Ich verliere meine Bewegungsfreiheit, ich verliere mein Leben

04.05.13 13:09 #1
Neues Thema erstellen
Ich verliere meine Bewegungsfreiheit, ich verliere mein Leben

Gummiball ist offline
Themenstarter Beiträge: 291
Seit: 30.05.12
Ich gehe nicht mehr zum Hausarzt und auch nicht mehr zu den anderen Schulmedizinern, weil sie mir nicht helfen können (oder wollen). Mein Leidensweg erstreckt sich jetzt schon über 20 Jahre, immer wenn ich dort war, wurden nur ein paar Standarduntersuchungen (wenn überhaupt) gemacht. Sie fragen gerne nach psychischen Problemen, doch ob ich Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Infektionen, Vergiftungen usw. habe, interessiert denen überhaupt nicht.

Durch meinen langen, sehr langen Leidensweg habe ich jeden Glauben auf Heilung verloren. Ja, ich bin an den Punkt angekommen, aufzugeben. Ich merke, dass an mir irgendetwas nicht stimmt, ich merke, dass mein Körper zu schwach ist um sich selbst zu heilen. Ich bin auch geistig müde geworden, es gibt NICHTS mehr, was mich noch glücklich machen könnte. Seit vielen Jahren denke ich täglich nur noch an meinen Leidensweg.

In den letzten Wochen war übrigens mein Stuhl hellbraun bis gräulich. Wenn ich richtig informiert bin, ist das ein Zeichen dafür das meine Leber krank geworden ist.

Komischerweise hilft die Ausleitung mit Rizinusöl auch nicht mehr. Am Anfang bekam ich immer heftigen Durchfall, und danach fühlte ich mich merklich besser. Wenn ich jetzt Rizinusöl einnehme, passiert gar nichts mehr (obwohl ich die Dosierung sogar erhöht habe).

Ich glaube, mein Körper ist nicht mehr bereit, die vielen Gifte abzugeben. Vielleicht sind es seelische Blockaden, die meiner Gesundung im Wege stehen.

Früher hatte ich "richtige" Allergien in Form von Hautausschlägen. Diese Allergien sind jetzt alle nach innen gewandert und erzeugen wahrscheinlich auch diese Entzündungen.

In den Medien liest man fast täglich, dass die schweren Krankheiten wie MS und Parkinson stark zunehmen und das immer mehr Menschen schon in jungen Jahren daran erkranken. Ich gehöre wahrscheinlich auch dazu (gestern z.B. schüttelte mein Körper im Bett).

Warum darf ich nicht einfach tot umfallen? Warum muss ich auf Teufel komm raus leiden? Ich ging nicht 1 Mal durch die Hölle, ich ging schon 20 Mal durch, und ein Ende ist nicht in Sicht.

Mich kotzt diese ganze Scheiße einfach nur noch an.

Geändert von Gummiball (04.05.13 um 21:03 Uhr)

Ich verliere meine Bewegungsfreiheit, ich verliere mein Leben

Traumdenker ist offline
Beiträge: 1.190
Seit: 09.01.11
Das tut mir Leid,mir geht es nicht anders.Wenn du jemandem zum schreiben suchst dann ruhig ne PN an mich..

Ich verliere meine Bewegungsfreiheit, ich verliere mein Leben

Karde ist offline
Beiträge: 5.006
Seit: 23.05.12
Zitat von Gummiball Beitrag anzeigen

