Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung

14.04.13 19:26 #1
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Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung

Running Gag ist offline
Themenstarter Beiträge: 18
Seit: 14.04.13
Zitat von darleen Beitrag anzeigen
Noch mal der Verständigungshalber, du hast auch bei der Dosis von 50µg gar Nichts gespürt ?




Wenn du die Dosen lange genug gehalten hast , von mindestens 6 Wochen bis zu 3 Monaten , denn bis der ganze Stoffwechsel und die anderen Hormone ect.sich auf die Dosis einpendeln , das dauert

Aus welcher Indikation wurde dir Thyroxin verschrieben ?
Aus einer normalen UF heraus ?
oder nur anhand einer TSH Messung, und keiner Messung der freinen Werte ft4 und ft3 ?


liebe grüße darleen

Im Endeffekt war es so:
Vor ca. 4 Jahren wurde zufällig die Unterfunktion diagnostiziert und sofort 50yg L-Thyroxin verschrieben.
Ca. 2 Jahre wurde diese Dosis dann beibehalten, da der TSH mit 3,5 laut Hausärzten noch im Normbereich liegt (FT3 und FT4 wurden nicht bestimmt).
Nachdem ich mich dann selbst angefangen habe zu erkundigen habe ich einen Termin beim Endokrinologen gemacht, der dann zum ersten mal ein Ultraschall gemacht hat, sowie FT3 und FT4 gemessen hat. Auf dieser Basis dann die Erhöhung auf 100yg, die dann alle Werte tatsächlich normalisiert hat. Wie schon geschrieben hat sich in all der Zeit nichts an meinem Befinden geändert.
Aufgrunddessen habe ich dann auch auf 150-200yg erhöht mit obigem Ergebnis, danach habe ich die L-Thyroxin Therapie ersatzlos ausgesetzt was einen TSH von über 13 zur Folge hatte. Auch hier: Keine Änderung an meinem Befinden. Jetzt nehme ich wieder die Dosierung von 100yg da somit zumindest die Blutwerte "schön" sind

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darleen
Es sind eben machmal die kleine Microgrämmchen die noch fehlen , aber du scheinst nicht so empfindlich zu sein

Leider wurde bei dir eine Unterfunktion diagnostiziert nur anhand eines TSH-Wertes , was schon mal nicht in Orndung ist, der TSH ist sehr störanfällig und nur zu Betrachten für eine SD Diagnostik in Kombination mit den freien Werten, wissen aber Ärzte leider nicht so

Dann wurde bei dir die Thyroxin-Maschinerie angeworfen mit 50µg und schon ist das nicht mehr richtig zu beurteilen, was nun die Ursache war für deine Unterfunktion

Wurden bei dir auch alle Antikörper genommen ?

TPO, TG-AK; TRAK

ich würde bei den 100 µg bleiben , und jetzt erstmal deine Nährstoffe überprüfen , ob du gut abgedeckt bist, dann wie margie schon schrieb deine Leber überprüfen lassen , und den anderen Hinweisen nachgehen die dir gegeben wurden

Auch Aminosäurne würde ich überpürfen lassen , gerade für die Unterstützung der NN

Vieleicht kannst du dann später wenn deine Nährstoffe aufgefüllt sind, das Thyroxin ausschleichen , vorrausgesetzt es liegt keine Autoimmune Erkrankung vor

liebe grüße darleen

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Running Gag ist offline
Themenstarter Beiträge: 18
Seit: 14.04.13
Zitat von darleen Beitrag anzeigen
Es sind eben machmal die kleine Microgrämmchen die noch fehlen , aber du scheinst nicht so empfindlich zu sein

Leider wurde bei dir eine Unterfunktion diagnostiziert nur anhand eines TSH-Wertes , was schon mal nicht in Orndung ist, der TSH ist sehr störanfällig und nur zu Betrachten für eine SD Diagnostik in Kombination mit den freien Werten, wissen aber Ärzte leider nicht so

Dann wurde bei dir die Thyroxin-Maschinerie angeworfen mit 50µg und schon ist das nicht mehr richtig zu beurteilen, was nun die Ursache war für deine Unterfunktion
Das ist richtig eine Ursache ist nicht bekannt.

Zitat von darleen Beitrag anzeigen
Wurden bei dir auch alle Antikörper genommen ?

