Multiorgansymptome - Benommenheit, Darmbeschwerden, Migräne

03.03.13 16:04 #1
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Multiorgansymptome - Benommenheit, Darmbeschwerden, Migräne

Datura ist offline
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Hallo, Duo,

dem hier

Das werden wir noch untersuchen lassen. Zudem ich nicht der einzige Erkrankte in unserer Familie bin. Meine Mutter und auch mein Vater haben beide ebenfalls gesundheitliche Probleme, für die es bisher keinerlei Erklärung gibt. Zudem bin ich am stärksten betroffen und der einzige, bei dem das gesamte Zimmer mit diesem Holz verkleidet ist. Ein Schelm, wer Böses denkt...
Das Haus, in dem wir wohnen, wurde übrigens vor gut 30 Jahren gebaut und bei unserem Vermieter könnte ich mir durchaus vorstellen, dass da gepfuscht wurde.
Und außerdem sind unsere Nachbarn (Doppelhaushälfte, gleiche Bausubstanz) ebenfalls an eher unspezifischen, komischen Krankheiten erkrankt, wenn auch eher schwächer als wir (sind später eingezogen).
würde ich jetzt als allererstes nachgehen weil alle Deine Beschwerden durch Holzschutzmittelvergiftung kommen können (zumal ein Zusammenhang mit den anderen Bewohnern im Haus besteht.

Vor dreißig Jahren Holz gestrichen - das war die Hochzeit von Xyladecor mit PCP + Verunreinigung mit Dioxin. Du könntest Deinen Vermieter auch fragen, ob das Holz vor dreißig Jahren mit Xyladecor gestrichen wurde.

Euer Vermieter muss nicht geschlampt haben, dieses Xyladecor wurde damals wie verrückt zum Holzschutz beworben (wohlgemerkt in Innenräumen, was noch nicht mal nötig ist), dass es auch bedenklich ist, wurde jahrelang verheimlicht, auch lange, nachdem viele Leute krankgeworden sind.

Du könntest Spänchen von der Holzoberfläche abmachen und in einem Umweltlabor untersuchen lassen, auch in Deinem Blut könnte man was finden, da Du ja noch exponiert bist.

Grüße von Datura

Wenn ich mich nicht irre, untersucht das Med. Labor Bremen auf PCP. Das Holz könntest Du hier

http://www.symptome.ch/vbboard/gifte...hadstoffe.html

untersuchen lassen.

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Duo41 ist offline
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Nabend,

ich liege gerade in der MHH für das 24h EEG und ein erneutes Mrt und eine eventuelle Lumbalpunktion, daher halte ich mich kurz.

Ich habe mich für Heidelberg entschieden, weil mein Hausarzt mir die Ambulanz empfohlen hat (Er hatte schon 2 Wilson Patienten). Angeblich ist Heidelberg führend, allerdings kann ich die anderen Ambulanzen nicht beurteilen.

Auf PCP werde ich mich und unser Haus auf jeden Fall untersuchen lassen. Falls dem so ist, kann sich unser Vermieter auf eine Klage freuen.

Ich habe übrigens die ersten Ergebnisse, was die Mitochondrien betrifft. Ich habe einen recht ordentlichen ATP-Mangel (Wert liegt bei 0.25 und alles über 2 ist normal).

Weiteres, wenn ich hoffentlich Donnerstag wieder daheim bin.

Gruß aus Hannover

Geändert von Duo41 (12.03.13 um 20:10 Uhr)

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Datura ist offline
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Seit: 09.01.10
Die Klage kannst Du Dir sparen. Noch niocht mal die, die damals direkt krank geworden sind, ihre Häuser sanieren mussten, sind im Rahmen des damaligen Holzschutzmittelprozesses entschädigt worden, null niente. Es gab einen Vergleich und es war ein Skandal.

Nutze Deine Kraft lieber für die Schaffung eines gesunden Umfeldes, damit Du gesund werden kannst, zieht aus, wenn das Haus gemietet ist - wenn denn tatsächlich PCP+Dioxin schuldig ist an Eurer Misere.