Ich glaube, mein Körper ist nicht mehr bereit, die vielen Gifte abzugeben. Vielleicht sind es seelische Blockaden, die meiner Gesundung im Wege stehen.
Guten Morgen Gummiball
Wäre es eine Möglichkeit zu einem gute Kinesiologen zu gehen, um das mal anzuschauen. Es gibt Fälle, wo das Unterbewusstsein aus irgend einem Grund eine Genesung verhindert - sabotiert.
Ich hatte viele Jahre keine Kontakte - nahm praktisch nichts aus Medien auf, da ich keinen Fernsehen, Radio oder Zeitungen hatte, alle Reize waren zu viel. Versuche mal nicht immer was aus Medien zu zitieren, sie verbreiten Angst und noch mehr Hilflosigkeit.
Es war lebensnotwendig für mich mit ganz wenig Sachen zu beschäftigen damit ich überlebte. Vor allem die Situation annehmen, damit ich Wege daraus finden konnte - das war sehr schwer, aber es lohnte sich, Fortschritte traten in kleinen Abschnitten ein - sonst könnte ich nicht seit einem Jahr hier im Forum schreiben. Hoffnung auf Heilung ist gut, aber in der Realität hilft weder Hoffnung noch Resignation.
Ich stellte mir das so vor: Ein Schrank mit Schubladen - die Hoffnung lege ich ganz bewusst in die Unterste, diese Schublade ist immer da mit der Hoffnung auf Genesung - aber ich gehe nicht täglich und mache sie auf.
So konnte ich meine wenigen (bis keine) Kräfte fürs nötigste im JETZT brauchen.
Wünsche Dir alle Kraft der Erde, dass Du den Zugang findest, Deinen Körper dabei zu unterstützen seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Versuche die mentalen,emotionalen und körperlichen Reize zu mindern.
Herzliche Grüsse
KARDE
__________________
Alles was ich anschaue --- schaut zurück

Ich verliere meine Bewegungsfreiheit, ich verliere mein Leben

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Gummiball,

ich wünsche Dir, daß Du einen Weg findest ...

...
Krankheiten mit brennenden Schmerzen
Gürtelrose
Hämorrhoiden
Tollwut
Blasenentzündung
Sonnenallergie
Prostataentzündung (Prostatitis)
Scheidenpilz (Vaginalpilz)
Scheidenentzündung (Vaginitis)
Insektengiftallergie
Blasenkrebs
Überaktive Blase (Reizblase)
Chlamydien (Chlamydien-Infektion)
....
Brennende Schmerzen - Ursachen, Symptome, Behandlung, Medikamente, Krankheiten, Gesundheit

Und das ist nur eine Auswahl . Es fehlen ganz die Lebensmittel-Allergien und -Intoleranzen, Gifte außer den Insektengifte, Zähne usw. sowie Mängel an Vitaminen und Spurenelementen und sicher noch mehr.
Was auch eine große Rolle spielen kann: eine gestörte Entgiftung im Körper, vor allem in der Leber:
http://www.taramax.de/diagnostik/bes...rase-test.html
(Auf der Seite befindet sich oben auch eine Möglichkeit, Therapeuten dazu in der eigenen Gegend zu finden.)

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Geändert von Oregano (05.05.13 um 09:32 Uhr)

Ich verliere meine Bewegungsfreiheit, ich verliere mein Leben

Abendschein ist offline
Beiträge: 419
Seit: 11.01.13
Lieber Gummiball, ich nehme Dich einfach mal in den Arm,
Du bist nicht alleine, nein niemals. Und da wo Worte nicht trösten können,
da ist das im Arm nehmen schön.

Abendschein

Ich verliere meine Bewegungsfreiheit, ich verliere mein Leben

Abendschein ist offline
Beiträge: 419
Seit: 11.01.13
Zitat von Gummiball Beitrag anzeigen

Mich kotzt diese ganze Scheiße einfach nur noch an.

Und genau dann ist es Zeit einen anderen Weg einzuschlagen.
Wie Karde schon sagte, zu einer Kinesiologin oder zu einer guten
Heilpraktikerin. Bitte mach noch diesen Versuch.
Ich würde alles in Erwägung ziehen, nur nicht aufgeben.
Bitte habe den Mut etwas zu tun, auch in anderen Richtungen.
Nicht aufgeben. Nicht runter ziehen lassen.
Du schreibst, Du könntest MS haben, wurdest Du darauf Untersucht?
Du schreibst oft, wahrscheinlich ist das so oder so.
Aber Du weißt es nicht.
Laß Dich einmal gründlich durchschecken, dann kann man besser
behandeln, als alles nur auf "Vielleicht" und "Wahrscheinlich"!

