Meine Blutwerte sind für mich wie Überraschungs-Eier

13.04.13 15:14 #1
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Magnus ist offline
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Ich hatte hier schon von meinem kleinen Problemchen erzählt. http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...urensuche.html

Während meiner Spurensuche (ich wühle mich durch \\\"die medizinischen Lehren\\\" und lasse dann auf eigene Faust Werte im Labor bestimmen) stoße ich dann und wann auf Merkwürdigkeiten der \\\"besonderen\\\" Art. So wie nun z.B. mit Glutathion.

Bei ziemlich jedem, der körperlich erkrankt ist, oder div. \\\"Zipperlein\\\" hat, kann man davon ausgehen, dass dieser Wert eher in einem niedrigen Bereich liegt. Generell gilt: Je mehr Glutathion, desto besser. Für Fälle, bei deutlich erniedrigten Werten, gibt es auch Glutathion-Therapien. Ich habe z.B. eine Studie eingesehen, bei welcher den Patienten eine 14 tägige Glutathion-Therapie dazu verhalf, von durschnittlich 200 auf 1.100 µmol/L zu kommen. Normalwerte sind ca. 610 bis 1.500 µmol/L.

Mein Wert: 6.100 µmol/L



Mich würde zunächst einmal interessieren, ob, bei Glutathion, je bei einem Menschen so ein Wert gemessen wurde. (Eben, da bei Kranken die Werte nach unten gehen und bei Gesunden kaum über 1.500, geschweige über 2.000 geschweige über 6.000. Also, ein Gesunder hat Werte zwischen ca. 600 und 1.500, ein Kranker hat oft weniger als 600. Was ist nun mit einem Wert wie meinem?

Nun aber: bei Möglichkeit teilte ich den Ärzten auch gerne mal mit, dass seit Ausbruch meiner massiven Beschwerden, sonst keinerlei Krankheitszustände mehr bei mir auftauchen. D.h., ich hatte früher immer mal einen grippalen Infekt, oder Husten, Schnupfen usw., eigentlich etwa einmal pro Jahr. Seit exakt nun dem Ausbruch meines großen Problems vor bald 2 Jahrzehnten, bekomme ich weder einen grippalen Infekt, noch sonst Husten od. ähnl. Nichts davon. Ich werde seit dem nicht mehr \\\"normal\\\" Krank. Habe eben \\\"nur\\\" mein Superelend am Halse.



Und zu Glutathion heißt es, es würde bei ziemlich allen Infekten eine große Rolle spielen - also, dass das Glutathion der beste Schutzfaktor vor Infekten sei. Ja... und ich habe da, Schrotthaufen, der ich bin, einen Wert, nachdem man annehmen muss, ich könne weder erkranken, noch vor Ablauf von 500 bis 600 Jahren sterben Dass ich nicht erkranken kann, würde ich sagen, hat sich nun nach 2 Jahrzehnten wohl bestätigt. Leider aber scheinen meine Organe vielleicht von diesem Maß an Glutathion doch nicht ganz so begeistert zu sein und überhaupt geht es mir dermaßen beschissen, dass ich dafür kaum Worte finden kann. Wobei ich natürlich nun nicht weiß, ob z.B. bei mir das Glutathion den Terror veranstaltet, oder der Körper davon so viel herstellt, weil er damit was zu bekämpfen sucht...

Naja, ich würde mich freuen, wenn hier jemand vielleicht etwas mehr zu wüsste, als ich, oder dass hier jemand ist, der auch einen dermaßen hohen Glutathionwert hätte, oder nur davon gehört hat. Leider finde ich bislang keine Studien dazu (obwohl es eine Menge geben soll), in welchen man sich die Verteilung ansehen könnte - eben, um festzustellen, wie abnormal mein Wert hier ist.

Weiß jemand was?

Meine Blutwerte sind für mich wie Ü-Eier

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Magnus,

Deine Beschwerden hast Du ja hier beschrieben:
http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...urensuche.html

Da hat sich wohl nichts Wesentliches verändert?

Ich bin immer noch beim Thema "Histamin" im Zusammenhang mit der Entgiftung überhaupt. Natürlich ist das Clenbuterol längst abgesetzt. Es kann aber doch trotzdem sein, daß es bei Dir Schäden angerichtet hat, die u.a. die Aminosäuren betreffen und auch etliche Hormonketten des Körpers. Wenn z.B. durch das Clenbuterol die Nebennieren geschädigt wurden (Herstellung von Stresshormonen), dann hat das ja auch wieder Folgen, die ziemlich weitreichend sind. Weißt Du da mehr?

