Symptome von einem ständig rezidivierenden EBV?

25.03.13 19:39 #1
Neues Thema erstellen

TheCornInGrove ist offline
Themenstarter Beiträge: 155
Seit: 26.02.13
Zitat von Kaempferin Beitrag anzeigen
Hallo,

Ich bin kein Arzt. Aber für mich ist dies alles ganz typisch für eine chronische Infektion! Oft sind bei einer chronischen Infektion mehrere Erreger im Spiel. Inwiefern EBV bei deiner Freundin relevant ist, kann ich dir nicht sagen. Sie erneut darauf testen lassen, würde ich auf alle Fälle. Aber ehrlich gesagt, würde ich zuerst den Fokus eher auf andere Erreger legen. Meiner Meinung nach sollte deine Freundin erstmals mind. auf die folgenden Erreger untersucht werden:
1. Priorität: Chlamydia Pneumoniae (LTT, was anderes ist erst recht nicht brauchbar)
2. Priorität: Borrelien (LTT, Westernblot, Elisa)
3. Priorität: Yersinien (LTT) (->wäre wohl auch eher eine Co-Infektion)

Womöglich wäre es auch interessant, wenn sie mal den Tumor Nekrose Faktor (TNF) sowie den intrazellulären Energiewert (ATP) bestimmen lassen könnte.

Vielleicht kannst du mir noch etwas mehr über die Symptome deiner Freundin berichten. Ausser der Sehschwäche (habe dafür andere erhebliche Augenprobleme...) habe ich sämtliche Beschweren auch. Meine Fragen sind konkret:
- Treten Kältegefühl und Schwitzen eher gleichzeitig oder abwechselnd auf? Was ist häufiger?
Abwechselnd, Schwitzen ist definitiv häufiger (Freundin)

- Wie genau äussern sich diese Muskelschmerzen? Ist dies eher ein Muskelkater? Ist das eher ein "Ziehen" in den Muskeln oder spürt sie gar "Zuckungen"?
Freundin: Eher Muskelkater
Bei mir: zT Muskelkater ähnlich, zum Teil (Muskel-)Zuckungen an versch. Körperregionen

- Treten die Gelenkschmerzen überall oder an bestimmten Körperstellen auf?
Freundin: Hauptsächlich im Bereich des Rückens, wobei zu 90% die linke Rückhälfte stark schmerzt. Selten dann auch mal nur rechts, beides eigentlich nie.

- Gehen die Kopfschmerzen deiner Freundin allenfalls mit einem "Wattegefühl im Kopf" einher? Wurden vielleicht auch Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen oder sonstige psychische Symptome beobachet?
Freundin: Konzentrationsstörungen, "Schusseligkeit" und große Emotionalität, sowie Ängstlichkeit

Ich: v.a. Vergesslichkeit und Konzentrationsprobleme, sowie Negativismus

Ich wünsche deiner Freundin von Herzen alles Gute! Liebe Grüsse
Vielen Dank!

AW: Symptome von einem ständig rezidivierenden EBV?

Alex91 ist offline
Beiträge: 13
Seit: 28.04.15
Ich würde Ihr raten das L-Thyroxin komplett weg zulassen. Auch wenn mich hier jetzt einige für den Rat Köpfen würden. Wann haben den Ihre Beschwerden angefangen? Und wurden Sie durch das L-Thyroxin besser? Ich habe es 1 Jahr genommen und mir ging es genau so schlecht damit. Jetzt wo ich es endlich abgesetzt habe fühle ich mich sehr viel besser.

Symptome von einem ständig rezidivierenden EBV?

TheCornInGrove ist offline
Themenstarter Beiträge: 155
Seit: 26.02.13
Das hat sie schon lange abgesetzt .

Im Endeffekt habe ich jetzt so eine Symptomatik entwickelt, ihr geht es mittlerweile besser, bzw. die Beschwerden haben sich in eine andere Richtung verschoben.

