Hilfe, weiß nicht mehr weiter; zittrig, schwach etc.

05.04.13 19:04 #1
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Hilfe, weiß nicht mehr weiter

monikat ist offline
Themenstarter Beiträge: 152
Seit: 13.05.07
Hallo,

die Darmspiegelung Anfang April war o.k..
Es wurde nochmal Blut abgenommen, da meine Leberwerte nicht o.k. waren.
Ich schreib mal die Werte auf, die nicht stimmten. Vielleicht kann jemand was mir anfangen.

HBE 31.3 +
MCHC 32.9-
Krea 0.38-
ggt am 8.04. 85+, am 18.01. 105+, am 09.01. 153, schon seit Jahren erhöht
AP am 8.04. 114, am 18.01. 131+, am 09.01. 191+
FE 177+
IGM 3,05+
GGLO 20,2+am 08.04, 19,3+ am 18.01.
ANA-TI (kleiner als 1:10) 1:100 Tit+
TRFE-SAET 54+

Die Internistin hat mir gestern noch mal Blut abgenommen um einen Gentest auf Eisenspeicherkrankheit zu machen. Aber da meine Eisenwerte ja nicht so hoch sind, bezweifle ich, dass meine Symptome davon kommen, obwohl vieles schon passen könnte.

Ich hab versucht die Werte im Internet zu finden, aber zu einigen Werten hab ich gar nichts gefunden.

LG Moni

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monikat ist offline
Themenstarter Beiträge: 152
Seit: 13.05.07
Hallo,

ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich die Ärztin gebeten hatte am 08.04. Borreliose mit zu testen, da ich seit Monaten zunehmende Gelenkschmerzen habe, vor allem in den Fingern und seit kurzem auch in den Fersen. Laut Ärztin negativ, weiß aber nicht welche Werte das sind.

LG

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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Monikat,

wenn vor allem die AP zu hoch ist, liegt eigentlich bei solchen Beschwerden sehr nahe, dass es mit den 3 Organen zu tun hat, die diesen erhöhten Wert "produzieren" können:
Gallenblase
Pankreas
Leber

Hast Du denn auch Gallensteine oder "Gallengries" (=winzigste Steinchen, die man nur im Ultraschall sieht, wenn man lange danach sucht) ?

Ich würde bei den im ersten Beitrag genannten nächtlichen Problemen entweder eine Gallencholik (da ist die AP erhöht) oder eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung vermuten und würde raten, bei solchen Beschwerden in die Notfallambulanz eines Krankenhauses zu gehen, weil damit nicht zu spassen ist.
Wenn es das ist, was ich vermute, kann dies im schlimmsten Fall dazu führen, dass sich die Bauchspeicheldrüse selbst verdaut.


Mittlerweile hab ich auch oft Schmerzen an ganz verschiedenen Körperstellen, die oft wechseln. Nach so einem "Anfall krippelt und brennt mein ganzer Körper, vor allem der linke Arm. Es kommt immer mehr dazu und ich weiß einfach nicht mehr weiter
Das würde auch zu einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung passen. Die Schmerzen, die man da hat, strahlen in den gesamten Körper aus.


Erhöhtes Eisen (=Fe 177+), erhöhte Leberwerte und Gelenkschmerzen:
Das spricht aber sehr für die Eisenspeicherkrankheit.
Die Eisenspeicherkrankheit ist eine Leberkrankheit, bei der die Leber das Eisen speichert und es dann zu erhöhten Leberwerten und zu erhöhten Eisenwerten kommt. Die häufigeren Folgen sind Gelenkschmerzen, aber auch Herzprobleme, Diabetes und einiges mehr.
Bei Frauen wird die Krankheit oft erst nach den Wechseljahren auffällig.
Das liegt daran, dass Frauen durch ihre Periode regelmmäßig Blut und damit Eisen verlieren und so nicht so viel Eisen sich in der Leber anhäufen kann, wie bei Männern, die keine regelmäßigen Blutabgänge haben.
Die Therapie der Eisenspeicherkrankheit besteht nämlich darin, dass man regelmäßig rd. einen Viertelliter Blut abgezapft bekommt, bis das Ferritin bei max. 50 liegt.
Wie hoch ist das Ferritin? Wie ist die Transferrinsättigung? Wie hoch sind Erythrozyten, Hämoglobin, MCV?