Wenn jetzt das Glutathion so hoch liegt, könnte das zunächst mal ein Meßfehler sein. - Wie sieht's damit aus?
Wenn es kein Meßfehler ist, wäre ja möglich , daß schon in den Vorstufen etwas nicht stimmt, z.B. beim Methionin:

Methionin ist eine essentielle Aminosäure. S-Adenosyl-Methionin (SAM) ist die stoffwechselaktive Form und Vorstufe von Cystein. Aus Cystein wiederum entstehen Taurin, Glutathion und PAPS (Phospho-Adenosin-Phosphosulfat, „aktiviertes Sulfat").

Die Leber biotransformiert Xenobiotika und Schadstoffe in zwei Phasen. Zunächst wandeln Phase I-Reaktionen inerte, hydrophobe Stoffe in reaktionsfreudigere Zwischenprodukte um. In Phase II werden die entsprechenden Metabolite dann an hydrophile Verbindungen gekoppelt, wobei Konjugationsreaktionen mit Sulfat und Methylierungen wichtige Rollen spielen.

Methionin ist eine bedeutende Quelle für Sulfat im Stoffwechsel und auch ein Methylgruppen-Donator. Eine Supplementierung senkt den Bluthistamin-Spiegel, indem Methionin den Histamin-Abbau beschleunigt.

Als Vorstufe von Glutathion ist Methionin ein möglicher Schutzfaktor gegen Strahlenschäden. Es ist Bestandteil von Carnitin, das neben seiner Hauptfunktion als Carrier-Molekül für Fettsäuren beispielsweise auch die Lipidperoxidation verringert und die Mitochondrien-Funktion aktiviert.

Zellen benötigen die schwefelhaltige Aminosäure für die Synthese der Zellmembran-Phospholipide. Diese fördern auch den Abtransport von Neutralfetten aus der Leber und wirken einer Fettleberbildung entgegen.

Methionin ist nach Rea die Aminosäure, deren Stoffwechsel am häufigsten beeinträchtigt oder gestört ist, was zu einer mangelhaften Entgiftung von Xenobiotika führen kann. Bei der Übertragung von Methylgruppen entsteht aus Methionin Homocystein. Vitamin B12 und Folsäure sind erforderlich, um Methionin zu regenerieren. Eine weitere Möglichkeit des Homocystein-Abbaus besteht im Umbau zu Cystein, wozu Vitamin B6 benötigt wird.
.....
Mehr als nur Proteinbausteine - Die Experten für orthomolekulare Labordiagnostik

Die Orthomolekulare Medizin ist für mich weiter ziemlich unverständlich. Ich sehe nur, daß es Zusammenhänge gibt zwischen der Entgiftung, Histamin, Nebennieren und damit auch der Schilddrüse usw.usw.

Leider ist die Orthomolekulare Medizin ohne Fachausbildung bzw. entsprechendem Arzt kaum zu schaffen, obwohl man sich auch da sicher einarbeiten kann.

Nana hat es schon öfters geschrieben: Ein Puzzleteil, an dem Du evtl. ansetzen könntest, wäre die ganze Histamin-Problematik, denn eine entsprechende Ernährung könnte immerhin zur Entlastung Deines Körpers beitragen, so daß ihm mehr Kraft zur Verfügung stünde.

HIT > Histaminose > HNMT-Abbaustrung

Glutathion (GSH) ist eines der wichtigsten zellulären Antioxidanzien. Zahlreiche Grunderkrankungen wie Virusinfektionen, Tumorerkrankungen und
chronisch entzündliche und neurodegenerative Erkrankungen gehen mit einer
Verminderung von GesamtGlutathion beziehungsweise einer Erhöhung des
(physiologisch inaktiven) oxidierten Anteils einher
. Diese Veränderungen können durch die Erhebung des Glutathionstatus erfasst und
entsprechende Therapiemaßnahmen eingeleitet werden
http://www.labor-bayer.de/newsletter...011-09-web.pdf

Welcher Wert wurde denn bei Dir gemessen?

Grüsse,
Oregano

Meine Blutwerte sind für mich wie Ü-Eier

Magnus ist offline
Themenstarter Beiträge: 103
Seit: 31.10.09
Hallole,

hatte gerade selbst zu schnell geantwortet - dachte Dir wäre das "Glutathionwunder" entgangen. Ja, ich werde diesen Wert sicher nochmals überprüfen lassen müssen - eben, weil er so irre ist, dass ich da natürlich Sicherheit brauche.

