Müde (total am Ende), Durchfall / Verstopfung, Reizhusten: Allergie?

25.09.07 12:22 #1
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Müde (total am Ende), Durchfall / Verstopfung, Reizhusten: Allergie?

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo heather

Aber trotz allem finde ich es sehr traurig, dass wenn man selbst nicht "weiß" was man hat, der Arzt oft auch nicht weiterhelfen kann. Ist eigentlich schon ein Knaller - oder???
Ja, das ist leider erstaunliche und manchmal sogar traurige Realität. Denke dieses forum wäre fast überflüssig, wenn es nicht so wäre.
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Heather,

auch wenn nur ein Wert und nur minimal erhöht war, würde ich die Leberwerte öfters bestimmen lassen. Wenn sie nur ein Mal pro Jahr gemacht werden, ist dies relativ wenig, denn Leberwerte können stark schwanken. Das heißt, sie können evtl. gerade zum Zeitpunkt der Blutentnahme mal wieder im Normbereich liegen, wobei ich es auch für verdächtig halte, wenn sie im oberen Normbereich liegen.
Weißt Du noch, welcher Wert erhöht war?

Ich selbst habe eine Leberkrankheit und ich kenne viele Deiner Symptome auch bei mir. Bei mir waren die Leberwerte viele Jahre vollkommen in Ordnung, obwohl die Leberkrankheit genetisch bedingt ist, also von Geburt an besteht.
Irgendwann war dann mal die GGT erhöht und auch wieder normal, wobei meine Leberwerte damals auch schon mind. 5 Mal im Jahr bestimmt wurden. Mit der Zeit gingen auch andere Leberwerte mal hoch, aber auch nur etwas über die Norm und sie waren dann auch wieder normal. So hat sich das Ganze langsam entwickelt und ich hatte schon damals wohl eine partielle Leberzirrhose, trotz der wiederholt normalen Leberwerte. Auch heute sind meine Leberwerte immer wieder normal (besonders nach Antibiotika) und gehen dann auch mal wieer in die Höhe.

Also Dein Hausarzt hat wenig Ahnung von Leberkrankheiten, wenn er einen auch nur leicht erhöhten Leberwert belächelt. Ich kenne solche Ärzte nur zu gut, denen habe ich es auch zu "verdanken", dass ich auf meine Leberkrankheit selbst kommen musste.
Ich habe die Kupferspeicherkrankheit (Morbus Wilson), es gibt hier im Forum eine Rubrik dafür. Neben der Kupferspeicherkrankheit gibt es auch noch die Eisenspeicherkrankheit und beide werden von den Ärzten meist übersehen, weil sich kaum einer damit auskennt.

Lasse mal die GLDH bestimmen. Das ist ein Leberwert, der nicht mehr oft bestimmt wird, der aber bei Leberschäden meist erhöht ist (bei mir ist er nur nach Antibiotika normal).

Ich will Dir keine Leberkrankheit einreden, aber wenn auch nur ein Leberwert erhöht ist oder die Werte im oberen Normbereich liegen, würde ich da genauer untersuchen lassen.

Gruß
margie
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Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
Zitat von Heather Beitrag anzeigen
Zu dem Vorschlag an meine Allergologin, ich könnte eine HIT haben bin ich dann gespannt. Ich glaube das würde vieles erklären. Überhaupt mal sehen was sie zu meinen ganzen Ideen sagt.

hallo heather,

also ich weiss nicht...
aber meine hit war nicht sache meines allergologen, sondern eines normalen arztes.
ich denke, mein allergologe ist mehr so für sachen wie allergien zuständig, aber nicht für eine histaminintoleranz.
wobei ich sagen muss, dass er auch meinen hautpilz fand. doch das wahrscheinlich auch nur, weil er neben allergologe auch dermatologensachen macht.

liebe grüsse von shelley
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Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
hallo margie,

aber wenn doch deine leberwerte unter antibiotika besser werden -- heisst das dann nicht, dass deine leberkrankheit bakteriell bedingt ist?
sorry, wenn ich etwas frage, was du mir schon mal erklärt hast.