Für die Eisenspeicherkrankheit gibt es einen zuverlässigen Gentest.
Jeder 10. Mensch ist übrigens Überträger der Eisenspeicherkrankheit, d. h. die Chancen, die Krankheit zu haben, sind sehr hoch.
Ich selbst bin auch Überträger dafür.


Ich rate auch, zu einem Gastroenterologen zu gehen und den auf die o.g. Punkte mal anzusprechen.


LG
Margie



Nachtrag:

Gerade lese ich (ich hatte zunächst nur Deine ersten beiden Beiträge gelesen):
Die Internistin hat mir gestern noch mal Blut abgenommen um einen Gentest auf Eisenspeicherkrankheit zu machen. Aber da meine Eisenwerte ja nicht so hoch sind, bezweifle ich, dass meine Symptome davon kommen, obwohl vieles schon passen könnte.
Gute Ärztin, das hätte ich auch geraten.
Außer dem Serumeisen von 177 hast Du leider nichts zu den übrigen Eisenwerten geschrieben:
Wie hoch ist Ferritin?
FE ist doch das Serumeisen? Da der Wert mit + von Dir angegeben wurde und beim Ferritin der Normwert mind. bis 200 geht, kann es nicht das Ferritin sein. Oder wenn es Ferritin ist, wie ist die Einheit und wie der Normbereich?

Oh, ich sehe noch einen Wert, dessen Abkürzung ich zunächst nicht deuten konnte.
TRFE-SAET 54 %
Das muss wohl Transferrin-Sättigung heißen, oder?
54 % würden sehr auf die Eisenspeicherkrankheit passen. Ich vermute stark, dass du die Eisenspeicherkrankheit hast.

Ich sehe gerade, dass das Kreatinin viel zu niedrig ist.
Hast Du denn muskuläre Probleme?
Es kann aber auch sein, dass das mit der Leber zusammen hängt. Die wäre dann schon schwer geschädigt.


Den Wert GGLO kann ich nicht entziffern. Wie heißt der Wert ausgeschrieben?


Noch ein Hinweis:
Die ANA sind leicht erhöht. Das kommt von der Leberkrankheit, die Du offensichtlich hast. Ist bei Menschen mit Morbus Wilson auch oft erhöht.
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (20.04.13 um 10:42 Uhr)

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mondvogel ist offline
Beiträge: 5.086
Seit: 07.04.10
Hallo Monikat,

Ich hatte heute Nacht wieder einen "Anfall". Ich bin aufgewacht dann hatte ich Druckgefühl im Oberbauch der sich rasch verstärkt und mir war wirklich todschlecht.
Ich habe mal gelesen, dass bei Frauen Oberbauchbeschwerden auf's Herz hinweisen können (anders als bei Männern - und dass das noch nicht bei allen Ärzten angekommen ist.

Wurde das Herz mal untersucht? (Woanders schreibst Du über Kribbeln oder ähnliches im linken Arm - auch das könnte mMn ein Hinweis auf's Herz sein.

Ich habe öfters Herzrasen und Herzstolpern. Ich treibe so gut wie keinen Sport, wenn ich mich zu sehr anstrenge wird mir übel
s.o. also HERZ!

Ganz liebe Grüße, Mondvogel
__________________
"There is a crack in everything. That's how the light comes in." Leonard Cohen (RIP)

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monikat ist offline
Themenstarter Beiträge: 152
Seit: 13.05.07
Hallo Margie,
danke für deine Beurteilung. Ich hab nur die Werte eingstellt, die zu hoch, bzw zu niedrig waren.
Bei FE steht leider nicht mehr außer (37-145) 177+.
Ferr (13.00-150.0) 127,10 am 08.04., 133,2 am 09.01.,
zu GGLO steht leider nicht mehr nur (11.0-18.0) .
Ultraschalluntersuchung war auch im Januar und die war unauffällig.

LG Moni
ERY (3.7-4.9) 4.4 am 09.01.
HBE (25.3-30.9) 31.3+ "
Mcv (77.7-93.7) 92.3 "

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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Monikat,

ich lese gerade einige frühere Beiträge von Dir durch.
Du hast dort oft niedrige Erythrozyten.

Wie ist denn das Bilirubin bei Dir?
Meist wird das Gesamt-Bilirubin nur bestimmt. Wenn dies erhöht ist, bestimmen manche Ärzte noch das direkte und das indirekte Bilirubin.
Wenn das indirekte Bilirubin erhöht ist, wäre dies in Verbindung mit niedrigen Erythrozyten ein Hinweis auf immer wiederkehrende Schübe einer Hämolyse.

