator zur Abgrenzung bakterieller von nicht bakteriellen Infektionen. In zwei Studien im allgemeinmedizinischen Setting lässt sich durch ein- oder mehrmalige Bestimmung des Procalcitonins die Häufigkeit von Antibiotikaverordnungen bei leichten Atemwegsinfektionen relevant reduzieren.
...
WAS BRINGT DER PROCALCITONIN-TEST IN DER HAUSÄRZTLICHEN PRAXIS?

Hier werden die Laborwerte in der Rheumatologie erklärt:
http://www.rheumanetz.at/TextExtendedLabortests.phtml

Leider kann ich nur Puzzle-Teilchen zum Herausfinden Deiner Beschwerden dazu geben. - Aber vielleicht hilft es ja ein bißchen weiter.

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Geändert von Oregano (21.06.13 um 06:37 Uhr)

Autoimmunerkrankung???

meieli ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 20.06.13
Hallo Oregano

Die Schilddrüsenwerte habe ich im Moment nicht bei mir. Sollten aber, da ich jährlich zur Kontrolle gehe, im grünen Bereich sein.
Versuche diese aber noch hier einzustellen.
Ist das Procalcitonin bei Dir schon einmal bestimmt worden.
Von diesem Wert habe ich noch nie etwas gehört. Werde dies beim nächsten Termin mit der Hausärztin anschauen.
Kortison "entlastet" eigentlich nur meinen Körper. Beim letzten Schub, bekam ich ein neues Schmerzmittel "Zaldiar". Mit diesem konnte ich dann trotz Schub schlafen. Ich nahm kein Kortison. Das CRP stieg auf 190. Zwei Tage später war es, auch noch ohne Kortison, schon auf 50 gesunken. Aber ich war nur noch ein "Wäschhudu", deshalb entschied ich mich doch noch mit Kortison nach zu helfen. Ich glaube, wenn ich durchgehend 20mg Kortison nehmen würde, hätte ich keine Schübe mehr.....aber das ist nicht die Lösung.....für mich jedenfals.
Leider kann ich nur Puzzle-Teilchen zum Herausfinden Deiner Beschwerden dazu geben. - Aber vielleicht hilft es ja ein bißchen weiter.
Ich bin wirklich sehr froh um jeden Hinweis, eventuell schubse ich ja meine Ärzte so in die richtige Richtung.....ich meine 1 1/2 Jahre sind schon vergangen.....und die "Schübe" sind immer noch da es kann nur noch besser werden.
Herzlichen Dank für Deine Hilfe, Meieli

Autoimmunerkrankung???

Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Hallo meieli
Zitat von meieli Beitrag anzeigen
...bis vor knapp zwei Jahren eigentlich soweit gesund. D.h. ich hatte sehr viel husten, was sich dann meistens zu einer Bronchitis entwickelte... Letzten Herbst musste ich niessen und es stach mich in den Hals... Ich huste eigentlich immer ein wenig, oder mehr. Einfach so einen Reitzhusten, der zum Teil fast bis zum Erbrechen führt.
Na ja, wenn du schon immer etwas gehustet hast, warst du gar nicht soooo gesund Da es scheint, dass es bei dir mit dem Husten und solchen Dingen erst anfing.... Ich frage mich, ob du allenfalls Chlamydia Pneumoniae und/oder Mycoplasma Pneumoniae haben könntest? Ich kenne mich mit Borrelien nicht super gut aus. Ich meinte aber, dass auch diese Husten und co. auslösen können... All diese drei genannten Erreger sind intrazelluläre Bakterien und dadurch unter Umständen nicht ganz einfach behandelbar. Ich glaube, ich würde einfach mindestens diese drei Erreger (nochmals) testen lassen.
Zitat von meieli Beitrag anzeigen
Da meine Schmerzen wieder kamen, machte meine Hausärztin noch einmal einen Borreliosen Test. Nach ihr (ich habe diesen nie gesehen) war dieser positiv und deshalb, starteten wir mit einer Antibiotika-Therapie, intravenös und dies 14Tage je eine Stunde. Der Name weiss ich nicht mehr und ich habe auch keine Blutwerte von damals.....Sämtliche andere Test usw. habe ich.
An deiner Stelle würde ich mir diese Testergebnisse besorgen und auch die Angaben zur durchgeführten Antibiotika-Therapie. Man weiss nie. Womöglich wird dies für die weitere Behandlung wichtig sein. Auch wenn man Erreger wie Borrelien, Chlamydien und/oder Mycoplasmen "besiegt", eine lebenslange Immunität erhält man trotzdem nicht. Im Gegenteil. Gerade bei solchen intrazellulären wird es kaum je gelingen, alle Erreger zu beseitigen. Das Ziel sollte lediglich sein, sie soweit zu eliminieren, dass das Immunsystem alleine mit denen fertig wird. Auch dann müsste man quasi ein Leben lang darauf achten, dass die Infektion nicht wieder ausbricht. Ist nur ein Gedanke. Aber angenommen, du hattest wirklich mal Borreliose und es gelang dir gar, diese zu "bekämpfen"... Es könnte sein, dass du zu einem späteren Zeitpunkt andere Erreger (sagen wir mal Chlamydia Pneumoniae und/oder Mycoplasma Pneumoniae") erwischt" hast. Seither läuft dein Immunsystem auf Hochtouren und kommt mit der Abwehr von "Feinden" nicht mehr nach. Dass dadurch auch Erreger, welche noch im Körper schlummern, wieder re-aktiviert werden können (z.B. Borrelien), ist eine logische Folge...
Zitat von meieli Beitrag anzeigen
Sie haben aber nie etwas erwähnt auser das CRP und die ANA-Titer....
Ich kenne mich mit dem ANA-Titel leider nicht gut aus. Aber ist der ausser bei manchen Autoimmunerkrankungen nicht z.B. auch bei Borreliose erhöht!? Ob noch andere Erreger den ANA verändern können, weiss ich leider nicht.
Zitat von meieli Beitrag anzeigen
Mein Immunsystem sollte ja geschwächt werden, da es ja überreagiert....und immer wieder Entzündungen hervorruft...gemäss Rheumatologen.
Mh, ich bin kein Arzt. Dies ist nur meine Meinung. Aber für mich stellt sich die Frage, wie deine Rheumatologen der festen Überzeugung sein können, dass dein Immunsystem geschwächt werden sollte, obwohl sie die eigentliche URSACHE der Entzündungen gar nicht kennen!? Offenbar gehen sie von einer Autoimmunerkrankung aus. Mit den Autoimmunerkrankungen ist es aber so eine Sache. Fakt ist, dass bis heute die URSACHE der Autoimmunerkrankungen nicht geklärt ist. Fakt ist auch, dass solche Erkrankungen immer wieder mit (chronischen) Infektionen in Verbindung gebracht werden! Dies ist nur meine PERSÖNLICHE MEINUNG. Aber für mich ist fraglich, ob solche Autoimmunerkrankungen nicht durch (chronische) Infektionen ausgelöst werden bzw. ein "Symptom" von solchen darstellen!
Zitat von meieli Beitrag anzeigen
Darf ich Dich noch etwas fragen? Wie weisst Du all die Sachen? Ist es Dir selbst wieder fahren oder übst Du einen medizinischen Beruf aus?
Nein, ich bin kein Arzt und übe/übte auch sonst keinen medizinischen Beruf aus. Aber ich leide selbst an einer chronischen Infektionserkrankung (mindestens aufgrund Chlamydia Pneumoniae und evt. auch Mycoplasma Pneumoniae. Was letztendlich welche Beschwerden auslöst, weiss ich leider nicht). Ich habe Dutzende von Ärzten, Spezialisten, Professoren, Klinikchefs etc. gesehen. Es hiess stets, ich hätte "nichts", sondern würde einfach simulieren oder aber es sei "was psychisches". Ich musste selbst darauf kommen, was ich habe. Obwohl ich in der Zwischenzeit einen Arzt fand, der sich zumindest halbwegs mit solchen Erkrankungen auskennt, ich muss mich trotzdem stetig informieren und "weiterbilden". Viel weiss ich leider noch immer nicht. Ich lerne ständig dazu.

Liebe Grüsse!

Autoimmunerkrankung???

meieli ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 20.06.13
Hallo Kaempferin

Herzlichen Dank für Deine sehr offene Antwort. Es ist schon extrem, dass wenn man nicht etwas nach "Handbuch" hat, die Ärzte schon überfordert sind....oder mit Diagnosen um sich werfen, die nicht stimmen! Ich hoffe aber, dass bei Dir alles so weit unter "Kontrolle" ist.

Ich habe mit meinem Rheumatologen telefoniert, gemäss Abmachung, und seine Arzthelferin meinte nur "wenn die Schmerzen schlimmer werden, soll ich mich noch einmal melden, und dem Arzt die Schmerzen genau schildern, dann könne er entscheiden ob ich Kortison nehme oder nicht".