manchmal bin ich so wie die ärzte; da denke ich, dass so minimal veränderte werte auch nicht schlimm sind.
aber wer weiss?
vielleicht sagen sie doch was aus?

viele liebe grüsse; deine shelley
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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Shelley,

das wüßte ich auch gern, ob meine Leber wegen einer bakteriellen Erkrankung zusätzlich gestört ist.
Ein Arzt hat mir vor wenigen Tagen gesagt, dass eine Besserung der Leberwerte durch Antibiotika nicht bedeuten würde, dass man unbedingt einen bakteriellen Infekt haben müsse. Er redete etwas, von enzymatischen Reaktionen oder so und ich hatte den Eindruck, dass er den Rückgang der Leberwerte auf Antibiotika als "normal" ansehen würde.
Ich bin da eher im Zweifeln. Ich versuche natürlich immer wieder durch Blutuntersuchungen bakterielle Infektionen ausschließen zu lassen. Man kann ja "Läuse und Flöhe" gleichzeitig haben, also neben M. Wilson auch einen bakteriellen Infekt. Ich will mich z. B. noch auf Rickettsien untersuchen lassen und auch prüfen lassen, ob das Q-Fieber, das ich wohl letztes Jahr hatte, nicht chronisch wird.
Ich glaube allerdings eher, dass ich, falls ich eine bakterielle Infektion habe, diese erst seit ca. 1 bis 2 Jahren habe, denn meine Blutsenkung ist seither auch höher wie davor und ich schwitze auch mehr wie vorher.
Das Kupfer in der Leber wurde aber bereits vor 3 Jahren gefunden ...
Ja, sicher ist man nie, ob man wirklich alle Erkrankungen kennt, die man hat und daher muss man stets "am Ball bleiben".

Gruß
margie
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ErikaC ist offline
Beiträge: 855
Seit: 29.05.07
Hallo,

ich denke nicht, dass man "Läuse" und "Flöhe" gleichzeitig hat, sondern das alles miteinander zusammenhängt - gleiche Ursachen.

Ein Arzt hat mir vor wenigen Tagen gesagt, dass eine Besserung der Leberwerte durch Antibiotika nicht bedeuten würde, dass man unbedingt einen bakteriellen Infekt haben müsse. Er redete etwas, von enzymatischen Reaktionen oder so und ich hatte den Eindruck, dass er den Rückgang der Leberwerte auf Antibiotika als "normal" ansehen würde.
Könnte es vielleicht sein, dass der Organismus durch Antibiotika in Stress gerät? Alle Medikamente bedeuten Stress für den Körper. Bei Stress wird Adrenalin freigesetzt.

Ich habe gerade das gelesen in Hypoglikämie :

Adrenalin antagonisiert die Wirkung von Insulin, indem es eine spezifische enzymatische Aktivität in den Zellen des Organismus auslöst, die die Aufnahme von Glukose blockiert. Adrenalin und Glykokortikoidhormone bewirken außerdem die Sekretion von Glukagon (einem weiteren Hormon) aus dem Pankreas, das seinerseits die Umwandlung von Glykogen zu Glukose in der Leber (Glykogenolyse) anregt. Die freigesetzte Glukose wird dann von der Leber an den Blutstrom abgegeben.
Vielleicht hat es die Leber mit mehr Adrenalin (vorrübergehend) leichter und überarbeitet sich weniger. Anderen Organen (z.B. Darm) geht es allerdings schlechter unter Antibiotika.