Grüße von Datura

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Duo41 ist offline
Themenstarter Beiträge: 49
Seit: 24.02.13
Soweit ich weiß, richtete sich die Klage gegen die Hersteller und nicht gegen den Vermieter. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich Anspruch auf Mietminderung, Schadensersatz und auch Schmerzensgeld habe.

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Datura ist offline
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Seit: 09.01.10
Na ja, wenn Du Deine Kraft und Dein Geld verschwenden willst statt alles zum Gesundwerden zu tun - bitte.

Ich würde sofort ausziehen und mein Geld in die Gesundheit stecken.

Du müsstest erstens mal nachweisen, dass der Vermieter wusste, dass giftiges Zeug verstrichen wurde. Wo soll er das herwissen? Wo wird davor gewarnt? Natürlich kann man das wissen, ich weiß es ja auch (seit 30 Jahren schon), aber die meisten Menschen wollen das nicht wissen.

Außerdem musst Du beweisen, dass Du genau dadurch krank geworden bist, Du musst nachweisen, dass Grenzwerte überschritten wurden usw.

Wenn der Hersteller schon keinen Schadensersatz leisten musste, wieso dann heute ein Vermieter?

Aber gut, bin hier weg und Du tust, was Du für richtig hältst.

Datura

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Duo41 ist offline
Themenstarter Beiträge: 49
Seit: 24.02.13
Es geht nicht darum, meine Kraft zu verschwenden, sondern das zu bekommen, was mir eventuell zu steht. Auch dafür, dass ich meine Ausbildung nicht fortsetzen kann etc.. Und es spielt erstmal keine Rolle, ob mein Vermieter davon wusste oder nicht, Unwissenheit schützt schließlich nicht vor Strafe (dazu gibt es entsprechende Paragraphen im Mietrecht)).

Aber dieses Thema ist für mich erstmal sekundär. Ich bin seit Gestern wieder daheim und es geht mir schlechter als je zuvor. Ich fühle mich total benommen, verwirrt und habe höllische Kopfschmerzen (eventuell Folge der Lumbalpunktion). Da ich seit rund 1.5 Wochen im Keller nächtige und sich der Zustand dennoch verschlinmert hat, halte ich PCP erstmal für unwahrscheinlich (ich werde es dennoch prüfen lassen).

Im Krankenhaus wurde folgendes gemacht:

- Lumbalpunktion
- Blutuntersuchungen
- MRT mit Kontrastmittel vom Kopf
- Langzeiteeg
- Doppleruntersuchung
- 30 Minuten EEG

Bis auf die erneuten Ausschläge im linken Frontalhirnbereich wurde nichts weiter gefunden. Diese könnte man eventuell mit Neuroleptika behandeln, aber da ich keine Anfälle habe hält man es nicht für unbedingt erforderlich.

In der Zwischenzeit habe ich auch die Ergebnisse der Mikronährstoffe etc. bekommen.



Dazu kommt noch intrazelluläres ATP (Referenzbereich >2) mit einem Wert von 0.25 . Dadurch dürfte auch geklärt sein, warum der Ceroluplasminwert so niedrig ist, da auch dieser ATP abhängig ist.

Weiteres dazu später.

Gruß

Geändert von Duo41 (16.03.13 um 14:17 Uhr)

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Duo41 ist offline
Themenstarter Beiträge: 49
Seit: 24.02.13
Push!.....

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Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Hallo Duo41,

Darf ich mich erkundigen, ob du meinen Ratschlag befolgt und dir diese mögliche Infektionsgeschichte näher angeschaut hast? Falls noch nicht gemacht, würde ich schleunigst einen LTT für mind Chlamydia Pneumoniae durchführen lassen, evt auch für Borrelien.

