Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung

14.04.13 19:26 #1
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Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung

Running Gag ist offline
Themenstarter Beiträge: 18
Seit: 14.04.13
Aktuelle (laut Arzt unauffällige) Werte, durch welche primärer/sekundärer Hyperaldosteronismus ausgeschlossen werden können:

Bilirubin 1,1 mg/dl
alkalische Phosphatase 63 U/l
GOT 19 U/l
GPT 15 U/l
GGT 8 U/l
Cholinesterase 9,9 kU/l (4,3-11,2)

Eisen: 127 ug/dl
Transferrin: 208 mg/dl
Transferringsättigung 43,3%
Ferritin 192,8 ng/ml

Renin 22,6 pg/ml (<33,3)
Aldosteron 171,5 pg/ml (<160)
Aldosteron-Renin-Quotient 7,6 (<50)
Cortisol im Serum 24 ug/dl (6,2-19,4)
Cortisol im Sammelurin 22 ug/24h (39-214)

Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung

dustin mueller ist offline
Gesperrt
Beiträge: 94
Seit: 03.07.12
hallo running gag.

da ich selbst momentan noch schwer vom chronic fatigue syndrom betroffen bin, halte ich mich nur kurz.

nur soviel: ich schätze sehr stark, dass du noch weitere hormonelle störungen hast als "nur" die SD, und zwar in form von einer nebennierenschwäche (adrenal fatigue).

ausserdem vermute ich bei dir eine hpu/kpu sowie eine mitochondropathie .

zusätzlich - da du candida nachweislich hast, vermute ich noch eine fäulnisflora und dadurch bedingt ein leaky-gut-syndrom

durch den leaky gut wiederum UND durch kpu den starken b6 und zink mangel, hast du ausgepräge nahrungsunverträglichkeiten, vorallem sehr wohl eine recht starke histamin-introleranz(histaminose)

die ursachen der oben genannten krankheitsbilder sind - soweit ich in erfahrung bringen konnte, immer verursacht durch 5 faktoren:

nitrosativer stress (hws-syndrom)

chronische medikamenteneinnahme (vorallem antibotika,protonenpumpenhemmer,cortison)

schwermetallbelastung (vorallem aus amalgamfüllungen/impfungen)

chronische infektionen sowie chronische entzündungen.

chronische micronährstoffmängel, teils durch die heutige ernährung bedingt, teils durch die krankheiten selbst verursacht (vorallem vitamin b12 - nitrostressgegenspieler!)

wobei man noch dazu sagen muss, dass die drei letzt genannten den nitrostress unterhalten.


ein video zu dem thema gibt es hier, da wird es genauer erklärt -> http://videos.ganzimmun.de/upload/vid_med/fla_76.flv

mfg

dustin müller

Geändert von dustin mueller (17.04.13 um 17:01 Uhr)

Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Running Gag,


Eisen: 127 ug/dl
Transferrin: 208 mg/dl
Transferringsättigung 43,3%
Ferritin 192,8 ng/ml
Wenn Du am Tag der Bestimmung keinen Infekt hattest oder keine Entzündung dann sind diese Werte des Eisenstoffwechsels sehr grenzwertig und würden meinen Verdacht auf Hämochromatose verstärken.

Bei Infekten oder Entzündungen gehen die Werte des Eisenstoffwechsels hoch bzw. sinkt das Transferrin ab und kann so eine Eisenüberladung vortäuschen.

Wurde denn ein Blutbild mitgemacht? Und waren die Leukozyten auffällig hoch? Wenn ja, hattest du einen Infekt.
Oder wurde das CRP mit bestimmt? Wenn es erhöht ist, spräche dies auch für einen Infekt.




Der Normbereich der Transferrinsättigung geht bis 45 %.
Du liegst mit 43,3 % an der Obergrenze.

Das Transferrin ist auffällig in Richtung Hämochromatose, wenn es unter 200 bzw. 212 (je nach Bestimmungsmethode) liegt.
Du hast 208.
Eisen ist relativ hoch.
Das Ferritin ist noch nicht ganz an der Obergrenze, aber auch nicht niedrig.