Zum Thema "schlechte Leberwerte" habe ich folgende laienhafte Vermutungen:

Bei heute „normaler“ Ernährung mit wenig Obst und Gemüse, vielen verarbeiteten nährstoffarmen Fertiglebensmitteln, viel Fleisch, Weißmehl, zu vielen zuckerhaltigen Nahrungsmitteln usw. nehmen wir zu wenig Vitalstoffe (Vitamine, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe, Enzyme) auf. Diese brauchen wir für unseren Zuckerstoffwechsel. Zucker (Glukose) brauchen unsere Zellen, um funktionieren zu können. Wir essen zu viel säuernde und zu wenig basische Lebensmittel. Der Säure-Basen-Haushalt gerät aus dem Gleichgewicht, chronische Übersäuerung ist die Folge, Darmfloradysbiose entsteht, Nährstoffmängel werden verstärkt. Folgende Kettenreaktionen laufen ab:

Blutzuckerspiegel steigt (durch schnellen Zucker/leere Kohlehydrate) ganz schnell – zu schnell - an.

Signale der Zellen des Hypothalamus regen die Bauchspeicheldrüse zur Ausschüttung von Insulin an.

Insulin senkt Blutzucker.

Organismus gerät in Stress.

Hypothalamuszellen signalisieren der Nebenniere, Adrenalin freizusetzen.

Durch Adrenalin wird die Blutzuckermenge, die zum Verarbeiten von Stress nötig ist, erhöht.

Durch den ständigen Bedarf an Adrenalin wird Nebenniere irgendwann erschöpft, kann nicht mehr genügend Adrenalin produzieren.

Adrenalin ist außerdem beteiligt an der Umwandlung von Glykogen zu Glukose in der Leber.

Es kommt zur Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Leber muss viel arbeiten, um aus ihrem Speicher Zucker (Glukose) freizusetzen.

Leber wird überfordert, Leber arbeitet und arbeitet, überarbeitet sich.

Leberwerte werden schlecht und schlechter.


Was haltet Ihr davon?

So ähnlich stelle ich mir auch das Problem mit der Bauchspeicheldrüse und Insulinproduktion vor. Bauchspeicheldrüse arbeitet und arbeitet, um Insulin zu produzieren - irgendwann macht sie schlapp – das Ergebnis Diabetes.
Eine Bekannte (ca. 30 Jahre alt) hat mir kürzlich geschrieben, dass sie jahrelang schlechte Leberwerte hatte. Als Folge auch schon Gallensteine. Sie kaufte sich eine Saftpresse, trank täglich reichlich ausgepressten Obst- und Gemüsesaft und konnte damit ihre Leberwerte innerhalb einiger Wochen verbessern. Mir erscheint das sehr logisch.

Viele Grüße
Erika

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Erika,

also Deine Theorien zu den Gründen von erhöhten Leberwerten sind in meinem Fall unnötig.
Ich habe zum einen M. Wilson, was allein für erhöhte Leberwerte und meine partielle Leberzirrhose ausreicht und evtl. noch einen Infekt, beides hatte ich in den vorangegangenen Beiträgen auch erwähnt.

Natürlich kann ein Mensch "Läuse und Flöhe" gleichzeitig haben. Es mag wohl vorkommen, dass eine Grunderkrankung vorliegt, die zu einigen Folgeerkrankungen führt, aber man kann auch 2 separate Grunderkrankungen haben.
Du kannst, weil Du etwas Verdorbenes gegessen hast, Yersinien, Hepatitis A etc. bekommen und kannst gleichzeitig einen Herzfehler, Morbus Wilson, Hämochromatose, usw. usw. haben.

Eine Bekannte (ca. 30 Jahre alt) hat mir kürzlich geschrieben, dass sie jahrelang schlechte Leberwerte hatte. Als Folge auch schon Gallensteine. Sie kaufte sich eine Saftpresse, trank täglich reichlich ausgepressten Obst- und Gemüsesaft und konnte damit ihre Leberwerte innerhalb einiger Wochen verbessern. Mir erscheint das sehr logisch.
Mir erscheint das gar nicht logisch. Wieviel Differenz war denn zwischen den schlechten und den gebesserten Leberwerten?

