Erhöhtes Zink im Urin- KPU oder Schwermetallvergiftung?

24.01.13 09:15 #1
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Rittersporn ist offline
Beiträge: 23
Seit: 31.01.12
Wie weiß ich, ob es sich bei erhöhtem Zinkwert beim Schwermetalltest (Urin) um eine "Schwermetallvergiftung" oder um KPU handelt? Ist das wohl die gleiche Art von Messung? Kann man KPU auch über einen Bluttest beim Hausarzt irgendwie diagnostizieren?

erhöhtes Zink im Urin- KPU oder Schwermetallvergiftung?

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.124
Seit: 08.11.10
Hallo Rittersporn,

Wenn Du eine Schwermetallbelastung hast, hast Du auch KPU und die meisten mit KPU haben auch einen Vitamin D Mangel und sehr häufig Lebensmittelintoleranzen wie Fruktoseintoleranz und Histaminintoleranz.

Ich empfehle in umgekehrter Reihenfolge vorzugehen. Fruktoseintoleranz kann vielleicht dein Hausarzt testen. Falls Du Symptome eine FI hast, wie häufige Blähungen. Den Test auf Vitamin D Mangel (25(OH)VitaminD3) bekommst Du eigentlich auch beim Hausarzt, eventuell musst Du den selbst zahlen.

KPU, weiss ich nicht genau. Ich war beim Heilpraktiker, weil der Test ist nicht so teuer und der HP spart Rennerei und Diskusionen mit Ärzten. Ausserdem kann man auch gleich ne Vollblutanalyse auf Mikronährstoffe machen lassen und LTTs auf Allergien(wie Nickel) und auch auf Quecksilberbelastung.

KPU, kann man mit den Nahrungsergänzungsmittel wie Kryptosan zwar nicht Ursächlich behandeln aber kann zu schnellen Verbesserung der Beschwerden kommen.

Die Menge an Histamin, welche man mit der Nahrung aufnimmt, kannst Du selbst reduzieren.

Die Schwermetallausleitung ist langwierig und man muss sich vorher auch genau informieren, deshalb der Tipp zuerst die anderen Sachen zu machen, weil die Tests eindeutige Ergebnisse liefern ob man nun Vitamin D Mangel, KPU, Fruktoseintoleranz hat und man kann relativ einfach was dagegen tun.

Grüsse
derstreeck

erhöhtes Zink im Urin- KPU oder Schwermetallvergiftung?

Freedee ist offline
Beiträge: 609
Seit: 23.11.12
Erhöhtes Zink sowie Kupfer findet man im Urin interessanterweise bei Quecksilberbelastung (sagt einer meiner Docs)...
(Aber vermutlich bei vielen anderen Situationen auch.)

Erhöhtes Zink im Urin- KPU oder Schwermetallvergiftung?
Kama
Zitat von Rittersporn Beitrag anzeigen
Wie weiß ich, ob es sich bei erhöhtem Zinkwert beim Schwermetalltest (Urin) um eine "Schwermetallvergiftung" oder um KPU handelt? Ist das wohl die gleiche Art von Messung? Kann man KPU auch über einen Bluttest beim Hausarzt irgendwie diagnostizieren?
Die Zinkausscheidung ist nach Mobilisation immer erhöht, da die Chelate zu Zink (und Kupfer) eine höhere Affinität haben wie zu Quecksilber usw.
Erst nach mehreren Gaben des Chelats werden die Zink- und Kupferwerte niedriger und die anderen Werte ggf. höher wenn eine Belastung besteht.
Welcher Komplexbildner wurde verabreicht? DMPS?
Und wie? Oral, Infusion oder in die Vene gespritzt?

Mit KPU hat dieser Test nichts zu tun.
KPU/HPU wird über die ausgeschiedenen Pyrrole im Urin festgestellt.
Nicht über das Blut.
Die meisten Schulmediziner bestreiten die Existenz von KPU, deswegen gibt es sehr wenige, die diese Tests durchführen.
Eine Möglichkeit ist sich bei einem Labor, das diesen Test macht zu erkundigen welche Ärzte diese durchführen.
Über dieses Forum habe ich einen entsprechenden Arzt gefunden: Arztsuche | Livevortraege | Videos | Medivere - Gesundheit im Netz
Da KPU mit einem Mangel an Zink, B6 und anderen Nährstoffen einhergeht besteht auch die Möglichkeit, dass Du eine Vollblutanalyse beim Arzt machen lässt. Also kein normales Blutbild sondern eine Vollblutanalyse!!

In der Rubrik "Zahnmedizin - Amalgam" findest Du unzählige Infos zur Chelattherapie und dann gibt es noch die Rubrik "Kryptopyrrolurie".

Alles Gute
Kama

Geändert von Kama (25.01.13 um 09:23 Uhr)

erhöhtes Zink im Urin- KPU oder Schwermetallvergiftung?

Rittersporn ist offline
Themenstarter Beiträge: 23
Seit: 31.01.12
Hallo derstreeck!
Danke für die ausführliche Antwort. Vit.D3 hab ich nun schon länger genommen, merk aber keinen Unterschied. Ich bin erst dabei mich an das Thema KPU heranzutasten und dachte, wenn das mit Zinkmangel in Verbindung steht, ist es vielleicht einfach so, dass das Zink zu schnelloder zu arg ausgeschieden wird.
Ist dann Deiner Meinung nach KPU immer eine Folge von Schwermetallbelastung oder eher umgekehrt? Ich frag mich , ob da nicht schon immer eine Belastung Richtung KPU da war, wenn ich da so nachlese. Mit der Verdauung hab ich allerdings weniger Probleme.
Beim Urin -Schwermetalltest kam erhöhte Zink und Cadmiumbelastung anstatt des gesuchten Quecksilbers raus.
lg Rittersporn

Erhöhtes Zink im Urin- KPU oder Schwermetallvergiftung?

Rittersporn ist offline
Themenstarter Beiträge: 23
Seit: 31.01.12
Hallo Kama!
danke für Deine Antwort.
Ich hab bis jetzt noch nix in Richtung Entgiftung gemacht, keine Chelate etc. Nur einen Urin- Schwermetalltest. Und da wurde eben erhöhtes Zink und Cadmium gemessen. Und nun war meine Frage eben ob der Grund dafür KPU sein könnte und der Zinkmangel bei KPU vielleicht einfach mit erhöhter Ausscheidung zusammenhängt.
Danke für Deine Infos.
LG Renate

Erhöhtes Zink im Urin- KPU oder Schwermetallvergiftung?
Kama
Und es wurde vorher kein Komplexbildner verabreicht?
Das macht keinen Sinn, da die Schwermetalle im Gewebe fest eingelagert sind und erst durch ein Chelat ausgeschieden werden können.

Zur Zinkausscheidung ohne Komplexbildner über den Urin kann ich Dir nichts sagen. Das wurde bei mir nie getestet.
Könnte aber theoretisch mit KPU zusammenhängen, da ja für gewöhnlich eine Resorptionsstörung besteht und die aufgenommenen und nicht verwerteten Nährstoffe ja wieder ausgeschieden werden müssen.

Gruß
Kama


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