Chronisches HWS-Syndrom

06.08.12 18:47 #1
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Hunterich ist offline
Beiträge: 14
Seit: 09.08.10
Hallo Allerseits!

Ich habe seit etwa 18 Jahren folgende Probleme


Wirbelsäule:

HWS-Syndrom (ständige Verdrehungen einzelner Wirbel + Steilstellung)
HWS: Arthrose C4-C7, mehrere Bandscheibenschäden
LWS-Syndrom (Prolaps L4/5, Steilstellung, bisher 4 mal operiert bei L5/S1)
BWS: Skoliose + ständiges Herausstehen des Wirbels TH14, mehrere Bandscheibenschäden
Beckenschiefstand inkl. unterschiedlicher Beinlängen
Kiefergelenksbeschwerden (Fehlstellung, schiefes Kinn, CMD) + Zahnfehlstellungen
Chronische Muskelverspannungen (Schmerzen) im Nacken-/Schulter-/LWS-Bereich (verkürzte Nacken-/Schultermuskulatur)
Schulterhochstand links + Kopf leicht schief
Taubheitsgefühle in der rechten Hand (krampfartige Schmerzen)

Sonstiges:

Chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Nase ist ständig zu, Kraftverlußt)
Kopfschmerzen / Schwindel
Verstopfung, Magenschmerzen
Probleme beim Wasserlassen (Miktionsprobleme)
Probleme beim Ein- und Durchschlafen
Hautunreinheiten, Ödeme (Wassereinlagerungen) im Gesicht
ständige Müdigkeit / Benommenheit
übermäßiges Schwitzen (oft auch im Ruhezustand)
Muskelzucken
Depressionen (inkl. Suizidgedanken)


Bisherige Therapien:

4 Op`s L5/S1 (zwischen 2002-2005)
Kryotherapie (Vereisung der Gelenke)
PRT-Spritzen
Quaddeln
Krankengymnastik
manuelle Therapie
Liebscher-Bracht-Methode
Massagen
Osteopathie
Chirotherapie
Aufbißschiene
Neuraltherapie nach Huneke
Hypnose (bin leider nicht zu hypnotisieren - Schade)
Psychotherapie
mehrere Kuraufenthalte


derzeitige Medikation:

Oxygesic 20-20-20-20
Tilidin (bei Bedarf)

Was könntet ihr mir noch empfehlen, was ich nicht ausprobiert habe?? Mein dominantes Problem sind die Schmerzen in der HWS.

Wer kann mir weiterhelfen??

LG,

Olli


Chronisches HWS-Syndrom

Rota ist offline
Beiträge: 2.558
Seit: 22.07.08
Hallo Hunterich,

erst einmal herzlich willkommen auf unserem Forum.


Deine Liste, die Du uns hier eingestellt hast, ist reichhaltig und läßt ahnen, was Du schon alles mitgemacht hast.
Darf ich Dich zuerst einmal fragen, wie alt Du bist?
Hattest Du schon in Deiner Kindheit Haltungsprobleme, hattest Du Unfälle, berufsbedingte Haltungsschäden? Hast Du eine Rente, wegen Deiner vielen "Baustellen"?
Wir sind hier keine Hellseher, sondern genau wie Therapeuten auf das angewiesen, was Du uns mitteilst, damit wir uns Gedanken machen können, was wir beizutragen haben.

Darf ich Dich nun bitten, ein wenig von Dir zu erzählen?
z.B. wie lange Du einer Therapiemaßnahme Zeit einräumst, um zu sehen, ob sie wirkt, oder nicht. Manche Maßnahmen brauchen eine gewisse Zeit, bis sie anschlagen, Dein Problem ist ja sicher auch nicht von gestern auf heute gekommen, oder war es ein Unfall?

Liebe Grüße
Rota
__________________
Alles Gelingen hat seine Gründe, alles Mißlingen hat sein Geheimnis Joachim Kaiser, Musikkritiker

Chronisches HWS-Syndrom
sonneundregen
Zitat von Hunterich Beitrag anzeigen
Hallo Allerseits!

Ich habe seit etwa 18 Jahren folgende Probleme


Chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Nase ist ständig zu, Kraftverlußt)
Kopfschmerzen / Schwindel
Verstopfung, Magenschmerzen
Probleme beim Wasserlassen (Miktionsprobleme)
Probleme beim Ein- und Durchschlafen
Hautunreinheiten, Ödeme (Wassereinlagerungen) im Gesicht
ständige Müdigkeit / Benommenheit
übermäßiges Schwitzen (oft auch im Ruhezustand)
Muskelzucken
Depressionen (inkl. Suizidgedanken)

LG,

Olli
Hallo Olli,

Deine Symptome sprechen auch für eine chronische Lyme-Neuro-Borreliose! Ich würde mich da mal schlau machen!

Lg
sonneundregen

Chronisches HWS-Syndrom

Hunterich ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 09.08.10
@Rota: Ich bin männlich, 38 Jahre.