Ich behaupte, dass sich die Leberwerte vielleicht vorübergehend gebessert haben, was bei vielen Leberkrankheiten vorkommt.
Wenn sich die Leberwerte vom Safttrinken gebessert haben sollten, dann vielleicht deshalb, weil die Bekannte vorher statt Saft Wein getrunken hat oder dass sie andere Gifte (z. B. Medikamente) nicht mehr nimmt.
Wenn die Leberwerte schlecht sind, dann hat das meist erhebliche Ursachen.
Natürlich können Gallensteine auch mal zu erhöhten Leberwerten führen etwa bei Entzündungen und wenn die Entzündung dann weg ist, gehen die Leberwerte wieder runter.
Dass man von erhöhten Leberwerten aber Gallensteine bekommt ist mir neu. Wenn man Gallensteine bekommt, liegt meist eine Stoffwechselstörung (z. B. Morbus Wilson, etc.) vor, die aber oft nicht von den Ärzten gesucht wird. Es wird bei Gallensteinen meist nur symptomatisch behandelt, d. h. wenn jemand Gallencholiken bekommt, dann wird eben die Gallenblase entfernt. Aber nach der eigentlichen Ursache der Gallensteine, evtl. eine Leberkrankheit, nach der wird nicht gesucht.

Gruß
margie
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Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
hallo erika,

also ich muss auch sagen, dass man läuse und flöhe haben kann, welche nicht zusammenhängen.
ich habe schon immer eine leberkrankheit. sie mag wohl mit einer meiner krankheiten zusammenhängen oder eben auch nicht.
doch ich hatte auch unfälle (vielleicht weil ich wegen der krankheit nicht so "fit" war). die folgekrankheiten stehen absolut nicht im zusammenhang mit meiner leberkrankheit und all dem anderen.

und das wegen deiner lebersache mit gutem essen trifft bei mir garantiert nicht zu.
ich kann so gesund essen wie ein kaninchen und meine leberwerte sind oben bei 600 und so.
dann kann ich so ungesund essen wie ein mistkäfer und meine werte sind unten bei 100 herum.
(bei ref.-bereich um die 30.)

viele liebe grüsse von shelley
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ErikaC ist offline
Beiträge: 855
Seit: 29.05.07
Hallo Margie und Shelley,

ich finde meine Theorien gar nicht überflüssig - für dich sind sie es vielleicht Margie - mir hat "Puzzlearbeit", Zusammenhänge erkennen und Theorien daraus ableiten, schon eine Menge gebracht. An rein gentechnisch bedingte Krankheiten glaube ich nicht mehr, das ist nur ein kleiner Faktor.

Unfälle und die Folgen sind natürlich was Unabhängiges - das ist klar.

Meine Bekannte (schlank) wurde mit 27 Jahren im Jahre 2000 an Gallensteinen operiert, die niemand erklären konnte. Leberwerte waren jahrelang zu hoch, besonders bei der Geburt ihres Kindes einige Jahre nach der Gallenstein-OP waren sie sehr hoch. Ein Jahr danach lagen sie noch bei 82. Nach 4 Wochen Safttrinken bei 55, fast normal.

Wenn die Leberwerte schlecht sind, dann hat das meist erhebliche Ursachen.
Zum Beispiel heute "normale" schlechte Ernährung. Andere, zusätzliche Gründe, z.B. auch die "harmlose" Antibabypille, Medikamente, Alkohol gibt es außerdem. Ernährung ist aber sehr, sehr oft DIE Ursache, nur niemand will es glauben - "ich esse doch bewusst" - "ich esse ganz normal". Normal reicht eben nicht. Normal macht krank.