TPO, TG-AK; TRAK
Nur Folgendes wurde mal bestimmt:
TRAK <1 IU/l <1 neg. > 1,5 pos.
a-TPO <15 U/ml <40 neg. >50 pos.



Zitat von darleen Beitrag anzeigen
Vieleicht kannst du dann später wenn deine Nährstoffe aufgefüllt sind, das Thyroxin ausschleichen , vorrausgesetzt es liegt keine Autoimmune Erkrankung vor
Mir wurde zumindest immer von Ärzten gesagt es wäre nicht autoimmunbedingt.

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Gleerndil ist offline
Beiträge: 3.894
Seit: 26.07.09
Zitat von Running Gag Beitrag anzeigen
Ich werde mir wohl morgen neue Vit D Tabletten holen und auf 10.000 IE täglich hochdosieren.


Aber das kannst nicht wirklich erst meinen, dass Du mal eben auf Dauer (welche?) die tägliche Dosierung auf das 10-fache des bisherigen erhöhen willst.

Wie alt ist denn der letzte Messwert, und hast Du keinen Arzt, der da wenigstens ein paar Sachen im Blick behalten und überschauen kann?

Das wäre sicher nicht schlecht.


Gerd
__________________
Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner

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Running Gag ist offline
Themenstarter Beiträge: 18
Seit: 14.04.13
Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
Aber das kannst nicht wirklich erst meinen, dass Du mal eben auf Dauer (welche?) die tägliche Dosierung auf das 10-fache des bisherigen erhöhen willst.
Ich will es ja nur ausprobieren. Soweit ich gelesen habe kann da nichts Schlimmes geschehen

Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
Wie alt ist denn der letzte Messwert, und hast Du keinen Arzt, der da wenigstens ein paar Sachen im Blick behalten und überschauen kann?

Das wäre sicher nicht schlecht.


Gerd
Ein paar Monate alt, aber mein Arzt kontrolliert viel weniger langfristig sondern überprüft (auf Nachfragen) mal hier und da ein paar Werte. Und da ich jetzt schon wirklich oft nachgefragt habe komme ich mir auch langsam blöd vor, wenn ich andauernd mit was Neuem komme. Ein Arzt der einfach mal alles Relevante überprüft wäre mir auch lieber, aber sowas gibt es ja anscheinend nicht.

Es ist auf Dauer wirklich frustrierend in so einem Zustand zu sein und nicht Ansatzweise zu wissen woran es liegt. Denn wie man auch hier sieht: Es kann ja durch alles Mögliche verursacht werden. Und bis dann eine Einzige dieser unzähligen Möglichkeiten untersucht wurde vergehen wieder Wochen oder gar Monate wegen Wartezeiten etc.

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darleen
Hallo Running Gag

Ja schade das früher keine sorgfältige Untersuchung stattfand, woher deine Unterfunktion herrührte, hätte man vielleicht das Thyroxin sich sparen können

und der Antiköprer TG-AK fehlt , der tritt öfter an die Stelle des TPO-AK, bei Hashimoten

das du nicht Alles aufeinmal testen kannst , was Nährrstoffe angeht, ist klar , geht uns genauso so

und ja es zieht sich unendlich hin , aber man hat eben die Möglichkeit Dinge zu entdecken , die man vorher übersieht, bzw. die Ärzte übersehen

liebe grüße darleen

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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Running Gag,

zur Vitamin-D-Supplementierung:
10000 IE halte ich auch für sehr bedenklich.
Vitamin D kann in Überdosierung auch ordentliche Probleme machen.
Lese mal, was Wikipedia zur Überdosierung schreibt:
Hypervitaminose D