Bitte mach was!

Abendschein

Ich verliere meine Bewegungsfreiheit, ich verliere mein Leben
macpilzi
Ich halte es auch wie Abendschein.
Lasse dir einen guten Kinesiologen und/oder Heilpraktiker empfehlen.

Die Schulmedizin hat mir auch nicht geholfen. Als Hausarzt würde ich mir an deiner Stelle einen Naturheilkundler und/oder TCM suchen. Leider muss man da ja doch ab und an hin.

Du musst schauen das du dich stabilisierst und Ausleitung erst mal ganz nach hinten anstellen. Dein Körper scheint dazu derzeit nicht in der Lage und es Bedarf Aufbauarbeit. Professionelle Unterstützung ist dabei sehr hilfreich.


Ich persönlich habe auch öfters Ausleitungen versucht. Wurde dadurch aber immer kränker und schwächer. Man muss dazu die nötige Kraft haben und die Organe stärken.

Ich verliere meine Bewegungsfreiheit, ich verliere mein Leben

Karde ist offline
Beiträge: 5.006
Seit: 23.05.12
Hallo Gummiball
könntest Du evtl. mitteilen woher Du kommst - allenfalls gibt es ja jemanden der Dir dann einen guten Arzt/HP nennen kann. (sorry falls das irgendwo steht)
Du machst meiner Meinung nach zu viel - probierst zu viel aus, das schafft Dein Körper nicht.
Alles Liebe
KARDE
__________________
Alles was ich anschaue --- schaut zurück

Ich verliere meine Bewegungsfreiheit, ich verliere mein Leben

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Gummiball,



zuerst folgenden Hinweis:
Du klingst sehr entmutigt und depressiv, was ich angesichts Deiner Leidensgeschichte verstehen und nachvollziehen kann. Aber ich wollte Dich ermutigen, nicht aufzugeben. Du hast vermutlich eine Krankheit, die feststellbar ist und die vor allem behandelbar ist.

Du darfst nur eines nicht: Den Mut verlieren, nach den Ursachen zu suchen.
Auch ich brauchte lange, bis ich wusste, was ich haben könnte und vielen im Forum geht es sicher ähnlich.
Daher rate ich, auch wenn es manchmal noch so schwer fällt, nicht aufzugeben.
Ich bin sicher, dass Du auch herausfindest, was Du hast.

Da mich Deine Beschwerden sehr an meine Beschwerden erinnern, möchte ich Dir daher auch die Krankheiten schildern, die bei mir festgestellt wurden.

Natürlich kann ich nicht sagen, ob Du gerade diese Krankheiten hast.
Aber vielleicht liest Du dazu mal nach und hoffentlich bist Du dann schlauer (egal, ob nun in positivem oder negativem Sinne).

Heute ist wieder so ein Tag, an dem mir das laufen und stehen unwahrscheinlich schwer fällt.
Die Tatsache, dass ich schleichend meine Bewegungsfreiheit verliere,
In den letzten Wochen war übrigens mein Stuhl hellbraun bis gräulich. Wenn ich richtig informiert bin, ist das ein Zeichen dafür das meine Leber krank geworden ist.
Auch ich habe das Problem mit der eingeschränkten Bewegungsfreiheit.
Ich kann nicht lange stehen und laufen auch nur, wenn es nicht zu lange geht.

Auch Deine übrigen Beschwerden erinnern mich in vielem an meine Beschwerden.
Ich habe eine starke Histaminintoleranz, viele Allergien (auch gegen Schimmelpilze), bin infektanfällig, auch bei mir ist Glutathion-S-Transferase erniedrigt, etc. etc.
Ich habe 2 Diagnosen, die als Ursache meiner Beschwerden in Betracht kommen und da Du auch die Leber ansprichst und glaubst, dass die Leber krank sein könnte, will ich Dir zuerst die Leberkrankheit nennen:

1. Die Leberkrankheit Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit).
Das ist eine schleichende, genetisch verursachte Kupfervergiftung. Die Leber kann aufgrund von Gendefekten Kupfer aus der Nahrung nicht ausscheiden.

