Morbus Crohn mit Histaminintoleranz?

04.07.12 00:26 #1
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Bubbles ist offline
Beiträge: 15
Seit: 03.07.12
Hallo,

Ich mache gerade Krankheitstechnische eine "interessant" bzw. schwere Zeit durch und weiß momentan nicht so recht weiter, daher wollte ich mal gerne Eure objektive Meinung zu meinem Problem hören. Wenn ihr euch die kleine "Wall-Of-Text" sparen wollt, habe ich weiter unten nochmal eine paar übersichtliche Listen aufgeschrieben

Ich bin derzeit 21 Jahre alt, 1,75m groß und wiege derzeit 65 kg. Mein Maximalgewicht war bei knapp unter 70kg, in den letzten Monaten habe ich zwischendurch auch mal nur 62kg gewogen.
Alles fing ca. 2009 mit weichem, sehr brenndendem Stuhlgang an. Nach meinem Verständnis von Durchfall war das jedoch kein Durchfall, sodass ich auch nicht akut reagiert habe. (Häufigkeit war "normal") Ich war zwar beim Arzt gewesen, der hat mir jedoch nur Perentorol gegeben und sonst nichts weiter gemacht. Da es mir sonst auch relativ gut ging, habe ich es dabei belassen.
Ab Mitte 2010 bemerkte ich dann, wie ich des Öfteren müde war zu Zeitpunkten, wo ich eigentlich hätte wach sein sollen (z.B. 11 Uhr morgens auf der Arbeit extrem müde), aber das war auch eher Schubweise. Ich ging davon aus, dass es von zu viel Stress kam und nach Urlaub / kleiner Pause wieder weggehen würde.
Neben einigen kleineren Grippeerkrankungen hatte ich in dieser Zeit keine ernsteren Sachen, sodass ich auch weiterhin stressig gelebt habe.
Ende vergangenen Jahres kam es dann zu meinem Stresshöhepunkt: Im Dezember bin ich umgezogen und musst die Wohnung renovieren. Dazu standen Zwischenprüfungen in der Uni an und ich musste nebenbei arbeiten. Nach einem 36 Stunden Arbeitswochenende in der neuen Wohnung fühlte ich mich dann in der darauffolgenden Woche unwohl, was die die Woche über immer schlimmer wurde. Ich konnte nichts mehr essen, ohne dass mir übel wurde und hatte extreme Kreislaufprobleme (Schwindel / schwarz vor Augen). Mein damaliger Arzt hatte mir nicht so recht glauben wollen und dachte wohl ich hätte zu viel getrunken am Wochenende, sodass er mir nur ein paar Magentropfen gegeben hatte. Danach wurde es jedoch nicht besser, sodass ich im Endeffekt über Weihnachten im Bett lag und fast nichts essen konnte. Dazu kamen Darmkrämpfe, aber kaum "entlastender" Stuhlgang. Wenn ich jedoch mal auf Toilette musste, brachte das meistens nichts festes hervor. Mein Arzt hatte dann eine Gastritis im Blick, hat jedoch keine Magenspieglung gemacht, sondern "auf gut Glück" Pantroprazol 20mg gegeben. Das half auch ein wenig, aber das Unwohlsein war weiterhin da. Dazu bildeten sich Schmerzen an der unteren linken Rippe / Milzbereich aus, die bei ungünstigen Sitzen / liegen auftraten oder manchmal auch einfach so da waren. Die Müdigkeit war weiterhin da, wobei ich in dieser Zeit fast 15 h am Tag geschlafen habe.
Nach meinem Umzug habe ich auch den Arzt gewechselt und bin mit meinen kaum gebesserten Symptomen zu ihm gegangen. Mein neuer Arzt hat auf Pfeiffersche Drüsenfieber getestet, was dann auch ausgeschlossen werden konnte, sodass danach eine Magenspieglung folgte. Dieser ergab eine Typ C Gastritis mit Aktivität I, sodass ich entsprechend wieder auf Pantroprazol gesetzt wurde (40 mg). Leider brachte das nicht die erwünschte Wirkung, sodass ich mich im Februar entschloss ins Krankenhaus zu gehen. Dort wurde im Endeffekt folgendes herausgefunden:
- klinisch relevante Fruktosemalabsorption (ca. 66ppm im H2-Atemtest, starke abdomineller Einfluss)
- Typ C Gastritis
- mäßig aktiver Morbus Crohn im Terminale Ileum