Dann wäre evtl. auch das Alpha-2-Globulin in der Eiweiß-Elektrophorese erniedrigt.

Wurde mal Haptoglobin bestimmt?
Dieser Wert sagt sehr viel darüber aus, ob Du immer wieder Hämolysen hast.
Man kann dabei auch ähnliche Beschwerden haben, wie Du sie angibst. Atemnot, Übelkeit, Oberbauchbeschwerden, etc. etc.

Immer wieder kehrende Hämolysen kann man z. B. beim M. Wilson (eine genetische Leberkrankheit, bei der man zuviel Kupfer in der Leber hat) haben. Dieser macht aber auch noch neurologische Probleme wie evtl. Koordinationsstörungen, evtl. Zittrigkeit, evtl, muskuläre Störungen, etc.
Das Serumkupfer und das Coeruloplasmin wären dann 2 wichtige Werte, die man noch bestimmen könnte.

Aber es gibt noch andere Ursachen für Hämolysen wie bestimmte Bluterkrankungen.


LG
Margie
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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Monikat,


GGLO könnte Gamma-Globulin heißen. Dann ist es einer der Werte aus der gerade oben angesprochenen Eiweißelektrophorese.
Da müsste auch das Alpha-2-Globulin drin stehen, vermutlich dann auch mit einer Abkürzung.
Wurde in derselben Blutentnahme auch Bilirubin mitbestimmt und waren die Erythrozyten von 4,4 auch aus dieser Blutentnahme.

Der Wert von 4,4 bei den Erythrozyten spricht dagegen, dass Du an diesem Tag eine akute Hämolyse hattest. Aber das ändert sich schnell, d. h. wenn Du zu Hämolysen neigen solltest, kann der Wert eine Woche später schon wieder anders aussehen.

Natürlich können die niedrigen Werte bei den Erythrozyten auch andere Gründe haben:
Kann es sein, dass die Erythrozyten früher deshalb niedrig waren, weil Du vielleicht starke Perioden hattest bevor du in den Wechseljahren warst?
Dann wäre die Frage, wie gut ist Deine Blutgerinnung?
Die kann nämlich bei Leberkranken auch immer wieder schlecht sein.




LG
Margie
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monikat ist offline
Themenstarter Beiträge: 152
Seit: 13.05.07
hallo,

vielleicht sind das die Werte?

ALBE (55.0-69.00) am 08.04. 59,7 am 18.01. 61.0
A1GL (1.6-5.8) 2.8 3.0
A2GL (5.9-11) 7.1 8.2

ERY war am 09.01., dann nicht mehr untersucht

LG Moni

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monikat ist offline
Themenstarter Beiträge: 152
Seit: 13.05.07
Hallo Mondvogel,

mein Herz wurde schon oft untersucht und da wurde nichts auffälliges gefunden.

LG Moni

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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Monikat,



ALBE (55.0-69.00) am 08.04. 59,7 am 18.01. 61.0
A1GL (1.6-5.8) 2.8 3.0
A2GL (5.9-11) 7.1 8.2
Das sind Werte aus dieser Eiweiß-Elektrophorese.
Das A2GL ist das Alpha-2-Globulin. Das war an diesen Tagen in Ordnung.

Aus meiner Erfahrung - ich habe nämlich eine latente Hämolyse - ist der Wert wohl eher nur bei wirklich akuten Hämolysen erniedrigt, die Du zum Zeitpunkt der Blutentnahmen wohl nicht hattest.
Es sei denn, Du hattest parallel dazu einen Infekt oder eine Entzündung. Dann steigt dieser Wert aufgrund der Entzündung an.
(Am CRP kann man evtl. erkennen, ob eine Entzündung vorlag. Dieses steigt an, schon ein deutlicher Anstieg innerhalb des Normwerts würde da sicher reichen).

Bei mir ist der auffälligste Wert immer das Haptoglobin. Das ist entweder an der untersten Grenze oder darunter - je nach Labor auch, denn nicht alle Labore haben denselben unteren Grenzwert.

Vielleicht sollte man das mal bestimmen.

Haptoglobin ist der empfindlichste laborchemische Marker einer Hämolyse und kann zu deren Diagnose herangezogen werden.
Haptoglobin ist ein Plasmaprotein und gehört zu den α2-Globulinen. Es ist ein Transportprotein und spielt ebenfalls im Rahmen einer Entzündungsreaktion eine Rolle als Akute-Phase-Protein.
Haptoglobin - DocCheck Flexikon


LG
Margie
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