Ich hatte schon in meiner Kindheit Haltungsprobleme aber die Beschwerden gingen erst so im Alter von ca. 20 Jahren los. Unfälle hatte ich insofern keine, außer dass ich mal mit ca. 24 Jahren mit dem Auto (unangeschnallt) in einer Serpentine die Kontrolle verlor und ca. 70 Meter nen steilen Abhang runtergeflogen bin (mit mehreren Überschlagungen). Außer heftigen Verspannungen schien ich aber damals nichts weiter gehabt zu haben.

Was meinst du mit "Hast du eine Rente"?

Ich räume den Therapien immer ausreichend Zeit ein, bis z.B. der Therapeut meint, dass seine Methode mir wohl doch nicht helfen würde...

Ich weiß absolut nicht mehr weiter. Bin nicht arbeitsfähig und aufgrund meiner Beschwerden mittlerweile stark depressiv.

Über Hilfe im Forum würde ich mich sehr freuen.

Olli

Chronisches HWS-Syndrom

Hunterich ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 09.08.10
@sonneundregen: Warum willst du eigentlich jedem hier eine Borrelliose einreden? Ich lebe in Köln und hier gibt es so gutr wie keine Zecken. Ich hatte zwar vor nem halben jahr ne (virale) meningitis aber niemand weiß, wo die her kam. Ich habe auch keine neurologischen ausfälle oder so.

Chronisches HWS-Syndrom

KlausR ist offline
Beiträge: 93
Seit: 05.04.09
Hallo Hunterich

Du hast wirklich schon viel versucht deine Beschwerden in den Griff zu bekommen und leider kann ich dir als langjähriger Physio auch zu keiner grundsätzlich anderen Behandlungsmethode raten. Manchmal sind es aber "Kleinigkeiten", deren Änderung Verbesserungen bringen können. Daher meine Frage, welche Medikamente nimmst du und wie versuchst du dir selbst zu helfen. (Wärme, Kälte, Selbstmassage etc.)

Etwas ist mir in einer deiner Antworten jedoch aufgefallen, ich zitiere:

"Ich räume den Therapien immer ausreichend Zeit ein, bis z.B. der Therapeut meint, dass seine Methode mir wohl doch nicht helfen würde..."

Vielleicht erscheint es dir wenig glaubhaft, wenn ich dir sage, dass die Wirkung einer Therapie nicht in zeitlich weiter Ferne, sondern stets sofort zu bemerken ist. Deshalb meine Empfehlung vor jeder Behandlung eine Bestandsaufnahme zu machen. Beispielsweise wie intensiv ist ein Schmerz, wie weit kann ich die HWS drehen, seitneigen usw. Unmittelbar nach der Behandlung empfehle ich das zu wiederholen und wenn alles gut gelaufen ist, solltest du dich schmerzfreier, beweglicher etc. fühlen. Ist das nicht der Fall, würde ich diese Behandlungsmethode vergessen.

Also, lass von dir hören und viele Grüsse
__________________
Schmerz und Ursache sind nur dann am gleichen Ort, wenn du dich dort selbst geschlagen hast.

Geändert von KlausR (07.08.12 um 17:40 Uhr) Grund: Tippfehler

Chronisches HWS-Syndrom

Hunterich ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 09.08.10
@KlausR: Vielen Dank für deine interessante Antwort! Da du ja mal einer bist, der vom Fach zu sein scheint (und ich habe in meiner "Laufbahn" schon sehr sehr viele Physiotherapeuten kenngelernt) habe ich ein paar Fragen an dich:

Ich hatte einen Prolaps bei L5/S1, der 4-malig (rezidiv, letzte OP war 2005) operiert wurde (Bandscheibengewebe wurde entfernt). Der macht nun seit einigen Jahren eigentlich so gut wie kein Problem mehr.
Jedoch hat sich dann über die Jahre ein weiterer Prolaps entwickelt, diesmal eine Etage höher, nämlich bei L4/L5 (der aber so gut wie keine Probleme machte) der mir jedoch nun seit einigen Tagen sehr zu schaffen macht.

Und das kam so: Ich hatte mal wieder ein paar Massage-Termine vereinbart und dem Masseur gesagt, dass er unbedingt den unteren Rückenbereich aussparen solle! Das hat er aber nicht getan und stattdessen sehr ruckartig und mit viel Kraft meinen ganzen Rücken bearbeitet - und zwar von ganz unten an. Ich bin richtig hin und her geschaukelt dabei und habe sofort gemerkt, dass mir das unangenehm ist und ich quasi die Muskulatur (unten) mehr anspanne/verspanne als entspanne. Habe mich aber nicht getraut ihn noch einmal darauf anzusprechen. Nun habe ich wieder Schmerzen im unteren Rücken (linksseitig) mit Ausstrahlen ins Bein und Fuß (Schmerzen).