Zumindest liege ich seit 4 Wochen mit Muskelschmerzen, Schwäche, leichten Halsschmerzen und Müdigkeit im Bett. Fieber habe ich aber keines, wobei ich schon seit 10 Jahren keines mehr entwickelt habe...

AW: Symptome von einem ständig rezidivierenden EBV?

Alex91 ist offline
Beiträge: 13
Seit: 28.04.15
Sorry vergiss meinen Post, hab deinen nur Überflogen . Leider hab ich gerade keine wirklichen Hilfreichen Tipps zu deinen Problemen, dennoch viel Glück beim Suchen und eine schnelle Genesung.

AW: Symptome von einem ständig rezidivierenden EBV?

cognito ist offline
Beiträge: 250
Seit: 13.08.15
borreliose könnte auch über sex übertragen werden . wahrscheinlich hast du jetzt die selben infekte wie deine freundin

AW: Symptome von einem ständig rezidivierenden EBV?

TheCornInGrove ist offline
Themenstarter Beiträge: 155
Seit: 26.02.13
Sieht fast so danach aus...

PS: das war mir gar nicht bewusst...
Oh man, in der Hinsicht sind wir echt eine furchtbare Konstelation..., beide vorher schon sehr angeschlagen und zusammen noch viel schlimmer...

Symptome von einem ständig rezidivierenden EBV?

TheCornInGrove ist offline
Themenstarter Beiträge: 155
Seit: 26.02.13
Hi Kämpferin,

herzlichen Dank erstmal für deine ausführliche Antwort und das obwohl du so beschäftigt bist

Ich versuche möglichst detailliert und genau auf deine Fragen zu antworten.

Erstmals sorry für meine späte Antwort. Bin halt immer recht busy. Seit meinem letzten Post an dich ist einige Zeit vergangen. Inzwischen habe ich mehr erfahren/dazugelernt, weshalb ich gewisse Dinge etwas differenzierter sehe (z.B. in Bezug auf vermutete Erreger). Bevor ich diesbezüglich detaillierter schreibe und irgendwelche Vermutungen äussere, habe ich erstmal an dich bzw an deine Freundin folgende Fragen:
Ich weiß genau was du meinst bezüglich der Sache mit der differenzierten Betrachtung . Bin gespannt was du für neue Erkenntnisse sammeln konntest. Wie geht es dir denn mittlerweile persönlich, wenn ich fragen darf?

Was heisst denn "wieder im Bett"? Passiert dir dies öfters? Wenn ja, in welchen Abständen ca. hast du jeweils mit (verschlimmerten) Symptomen zu tun? Ca. alle vier bis sechs Wochen? Hatte deine Freundin jeweils auch in bestimmten Abständen eine Veränderung ihrer Symptomatik verspürt (z.B. während den Tagen)?
Also ich will es mal folgendermaßen formulieren:
Ich bin ständig/chronisch relativ erschöpft, allerdings hat sich das subjektiv durch die ketogene Diät etwas gebessert, außerdem konnte ich mich die letzen Wochen wieder zu mehr Sport motivieren.
Generell ist es jedoch schon so, dass ich häufiger mal krank bin, dann sind es i.d.R immer die gleichen, grippeähnlichen Symptome, die dann aber meist nach ein paar Tagen wieder verschwinden, manchmal schon nach 1-2.
Ich würde sagen alle 2-3 Monate ist das mal so.

Bei meiner Freundin ist es so (veränderte Symptomatik schildere ich später) dass sie schon veränderte Beschwerden hatte, v.a. in Bezug auf die Tage.