Die Transferrinsättigung steigt bei einer Hämochromatose noch vor dem Ferritin an und sie ist bei Dir grenzwertig.

Du bist noch jung, so dass sich die Sache, wenn es eine Hämochromatose wäre, stetig weiter entwickeln würde.
Also ich würde bei den grenzwertigen Werten und Deiner Symptomatik (Erschöpfung) es für möglich halten, dass Du eine Hämochromatose hast.

Ich würde diese Werte von Zeit zu Zeit vielleicht nochmals oder auch noch 2 bis 3 Mal bestimmen lassen und wenn sie weiterhin grenzwertig sind oder die Normwerte über- bzw. unterschritten werden, den Gentest auf Hämochromatose machen lassen.


Dein Bilirubin ist auch grenzwertig. Der Normbereich geht bis <1,1.
Vielleicht sollte man, wenn das öfters so ist, das direkte und indirekte Bilirubin noch bestimmen.
Beim M. Wilson (Kupferspeicherkrankheit), den ich oben erwähnte, gibt es auch Konstellationen, wo das Bilirubin erhöht sein kann (bei akuter Hämolyse, dann ist das indirekte Bilirubin erhöht). Dein Bilirubin ist noch nicht erhöht, aber ich würde es auch öfters bestimmen lassen, um zu sehen, ob es sich nach oben entwickelt.

Du hast auch eine relativ niedrige Alkalische Phosphtase.
Beim M. Wilson ist die Alkalische Phosphatase niedrig.
Ich würde auch die Alkalische Phoshatase von Zeit zu Zeit nochmals bestimmen lassen und wenn der Wert gar noch niedriger würde, wäre auch an den M. Wilson zu denken.
Natürlich gibt es auch da noch andere Ursachen für eine niedrige Alkalische Phosphatase wie Proteinmangel, Schilddrüsenunterfunktion.

Vielleicht bist Du auch Genträger auf die Kupferspeicherkrankheit, d. h. Du hast sie dann nicht, kannst aber mildere Symptome davon haben.


Die Eisenspeicher- und die Kupferspeicherkrankheit kommen öfters in denselben Familien vor und es gibt auch Patienten, die beide Krankheiten gleichzeitig haben. Mein Bruder hat die Eisenspeicherkrankheit, ich werde auf die Kupferspeicherkrankheit behandelt und ich bin Genträger für die Eisenspeicherkrankheit. Genträger haben einen Gendefekt, Erkrankte haben 2 Gendefekte.

Also ich würde die Werte nochmals bestimmen lassen und ggf. in eine Leberambulanz einer Uniklinik gehen.



LG
Margie




Nachtrag:
Ich sehe gerade, dass Du ein relativ hohes TSH hattest. Das würde für eine SD-Unterfunktion sprechen und könnte vielleicht die Ursache der relativ niedrigen Alkalischen Phosphatase dann sein.
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (18.04.13 um 15:28 Uhr)

Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung

Running Gag ist offline
Themenstarter Beiträge: 18
Seit: 14.04.13
Zitat von dustin mueller Beitrag anzeigen
hallo running gag.

da ich selbst momentan noch schwer vom chronic fatigue syndrom betroffen bin, halte ich mich nur kurz.

nur soviel: ich schätze sehr stark, dass du noch weitere hormonelle störungen hast als "nur" die SD, und zwar in form von einer nebennierenschwäche (adrenal fatigue).

ausserdem vermute ich bei dir eine hpu/kpu sowie eine mitochondropathie .

zusätzlich - da du candida nachweislich hast, vermute ich noch eine fäulnisflora und dadurch bedingt ein leaky-gut-syndrom

durch den leaky gut wiederum UND durch kpu den starken b6 und zink mangel, hast du ausgepräge nahrungsunverträglichkeiten, vorallem sehr wohl eine recht starke histamin-introleranz(histaminose)

die ursachen der oben genannten krankheitsbilder sind - soweit ich in erfahrung bringen konnte, immer verursacht durch 5 faktoren:

nitrosativer stress (hws-syndrom)

chronische medikamenteneinnahme (vorallem antibotika,protonenpumpenhemmer,cortison)

schwermetallbelastung (vorallem aus amalgamfüllungen/impfungen)

chronische infektionen sowie chronische entzündungen.