Der Crohn wurde mit einer Cortisonstosstherapie behandelt: Beginnend mit 2 Tage 60 mg Cortison, dann 2 Tage 50 mg usw.
Anschließend habe ich 3x 3mg Budesonid (Lokalwirkendes Coritson) und 3x 1g Salofalk/Pentasa (Mesalazinsalz) im Rahmen der Crohntherapie bekommen. Dazu kam 2x 40mg Pantoprazol täglich wegen der Gastritis.
Wegen der FM habe ich eines 2 wöchige Auslassdiät gemacht und dann langsam Fruktosehaltiges getestet. Wegen des Crohns esse ich auch nicht alles und achte entsprechend etwas mehr auf meine Ernährung.
Leider war die Müdigkeit zu diesem Zeitpunkt immernoch nicht weg. Mein Stuhlgang hatte sich gebessert, jedoch war er auch nicht so "wie es normal wäre". Ich habe in den letzten Monaten meine Ärtze nochmal sehr deswegen genervt und einiges getestet / probiert, sodass ich nicht im Detail darauf eingehen will. Hier die Zusammenfassung vom aktuellen Stand der Dinge:

Symptome
  • Stuhlgang immer weich / leicht brennend, jedoch "normal" häufig (in den letzten 3 Wochen schlechter geworden)
  • Müdigkeit und insbesondere kaum körperlich belastbar -> mal besser, aber dann wellenartig extrem schlimmer
  • Müdigkeit nach dem Essen schlimmer bzw. nach lange nichts essen besser (dafür dann extreme Bauchschmerzen wegen Hunger)
  • Schmerzen im unteren Bereich der linken Rippe / Milz -> nicht druckempfindlich. Auf dem Ultraschall nichts zu erkennen. Milz etwas groß für meine Statur. Schlimmer, wenn wenig gegessen?
  • manchmal Schwindelattacken / Herzrasen
  • manchmal Blähungen (mit Perentorol anscheinend besser geworden)
  • fast immer Übelkeit nach (bis zu 2-3 h) dem Essen
  • trotz Müdigkeit Probleme beim Einschlafen (vielleicht weil ich den halben Tag wegen der Müdigkeit nichts "anstrengendes" tue?)

gesicherte Diagnosen
  • Morbus Crohn im terminale Ileum
  • Fruktosemalabsorption
  • Typ C Gastritis
  • leichter systolische Hyptertonie mit ca. 150 / 80 (trat erst nach Krankenhausaufenthalt auf -> evt. durch Medikamente?)

ausgeschlossene Diagnosen
  • Laktoseintoleranz
  • Glutenintoleranz
  • Pfeiffersche Drüsenfieber bzw. im Blut keinerlei Auffälligkeiten einer Viruserkrankung zu sehen
  • Kein Sodbrennen, kein übermäßiger Alkoholkonsum => Woher die Gastritis?

Unter Beobachtung durch Arzt
  • Schilddrüsenüberfunktion: Unabhängig von 2 Ärzten festgestellt, jedoch anscheinend ohne körperliche Einschränkung / Relevanz
  • Vitamin B12-Mangel: Bilirubinwerte zwischendurch erhöht, B12 Wert bei ca. 320 pg/ml (?). Kein Serumtest gemacht -> Test durch Gabe von Spritzen
  • Nebennierenrinden-Insuffizienz/Unterfunktion: Cortisonwerte im Blut bei fast 0, nach dem Ausschleichen des Cortison. Wahrscheinlich durch Einnahme von Budesonid bedingte Unterfunktion der NNR -> Normalisierung erst nach Ausschleichen aller Cortisonpräperate -> Kann erst getestet werden, wenn ich Budesonid komplett absetze (in ca. 2-3 Wochen)