Dein tiefer ATP-Wert würde äusserst gut zu einer Chlamydieninfektion passen. Chlamydien verfügen nicht über ein eigenes Energiebereitstellungssystem. Sie bedienen sich der Energie (ATP) der befallenen Wirtszellen. Sie manipulieren die Zellen so, dass sie ihre Energie zur Verfügung stellen, dabei aber nicht zu Grunde gehen. Diese Manipulation der Wirtszelle hat eine Funktionsminderung bzw. einen Funktionsverlust zur Folge.

Chlamydien sind in der Lage, praktisch alle möglichen menschlichen Zellen anzugreifen (Makrophagen resp Immunsystem, Blut, Nerven, Muskeln, Drüsen etc.). Je nachdem, welche Zellen bzw Körperregionen befallen sind, ist eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome/Krankheitsbilder möglich.

Sorry, dass ich dieses Thema nochmals ausgrabe. Aber ich halte dies in deinem Fall für sehr wichtig! Ein weiteres Mal werde ich dich mit meiner Infektions-Theorie nicht mehr belästigen.
Alles Gute, lg

Geändert von Kaempferin (19.03.13 um 12:14 Uhr)

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Duo41 ist offline
Themenstarter Beiträge: 49
Seit: 24.02.13
Hey,

Danke, dass du mich nochmal darauf hingewiesen hast. Das Thema ist irgendwie untergegangen. Die Frage ist, ob ein LTT-Test überhaupt sinnvoll ist, da ich damals auf Grund der Mykoplasmen 3 Wochen lang ein Breitbandantibiotika eingenommen habe (was normalerweise auch gegen Chlamydien eingesetzt wird) und sich nichts gebessert hat. Oder sind Chlamydien dazu in der Lage, einer solchen Therapie zu überstehen?

Gruß und Danke!

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Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Zitat von Duo41 Beitrag anzeigen
...da ich damals auf Grund der Mykoplasmen 3 Wochen lang ein Breitbandantibiotika eingenommen habe (was normalerweise auch gegen Chlamydien eingesetzt wird) und sich nichts gebessert hat. Oder sind Chlamydien dazu in der Lage, einer solchen Therapie zu überstehen?
Leider muss ich diese Frage mit einem ganz lauten JA beantworten! Vielleicht wenn jemand ein akutes Problemchen hat, könnte dies evt. noch helfen. Keine Ahnung. Aber wenn jemand ein längerfristiges (sprich chronisches) Chlamydien-Problem hat, ist so was insbesondere mittel- bis langfristig i.d.R. nicht wirksam.

Chlamydien haben drei verschiedene Lebenszyklen. Dummerweise benötigt man für jeden Zyklus einen anderen Wirkstoff/ein anderes Antibiotikum. Wenn man folglich ein einziges Antibiotikum für eine bestimmte Lebensform einnimmt, so werden die anderen nicht beseitigt. Im Gegenteil, der Bakterien-Lebenszyklus läuft ungehindert weiter und die Bakterien werden eher noch "aggressiver" und resistenter gegen Antibiotika. Da diese Bakterien noch viel zu wenig erforscht sind, existiert leider noch keine geeignete "Standard-Therapie-Richtlinie" unter Ärzten. Einige ganz wenige noch immer forschende Ärzte und Wissenschaftler weltweit (insbes. USA und UK) haben jedoch sogenannte "kombinierte Antibiotika-Protokolle" entwickelt. Dabei handelt es sich um langfristige Antibiotika-Therapien, welche die gleichzeitige Einnahme von mehreren Antibiotika (entsprechend der verschiedenen Lebenszyklen der Bakterien) vorschreiben. Selbst damit ist die Elimination der Erreger alles andere als ein Spaziergang, was ich bei eigenem Leib erfahren darf/muss!
Mit langfristig meinte ich übrigens einige Monate und nicht nur drei Wochen. Je nachdem, welche Zellen und Körperregionen befallen sind, könnte die Therapie auch einige wenige Jahre dauern (z.B. bei Befall des Zentralnervensystems).

Vielleicht ist dies für dich alles auch gar nicht relevant! Sorry, hab nun fast etwas viel geschrieben. Aber ich würde dies unbedingt einfach mal testen lassen!

Grüsse


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