chronische micronährstoffmängel, teils durch die heutige ernährung bedingt, teils durch die krankheiten selbst verursacht (vorallem vitamin b12 - nitrostressgegenspieler!)

wobei man noch dazu sagen muss, dass die drei letzt genannten den nitrostress unterhalten.


ein video zu dem thema gibt es hier, da wird es genauer erklärt -> http://videos.ganzimmun.de/upload/vid_med/fla_76.flv

mfg

dustin müller
Danke für den Hinweis! Die möglichen Ursachen sammeln sich ja...all dem nach zu gehen wird wohl lange dauern =/

Zitat von margie Beitrag anzeigen
Hallo Running Gag,

Wenn Du am Tag der Bestimmung keinen Infekt hattest oder keine Entzündung dann sind diese Werte des Eisenstoffwechsels sehr grenzwertig und würden meinen Verdacht auf Hämochromatose verstärken.

Bei Infekten oder Entzündungen gehen die Werte des Eisenstoffwechsels hoch bzw. sinkt das Transferrin ab und kann so eine Eisenüberladung vortäuschen.

Wurde denn ein Blutbild mitgemacht? Und waren die Leukozyten auffällig hoch? Wenn ja, hattest du einen Infekt.
Oder wurde das CRP mit bestimmt? Wenn es erhöht ist, spräche dies auch für einen Infekt.




Der Normbereich der Transferrinsättigung geht bis 45 %.
Du liegst mit 43,3 % an der Obergrenze.

Das Transferrin ist auffällig in Richtung Hämochromatose, wenn es unter 200 bzw. 212 (je nach Bestimmungsmethode) liegt.
Du hast 208.
Eisen ist relativ hoch.
Das Ferritin ist noch nicht ganz an der Obergrenze, aber auch nicht niedrig.

Die Transferrinsättigung steigt bei einer Hämochromatose noch vor dem Ferritin an und sie ist bei Dir grenzwertig.

Du bist noch jung, so dass sich die Sache, wenn es eine Hämochromatose wäre, stetig weiter entwickeln würde.
Also ich würde bei den grenzwertigen Werten und Deiner Symptomatik (Erschöpfung) es für möglich halten, dass Du eine Hämochromatose hast.

Ich würde diese Werte von Zeit zu Zeit vielleicht nochmals oder auch noch 2 bis 3 Mal bestimmen lassen und wenn sie weiterhin grenzwertig sind oder die Normwerte über- bzw. unterschritten werden, den Gentest auf Hämochromatose machen lassen.


Dein Bilirubin ist auch grenzwertig. Der Normbereich geht bis <1,1.
Vielleicht sollte man, wenn das öfters so ist, das direkte und indirekte Bilirubin noch bestimmen.
Beim M. Wilson (Kupferspeicherkrankheit), den ich oben erwähnte, gibt es auch Konstellationen, wo das Bilirubin erhöht sein kann (bei akuter Hämolyse, dann ist das indirekte Bilirubin erhöht). Dein Bilirubin ist noch nicht erhöht, aber ich würde es auch öfters bestimmen lassen, um zu sehen, ob es sich nach oben entwickelt.

Du hast auch eine relativ niedrige Alkalische Phosphtase.
Beim M. Wilson ist die Alkalische Phosphatase niedrig.
Ich würde auch die Alkalische Phoshatase von Zeit zu Zeit nochmals bestimmen lassen und wenn der Wert gar noch niedriger würde, wäre auch an den M. Wilson zu denken.
Natürlich gibt es auch da noch andere Ursachen für eine niedrige Alkalische Phosphatase wie Proteinmangel, Schilddrüsenunterfunktion.

Vielleicht bist Du auch Genträger auf die Kupferspeicherkrankheit, d. h. Du hast sie dann nicht, kannst aber mildere Symptome davon haben.