Kupfer ist ein Schwermetall, wie Du sicher weißt, da Du offenbar auch mit Schwermetallen schon Probleme hattest (vielleicht gar zu viel Kupfer?).
Das Kupfer verteilt sich, wenn die Leber es nicht mehr speichern kann, im Körper und geht auch ins Gehirn.

Aber:
Es gibt dafür eine wirksame Therapie.
Zuerst bekommt man meist Chelatbildner (Penicillamin oder Trientine) und später meist hochdosiert Zink oder eine Kombination aus Zink und Chelatbildner.

Auch Deine depressive Verstimmung würde dazu passen, denn Menschen, die diese Krankheit haben, haben oft auch Depressionen.

Aber, wie gesagt, die Behandlung ist in den allermeisten Fällen effektiv, d. h. die Beschwerden gehen nach gewisser Zeit zurück.


Was Du nicht machen solltest ist, Zink mal einzunehmen und dann wieder nicht.
Zink ist eine Therapie auf diese Krankheit, d. h. wenn man Zink mal nimmt und dann wieder nicht, ist das wie eine "Achterbahn" für die Leber.
Daher ist es auch problematisch, wenn man bei dieser Krankheit das Zink absetzt ohne eine andere Therapie dafür zu beginnen.
Die Zinktherapie bei dieser Krankheit wird langsam einschleichend begonnen und langsam gesteigert, ebenso eine evtl. Therapie mit Chelatbildner.

Wenn Du Zink derzeit einnimmst und Du Dich auf die Krankheit untersuchen lassen willst, solltest Du vor dem Absetzen des Zinks erst mit einem Facharzt (siehe Fachambulanzen) sprechen. Wie gesagt, abruptes Absetzen kann problematisch werden.


Ich las in einem Deiner Beiträge, dass Du auf die Einnahme von Zink unangenehme Reaktionen hattest:
ich nahm gestern Abend vor dem zu Bett gehen eine Zinkorot 25 mg Tablette auf nüchternen Magen ein.
Was Du auch vermeiden solltest ist, Zink einzunehmen vor dem Schlafengehen.

Zink wird beim M. Wilson immer eine halbe bis ganze Stunde vor der Mahlzeit nüchtern (wenn es der Magen verträgt) eingenommen. Aber man muss also spätestens eine halbe bis ganze Stunde danach etwas essen. Nur so kann es wirken. Zink soll nämlich im Darm vor der Nahrung ankommen und dort dann eine Barriere aufbauen, damit das Kupfer aus der Nahrung nicht aufgenommen wird.

Verträgt der Magen hochdosiertes Zink nicht, sollte man bei der Krankheit Protonenpumpenhemmer zusätzlich nehmen, denn sonst greift das Zink den Magen zu sehr an.



Nicht immer sind bei den Betroffenen die Leberwerte erhöht. Aber man kann, obwohl die Leberwerte nicht erhöht sind, dennoch einen ordentlichen Leberschaden haben.
Oft hat die Krankheit nur einer in einer Familie, obwohl sie genetisch verursacht ist.

Auch Entzündungen im Mund haben einige, die diese Krankheit haben.

Überhaupt sind die Symptome sehr variabel, weil es für diese Krankheit rd. 500 Genmutationen geben soll und die Symptome fallen je nach Genmutation etwas unterschiedlich aus.

Die Krankheit gilt als seltener. Aber man weiß, dass die Dunkelziffer enorm hoch ist, eben weil sie nicht jeder Arzt kennt. Rund 2 Drittel der Menschen, die diese Krankheit haben, erfahren nie die Diagnose (!).

Da Du schon so viel untersuchen und abklären hast lassen und immer noch nicht weiter gekommen bist, solltest Du vielleicht auch an solche seltenere Krankheiten denken.

