Geschwollene Halsvene

09.06.13 22:31 #1
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UrsulaEva ist offline
Beiträge: 4
Seit: 09.06.13
Hallo zusammen,
Bin auch ratlos, weil seit neun Monaten meine Halsvene, Vena jugularis anschwillt, inzwischen mit 12mm so deutlich hervortritt wie ein Gartenschlauch. Ich habe alles bei den Schulmedizinern abklären lassen, TC, MRT, keine Rechtsherzinsuffizienz, keine Tumore, keine geschwollene Lymphe, überhaupt nichts auffälliges. Im Gegenteil Herz und Lunge sind top. Die Gefäßmediziner fanden die prominent heraustretende Ader sehr imposant, boten an, sie mir zu entfernen, wenn das Strangulierungsgefühl nicht weicht. Anschließend habe ich es mit einem Osteopathen versucht, weil ich hoffte, das Muskeln die Ader herausdrücken, Fehlanzeige. Inzwischen bin ich bei einer Homöopathin, die wie ich fürchte auch eher im Dunkeln tappt. Im nehme Natrium, für später sieht sie Tuberkulinum vor. An meinem Zustand hat sich nichts geändert, im Gegenteil, es wird immer massiver, die linke Halsvene hat sich weiter vergrößert, die rechte fängt nun auch an, hervorzutreten. An beiden Seiten habe ich nun das Gefühl ständig Muskelkater zu haben, es drückt und zieht, auch im Ruhezustand. Auch nachts im Bett. Es fühlt sich an, als hätte ich Stäbe im Hals, ich muss immer hinfassen und meinen Hals massieren, um dieses Enge- und Strangulierungsgefühl zu vertreiben und um mich selbst zu beruhigen. Ich fühl mich bedroht, obwohl die Ärzte mir versicherten, dass keine ernsthafte Gefahr besteht. Die Venen sind nicht hart, sondern sehr weich. Herz-Kreislauf ist völlig in Ordnung, Blutdruck auch. Ich mache schon seit vielen Jahren Yoga, schwimme viel und gehe regelmäßig tanzen. An keiner anderen Stelle meines Körpers habe ich Blutgefäße, die derart hervortreten, ich habe sonst keine Krampfadern.
Stress und Ärger hatte ich in den letzten Monaten durchaus, aber auch da ist eine deutliche Entspannung in Sicht, ich müsste, falls es psychosomatisch ist, aufatmet.
Tatsächlich habe ich einen Hang zum Psychosomatisieren, aber es hat noch nie so stark das Allgemeinbefinden beeinflusst, ich kenne diffuse Schmerzen an den Zehen, natürlich Rückenschmerzen und hartnäckige Erkältungen. Ich bin nie ernsthaft krank gewesen, muss mich deshalb auch erst in die alternativen Heilweisen einfinden. Wer oder was kann helfen? Freue mich über jeden Tipp oder gar Berichte von Leidensgenossen.
Viele Grüße Ursula Eva


Geschwollene Halsvene

MiglenaN ist offline
Beiträge: 1.207
Seit: 15.05.13
Hallo UrsulaEva,

wenn die Venen geschwollen sind, deutet dies auf einen Stau hin. Warst Du schon einmal im Krankenhaus zur gründlichen Untersuchung?

Du schreibst:
Ich fühl mich bedroht, obwohl die Ärzte mir versicherten, dass keine ernsthafte Gefahr besteht.
Richtig ist, dass man keine Panik machen darf, aber in solchen Fällen sollte man schon ernsthaft versuchen, die Ursache zu finden, denn solche starken Schwellungen der Blutgefäße haben in der Regel schon körperliche und keine psychischen Ursachen, und ein Arzt kann/darf sie nicht einfach ignorieren mit der Begründung, es bestünde "keine ernsthafte Gefahr".

Andere Frage: Ist Dein Gesicht auch geschwollen?