Die Eisenspeicher- und die Kupferspeicherkrankheit kommen öfters in denselben Familien vor und es gibt auch Patienten, die beide Krankheiten gleichzeitig haben. Mein Bruder hat die Eisenspeicherkrankheit, ich werde auf die Kupferspeicherkrankheit behandelt und ich bin Genträger für die Eisenspeicherkrankheit. Genträger haben einen Gendefekt, Erkrankte haben 2 Gendefekte.

Also ich würde die Werte nochmals bestimmen lassen und ggf. in eine Leberambulanz einer Uniklinik gehen.



LG
Margie




Nachtrag:
Ich sehe gerade, dass Du ein relativ hohes TSH hattest. Das würde für eine SD-Unterfunktion sprechen und könnte vielleicht die Ursache der relativ niedrigen Alkalischen Phosphatase dann sein.
Leukozyten waren 6,1 /nl und CRP <0,5 und der TSH tatsächlich bei 9 weil ich zu dem Zeitpunkt keine Schilddrüsenmedikamente eingenommen habe.

Wo lässt man denn einen entsprechenden Gentest machen?

Und wie erwirke ich eine Leberdiagnostik wenn die Werte "nur" grenzwertig sind? Grenzwertig heißt für meine Ärzte ja "noch in Ordnung" weswegen sie keinen Anlass sehen dort weiter zu forschen

Liebe Grüße
RG

Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung

Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Zitat von Running Gag Beitrag anzeigen
Leukozyten waren 6,1 /nl und CRP <0,5
Achtung! Unauffällige Leukozyten und ein negativer CRP sind KEIN Beweis dafür, dass nicht doch eine (chronische) Infektion vorliegen könnte! Beide Parameter haben sicherlich bei akuten Infekten eine gewisse Aussagekraft (zumindest für bakterielle Infekte). Aber bei längeren Krankheitsverläufen sind diese Werte (meist) nutzlos, da eh meist unauffällig. Dies lediglich als Hinweis.

LG

Geändert von Kaempferin (18.04.13 um 16:44 Uhr)

Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Running Gag,


ich wollte noch fragen, welche Arzneimittel (Name der Präparate und Dosierung) Du einnimmst.


Mir geht es auch um das Mittel gegen die Epilepsie.
Vielleicht wirkt das in irgendeiner Weise auf den Mineralstoffstoffwechsel oder auf die anderen Probleme, die Du hast?



Ich las irgendwo, dass zuviel Eisen zu epileptischen Anfällen führen würden. Das könnte bedeuten, dass Deine Eisenüberladung die Epilepsie fördert.

Hier habe ich eine Fundstelle, nach der eine Hämochromatose zu epileptischen Anfällen führen kann:

https://de.wikipedia.org/wiki/Epilepsie

Ursachen symptomatischer Epilepsien:
...
...

Stoffwechselerkrankungen, darunter Hyperparathyroidismus mit bedrohlichem Anstieg der Calciumkonzentration im Blut
Hämochromatose mit Eisenablagerungen u. a. im Gehirn

Eklampsie
vaskuläre Enzephalopathie im Rahmen einer Arteriosklerose.
Das würde heißen, wenn dass die von mir bei Dir vermutete Hämochromatose sich ungünstig auf die Epilepsie auswirkt, vielleicht sogar die einzige Ursache ist (!)

Das wäre natürlich ein Argument für einen Gentest, vor allem auch mit dem Hinweis, dass Deine Werte grenzwertig sind und Du erst 20 Jahre alt bist.
Je jünger ein Patient ist, umso niedriger sind die relevanten Eisenwerte. Die meisten Patienten sind bei der Diagnose schon wesentlich älter wie Du und haben oft schon eine Zirrhose.
Da sind dann natürlich die Werte auch viel auffälliger.