Natürlich können Gallensteine auch mal zu erhöhten Leberwerten führen etwa bei Entzündungen und wenn die Entzündung dann weg ist, gehen die Leberwerte wieder runter.
Stichwort "Entzündungen": Fast alle Krankheiten haben mit Entzündungen zu tun. Geschädigte Zellen verursachen zum Beispiel Entzündungsreaktionen und umgekehrt. Mit Safttrinken (aus Obst und Gemüse) nimmt man Stoffe zu sich, die das Immunsystem stärken, was bedeutet, dass auch Entzündungen reduziert werden. Zum anderen sind reichlich Antioxidantien enthalten, die Zellen vor Freien Radikalen schützen, also vor Zellschädigung und Zelltod bewahren - nicht nur die paar Vitamine, sondern insbesondere auch sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme. Enzyme sind ebenso wichtig, um Entzündungsreaktionen nicht überschießen zu lassen. Viele Stoffe, die die Entgiftung fördern, bzw. die Entgiftungsorgane wie z.B. die Leber entlasten, sind ebenso drin.

Kuklinski sieht die Zusammenhänge schon ganz richtig (seinen Therapievorschlägen kann ich nicht so ganz zustimmen) - die Mitochondropathie/Zellschädigung/Zelltod ist die Ursache für viele Krankheiten, nicht die Symptome Morbus Wilson, Parkinson, KPU, ADS, Intoleranzen, Rheuma, Allergien und was es sonst noch so alles an Krankheiten und Störungen gibt. HWS-Probleme spielen eine große Rolle dabei. Habt Ihr auch HWS-Probleme?

Dass man von erhöhten Leberwerten aber Gallensteine bekommt ist mir neu
Hier steht dazu etwas: Praxis für Gesundheit - Ernährung

Auszug:

Wenn Sie Ihrer Leber zu viele gesättigte Fettsäuren oder veränderte, beschädigte Fette zuführen, wird sie versuchen, diese über die Galle, die in die Gallenblase und dann in den Dünndarm fließt, aus dem Körper hinauszupumpen. Dadurch erhöht sich der Cholesteringehalt der Galle, was zu Entzündungen dieses Organs und Gallensteinen führen kann, die aus hartem Cholesterin bestehen. Wenn Ihre Leber nicht effizient arbeitet, produziert sie nicht genug Gallensalze, um das Gallencholesterin in gelöster Form zu halten. So entstehen Gallensteine. Eine schlechte Leberfunktion kann also zu Gallenleiden führen.
Das hört sich logisch an. Gesättigte Fettsäuren befinden sich auch in oft in Schokolade. Trotzdem halten fast alle Schokolade für "normal". Normal ist auch, dass die meisten nichts darüber wissen - auch nicht wissen wollen, was dadurch im Körper passieren kann.

Wenn man Gallensteine bekommt, liegt meist eine Stoffwechselstörung (z. B. Morbus Wilson, etc.) vor
Und woher kommt die Stoffwechselstörung? Laut Dr. Bruker sind ALLE Stoffwechselstörungen ernährungsbedingt. Bei Schulmedizinern ist alles vererbt. Den Aussagen von Bruker kann ich eher glauben, nachdem was ich bisher gelernt und erfahren habe. Mir erscheint das logischer.

Viele Grüße
Erika

Müde (total am Ende), Durchfall / Verstopfung, Reizhusten: Allergie?

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Erika,

auch wenn Du es nicht hören willst, weil Du den Menschen hier gern suggerieren willst, dass ihre Krankheiten alle "selbstgemacht" sind und dass sie sich davon nur heilen können, wenn sie ein Multivitaminmix, den Du gern verkaufen willst, nehmen. Ich denke, Du entwirfst Dir eigene Theorien zu sehr komplexen medizinischen Fragen.
Zu folgenden Aussagen Deines Beitrages will ich daher nachfolgend nur kurz etwas anmerken:

Zitat:
Wenn man Gallensteine bekommt, liegt meist eine Stoffwechselstörung (z. B. Morbus Wilson, etc.) vor
Und woher kommt die Stoffwechselstörung? Laut Dr. Bruker sind ALLE Stoffwechselstörungen ernährungsbedingt. Bei Schulmedizinern ist alles vererbt. Den Aussagen von Bruker kann ich eher glauben, nachdem was ich bisher gelernt und erfahren habe. Mir erscheint das logischer.