Eine Vitamin-D-Überdosierung führt zu einer überstimulierten Calcium-Absorption im Darm und Calcium-Resorption aus den Knochen und daher zu einer Hypercalciämie (Calcium im Serum > 2,75 mmol/l) und zu einer Hypercalciurie (Calcium-Ausscheidung > 10 mmol/24h). Dies führt zu folgenden Wirkungen:[2]
  • Die Nieren werden geschädigt durch Kalkablagerungen, das führt zu einer verringerten glomerulären Filtrationsrate. Andererseits können die Nierentubuli den Urin nicht mehr so gut konzentrieren, was vorübergehend zu einer Polyurie und einer sekundären Polydipsie führen kann. Beides führt zu einer funktionellen Niereninsuffizienz.
  • Die längerfristige Hypercalcämie kann ferner zu Calciumeinlagerungen in Weichgewebe wie Blutgefäßen, Herz, Lungen, Muskeln und Sehnen führen.
  • An den Knochen resultiert eine Osteoporose.[10]
Weitere Symptome insbesondere chronischer Überdosierung sind:
  • Anorexie und Gewichtsverlust, Erbrechen, Verstopfung, Bauchkrämpfe, Bluthochdruck, Psychosen
  • Muskel- und Sehnenschmerzen, Kopfschmerzen
  • bei Kindern: Wachstumsstörung, persistierende Körpertemperaturerhöhung, Irritabilität
Starke Überdosierungen können zum Tod führen.
Ich rate, nicht mehr als 1000 IE tgl. einzunehmen. Auch wenn es dann vielleicht ein paar Tage länger dauert, bis der Spiegel wieder im Normbereich ist.
Gehe an die Sonne, das hilft auch sehr viel beim Vitamin D.


Leberkrankheiten bzw. Speichererkrankungen:
Zu den von mir angesprochenen Themen noch folgende Anmerkungen:
Deine Leberwerte sind gut.
Doch muss das nicht heißen, dass die Leber gesund ist. So widersprüchlich dies auf den ersten Blick klingen mag.

Ich selbst bin ziemlich stark leberkrank und werde auf M. Wilson behandelt. Ich habe im re. Leberlappen eine Leberfibrose im linken Leberlappen Verdacht auf Zirrhose.
Noch mit 32 Jahren hatte ich solche Leberwerte wie Du sie hast. Und die Leberwerte, die ich in Deinem Alter hatte, kenne ich nicht. Aber sie waren sicher alle Top in Ordnung.

Ich will damit sagen, dass diese Speicherkrankheiten, die ich bei Dir in die engere Wahl der möglichen Krankheiten ziehen würde, in Deinem Alter nicht unbedingt zu erhöhten Leberwerten führen müssen. Das heißt aber nicht, dass man, wenn man diese hat, nicht bereits gesundheitliche Störungen davon haben kann.
Da Dein Ferritin relativ hoch ist, würde ich die Eisenspeicherkrankheit, evtl. auch "nur" die mildere Variante mit den Gendefekten C282Y und H63D, in Betracht ziehen - die schlimmere Variante hat 2 Mal den Gendefekt C282Y.

Sekundärer Hyperaldosteronismus:
Der Nierenarzt wird wohl eher den primären Hyperaldosteronismus beurteilen.
Sekundär ist der Hyperaldosteronismus dann, wenn er von anderen Organen als der Nebenniere kommt, z. B. wenn er von der Leber kommt.
Bei der sekundären Form müssen auch das Renin und das Aldosteron nicht jedes Mal auffällig sein.
Bei mir waren die Werte mal in Ordnung und das nächste Mal wieder erhöht, was ich mir damit erkläre, dass diese Werte, wenn die Leber an den Erhöhungen schuld ist, vom Zustand der Leber mit abhängen. An Tagen, wo die Leber besser arbeitet, werden die Werte in Ordnung sein.

Aber der sek. Hyperaldosteronismus ist ein Hinweis darauf, dass eines der Organe, die ihn auslösen können, massiv krank sein muss.


Kalium:
Kalium ist ein sehr empfindlicher Wert. Wenn Deine Kaliumwerte beim Hausarzt bestimmt wurden, sind sie vermutlich zu hoch bestimmt. Es ist so, dass das Blut nach der Gerinnung sofort zentrifugiert und abpippetiert werden muss und das schafft in der Regel kaum eine Hausarztpraxis korrekt zu machen.
Geschieht dies nicht, steigen die Werte an.
Die Hausärzte senden das Blut entweder unzentrifugiert oder zentrifugiert (aber nicht abpippetiert) ins Labor. Je länger es dauert, bis dann das Kalium bestimmt wird, umso höher fällt der Wert aus.

Im Krankenhaus sind die Kaliumwerte bei mir oft die zuverlässigsten, weil dort das Transportproblem zum Labor nicht da ist. D .h. dort werden die Werte oft sofort bestimmt und sind dann korrekter (und in der Regel deutlich niedriger als beim Hausarzt).