Aber - wie man sich eben von Hoffnung zu Hoffnung hangelt - würde dieser Wert einige Erklärungsansätze liefern.

Glutathion schützt vor jedweden Infektionen, gar auch vor Krebs und gilt als ein Indikator für das Alter und ist der ziemlich stärkste Antioxidant, den es gibt.

Also, nahe bei allen Erkrankungen tritt Glutathion als Schutz auf und wird je nach Belastung aufgebraucht. Je kranker, oder je ungesünder die Ernährung, oder je größer die Belastung (psychisch wie physisch), desto geringer das Glutathion.

Malondialdehyd ist bei mir z.B. deutlich erhöht - als Zeichen für ein ordentliches Pfund oxidativen Stresses.

Demnach müsste der Glutathionwert ziemlich im Keller liegen: sprich, wer von oxidativem Stress heimgesucht ist, dem fehlt Glutathion.

Und bei mir (sofern es kein Messfehler wäre) ist eben dieses Glutathion aber weit über jeden denkbaren Anschlag (nach meinem bisherigen Kenntnisstand).

Natürlich hoffe ich nun darauf, dass es kein Messfehler ist, denn damit hätte ich richtig was gefunden. Denn - wie ich schon in dem verlinkten Strang ein paar Beiträge weiter hinten anno 2011 beschrieb: Seit dem Ausbruch der Clenbuterolhölle erkranke ich an keinem grippalen Infekt mehr! Also seit bald 2 Jahrzehnten... kein Husten, schnupfen, Heiserkeit, Fieber oder was sonst zu solchen Infekten gehört. Manchmal kann es vorkommen, dass es mir einen Abend für ein paar Std. so "duselig" geht, mit schon leichten Ansätzen von Fieberempfindungen (witzig, dann geht es mir viel besser!), also als würde sich nun so eine Erkältungserkrankung einnisten.... nein, nie. Spätestens am folgenden Morgen ist alles weg.

Also, so merkwürdig wie mein Glutathionwert nun also anmutet, so sehr würde er aber noch viel merkwürdigeres erklären können - also ich gebe Stoßgebete ab, dass es kein Messfehler war - man, dann hätte ich was gefunden....

Aber daher wäre mir auch wichtig, möglichst viel Infos zu Glutathion zu bekommen (und ich habe schon reichlich eingesaugt - also, alles was ich bislang im Net finden konnte).

Übrigens bei mir war der Histaminwert bei 0,9 (bei Obergrenze 1)
und Malondialdehyd bei: gut = <1; mäßig = <1,5; übel = > 1,5 hatte ich 2,9.

Der Brüller wäre: Würde ich weniger oxidative Belastungen haben, würde der Glutathionspiegel noch weiter nach oben abfliegen....

Geändert von Magnus (13.04.13 um 22:14 Uhr)

Meine Blutwerte sind für mich wie Ü-Eier

Magnus ist offline
Themenstarter Beiträge: 103
Seit: 31.10.09
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Welcher Wert wurde denn bei Dir gemessen?
Ah so, ja: Glutathion gesamt

Meine Blutwerte sind für mich wie Ü-Eier

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Magnus,

Präanalytik:
Es muß das komplette EDTA-Blut eingefroren werden.
Leistungsverzeichnis - synlab Leinfelden
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Vielleicht ist ja bei der Präanalytik etwas schief gelaufen?

,
Oregano

Meine Blutwerte sind für mich wie Ü-Eier

Magnus ist offline
Themenstarter Beiträge: 103
Seit: 31.10.09
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Hallo Magnus,


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Vielleicht ist ja bei der Präanalytik etwas schief gelaufen?

,
Oregano
Ja, also... ich bin da ja Profi, nich, und deswegen schau ich zuvor selbst, wie die Werte abgenommen werden müssen, also welches Röhrchen, wie viel Blut, Sonnenschutz oder nicht, Tiefgefroren oder nicht - und deswegen habe ich der Dame dies auch (wie immer) schon vorab gesagt, woraufhin sie erst länger ganz genau nachschaute... naja, aber sicher, das heißt nicht, dass sie es nicht doch noch verhunzt hat.

Ja, wie immer, entweder man findet überhaupt nix, oder aber man muss damit rechnen dass da was verpfuscht wurde... so mag ich es.... grmpf...


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