Hier findest Du Ambulanzen für eine Hämochromatose-Diagnostik:
http://www.haemochromatose.org/servi...mbulanzen.html

LG
Margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (18.04.13 um 16:53 Uhr)

Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung

Running Gag ist offline
Themenstarter Beiträge: 18
Seit: 14.04.13
Zitat von Kaempferin Beitrag anzeigen
Achtung! Unauffällige Leukozyten und ein negativer CRP sind KEIN Beweis dafür, dass nicht doch eine (chronische) Infektion vorliegen könnte! Beide Parameter haben sicherlich bei akuten Infekten eine gewisse Aussagekraft (zumindest für bakterielle Infekte). Aber bei längeren Krankheitsverläufen sind diese Werte (meist) nutzlos, da eh meist unauffällig. Dies lediglich als Hinweis.

LG
Dankeschön! =)

Zitat von margie Beitrag anzeigen
Hallo Running Gag,


ich wollte noch fragen, welche Arzneimittel (Name der Präparate und Dosierung) Du einnimmst.


Mir geht es auch um das Mittel gegen die Epilepsie.
Vielleicht wirkt das in irgendeiner Weise auf den Mineralstoffstoffwechsel oder auf die anderen Probleme, die Du hast?
Keppra 500 und eben L-Thyroxin 100yg.
Wie bereits geschrieben habe ich aber über lange Zeiträume hinweg (teilweise mehr als 6 monate) komplett ohne Antiepileptikum gelebt. Man könnte sagen die Medikamenteneinnahme diesbezüglich ist bei mir eher eine Ausnahme

Zitat von margie Beitrag anzeigen
Ich las irgendwo, dass zuviel Eisen zu epileptischen Anfällen führen würden. Das könnte bedeuten, dass Deine Eisenüberladung die Epilepsie fördert.

Hier habe ich eine Fundstelle, nach der eine Hämochromatose zu epileptischen Anfällen führen kann:

https://de.wikipedia.org/wiki/Epilepsie



Das würde heißen, wenn dass die von mir bei Dir vermutete Hämochromatose sich ungünstig auf die Epilepsie auswirkt, vielleicht sogar die einzige Ursache ist (!)

Das wäre natürlich ein Argument für einen Gentest, vor allem auch mit dem Hinweis, dass Deine Werte grenzwertig sind und Du erst 20 Jahre alt bist.
Je jünger ein Patient ist, umso niedriger sind die relevanten Eisenwerte. Die meisten Patienten sind bei der Diagnose schon wesentlich älter wie Du und haben oft schon eine Zirrhose.
Da sind dann natürlich die Werte auch viel auffälliger.


Hier findest Du Ambulanzen für eine Hämochromatose-Diagnostik:
Hmochromatose-Vereinigung Deutschland e.V.

LG
Margie
Könntest du mir zu dem von mir unterstrichenem Textabschnitt entsprechende Quellen schicken? Ich würde mich gerne diesbezüglich informieren, habe bisher aber nur Artikel gefunden in denen von deutlich erhöhten Werten von Ferritin und Transferrinsättigung gesprochen wird.
Und ohne einen entsprechend deutlichen Hinweis in dieser Form (der bei mir ja nicht vorhanden ist) wird auch ein Gentest problematisch (bzgl Finanzierung etc).
Wenn ich das Thema beim Arzt anspreche wird er mir sagen, dass kein Hinweis auf eine solche Erkrankung besteht, da alle Werte ja (noch) im Rahmen sind

Hat die Ernährung einen Einfluss auf diese Werte?


Übrigens war mein Schlafscreening bzgl Apnoen unauffällig, allerdings waren Herzfrequenzunregelmäßigkeiten laut Arzt "nicht wirklich normal".
Interessant dass wiederholt ganz nebenbei das Herz auffällt

Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.123
Seit: 08.11.10
Hallo Running Gag,

Meine Erfahrung zum Vitamin D. Ich hatte einen Mangel und hatte ein Jahr lang 5000 IE täglich genommen und nehme jetzt weiterhin etwa 3000 IE.

Ich habe den Wert seitdem nicht nochmal kontrollieren lassen. Was nicht an fehlender Motivation oder Geld liegt sondern an den miesen Ärzten hier in Schweden, da müsste ich extra zum HP nach Deutschland reisen.