Auch ich war mal ganz zu Anfang meiner Krankengeschichte der Überzeugung, dass meine Beschwerden nur vom Amalgam gekommen sind.
Später dachte ich, dass es vielleicht doch eine unbehandelte Borreliose gewesen sein könnte.

Bis ich dann im Wartezimmer einer Praxis für Leberkrankheiten eine Broschüre über M. Wilson fand, in der genau meine Symptome, nämlich neurologische und Lebersymptome genannt waren.

Natürlich kann ich Dir nicht sagen, ob Du diese Krankheit nun hast.
Ohne Laborwerte kann man eh nur spekulieren.
Es gibt hier im Forum eine Rubrik zu der Krankheit, siehe unter Erbkrankheiten.

Hier ein paar gute Links dazu:
http://www.morbus-wilson.de/
Dort gibt es eine Liste mit Fachambulanzen in Deutschland und außerdem ein (weniger) aktives Diskussionsforum.

http://www.eurowilson.org/en/home/index.phtml

www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-091_S1_Morbus_Wilson_10-2008_10-2013.pdf

Wichtige Laborwerte:
Leberwerte wie GPT, GGT, GOT, Cholinesterase, alkalische Phosphatase, Bilirubin, GLDH

Betr. den Kupferstoffwechsel:
Coeruloplasmin und Kupfer im Blutserum
(Die Laboruntersuchung sollte möglichst am Tag der Blutabnahme auch stattfinden)

und

24h-Urinkupfer (wobei ich hier warne, denn es gibt Labore, die das Urinkupfer falsch bestimmen)
Wiederholte Bestimmungen sind sinnvoll, weil die Werte oft schwanken.

Kupfer sollte bestimmt werden, wenn man sehr lange Zeit kein Zink eingenommen hat.
Coeruloplasmin und Kupfer sollte man auch nur dann bestimmen, wenn man keinen Infekt oder keine Entzündung hat.

Zink senkt das Kupfer und Infekte und Entzündungen erhöhen sogar beide Werte.

Ebenso können bei der Krankheit folgende Werte auffällig sein:
Alkalische Phosphatase - Ist oft niedrig
Harnsäure - kann niedrig sein
Alpha-2-Globulin in der Eiweiß-Elektrophorese - kann niedrig sein
Zinkmangel ist häufiger, weil man zuviel Kupfer im Körper hat und Mg-Mangel ist bei Leberkrankheiten eh sehr häufig.

Auch Kaliummangel kann man bei der Krankheit haben und dieser Kaliummangel kann eine Art von Muskelschwäche verursachen, was eines der Symptome der Krankheit sein kann.

Da Du über solche Beschwerden klagst, wäre es sinnvoll, mal einen zuverlässigen Kaliumwert bestimmen zu lassen. Leider steigt Kalium an, wenn das Blut nicht sofort zentrifugiert und abpippetiert wird, was leider die wenigsten Ärzte richtig machen. Daher wäre eine Blutabnahme und Bestimmung im Labor sinnvoll.

Ich vermute bei Dir, einen Magnesium und Kaliummangel. Du schreibst, dass es Dich schon geschüttelt hat. Das könnte mit solchen Mängeln zusammenhängen.

Ebenso kann man bei der Krankheit (und nicht nur bei dieser) Calcium über den Urin verlieren (auch wenn der Wert im Blut normal ist- denn der Körper holt sich dann das Calcium aus den Knochen, wenn es fehlt).
Calcium ist auch wichtig für das Funktionieren der Muskulatur.

Kupfer sollte man in NEMs natürlich nicht einnehmen, denn Kupfer verschlimmert die Sache nur.
Bei jeder Leberkrankheit hat man zuviel Kupfer. D. h. wenn Deine Leber nicht gesund ist, speichert die Leber vermehrt Kupfer.

Beim M.Wilson tut sie es aber massenhaft.


Oft hat man bei der Krankheit Koordinationsstörungen (Ataxie). Ich habe das. Manche haben ein Zittern, vor allem bei großen Anstrengungen. Muskuläre Probleme sind häufig - überhaupt betreffen die Störungen meist die Nerven und die Muskulatur.