LG
Margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (16.04.13 um 19:49 Uhr)

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Running Gag ist offline
Themenstarter Beiträge: 18
Seit: 14.04.13
Zitat von darleen Beitrag anzeigen
Hallo Running Gag

Ja schade das früher keine sorgfältige Untersuchung stattfand, woher deine Unterfunktion herrührte, hätte man vielleicht das Thyroxin sich sparen können

und der Antiköprer TG-AK fehlt , der tritt öfter an die Stelle des TPO-AK, bei Hashimoten

das du nicht Alles aufeinmal testen kannst , was Nährrstoffe angeht, ist klar , geht uns genauso so

und ja es zieht sich unendlich hin , aber man hat eben die Möglichkeit Dinge zu entdecken , die man vorher übersieht, bzw. die Ärzte übersehen

liebe grüße darleen
Dankeschön, wie wichtig wäre denn noch der TG-AK?


Zitat von margie Beitrag anzeigen
Hallo Running Gag,

zur Vitamin-D-Supplementierung:
10000 IE halte ich auch für sehr bedenklich.
Vitamin D kann in Überdosierung auch ordentliche Probleme machen.
Lese mal, was Wikipedia zur Überdosierung schreibt:
Hypervitaminose D


Ich rate, nicht mehr als 1000 IE tgl. einzunehmen. Auch wenn es dann vielleicht ein paar Tage länger dauert, bis der Spiegel wieder im Normbereich ist.
Gehe an die Sonne, das hilft auch sehr viel beim Vitamin D.
Und auch hier scheiden sich wieder die Geister:
Mir wird gesagt 1000IE tgl wären viel zu wenig um die Speicher überhaupt aufzufüllen bei so einem Mangel und dass eine Überdosierung auch mit 10.000 IE tgl. nicht auftreten wird. Da weiß man leider nicht wem man glauben soll =/

Zitat von margie Beitrag anzeigen
Leberkrankheiten bzw. Speichererkrankungen:
Zu den von mir angesprochenen Themen noch folgende Anmerkungen:
Deine Leberwerte sind gut.
Doch muss das nicht heißen, dass die Leber gesund ist. So widersprüchlich dies auf den ersten Blick klingen mag.

Ich selbst bin ziemlich stark leberkrank und werde auf M. Wilson behandelt. Ich habe im re. Leberlappen eine Leberfibrose im linken Leberlappen Verdacht auf Zirrhose.
Noch mit 32 Jahren hatte ich solche Leberwerte wie Du sie hast. Und die Leberwerte, die ich in Deinem Alter hatte, kenne ich nicht. Aber sie waren sicher alle Top in Ordnung.

Ich will damit sagen, dass diese Speicherkrankheiten, die ich bei Dir in die engere Wahl der möglichen Krankheiten ziehen würde, in Deinem Alter nicht unbedingt zu erhöhten Leberwerten führen müssen. Das heißt aber nicht, dass man, wenn man diese hat, nicht bereits gesundheitliche Störungen davon haben kann.
Und wie mache ich das den behandelnden Ärzten klar, dass trotz guter Leberwerte ja doch etwas nicht stimmen könnte?
Bisher lief das nach dem Schema ab: Werte im Normbereich? -> Kann nicht Auslöser sein.

Zitat von margie Beitrag anzeigen
Da Dein Ferritin relativ hoch ist, würde ich die Eisenspeicherkrankheit, evtl. auch "nur" die mildere Variante mit den Gendefekten C282Y und H63D, in Betracht ziehen - die schlimmere Variante hat 2 Mal den Gendefekt C282Y.
Obwohl es im Normbereich ist, ist es doch noch viel zu hoch?
Ca. 2 Monate vorher sah mein Ferritin folgendermaßen aus:

184 ng/ml (30-400)

Zitat von margie Beitrag anzeigen
Sekundärer Hyperaldosteronismus:
Der Nierenarzt wird wohl eher den primären Hyperaldosteronismus beurteilen.
Sekundär ist der Hyperaldosteronismus dann, wenn er von anderen Organen als der Nebenniere kommt, z. B. wenn er von der Leber kommt.
Bei der sekundären Form müssen auch das Renin und das Aldosteron nicht jedes Mal auffällig sein.
Bei mir waren die Werte mal in Ordnung und das nächste Mal wieder erhöht, was ich mir damit erkläre, dass diese Werte, wenn die Leber an den Erhöhungen schuld ist, vom Zustand der Leber mit abhängen. An Tagen, wo die Leber besser arbeitet, werden die Werte in Ordnung sein.