Du schreibst, du hattest seit 10 Jahren kein Fieber mehr. Hattest du denn vor den letzten Wochen auch nie eine schwere Erkältung, Grippe etc.? Hattest du zuvor wirklich gar keine Symptome und ganz plötzlich hat alles angefangen? Welches war dein erstes Symptom (nach Herpes)? War davor ausser Herpes was ausserordentliches passiert (z.B. Aufnahme verunreinigter Nahrung, Magen-Darm-Grippe, Erkältung/Grippe, Impfung, Auslandaufenthalt, ausserordentlicher Stress etc.)?
Das ist sehr schwierig zu sagen, alles in allem wohl eher Spekulation:

Ganz leichte "Halsschmerzen" habe ich eigentlich seit längerer Zeit (6 Monate?), meine Freundin behauptet ständig, ich rieche nach "Mandelentzündung" aus dem Mund. (Ärztin meint der Rachen wäre leicht gerötet, aber keine Tonsilitis, Abstrich wurde gemacht, Ergebnis in 2 Tagen).
Ansonsten ging es halt wie bei einer Grippe los, man ist erstmal noch schlapper/müder als sonst und fühlt sich langsam, als hätte man Fieber.

Ansonsten würde mir nichts einfallen, außer zwei Dingen:

-Ein Patient (bin Krankenpfleger/Student) hatte Pneumonie und ich habe mich recht intensiv/lang mit ihm unterhalten. Ich weiß leider nicht, ob ein Erreger (z.B. Legionellen) festgestellt wurde, auch das AB fällt mir gerade nicht mehr ein.

-Bezüglich Essen: Ich habe ein Klapp-Messer, zum Campen, ein billiges von Aldi. Da sind mir die beiden mit Klebstoff montierten Griffe abgegangen. Ich hab es trotzdem weiterhin verwendet und damit mein Fleisch geschnitten.
Plötzlich ist mir aufgefallen dass meine Hände und auch das geschnittene Fleisch komplett silberig waren, da ist vom Messer eine Legierung abgegangen. Ich hab das Fleisch, dass offensichtlich kontaminiert war natürlich entsorgt. Da ich aber in Eile wegen der bevorstehenden Schicht war, hab ich das nicht so gründlich gemacht und halt dann den Rest einfach ganz normal gegessen. Vermutlich war das nicht so schlau. Ob die Probleme aber damit zusammen hängen, lässt sich schwer sagen.
Ca. 1 Tag später ging es jedenfalls los mit der Symptomatik.

Bis auf eine Pneumonie, die ich mit 16J hatte (also vor 10 Jahren), war ich solange allerdings noch nie außer Gefecht, v.a. da sich absolut keine Besserung einstellt, im Gegenteil.

Also das "nur" würde ich streichen! Weisst du vielleicht, wo du diesen Erreger aufgelesen hast? Diese Erreger sind v.a. als nosokomiale Infekte bekannt, aber auch für zunehmende Resistenzen. Da man den Erreger im Stuhl fand (direkter Nachweis), nehme ich an, es wurde auch gleich ein Antibiogramm für diesen Erreger gemacht (d.h. es wurde geprüft, welche Mittel wirken könnten, welche nicht)? Falls du diese Unterlagen noch nicht hast, würde ich mir diese unbedingt aushändigen lassen. Selbst wenn man schulmedizinisch nichts dagegen tun könnte, besteht allenfalls dennoch die Möglichkeit einer pflanzlichen Behandlung. Leider kenne ich mich mit diesem Erreger nicht super aus. Aber evt. könntest mal nachschauen, ob z.B. Oreganoöl wirken könnte (z.B. auch gegen MRSA bekannt/hilfreich). Oder ev.t könnte eine Kinesiologin (sollte nach Klinghart arbeiten, siehe z.B. hier: INK-Institut für Neurobiologie nach Dr. Klinghardt bzw. z.B. hier http://www.titlispraxis.ch/) bei dir austesten, welches Mittel du am besten benötigen würdest (allerdings würden solche Therapeuten kaum nur diesen einen Erreger testen/behandeln wollen).
Ich weiß, allerdings heißt es, der Keim wäre nur bei immunsuprimierten Menschen pathogen und würde eigentlich lediglich in Wunden oder der Lunge zu Problemen führen. Das ist natürlich nur die gängige Lehrmeinung...
Ich traue dem ja auch nicht.
Ein Antibiogramm wurde tatsächlich automatisch vom Labor durchgeführt, der Arzt allerdings meinte man müsse das nicht therapieren.
Auch bin ich gegen AB mittlerweile sehr abgeneigt, warum kannst du dir ja vorstellen, Leaky Gut etc...
Oreganoöl habe ich hier, Tropfen und Magensaftresistente Kapseln. Haben bis jetzt aber leider nicht so den Durchbruch verschafft.