Von Helden, der das Buch "Gesund in sieben Tagen" geschrieben hat, gab eine Formel darin an, wonach ein 70 kg schwerer Mensch etwa 2000 IE täglich als Erhaltungsdosis braucht. Um einen Mangel zu beheben braucht man also dementsprechend mehr.

Ob er recht hat, weiss ich nicht aber immerhin hatte er die Möglichkeit die Werte bei seinen Patienten zu kontrollieren und hat also praktische Erfahrungen, was die Vitamin D Einnahme angeht.

Ich halte 1000 IE für zu wenig und 10000 IE für zu viel.

Mein Vorschlag wäre deine jetzigen 1000 IE langsam zu steigern auf 4000 - 5000 IE täglich.

Grüsse
derstreeck

Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung
darleen
hallo Running Gag

Wovon du defintiv profitieren wirst ist der Testosteronanstieg durch Viatmin D-gabe

besonders wenn dein Wert erniedrigt sein sollte

liebe grüße darleen

Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Running Gag,

bevor ich auf Deine Fragen an mich antworte, würden mich noch Deine Blutbilder interessieren:
Folgende Werte sind dabei interessant:

Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
Hämoglobin
MCV (=mittleres Zellvolumen der roten Blutkörperchen)
MCH
Thrombozyten
Leukozyten

Vielleicht kannst Du diese Werte aus den letzten beiden Blutbilder, die Du hast, posten?




Ich lese gerade, dass z. B. eine hohe Transferrin-Sättigung bei einer Anämie durch Mangel an B12 und Folsäure auftreten kann.
B12- und Folsäuremangel kann man evtl. auch im Blutbild "erahnen".

Bei Mangel an B12 und Folsäure ist man auch absonderlich müde und erschöpft.

Du schreibst - ich lese es erst jetzt bewußter - dass Du beim B12 folgenden niedrigen Wert hattest:
Vitamin B12 Mangel (???): 250 pg/ml (ab 200 - Grenzbereich: 200-300) laut Ärzten völlig in Ordnung.
Nimmst Du seither B12 ein? Wenn ja, solltest Du dies bei den Blutwerten oben, die unter B12-Einnahme zustande kamen, erwähnen.


Wenn Dein B12-Wert so niedrig ist, kann dies davon kommen, dass Du B12 im Verdauungstrakt nicht aufnimmst, weil Dir der sog. Intrinsic-Faktor fehlt. Den kann man im Blut bestimmen lassen.
Wenn der fehlt, muss B12 gespritzt werden.

Vielleicht kommt der niedrige Wert auch von Deiner unfreiwilligen Gewichtsreduktion auf nur noch 50 kg.
Hast Du 75 kg abgenommen oder hast Du zuvor 75 kg gewogen? Das ist etwas unklar ausgedrückt in Deinem ersten Beitrag.

Ich halte einen Wert von 250 beim B12 für zu niedrig und ich glaube, dass Du bei einem so niedrigen Wert auch Symptome hast.


Wurde denn Folsäure auch mal bestimmt? Wie hoch war sie?




Du schreibst in Deinem ersten Beitrag, dass du schon immer dürr warst und einen extremen Stoffwechsel hast:
Das könnte von zu hoch dosierten Schilddrüsenhormonen kommen, aber auch von der Bauchspeicheldrüse.
War diese mal auffällig?
Hast Du oft oder stets Durchfall? Fettstühle (wenn der Stuhl an der Schüssel kleben bleibt, ist meist zuviel Fett die Ursache)? Ist die Stuhlfarbe oft gelblich und senffarben?




Vitamin D Zuführung:
Angesichts Deines Gewichts von nur noch 50 Kg würde ich die Substitution nicht in hoher Dosierung vornehmen. Ich glaube, dass Dir 2000 iE völlig reichen.
Ich hatte zuletzt einen Wert von 31 und nehme Vitamin D nicht tgl. Würde ich 1000 IE tgl. nehmen, so wäre mein Wert sicher bei 50 oder mehr - und ich wiege über 70 kg.


LG
Margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (19.04.13 um 12:02 Uhr)


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