Aktuelle Medikation
  • 1-0-0 3mg Budesonid
  • 1-1-1 1g Pentasa
  • 1-0-1 Perentorol forte (seit knapp 6 Tagen, für 10 Tage geplant)
  • 1-0-0 40mg Pantoprazol
  • 2x wöchentlich Vitamin B1+B6+B12+B9(Folsäure) Aufbauspritzen: Habe jetzt 3 Stück bekommen. Nach den ersten beiden müsste ich ca. 1 h danach auf Toilette (denke eher Zufall) und war danach sehr müde / habe 2 h geschlafen. Jetzt bei der 3. ging es besser, wobei ich immernoch müder würde.

Nach Aussagen der Ärzte im Krankenhaus nach der Cortisonstosstherapie, als auch bei der letzten Kontrolluntersuchung vor ca. 2 Wochen sehen meine Darmwände sehr gut aus, d.h. der Crohn ist dort derzeit nicht aktiv. Die FM habe ich soweit in mein Leben integriert, wobei es mich immer noch wundert, dass ich z.B. mit Apfelsaft weniger Probleme habe, als z.B. mit "Schocko-Reis"-Cornflakes vom Lidel. Psyisch wurde soweit auch eine akute / schwere Depression ausgeschlossen, wobei mein Hausarzt mich noch "lobte", da ich mit diesem Thema sehr offen umgehen würde und ihm wohl die meisten meiner Sorgen direkt anvertraut hätte und diese Diagnose nicht gleich ausgeschlossen hätte. Dennoch hat er mir eine Psychotherapie empfohlen, weil die aktuelle Situation mich in meinem Leben sehr einschränkt. Vor Dezember letzten Jahres habe ich ca. 3mal die Woche Sport gemacht und jetzt seit fast 8 Monaten gar nicht mehr. Das nagt persönlich schon sehr an mir. Dazukommt, dass sich jeden Tag elend-fühlen schon stark auf das Gemüht drückt.

Nach langer Suche im Internet kommt meiner Meinung nach von der gegeben Symptomatik am ehesten eine Histaminintoleranz für mich in Frage, da das die Gastritis, Blutdruck, Schilddrüse, Müdigkeit und die Stuhlprobleme sehr gut erklären würde. Die Statistik spricht da meiner Meinung nach eher gegen (1% der Bevölkerung, davon 80% Frauen) - wobei mir das egal ist. Auffälliger ist, dass ich mich - abgesehen von Bier, Nüssen und Schokoladen (wobei alles in Maßen) - histaminarm ernähre. Hier würde sich mir die Frage stellen, wie lange es dauert, bis ich eine Reaktion bemerkte. Ich habe mich die vergangenen Tage bewusst histaminreicher ernährt (2 Weizenbier / Tag, mehr Käse, Nüsse, Schokolade) und keine direkte Verschlechterung bemerkt. Seit dem Wochenende habe ich nervige Halsschmerzen / leichter Schnupfen und fühle abgeschlagen(er). Ich bin seit meiner Kindheit ein Kandidat für Hals/Mandelentzündung mit Schnupfen bei dem kleinsten Lüftchen - von daher ist das "normal" für mich. Könnte das am Histamin liegen?
Mein Hausarzt findet die Histaminintoleranz-Diagnose nicht richtig, da für ihn die Symptome zu plötzlich auftraten. Er meinte, ich hätte dann viel früher - wahrscheninlich in der Pupertät - hiermit Probleme bekommen müssen. Sein "gespür" als Arzt sagt ihm eher, dass eine Viruserkrankung o.Ä. vorliegt, die nicht richtig ausgeheilt ist, jedoch auch nicht richtig aktiv ist. Für ihn fehlt da noch ein eindeutiges "Killerkriterium" in eine Richtung, was ich derzeit nicht liefern kann.
Wie seht Ihr das? Bzw. habt ihr Tipps / Ideen für "mein Problem"?