Von Kinesiologie halte ich nicht mehr so viel, seitdem ich bei einer Therapeutin war, die immer einen anderen Griff angewandt und damit eine andere Hebelwirkung erzeugt hat.

Eingefangen habe ich mir den Keim wahrscheinlich in der Arbeit, auf einer inneren Station oder dergleichen. Mittlerweile bin ich in den psychiatrischen Bereich gewechselt, da sind weniger Keime (zumindest denke ich das) und eine gewisse Empathie ist aufgrund gegebener Problematik auch vorhanden.

Welche Symptome hat denn deine Freundin heute nicht mehr? Welche sind neu dazu gekommen? Bitte möglichst vollständig berichten, da dies möglicherweise wertvolle Hinweise auf relevante Erreger geben könnte.

Betreffend möglicher Übertragungswegen von gewissen Erregern: Cognito hat es schon erwähnt:
-Schwitzen und Kältegfühl/Frösteln abwechselnd--> besteht nach wie vor

-extremes Schwächegefühl --> (Besteht so nicht mehr)

-Müdigkeit/Leistungsminderung (Besteht so auch nicht mehr, außer sie hatte wieder ein paar schlaflose Nächte)

-Muskelschmerzen bzw. Muskelschwäche --> Besteht in untersch. starker Ausprägung, bezieht sich i.d.R immer auf die linke Rückenseite, also von Fuß bis zum Nacken. Hat sich eher verschlimmert, sehr einschränkend/belastend für sie, da starke Schmerzen

-Gelenkschmerzen --> siehe Muskelschmerzen, aber in dem Sinne eigentlich keine Gelenkschmerzen

-wechselnd Kopfschmerzen/ Übelkeit (Besteht so gut wie gar nicht mehr, seit dem Absetzen der Anti-Baby-Pille)

-Schwindel -->(Besteht auch eher selten/kaum mehr)
-absolute Alkoholintoleranz (ebenfalls seit ca. 5 Jahren, zuvor absolut keine Probleme mit Alkohol, bzw. generell) --> Besteht nach wie vor genauso, ebenso wie eine Medikamentenunverträglichkeit

-KEIN Fieber --> Nach wie vor bestehend

-generell sehr starke Infektanfälligkeit (Hat sich gebessert, besteht aber immer noch)

-starke Sehschäche, wird immer schlimmer... --> besteht größtenteils immer noch, allerdings verträgt sie jetzt zunehmend wieder Kontaktlinsen, was Jahre lang ein absolutes NoGo war

-Schlaflosigkeit, zT über mehre Nächte, leider sehr häufig --> Damals wie heute vorhanden

-Seit einem Jahr, also neu dazugekommen: Interstitielle Cystitis, quasi jeden Tag starke Schmerzen in der Blase, v.a. aber am Harnröhrenausgang. Bis jetzt hat nichts geholfen, kann eine ganze Liste mit Mitteln schreiben, die wir schon probiert haben.
Hier ist es jedoch sehr offensichtlich, denn wenn sie die Tage bekommt, lassen die Beschwerden deutlich nach.

Schwitzte sie jeweils vor allem nachts oder auch tagsüber?
Ist mit dem extremen Schwächegefühl gemeint, dass sie generell energielos war/ist oder allenfalls auch das Gefühl hatte/hat, demnächst umzukippen/ohnmächtig zu werden?
Muskelzuckungen hatte sie nie?
Hatte deine Freundin oder du auch jeweils das Gefühl „zu wenig Luft zu kriegen“? Und/oder hat einer von euch seltsame Hautstriemen oder ähnliches entdeckt? Oder aber gelegentlich Schmerzen an Fusssohlen/Fussknöchel?
Sie schwitzt v.a. tagsüber. In der Nach (glaube ich) eher gar nicht mal so sehr.
Bezüglich des Schwächegefühls:
Damals war beides der Fall, sie war extrem schlapp, aber hatte auch öfter das Gefühl umzukippen. Einmal ist sie tatsächlich synkopiert in der Ubahn und war für ein paar Minuten ohnmächtig... Das war aber vor 3 Jahren.
Das hat sich beides sichtlich gebessert.
Muskelzuckungen hatte sie nie oder unerwähnenswert selten, ich hab die jedoch ständig und überall.