Genial. Ich bin seit letzten September in Behandlung bei ihm. Und habe ihm die Schmerzen usw. usf. schon alles x-Mal geschildert.
Für mich hat sich der Fall erledigt. D.h. ich habe Morgen einen Termin bei meiner Hausärztin und stelle sie vor vollendeten Tatsachen. d.h. entweder sie hilft mit und sucht mit was mir fehlt oder ich wechsle den Hausarzt.

Ich habe die diversen Test usw. usf. notiert. Ich hoffe nun, dass sie mit einsteigt und wir somit zu einem Resultat kommen d.h. die Schübe ausbleiben

Liebe Grüsse
meieli

Autoimmunerkrankung???

Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Hallo meileli

Über deinen Rheumatologen bzw. seine Arzthelferin sage ich nun lieber nichts. Sonst reg ich mich bloss wieder auf.... Immer dasselbe...

Zitat von meieli Beitrag anzeigen
Ich habe die diversen Test usw. usf. notiert. Ich hoffe nun, dass sie mit einsteigt und wir somit zu einem Resultat kommen d.h. die Schübe ausbleiben
Tiptop! Ich würde diese Tests entweder im Institut für medizinische Diagnostik (IMD) in Berlin oder aber im Borreliose Centrum in Augsburg durchführen lassen. Die haben mit solchen Tests am ehesten Erfahrung. Z.B. bei Chlamydia Pneumoniae würde ich mich persönlich nur auf einen Lymphozyten-Transformations-Test (LTT) ZUMINDEST EINIGERMASSEN verlassen.

Was ich noch sagen wollte - ich sags lieber gleich jetzt zu Beginn: Je nachdem, um welchen Erreger es sich handelt, ist die Behandlung alles andere als einfach. Sollte es sich in der Tat um eine chronische Infektion handeln, so stelle dich auf eine Monate- wenn nicht gar Jahre-lange Behandlung ein - ohne Garantie auf vollständigen Erfolg. Wenn ein Erreger über Monate, Jahre in einem Körper "gewütet" hat, so kann dieser nicht innert einer Woche zerstört werden. Wollte dies einfach gesagt haben, dass du dich auch bei positivem Ergebnis nicht zu früh freust.

Alles Gute!

Geändert von Kaempferin (24.06.13 um 14:59 Uhr)

Autoimmunerkrankung???
sonneundregen
Zitat von meieli Beitrag anzeigen
Sie testeten mich im Spital auch auf Borreliose = negativ.

Da meine Schmerzen wieder kamen, machte meine Hausärztin noch einmal einen Borreliosen Test. Nach ihr (ich habe diesen nie gesehen) war dieser positiv und deshalb, starteten wir mit einer Antibiotika-Therapie, intravenös und dies 14Tage je eine Stunde. Der Name weiss ich nicht mehr und ich habe auch keine Blutwerte von damals.....Sämtliche andere Test usw. habe ich.
14 Tage AB gegen die Borreliose ist ein kleiner Scherz! Die Borrelien vermehren sich alle 28 Tage und so wird man bewusst in die Chronifizierung gebracht. Ich habe so eine Wut auf diese besch...... Mediziner!

Übrigens schließt ein negativer Borreliosetest eine chronische Borreliose keinesfalls aus! Kortison ist Futter für die Borrelien, da es das Immunsystem runterregelt! Ich könnte echt ausflippen.......


Mein Immunsystem sollte ja geschwächt werden, da es ja überreagiert....und immer wieder Entzündungen hervorruft...gemäss Rheumatologen.
So ein Holzkopf, kannst Du ihm von mir bestellen!


Lg
sonneundregen

Autoimmunerkrankung???

meieli ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 20.06.13
Hallo Sonneundregen

Danke für Dein Input.
Ich habe immer wie mehr den Verdacht, dass ich noch ein medizin Studium machen sollte Damit ich meinen Ärzten dann klar machen kann, was mir eigentlich fehlt! Und so kämten diese dann vielleicht auch auf eine Diagnose
Übrigens schließt ein negativer Borreliosetest eine chronische Borreliose keinesfalls aus! Kortison ist Futter für die Borrelien, da es das Immunsystem runterregelt
Das wusste ich auch nicht! Aber dann wäre ich ja komplet falsch behandelt worden, da ich ja jetzt noch immer ein Medi nehme, wodurch sich mein Immunsystem "beruhigen" sollte. Ach herrje

Mittlerweile hab ich schon fast Bauchschmerzen für den Termin zur Hausärztin. Ich hoffe nun, dass diese mit ins Boot springt.....ich weiss sonst nicht, wo ich auf die Schnelle einen neuen Hausarzt herzaubern soll....

Positiv denken, vielleicht klappt es ja

Danke u nä liebä Gruess

Meieli


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