Gruß

Bubbles


P.S. Wenn Ihr konkretere Messwerte o.Ä. haben wollt, sagt bescheid. Ich hab hier einiges rumfliegen


Geändert von Bubbles (04.07.12 um 00:29 Uhr)

Morbus Crohn mit Histaminintoleranz?

Forgeron ist offline
Beiträge: 1.085
Seit: 11.02.07
Hallo,

die chronische Gastritis ist wohl durch eine immunologische Fehlfunktion bedingt.
Wenn sie auf Dauer Probleme macht, kann Leinsamenschleim helfen.

HI muß nicht in der Pubertät begonnen haben. Sie kann sich auf den MC aufgepfropft haben, auch auf eine wahrscheinliche Beeinträchigung der Bauchspeicheldrüse, deren mangelnde Funktionsfähigkeit mit dem MC einhergehen kann.
Sie sollten daher Stuhluntersuchungen von 3 aufeinander folgenden Tagen nach Aufnahme von Mischkost machen lassen, auch wenn diese nicht vertragen wird, und zwar auf Elastase 1, Chymotrypsin und Stuhlausnutzung.

Gruß

Morbus Crohn mit Histaminintoleranz?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Bubbles,

mich würden Deine Schilddrüsenwerte interessieren, weil ich die Diagnose
Schilddrüsenüberfunktion: Unabhängig von 2 Ärzten festgestellt, jedoch anscheinend ohne körperliche Einschränkung / Relevanz
seltsam finde. Außerdem kann eine (vorübergehende) Überfunktion auch ein Anzeichen für Hashimoto sein.
Schilddrüse

Wenn Du testen möchtest, ob Du Probleme mit dem Histamin hast, wäre eine Auslaßdiät eine Möglichkeit. Listen mit den entsprechenden Lebensmitteln findest Du u.a. hier:
Histamin-Intoleranz

Falls Du durch die FI einen Nährstoffmangel hast, wäre das auch eine Erklärung für die Müdigkeit, wenigstens unter anderem.

Grüsse,
Oregano
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Morbus Crohn mit Histaminintoleranz?

Bubbles ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 03.07.12
Hi!

Danke für Eure Hilfe, vielleicht finde ich so mal langsam was mich quält:
Histaminintoleranz teste ich gerade aus: Ich mache die nächsten 3 Tage eine Kartoffel/Reis Diät und fange dann langsam mit normaler, histaminarmer Nahrung an.
Auf die Bauchspeicheldrüse werde ich mal meinen Hausarzt ansprechen, wobei ich frühstens nächste Woche wieder da bin.
Die FI wurde vor knapp 5 Monaten bei mir diagnostiziert, wobei ich (vielleicht intuitiv ) nie der Typ war, der viel Obst gegessen hat. Interessanterweise habe ich z.B. mit Säften weniger Problemen, als mit extrem gesüsstem Kinderkram. Mit Gemüse z.B. habe ich auch fast keine Probleme und genauso esse ich dann halt auch. Daher würde ich sagen, das ich zumindest Alles in Allem relativ gesundes Essen esse. Ist halt die Frage, ob es auch genutzt wird

Die Schilddrüse kann ich leider erst in frühstens 2 Wochen testen lassen, weil ich solange noch Cortisonpräperate nehmen muss und ich gleichzeitig die NNR testen möchte.
Der letzte Bluttest für die NNR ergab:
FT3 3,8 pg/ml
FT4 16,4 pg/ml
TPO 112,90 IU/ml
TSP Rezeptor AK < 0,3 U/L

Viele Grüße

Bubbles

Geändert von Bubbles (05.07.12 um 22:58 Uhr)

Morbus Crohn mit Histaminintoleranz?