"Zu wenig Luft kriegen":
Naja, sie hat schon 2-3 mal hyperventiliert, zumindest war das die Schlussfolgerung..., das war entweder psychisch bedingt oder aber eine Reaktion auf einen Flush (Gesichtsröte) nach Applikation einer Gesichtscreme soviel ich in Erinnerung habe...

Ich bekomme halt jetzt in den letzen 4 Wochen, v.a. während des Einschlafens im Bett immer kurze und leichte Atemnot.

Herpes Simplex hatte sie nie, bevor wir uns kennen gelernt hatten. Hatte sie jetzt aber seit wir uns kennen auch schon 3 mal und das in einem Ausmaß, dass die ganze Backe geschwollen war über 2 Wochen.

Ansonsten hat sie seit ca. 1 Jahr immer mal wieder leichte Magen-Darm-Beschwerden, eher Obstipation (Ich kämpfe ja eher mit dem Gegenteil, zu weicher/basischer Stuhl).
Bei ihr wurden im Gegensatz zu mir erhöht Candida spp.(+++) im Stuhl nachgewiesen. Leider wollte sie mir nicht glauben und nahm trotz fehlendem Antimykogramm einfach Nystatin ein. In der Kontrolle war der Pilz dann auch weg, die meisten Darmbeschwerden aber auch...

Bezüglich der Hautstriemen und Schmerzen a.d. Fußsohlen:
Bis auf Striae keine Hautveränderungen. Von Schmerzen a.d. Fußsohlen wüßte ich bei ihr jetzt nichts, ich hatte das aber vor allem Früher gehäuft, jetzt eigentlich gar nicht mehr/kaum noch.

Bei ihr hatten sich eine Zeit lang Petechien gebildet, aber ich glaube das ging auch wieder zurück, weiß ich jetzt aber im Moment gerade nicht wirklich.

Bei ihr wurde kürzlich ein Muttermal entfernt, dass wohl nicht bösartig war, jedoch entzündet war und die Ärztin meinte, dass es auf jeden Fall gut war, dass es raus ist. Das wurde richtig tief entfernt.

Nochmal kurz zu mir: Was mir speziell heute unfreiwillig aufgefallen ist, ist dass ich wirklich extrem schreckhaft bin, bei jedem etwas lauterem Geräusch zucke ich zusammen. Ich führe das auf meinen schlechten Allgemeinzustand und eine Überlastung/Infektion des ZNS zurück. Normal bin ich nicht so schreckhaft...

Außerdem hatte ich kurzfristig Tinitus, sprich ein lautes Summen im linken Ohr, der aber nach ca. einer Minute wieder weg war.

Mein Augenlicht hat sich übrigens innerhalb der letzten zwei Jahre extrem verschlechtert, von super Augen, auf ziemliche Weitsichtigkeit.

So, das war jetzt ermal eine ganze Menge und ich bin total fertig

Zu den Labortests werde ich mich in meinem nächsten Post äussern. Ich werde möglichst schnell zurück schreiben, versprochen!
LG und gute Besserung
Das kann ich nur zurück geben. Vielen lieben Dank dafür dass du dir Zeit für mich und meine Freundin nimmst, das bedeutet mir echt viel!

Gute Besserung auch dir!

Geändert von TheCornInGrove (09.12.15 um 03:28 Uhr)

AW: Symptome von einem ständig rezidivierenden EBV?

cognito ist offline
Beiträge: 250
Seit: 13.08.15
und borreliose schon getestet ? klingt total danach

AW: Symptome von einem ständig rezidivierenden EBV?