 
Eine leichte Untersuchung, die den Verdacht auf den M. Wilson evtl. erhärten könnte, ist, wenn der Augenarzt mit der Spaltlampenuntersuchung einen „Kayser-Fleischer-Ring“ im Auge findet.

Findet er diesen Ring aber nicht (er findet sich erst in weit fortgeschrittenem Stadium), dann kann man die Krankheit dennoch haben, im Frühstadium.

Das MRT des Gehirns sollte man einem auf MW spezialisierten Neurologen zeigen. Dieser kennt sich mit typischen Veränderungen am besten aus. Leider sind die Radiologen darauf nicht spezialisiert, d. h. übersehen gern mal die typischen Veränderungen.



 

Nun zu der 2. Krankheit:

Es ist das Lambert-Eaton-Myasthenie-Syndrom (LEMS):

Diese Myasthenie-Erkrankung geht von den Beinmuskeln aus. Die Muskulatur der Beine ermüdet vorzeitig und man kann sich nicht lange auf den Beinen halten und muss sich zur Regeneration immer wieder setzen, was die Beweglichkeit sehr einschränkt.

Oft fallen noch hängende Augenlider auf (Ptosis) und auch Doppelbilder sind denkbar. Ich habe leicht hängende Augenlider, habe aber mit dieser Muskelschwäche schon mind. 18 Jahre Probleme.

In 85 % der Fälle sind die Calcium-Kanal-Antikörper (meist nur die vom Typ P/Q) auffällig. 15 % der Fälle ist seronegativ.

Ganz wichtig ist, dass es für diese Krankheit ein eigens dafür entwickeltes Medikament gibt:
3,4 Diaminopyridin

Das hilft auch in den meisten Fällen. Es ist als Fertigarznei schweineteuer. Aber man kann es in einer darauf spezialisierten Apotheke auch in Kapseln abfüllen lassen und dann ist es rd. 10-mal billiger.
Es ist allerdings verschreibungspflichtig.

 

In 60 % der Fälle haben die Betroffenen einen Lungentumor.
Aber die restlichen 40 % haben eben keinen Tumor und haben dennoch diese Krankheit.

Ich selbst hatte ein Lungenkarzinoid (eines mit der besten Prognose). Da aber meine Mutter, im Alter aber erst, ähnliche Probleme entwickelte, hängende Augenlider und seit ein paar Jahren auch Doppelbilder hat, glaube ich nicht, dass bei mir das Karzinoid die ausschlaggebende Verursachung alleine war.

Bei mir sind auch die o. g. Ak bisher nicht positiv gewesen. Sie waren mal grenzwertig, aber das war es dann auch.

Dennoch glaubt mein Neurologe, dass ich diese Muskelschwäche habe und dass sie nicht die Folge des Morbus Wilsons ist.

Er hat typische pathologische Messergebnisse bei mir festgestellt, als er am kleinen Finger der rechten Hand die Muskulatur gemessen hat.

Um diese Krankheit auszuschließen, solltest Du zu einem Neurologen, der sich mit Myasthenien auskennt.

Lese Dir mal die Symptome der Krankheit durch. Wenn Du glaubst, dass Du davon betroffen sein könntest, lasse Dich darauf untersuchen.

Hier ein paar Links dazu:
http://www.lems.com/de/what_is_lems

http://www.lems-mg.de/

http://www.lambert-eaton-myasthenisches-syndrom.de/


 
Auch wenn Du diese beiden Krankheiten nicht haben solltest, solltest Du nicht aufgeben nach anderen Ursachen zu suchen.
Das ist ganz wichtig. Ich bin sicher, dass Du dann auch die wirkliche Ursache Deiner Probleme findest.

 


Weiter oben las ich (Abendschein):
Laß Dich einmal gründlich durchschecken, dann kann man besser
behandeln, als alles nur auf "Vielleicht" und "Wahrscheinlich"!

Bitte mach was!
Ja, das unterstütze ich voll. Du darfst nicht nur vermuten. Lasse Dich untersuchen. Eines nach dem anderen. Fange mit dem an, was Dir am wahrscheinlichsten erscheint.