Aber der sek. Hyperaldosteronismus ist ein Hinweis darauf, dass eines der Organe, die ihn auslösen können, massiv krank sein muss.
D.h. nochmal Renin und Aldosteron überprüfen lassen, oder gleich entsprechende Untersuchungen der Leber in die Wege leiten?

Wohlgemerkt ist eines der Primärsymptome bei mir nicht vorhanden:
Mein Blutdruck ist eher etwas zu niedrig als zu hoch.

Zitat von margie Beitrag anzeigen
Kalium:
Kalium ist ein sehr empfindlicher Wert. Wenn Deine Kaliumwerte beim Hausarzt bestimmt wurden, sind sie vermutlich zu hoch bestimmt. Es ist so, dass das Blut nach der Gerinnung sofort zentrifugiert und abpippetiert werden muss und das schafft in der Regel kaum eine Hausarztpraxis korrekt zu machen.
Geschieht dies nicht, steigen die Werte an.
Die Hausärzte senden das Blut entweder unzentrifugiert oder zentrifugiert (aber nicht abpippetiert) ins Labor. Je länger es dauert, bis dann das Kalium bestimmt wird, umso höher fällt der Wert aus.

Im Krankenhaus sind die Kaliumwerte bei mir oft die zuverlässigsten, weil dort das Transportproblem zum Labor nicht da ist. D .h. dort werden die Werte oft sofort bestimmt und sind dann korrekter (und in der Regel deutlich niedriger als beim Hausarzt).
Ganz aktuelle Kaliumwerte aus dem Krankenhaus (nur wenige Tage alt):
4.20 i.S. mmol/l (3,5-5,1)
4.30 i.S. mmol/l (3,5-5,1)
Und ein Jahr älter:
4.40 i.S. mmol/l (3,5-5,1)

Interessanterweise ist es bei mir genau umgekehrt: Beim Hausarzt wurde ein Kaliumwert von 3,6 mmol/l (3,5-5,6) gemessen

Danke für eure Beiträge =)

Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung
darleen
Wenn du mal bei einem Endo oder Nuklearmediziner bist zur SD-Werte-Kontrolle würde ich das ansprechen, und auch eine Sono machen lassen um wirklich eine Autoimmune Erkrankung auschließen zu können, denn du schriesbt ja, die SD wäre geschrumpft , also war sie ja vergrößert, entweder weil sich die SD-Zellen aufgeplustert haben um mehr Hormone produzieren zu können , oder weil sie eine hypertrophe Hashimoto-Form hatte und jetzt in die atrophische From übergegangen ist

liebe grüße darleen

Andauernde Erschöpfung - Ursachenforschung

margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
 

Hallo Running Gag,

 

Vitamin D:

ich hatte auch schon einen Vitamin D-Wert von 15.

Ich habe nie mehr als 1000 IE täglich eingenommen, wobei ich die 1000 IE oft nur an 3 bis 4 Tagen in der Woche einnahm. Der Wert steigt eben etwas langsamer an, aber er steigt an.

Ich begnügte mich mit einem Anstieg auf ca. 30 bis 40, mehr wollte ich gar nicht erreichen, weil ich mir sage, dass jedes Mittel Wirkungen und Nebenwirkungen hat. Die lange Liste der unangenehmen Nebenwirkungen lt. Wikipedia gibt mir zu denken. Da ich auf diese Nebenwirkungen keine Lust habe, bin ich zufrieden, wenn mein Vitamin D bei rd. 35 bis 40 liegt.

Ich weiß, dass die Endokrinologen einen Wert von 30 und mehr für gut halten.

Ich wäre skeptisch, wenn jemand sagen würde, dass man ohne Nebenwirkungen ein fettlösliches Vitamin längere Zeit hochdosiert einnehmen soll.

Wenn Du nun eine gewisse Zeitlang rd. 2000 IE einnimmst, würde ich das noch für vertretbar halten, aber 10000 IE hören sich für mich schon „gigantisch“ an.

Das ist meine Meinung. Ich weiß, dass es hier im Forum einige gibt, die höhere Dosierungen für richtig halten. Aber ich würde das angesichts der möglichen Nebenwirkungen abwägen.


Leber:

Und wie mache ich das den behandelnden Ärzten klar, dass trotz guter Leberwerte ja doch etwas nicht stimmen könnte?
Bisher lief das nach dem Schema ab: Werte im Normbereich? -> Kann nicht Auslöser sein.