TheCornInGrove ist offline
Themenstarter Beiträge: 155
Seit: 26.02.13
Nein, bisher nur die Standard AK, die negativ waren. Aber LTT/T- Cellspot werde ich auf jeden Fall machen lassen...

Symptome von einem ständig rezidivierenden EBV?

Kaempferin ist offline
Beiträge: 712
Seit: 10.10.12
Hallo TheCornInGrove

Besten Dank für deine detaillierte Antwort!

Erst mal zu deiner Freundin. Du bist für mich der noch kompliziertere Fall...
Wie bereits erwähnt, gehe ich nach wie vor davon aus, dass sie es insbesondere mit chronischen Infektionen zu tun hat. Viele Symptome können bei verschiedenen Erregern ausgelöst werden. Andere aber deuten eher auf gewisse Erreger hin. Nur als Beispiel: das übermässige Schwitzen (frag sie bitte nochmal, ob sie in der Nacht gar nicht schwitzt, erscheint mir ein bisschen komisch) deutet am ehesten auf Babesien oder Borrelien hin oder aber ferner auf Brucellen.
Die Blasenprobleme sind häufig bei Borrelien und Bartonellen, aber könnten z.B. auch auftreten aufgrund Chlamydien, Mycoplasma hominis/Ureaplasma urealyticum.
Zitat von TheCornInGrove Beitrag anzeigen
Bei ihr hatten sich eine Zeit lang Petechien gebildet, aber ich glaube das ging auch wieder zurück, weiß ich jetzt aber im Moment gerade nicht wirklich.
Vorausgesetzt, dass die Petechien durch Infektionen verursacht wurden (muss nicht unbedingt sein): Mögliche Auslöser könnten insbesondere Babesien, Ehrlichien, Bartonellen oder Rocky Mountain spotted fever sein.
Zitat von TheCornInGrove Beitrag anzeigen
Bis auf Striae keine Hautveränderungen.
Achtung! Striae sind nicht = Striae! Sollten die „Dehnungs-/Schwangerschaftsstreifen“ übermässig, an üblichen Orten und/oder erst seit Krankheitsbeginn vorhanden sein, wäre eine Bartonellen-Infektion sehr wahrscheinlich. Bartonellen können auch andere Hautsymptome auslösen wie z.B. Striemen in verschiedenen Farben (weiss, hautfarben, rötlich), Narben-ähnliche Gebilde in div. Farben, rote Pünktchen (Petechien) und Knötchen, hyperpigmentierte bzw. pigmentfreie Hautstellen etc.
Zitat von TheCornInGrove Beitrag anzeigen
Hier ist es jedoch sehr offensichtlich, denn wenn sie die Tage bekommt, lassen die Beschwerden deutlich nach.
Ich muss gestehen, dies überrascht mich, ich hätte eher das Gegenteil erwartet. Borrelien haben einen Lebenszyklus von ca. 4 Wochen. Weibliche Borreliose-Patienten haben sehr oft während den Tagen verstärkt Symptome (welche nicht direkt auf die Tage zurückzuführen sind). Muss nicht sein. Aber wenn dies auftritt, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Borrelien-Infektion umso grösser.
Zitat von TheCornInGrove Beitrag anzeigen
Gelenkschmerzen --> siehe Muskelschmerzen, aber in dem Sinne eigentlich keine Gelenkschmerzen
Diese Aussage irritiert mich. Hat sie nun Gelenkschmerzen oder nicht? Gelenkschmerzen könnten wertvolle Hinweise auf bestimmte Erreger liefern. Ganz generell können Gelenkschmerzen ausgelöst werden durch: Borrelien, Chlamydien, Mycoplasmen, Yersinien, Campylobacter oder diverse (Darm-)Parasiten. Auch wenn Gelenkschmerzen z.B. bei Borrelien sehr häufig auftreten, können sie natürlich auch fehlen. Borrelien zeigen sich oft untypisch, wenn andere Co-Erreger vorliegen, welche jeweils mind. so ernst zu nehmen sind und oft eher im Vordergrund stehen.
Zitat von TheCornInGrove Beitrag anzeigen
Bei ihr wurden im Gegensatz zu mir erhöht Candida spp.(+++) im Stuhl nachgewiesen.
Alleine dies ist ein Hinweis, dass die Ursache höchstwahrscheinlich im Bereich des Immunsystems zu suchen ist. Candida hat man in der Regel nicht alleine. Es dürften andere Faktoren vorliegen, welche das Immunsystem entscheidend beeinträchtigen.