LG
margie




Anmerkung:
Ich bin für mind. eine Woche vermutlich nicht mehr im Forum (falls Rückfragen bestehen sollten).
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (05.05.13 um 13:44 Uhr)

Ich verliere meine Bewegungsfreiheit, ich verliere mein Leben

Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Hallo Gummiball

Ich habe nun all deine Beträge überflogen. Hoffentlich habe ich nichts übersehen. Entschuldige bitte, wenn ich nach etwas frage, was du eigentlich schon beschrieben hast. Ich würde sehr gerne VERSUCHEN, dir zu helfen. Aber dazu benötige ich auch deine Hilfe! Ich brauche die folgenden Zusatzangaben von dir:
  • Wie hatte damals deine Krankheit angefangen? Welches Symptom war zuerst da? War zudem zu diesem Zeitpunkt etwas Spezielles passiert (z.B. Umzug, Jobwechsel, Ernährungsumstellung, Einnahme von verdorbenen Lebensmitteln, Husten/Erkältung/Grippe, Magen-Darm-Infekt, Stress/psychische Belastungen etc.)?
  • In deinen früheren Posts hast du erwähnt, dass du mind. Borrelien, Bartonellen sowie EBV hast. Mit welchem Test hat man diese Erreger nachweisen können?
  • Wurdest du auch auf weitere mögliche Erreger untersucht, wie z.B. Rickettsien, Ehrlichien, Babesien, Chlamydien (Pneumoniae & Trachomatis)?
  • Und am Allerwichtigsten: Wie wurdest du bis anhin gegen die Borrelien, Bartonellen und EBV behandelt (bitte Name des Medikaments, Dosierung sowie Behandlungsdauer nennen)???

Zitat von Gummiball Beitrag anzeigen
mir geht es um den TNF-Alpha Wert, den man mittels Blutuntersuchung bestimmen kann. Dieser Wert ist angeblich ein Marker für Entzündungen. Bei mir war dieser Wert (und auch andere wie z.B. IL1 und IL6) DEUTLICH zu hoch. Meine Frage lautet nun: kann dieser TNF-Alpha durch eine Histaminintolleranz beeinflusst werden? Oder ist TNF-Alpha gleichbedeutend für eine Infektion (zB. Borreliose)?
In deinem Fall dürfte der TNF aufgrund einer vorliegenden chronischen Infektion zu hoch sein! Dass bei einer solchen Histamine nicht gut/gar nicht mehr vertragen werden, ist völlig „normal“!

Zitat von Gummiball Beitrag anzeigen
In den Medien liest man fast täglich, dass die schweren Krankheiten wie MS und Parkinson stark zunehmen und das immer mehr Menschen schon in jungen Jahren daran erkranken.
Dies erstaunt gar nicht. Die eigentliche Ursache (neben einer allfälligen genetischen Prädisposition) von solchen Krankheiten hat man bis heute nicht definitiv raus gefunden. Es wird aber immer wieder ein Zusammenhang zwischen solchen Krankheiten und (chronischen) Infektionen vermutet. Vgl. z.B. hier, was ich über einen möglichen MS-Auslöser schrieb: http://www.symptome.ch/vbboard/multi...rsache-ms.html. Dass gerade in einer heutigen Gesellschaft Infektionen immer mehr zum Problem werden, ist für mich nicht verwunderlich. Z.B. gibt es immer mehr Elektrosmog, Umwelt- und Schwermetallbelastungen, ständiger Stress/psychische Belastung, ungesunde Ernährungen (u.a. mit zig Zusatzstoffen/Chemikalien) etc. etc. Dies sind alles Dinge, welche ein menschliches Immunsystem extrem belasten und schwächen. Dadurch ist man für einen möglichen Infektionsbeginn nicht „gerüstet“ ist und man ist dem Erreger von Anfang an nicht gewachsen.

Alles Gute und liebe Grüsse


Optionen Suchen


Themenübersicht