Meine Frage an dich: Kann das wirklich von der Massage kommen? Denn eigentlich ist ja so gesehen kein Druck von oben auf die Bandscheibe ausgelöst worden, sondern ich lag ja in Bauchlage. Also kann von Druck/Ruckartige Bewegung auf den Bereich des Wirbels ein Prolaps derart verschlechtert werden, dass nun mehr Gewebe auf den Nerv drückt als vorher? Oder hat er lediglich meinen Nerv "gereizt" aufgrund der ruckartigen Massage und ich muss bloß ein paar Tage warten, bis sich dieser wieder beruhigt hat? Ich bin gerade wieder sowas von am verzweifeln und verfluche mich, dass ich mich hab massieren lassen. Über die letzten jahre hinweg hatte ich kaum Probleme durch den BSV auf Höhe L4/5 und nun dass!
Wie ist deine Meinung dazu?

Zu deiner Frage wegen meiner Medikation: Ich nehme zur zeit
Oxygesic 20-20-20-20 und bei Bedarf noch Tilidin und Tetrazepam.

Als Selbsttherapie mache ich folgendes:
Wärme (in Form von Wärmekissen oder Finalgon), Sport (wenn die Schmerzen es zulassen, Kräftigung der Muskulatur), und ich renke meinen Hals selbst ein.
Wie kann man sich denn selbst massieren? Ach ja, die BWS renke ich auch ein, indem ich mich über einen "Rückendehner" lege/strecke. Diesen Rückendehner benutze ich auch manchmal in seiner eigentlichen Nutzung, nämlich zum dehnen/strecken der LWS (im Liegen).

Was hälst du von der hier im Forum so oft angesprochenen Atlastherapie (für die HWS)?

Liebe Grüße!

Chronisches HWS-Syndrom
sonneundregen
Zitat von Hunterich Beitrag anzeigen
@sonneundregen: Warum willst du eigentlich jedem hier eine Borrelliose einreden? Ich lebe in Köln und hier gibt es so gutr wie keine Zecken. Ich hatte zwar vor nem halben jahr ne (virale) meningitis aber niemand weiß, wo die her kam. Ich habe auch keine neurologischen ausfälle oder so.
Hallo Hunterich,

mir kommen die Symptome bekannt vor und ich wollte Dich nur darauf hinweisen.

Ich möchte nicht Jedem eine Borrreliose einreden, sondern nur darauf aufmerksam machen, wenn Symptome darauf hindeuten!

Eine Borreliose wird nicht ausschließlich durch Zecken übertragen, sondern auch durch Bremsen, Stechmücken, Flöhe und von der Mutter auf ihr Kind! Außerdem auch noch duch sexuelle Kontakte! Dies habe ich nicht erfunden sondern wurde mir von Spezialisten so bestätigt.

Du glaubst doch nicht, dass ein Arzt feststellen kann, ob du eine virale Meningitis oder eine bakterielle Meningitis hattest??


Wenn Du der Meinung bist, dass es für Dich nicht zutrifft, dann ist es ok für mich!

Übrigens konnte ich meinen Kopf kaum noch vor Schmerzen bewegen! Seitdem ich die Borrelien bekämpfe lassen meine HWS Beschwerden immer mehr nach! Auch mein Orthopäde hat die HWS-Beschwerden als eindeutiges Borreliosesymptom diagnostiziert.

Lg
sonneundregen

Geändert von sonneundregen (07.08.12 um 19:35 Uhr)

Chronisches HWS-Syndrom

Hunterich ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 09.08.10
@sonneundregen: Die Ärzte in der Uni Klinik Köln konnten das wohl anhand der Zahl der Antikörper in meinem Liquor bestimmen, dass ich lediglich eine virale Meningitis hatte.

Was Flöhe angeht, so wurde meine Frau vor etwa einem halben Jahr von Flöhen gebissen (in London). Sie hatte an die 60 Stiche an den Beinen - ich hatte nichts.

Wie kann ich das denn abklären lassen, ob ich Borrelliose habe und welcher arzt ist zuständig?

Wie sieht eine Behandlung dessen aus?

LG

Chronisches HWS-Syndrom
sonneundregen
Zitat von Hunterich Beitrag anzeigen
@sonneundregen: Die Ärzte in der Uni Klinik Köln konnten das wohl anhand der Zahl der Antikörper in meinem Liquor bestimmen, dass ich lediglich eine virale Meningitis hatte.

Was Flöhe angeht, so wurde meine Frau vor etwa einem halben Jahr von Flöhen gebissen (in London). Sie hatte an die 60 Stiche an den Beinen - ich hatte nichts.

Wie kann ich das denn abklären lassen, ob ich Borrelliose habe und welcher arzt ist zuständig?

Wie sieht eine Behandlung dessen aus?

LG
Hallo Hunterich,

eine Liquoruntersuchung ist nur zu ca. 20 - 30 % aussagefähig. Erkundige Dich mal.

Die Borreliose ist letztendlich nur an der Symptomatik eindeutig feststellbar.
Es gibt nicht einen einzigen aussagefähigen Test, leider.

Allerdings können Borreliosespezialisten auch anhand von Hautmerkmalen und der ganzen Beschwerden eine Borreliose ziemlich sicher feststellen.

Eine Borreliose wird mit Antibiotika behandelt, bei einer chronischen Borreliose sind sich die Fachleute nicht immer einig.

Ich behandel mich mit natürlichem Antibiotikum und kann deutliche Verbesserungen ausmachen.

Lg
sonneundregen


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