Das ist ein Problem mit den normalen Leberwerten.

Sind dann auch die anderen Werte normal? Ich meine Bilirubin im Blut, Alkalische Phosphatase im Blut (niedrige Werte wären ein Hinweis auf M. Wilson), GLDH, Cholinesterase?

Ich vermute, dass diese anderen zum Teil noch nie bestimmt wurden?

Wenn Du öfters diese erhöhten Werte beim Renin und Aldosteron haben solltest, wäre das vielleicht noch ein Ansatzpunkt, um die Leber gründlicher zu untersuchen.

Oder wenn Deine Transferrinsättigung hoch oder erhöht ist.

Die Transferrinsättigung ist nämlich vor dem Ferritin auffällig, wenn es um die Frage der Eisenspeicherkrankheit geht.

Das Ferritin von 184 ist natürlich nicht auffällig.

Auch wenn ein Ferritin von 184 nach den Ärzten, die sich mit der Eisenspeicherkrankheit auskennen, viel zu hoch ist. Diese sagen, dass ein Mensch ein Ferritin von max. 50 benötigt. Alles was darüber liegt, schadet nur der Leber.

Vielleicht sollte man mal die Transferrinsättigung bestimmen. Ist diese erhöht, wäre das ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt.

Ansonsten würde ich die Werte im Auge behalten. Vielleicht bist Du auch nur Überträger für diese Krankheit und vielleicht kommt dann daher das relativ hohe Ferritin?

Oder wenn Du zum Zeitpunkt der Blutentnahme einen Infekt hattest, dann kann das Ferritin aus diesem Grunde hoch gewesen sein.

Es steigt nämlich bei Entzündungen und Infekten auch an.

 

 

ZitaD.h. nochmal Renin und Aldosteron überprüfen lassen, oder gleich entsprechende Untersuchungen der Leber in die Wege leiten?

Wohlgemerkt ist eines der Primärsymptome bei mir nicht vorhanden:
Mein Blutdruck ist eher etwas zu niedrig als zu hoch.

Ich würde Renin und Aldosteron immer wieder mal überprüfen lassen. Wenn Du keinen hohen Blutdruck hast, ist das ein gutes Zeichen. Ich hatte phasenweise den erhöhten Blutdruck, aber nur phasenweise. Ich hatte die erhöhten Renin- und Aldosteronwerte aber auch, als ich keinen hohen Blutdruck hatte.

Vielleicht ist das mit dem Hyperaldosteronismus dann doch nur ganz latent vorhanden, so dass man mit einer Kontrolle in gewissen Zeitabständen die Sache beobachten kann.

Da Du noch jung bist, kommen solche Störungen vielleicht erst in 10 Jahren richtig zum Tragen oder hoffentlich nie, d. h. vielleicht war das wirklich nur eine Fehlbestimmung.

 


Ganz aktuelle Kaliumwerte aus dem Krankenhaus (nur wenige Tage alt):
4.20 i.S. mmol/l (3,5-5,1)
4.30 i.S. mmol/l (3,5-5,1)
Und ein Jahr älter:
4.40 i.S. mmol/l (3,5-5,1)

Interessanterweise ist es bei mir genau umgekehrt: Beim Hausarzt wurde ein Kaliumwert von 3,6 mmol/l (3,5-5,6) gemessen

Dann hat Dein Hausarzt vermutlich die Bestimmung relativ korrekt gemacht, denn falsch niedrige Werte gibt es meines Wissens nicht.

Aber wenn Du einen Wert von 3,6 schon mal hattest, dann hast Du einen relativen Kaliummangel. D. h. Du solltest auf kaliumreiche Ernährung achten (Obst, Obstsäfte, …).

Waren die Werte im Krankenhaus nüchtern bestimmt worden?
Wenn ja, wären sie schon sehr gut. Wenn sie nicht nüchtern bestimmt waren, so sind sie wenig aussagefähig. Denn sobald Du isst oder trinkst, nimmst Du Kalium auf.

Aber auch im Krankenhaus kann mal etwas schief laufen. Gerade wenn man dort stationär ist, kommt es oft zu Verzögerungen bei der Weiterleitung der abgenommenen Blutproben. Ambulant funktioniert dies oft besser.


LG
Margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller


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