Es gibt viele Arten von Stoffwechselstörungen. Es gibt dabei aber viele genetisch verursachte Stoffwechselstörungen.
Überlege mal, wenn ein Mensch über 20000 verschiedene Gene hat, dann kann es doch schon mal vorkommen, dass davon einige geschädigt sind. Es ist nun mal nachgewiesen, dass es Krankheiten gibt, wie M. Wilson (Kupferspeicherkrankheit), Hämochromatose (Eisenspeicherkrankhiet) die allein durch Gendefekte, die die Patienten von den Eltern vererbt bekommen haben, entstehen. Es gibt genug Untersuchungen ganzer Familien, wo man die Gendefekte in mehreren Generationen der jeweiligen Familie nachgewiesen hat.
Auch in unserer Familie existieren für die Eisenspeicherkrankheit genetische Untersuchungen, wo dies genau nachvollziehbar ist.
Mein Bruder hat die Eisenspeicherkrankheit, weil er 2 Gendefekte darauf hat, den einen von meinem Vater, der nur diesen einen Gendefekt hat und den anderen von meiner Mutter, die auch nur einen -anderen- Gendefekt hat. Auch ich habe nur einen Gendefekt und zwar den von meinem Vater und von meiner Mutter habe ich darüber hinaus ein insoweit gesundes Gen.
Es läßt sich also in unserer Familie ganz genau nachvollziehen, woher mein Bruder seine Stoffwechselstörung hat, nämlich von den beiden Gendefekten meines Vater und meiner Mutter.
Lebten unsere Großeltern noch, hätte man auch die untersuchen können und könnte dann nachvollziehen, welcher Opa oder welche Oma auch wiederum die gleichen Gendefekte hat, wie mein Bruder.

Und so wie der Erbgang für die Eisenspeicherkrankheit ist, ist er für viele Krankheiten (auch die Kupferspeicherkrankheit gehört dazu).
Beides sind Leberkrankheiten.
Bei der Eisenspeicherkrankheit weiß ich, dass sie unbehandelt auch zur Gewichtszunahme führt (was ich bei meinem Bruder auch sehe). Ich habe von vielen Patienten erfahren, dass sie deutlich abgenommen haben, nachdem sie auf die Krankheit behandelt wurden. Das zeigt, dass die Gewichtszunahme von der durch die Krankheit geschädigten Leber kam.
Auch bei der PBC (=primär biliäre Zirrhose, ebenfalls eine Leberkrankheit) werden genetische Faktoren diskutiert. Zufällig kenne ich eine Patientin, bei der deshalb eine Lebertransplantation erfolgte (sie hatte eine Zirrhose) und auch bei deren Schwester wegen PBC eine Lebertransplantation erfolgte. Eine dritte Schwester der beiden, die sich nicht behandeln ließ, bekam ein frühzeitiges Leberversagen, an dem sie verstarb.


Nun ist es leider so, ich habe die Erfahrung bei sehr sehr vielen Ärzten in den letzten ca. 20 Jahren gemacht, dass sich mit der Eisenspeicher- oder der Kupferspeicherkrankheit viele (fast alle) Ärzte nicht auskennen, d. h. sie haben nicht einmal ein Grundwissen über diese Krankheiten.
Und ganz schlimm ist es bei den Ärzten, die alternative Heilweisen propagieren. Bei letzteren hatte ich immer den Eindruck, dass es nur selbstverschuldete Krankheiten gibt. Also wenn man sich nicht gesund ernährt, dann ist man automatisch schon schwerstkrank.
Ich kenne Menschen, die nicht besonders gesund essen, die auch mal Alkohol trinken und einfach nur das essen, was ihnen schmeckt. Und ich habe mal die Leberwerte von diesen Menschen gesehen: Sie lagen im einstelligen Bereich, trotzdem der eine ein leberschädliches Medikament wegen einer anderen bei ihm genetisch verursachten Krankheit (RLS) einnahm.