Grüße, Miglena

Geschwollene Halsvene

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo UrsulaEva,

...
Bei den Venen kann man zwei Schichten unterscheiden: In der oberen Schicht
der Hautvenen sind meist auf jeder Seite zwei größere Venen in das Unterhautfettgewebe
eingebettet. Sowohl die V. jugularis externa als auch die V. jugularis
anterior steigen in den Venenwinkel ab und nehmen das Blut der Hinterhauptsgegend
und derMuskeln des seitlichen Halses auf.
Als untere Schicht, bezeichnet als tiefeVenen, finden sich auch auf jeder Seite
zwei Gefäße. Die V. jugularis interna verläuft ähnlich wie die A. carotis. Sie ist
die Fortsetzung des Sinus sigmoideus vom Foramen jugulare der Schädelbasis
an. Ihr Anfangsstück ist zum Bulbus superior venae jugularis erweitert. Sie vereinigt
sich mit der V. subclavia zurV. brachiocephalica imVenenwinkel.
Zu ihrem Einzugsgebiet zählt nahezu das gesamte Blutleitersystem des
Gehirns über den Sinus sigmoideus. Daneben sammelt sie das Blut aus dem
oberflächlichen und tiefen Gesichtsbereich über dieV. facialis,V. lingualis undV.
retromandibularis, die in der Nähe des Kieferwinkels in sie einmünden.Darüber
hinaus erhält sie Zustrom aus dem Eingeweideraum des Halses über die obere
und mittlere Schilddrüsenvene.
...
http://www.uniklinik-ulm.de/fileadmi...eihe_hno-i.pdf
evolution-mensch.de - Vena jugularis externa

Ist denn auch die Schilddrüse angeschaut worden? Immerhin liegt die in der Nähe? Oder hast Du evtl. irgendwelche chronischen Entzündungen im Hals-Kopf-Kiefer-Bereich?
Gibt es Zeiten, in denen diese Vene abschwillt, z.B. nachts?

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Geschwollene Halsvene

UrsulaEva ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 09.06.13
Liebe Miglena,
danke für deine Antwort. ich habe mich sehr gründlich untersuchen lassen. Die Gefäßmediziner im Krankenhaus haben die Bilder auch bei ihrer großen Konferenz mit den anderen Disziplinen vorgelegt. Da hatte auch keiner eine Idee. Hinweis war, ich soll Richtung Psychosomatik forschen. Und in ein paar Monaten wieder kommen. Schilddrüse ist unauffällig. Sonst ist nichts geschwollen. Zähne sind auch abgeklärt. Bis auf den Gartenschlauch am Hals sehe ich aus wie immer.
Es ist mir ein Rätsel. Ich kann alles ganz normal machen, arbeite normal, aber alles ist unterlegt mit diesem Ziehen im Hals. Und wo soll das hingehen, wenn es immer weiter anschwillt?
Grüße
ursula Eva


Zitat von MiglenaN Beitrag anzeigen
Hallo UrsulaEva,

wenn die Venen geschwollen sind, deutet dies auf einen Stau hin. Warst Du schon einmal im Krankenhaus zur gründlichen Untersuchung?

Du schreibst:


Richtig ist, dass man keine Panik machen darf, aber in solchen Fällen sollte man schon ernsthaft versuchen, die Ursache zu finden, denn solche starken Schwellungen der Blutgefäße haben in der Regel schon körperliche und keine psychischen Ursachen, und ein Arzt kann/darf sie nicht einfach ignorieren mit der Begründung, es bestünde "keine ernsthafte Gefahr".

Andere Frage: Ist Dein Gesicht auch geschwollen?

Grüße, Miglena

Geschwollene Halsvene

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Ursula Eva,

nur noch einmal nachgefragt: ist die Schilddrüse auch wirklich gründlich untersucht worden mit Ultraschall, evtl. Szintigraphie und sämtlichen Werten einschl. der Antikörper?