Zusammenfassend: Ich gehe bei deiner Freundin davon aus, dass sie es mind. mit Borrelien zu tun hat. Höchstwahrscheinlich hat sie aber auch Co-Infekte, welche man bitte gleich von Beginn an ernst nimmt und gegebenenfalls behandelt. Dabei denke ich insbesondere an Babesien und evt. Bartonellen. Die anderen oben erwähnten Erreger könnten natürlich genauso gut vorkommen.

Und nun zu dir: Ich werde bei dir nicht ganz schlau, wie lange deine Beschwerden/Auffälligkeiten nun schon andauern. Einerseits sprichst du von ca. 5 Wochen. Aber andererseits erwähnst du z.B. leichte Halsschmerzen seit 6 Monaten, grippeähnliche Symptome alle 2-3 Monate, starke Sehverschlechterung innert zwei Jahren sowie kein Fieber mehr seit 10 Jahren…
Die Sache mit dem Klapp-Messer ist natürlich super schwierig zu beurteilen. Wenn die (verstärkte) Symptomatik ca. 1 Tag später losging, könntest du damit schon was Zusätzliches aufgelesen haben. Aber ob es sich dabei um Giftstoffe oder Erreger handelt, keine Ahnung. Wann geschah denn diese Klappmesser-Geschichte?

Auf das Ergebnis des Rachenabstriches bin ich gespannt (obwohl ich natürlich weiss, dass man nicht immer was findet). Ganz grundsätzlich möchte ich darauf hinweisen, dass insbesondere folgende Erreger u.a. gerne auch im Halsbereich Probleme bereiten können: EBV, Bartonellen, Chlamydia pneumonie, Mycoplasma pneumonie. Natürlich könnte es sich aber auch um "übliche Erreger" wie z.B. Streptokokken handeln, was ich aber aufgrund deiner Beschreibungen eher nicht glaube. Ob Pseudomonas aeruginosa auch so was verursachen kann, weiss ich nicht. Allerdings glaube ich mich an eine TV-Dokumentation zu erinnern, bei welcher eine Frau nach Ursachen für starken Mundgeruch suchte. Dabei hat man soviel ich weiss mittels Rachenabstrich insbesondere Pseudomonen gefunden…
Bemerkung am Rande: Frag mich nicht warum das so ist. Aber Herpes, EBV und Borrelien treten als Kombi gerne zusammen auf…
Zitat von TheCornInGrove Beitrag anzeigen
Ich weiß, allerdings heißt es, der Keim wäre nur bei immunsuprimierten Menschen pathogen und würde eigentlich lediglich in Wunden oder der Lunge zu Problemen führen. Das ist natürlich nur die gängige Lehrmeinung... Ich traue dem ja auch nicht.
Die Sache ist die: Menschen, welche chronisch an bestimmten Infektionen leiden (z.B. Borrelien und die cos), sind in der Regel immunsupprimiert! Das Immunsystem kann leider oft nicht mehr so arbeiten, wie es eigentlich sollte…

Zitat von TheCornInGrove Beitrag anzeigen
Von Schmerzen a.d. Fußsohlen wüßte ich bei ihr jetzt nichts, ich hatte das aber vor allem Früher gehäuft, jetzt eigentlich gar nicht mehr/kaum noch.
Mh, sofern dies infektiös bedingt war, wären dies ziemlich sicher Bartonellen.
Zitat von TheCornInGrove Beitrag anzeigen
Muskelzuckungen hatte sie nie oder unerwähnenswert selten, ich hab die jedoch ständig und überall.
Sofern infektiös bedingt, lassen mich Muskelzuckungen als allererstes an Bartonellen denken. Könnte aber auch was anderes sein.