Wenn nun dieser Dr. Bruker sich mit nicht mit genetischen Stoffwechselkrankheiten auskennt, ist dies sein Problem... Ich kenne diesen Herrn nicht, weiß aber, dass es unter den Ärzten auch solche gibt, die sich nicht gut genug auskennen wie es eben bei jedem Beruf gute und schlechte Vertreter gibt.
Lebt denn dieser Dr. Bruker überhaupt noch? Ich finde hier unter GOOGLE den Namen Dr. Max Bruker, einen Herrn, der 1909 geboren wurde und der aufgrund seines Alters wohl die Entwicklung bei den genetisch bedingten Krankheiten nicht mitbekommen haben kann. Denn gerade bei genetisch bedingten Krankheiten hat sich viel getan in den letzten ca. 10 Jahren.
Wenn Du also diesen Dr. Bruker meinst, muss man ihm wohl nachsehen, dass er, als die genetisch bedingten Krankheiten aufgrund von Genuntersuchungen nachgewiesen werden konnten, über 90 Jahre alt war bzw. schon gar nicht mehr lebte.
Denn in der Genetik hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan, man kann heute Krankheiten genetisch nachweisen, die man vor 10 Jahren noch nicht genetisch beweisen konnte und wo man nur vermutete, dass sei genetisch bedingt sein müssen, weil sie in manchen Familien gehäuft vorkamen.


Man muss außerdem auch bedenken, dass alternativ tätige Ärzte, die sich auf bestimmte Krankheiten spezialisiert haben, versuchen, "Ihre" Therapien "an den Mann bringen wollen", d. h. wenn sich auf ernährungsbedingte Krankheiten spezialisiert haben, dann wollen sie ihrem Patienten natürlich "verkaufen", dass deren Probleme ernährungsbedingt sind. Ich will damit sagen, dass viele Ärzte "betriebsblind" werden und nicht mehr über ihren Tellerrand hinausschauen.



Du schreibst zu den Leberwerten Deiner Bekannten:
Ein Jahr danach lagen sie noch bei 82. Nach 4 Wochen Safttrinken bei 55, fast normal.
Ich vermute mal, dass dies nur ein Wert ist, der zuerst bei 82 lag und dann bei 55. Alle Leberwerte (es gibt ja mind. 6 davon) waren bestimmt nicht bei 82 oder bei 55.
Aber zu den Zahlen 82 und 55:
Das sind ganz normale Schwankungen bei jemandem, der leberkrank ist. Man kann also nicht sagen, nur weil Deine Bekannte für ein paar Wochen Saft getrunken hat, dass sich da etwas gebessert hat.


Mal ein Beispiel von mir:
Meine GGT liegt heute mal bei 50, in der nächsten Woche bei 80 und in der übernächsten bei 105. Sie sinkt dann auch mal wieder auf 60 usw. usw.
Normal ist bei der GGT bei Frauen bis ca. 39.

Ähnlich ist es mit anderen Werten. Bei der GLDH kann es sogar sein, dass diese heute bei 9,0 liegt, in der nächsten Woche bei 19 und in der übernächsten bei 12. Normal ist bei Frauen <4,9.

Mein Hausarzt sagte vor kurzem, dass bei allen Blutwerten Schwankungen von 30 % immer möglich sind, weil mal das Blut länger unterwegs ist, weil mal bei der Blutabnahme länger gestaut wurde, weil die Werte in verschiedenen Laboren bestimmt wurden, weil das Blut mal nicht sofort zentrifugiert wurde, etc. Es gibt so viele Störfaktoren, die eben auch zu schwankenden Werten beitragen.
Wenn du von 82 30 % abziehst, kommst Du auf 57 und der 2. Wert Deiner Bekannten lag bei 55.
Und dann gibt es gerade bei Leberkrankheiten Schwankungen in den Leberwerten, weil eine Leberkrankheit mal besser ist und mal schlechter.

Gruß
Margie
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