Was ich gerade überlege:
... ich kenne diffuse Schmerzen an den Zehen, natürlich Rückenschmerzen und hartnäckige Erkältungen....
Bei der Fußreflexzonenmassage erreicht man ja über die Füsse den ganzen Körper. Da müßte doch ein guter Fußreflexmasseur auch diese Vene erreichen können? - Weißt Du, woher diese Zehenschmerzen kommen? Am Ende haben die noch einen Bezug zu dieser Halsvene?
Warst Du mit Deinem Problem schon einmal bei einem guten OsteopathIN? - Auch da könnte ich mir vorstellen, daß da etwas zu machen ist.

Das hier wäre auch noch eine Möglichkeit:
Halsschlagader schwillt beim Singen

Grüsse,
Oregano
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Geschwollene Halsvene

UrsulaEva ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 09.06.13
Hallo Oregano,
danke für das Video. Mein Hals sieht genauso aus wie der des Sängers, auch ohne zu singen. Ein richtiger Gartenschlauch. Ich habe heute schon nach Terminen bei den HNOlern im Krankenhaus gefragt. Da werde ich noch mal hingehen und alles explizit wegen Schilddrüse abgleichen lassen.

Was meine psychosomatischen Zehenspitzenschmerzen anbelangt, die kommen tatsächlich nur bei extremer psychischer Anspannung, paar Tage, dann vergehen sie wieder. Man kann da keine Schmerzstelle lokalisieren.

Was den Hals angelangt, der schwillt seit letzten Herbst. Ich habe alles so gründlich abklären lassen, weil wir Herzklappenfehler in der Familie haben. Bei mir ist das nun nicht der Fall. Wie gesagt kerngesund laut Schulmedizin.
Vergangenen Sommer habe ich einen Posten mit Leitungsfunktion eingenommen, wo fast jeden Tag Konferenzen mit hohem Streitpotential anstehen. 50 bis 60 Stunden pro Woche. Immer viel Ärger, Kränkungen, es wird mit harten Bandagen gekämpft. Ich schlage mich wacker, habe noch keinen Tag gefehlt. Ich plane, wieder einen Schritt zurück zu machen, vor allem, um wieder mehr Freizeit zu haben. Aber trotzdem würde es mich interessieren, ob der Körper einfach so einen dicken Hals ausprägen kann. Es sieht sehr alarmierend aus, verrät die Anspannung und setzt zusätzlich durch das Strangulierungsgefühl unter Druck. Und vermutlich geht die geweitete Vene nicht mehr zurück.
Die Sache mit der Fußreflexzonenmassage ist ein guter Tipp, ich versuche alles, um wieder ein normales Gefühl in den Hals zu bekommen. Der Osteopath hat zwar schön massiert, aber war ebenso ratlos.
Und diesem Link zum Sänger werde ich folgen, um Kontakt mit dem Mann aufzunehmen. Vielleicht hat der etwas bewirken können.
Dir noch mal einen herzlichen Dank.
Ursula Eva

Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Hallo Ursula Eva,

nur noch einmal nachgefragt: ist die Schilddrüse auch wirklich gründlich untersucht worden mit Ultraschall, evtl. Szintigraphie und sämtlichen Werten einschl. der Antikörper?

Was ich gerade überlege:

Bei der Fußreflexzonenmassage erreicht man ja über die Füsse den ganzen Körper. Da müßte doch ein guter Fußreflexmasseur auch diese Vene erreichen können? - Weißt Du, woher diese Zehenschmerzen kommen? Am Ende haben die noch einen Bezug zu dieser Halsvene?
Warst Du mit Deinem Problem schon einmal bei einem guten OsteopathIN? - Auch da könnte ich mir vorstellen, daß da etwas zu machen ist.

Das hier wäre auch noch eine Möglichkeit:
Halsschlagader schwillt beim Singen

Grüsse,
Oregano


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