Hattest du/habt ihr Haustiere?

Du hast aufgrund deiner Beschreibungen weniger Symptome als deine Freundin, was natürlich noch schwieriger zu beurteilen ist. Grundsätzlich würde ich stets daran denken, dass du es mit genau denselben Dingen zu tun haben könntest wie deine Freundin. Bei dir könnte ich mir einfach auch EBV und/oder Bartonellen vorstellen.

Zur Diagnostik: Führende Ärzte in den USA, welche nach den ILADS Richtlinien arbeiten (LLMDs) diagnostizieren Patienten nach deren klinischen Symptomen. Laborergebnisse dienen lediglich zur Bestätigung der zuvor gestellten Diagnose. Generell: Du weisst bestimmt schon, dass Tests alles andere als zuverlässig sind. Ich empfehle dir, solche Tests ausschliesslich in dafür spezialisierten Labors durchzuführen. Ein solches steht z.B. in der Schweiz leider nicht zur Verfügung. Ich empfehle dafür das Borreliose Centrum Augsburg oder aber das Institut für medizinische Diagnostik in Berlin (besonders für LTTs). Leider hab ich mittlerweile nicht mehr soviel Zeit, daher halte ich mich bezüglich der Testung recht kurz. Auch wenn diese Methode die beweiskräftigste ist: Grundsätzlich würde ich (zumindest in einer ersten Testphase) auf PCRs verzichten, da diese bei chronischen Verläufen der meisten oben genannten Erreger eh nicht (mehr) anzeigen.
  • Borrelien: Ich persönlich bin eine Befürworterin der Lymphozyten-Transformations-Tests (LTTs), da ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht habe (Achtung! LTTs werden oft nicht anerkannt und müssen meist selbst bezahlt werden). Andere würden aber eher Antikörpertests, Westernblot etc. vorschlagen. Falls finanzielle Mittel vorliegen, wären evt. auch mehrere Tests denkbar. Denk jedoch daran, dass Borrelien-Tests gerne auch erst im Verlaufe der Behandlung zum ersten Mal positiv werden (da erst dadurch das Immunsystem „stärker“ wird… sowie da andere Erreger wie z.B. Bartonellen und Chlamydien die Borrelien-Testergebnisse entscheidend beeinflussen können). Beachte auch, dass es zig Borrelien-Unterarten gibt, welche kaum je alle getestet werden!
  • Bartonellen: hierfür steht leider kein LTT zur Verfügung, sondern nur Antikörper-Tests für 2 Erreger-Unterarten (B. henselae und B. quintana). Dummerweise sind mittlerweile ca. 20 pathogene Bartonellen-Arten bekannt! Ich könnte stundenlange darüber schreiben, aber dieser Erreger produziert nur selten positive Testergebnisse.
  • Babesien: Auch hierfür gibt es keinen LTT und die Tests sind wohl noch einiges unzuverlässiger als für Borrelien. Es gibt nur Antikörpertests sowie manchmal auch mikroskopische Blutausstriche.
  • Chlamydien: Hier bitte nur einen LTT machen. Alles andere ist meist erst recht nicht brauchbar!
  • Mycoplasma (pneumoniae): Hier gibt’s kein LTT, nur Antikörpertest.
  • Ehrlichien: LTT gibt’s glaub ich beim BCA.
  • Yersinien und EBV: LTT z.B. beim IMD Berlin möglich. Ansonsten fast überall Antikörpertests (welche halt die Unterscheidung zwischen durchgemachter und persistierenden Infektion meist nicht erlauben).
Dies waren nur einige Beispiele. Frag sonst nach einem konkreten Erreger. Aber eben, jeder würde dies wieder anders testen lassen. Schreib hier nur meine Meinung.

Bin jetzt müde. Gute Nacht und lg


Optionen Suchen


Themenübersicht