bestnews ist offline
Beiträge: 5.707
Seit: 21.05.11
Hallo Bubbles,
wie ganz konkret wurde die Glutenintoleranz ausgetestet? Was verstehtst Du darunter?
Wenn Du die Zöliakie meinst, so reicht ein Bluttest nicht, auch dann nicht, wenn der negativ ist, denn der ist gern mal falsch negativ. Es muss immer zwingend auch Gewebe aus dem Dünndarm entnommen werden! (Schlauch schlucken).
Dann gibt es noch Menschen, die sind glutensensibel, also nicht so schlimm betroffen wie bei der Zöliakie, das wird von den Ärzten meist nicht in Erwägung gezogen.
Lactosetest: Nicht jeder spricht auf den Atemtest an, aber wenn er bei Fructose funktioniert hat, dann ist das bei Dir nach meiner Logik nicht der Fall denke ich gerade so.
Milcheiweiss gehört auch noch abgeklärt erst mal.

Histaminintoleranziät ausprobieren über 2 Wochen.
Bei mir war nach wenigen Tagen klar, dass es passt. Im übrigen ist die Diät mit anschliessender Provokation auch heute noch der einzig sichere Weg der Diagnostik.
Aufgrund Deiner Symptomatik könnte die Hit schon passen, schau mal hier eine sehr umfangreiche Symptomdarstellung:

http://www.histaminintoleranz.ch/symptome.html

Auch Milcheiweiss würde ich selber ausprobieren, notfalls auch, ob Du glutensensibel bist...

Alles Gute.

Geändert von bestnews (05.07.12 um 23:46 Uhr)

Morbus Crohn mit Histaminintoleranz?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Bubbles,

TPO-AK = Thyreo-Peroxidase-Antikörper
(veraltete Bezeichnung MAK = mikrosomale Antikörper)
Die TPO-AK greifen die Schilddrüsenperoxidase an. Dieses Enzym ist an der Bildung der
Schilddrüsenhormone beteiligt. TPO-AK werden bei dem Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis, bei einer echoarmen Sonografie, bei latenter oder manifester Hypothyreose und auch zur Abgrenzung einer immunogenen von einer nicht-immunogenen Hypothyreose bestimmt.
Normalbereich: < 35 IU/ml
Bei einem erhöhten Wert liegt eine Hashimoto-Thyreoiditis vor. Die genaue Bedeutung der Antikörper im Krankheitsverlauf ist jedoch unklar - so scheint es keine Korrelation zwischen der Höhe der AKKonzentrationen und der Krankheitsaktivität zu geben.
Messbare Antikörper im Normalbereich: Umstritten ist, ob auch schilddrüsengesunde Personen gering erhöhte Antikörper haben können oder ob TPO-AK immer als Beweis für das Vorliegen einer Erkrankung zu werten sind....
http://www.schilddruesenguide.de/sd_laborwerte.pdf

Der Verdacht auf Hashimoto ist auf jeden Fall vorhanden. Es sollten unbedingt noch die anderen Antikörper bestimmt werden: TG-Ak, TRAK + Ultraschall. Auch deshalb, weil Schilddrüsenprobleme oft mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten zusammen hängen und auch mit Nebennierenproblemen.

Grüsse,
Oregano
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Morbus Crohn mit Histaminintoleranz?

Bubbles ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 03.07.12
Hallo!

Also Zöliakie/Sprue wurde bei mir sowohl mit Bluttest, als auch mit der Darmspiegelung ausgeschlossen. So wurde im Endeffekt der Crohn bei mir diagnostiziert: Kein Sprue und keine Bakterien die dort nicht hingehören, also ist es Crohn.
Lactose habe ich wie gesagt mit Atemtest getestet und lag weit unter der Norm. Um das nochmal "abzusichern" habe ich vor 2 Wochen einfach mal 0.5l H-Milch getrunken und nichts direkt danach bemerkt.

Ich habe jetzt von Donnerstag bis Samstag die Kartoffel/Reis Diät gemacht und muss sagen, dass zumindest mein Stuhlgang super war. Auch so fühlte ich mich allgemein besser, da der Darm nicht so viel rumort hat. Dennoch habe ich mich noch relativ müde gefühlt. Seit gestern habe ich mit histaminarmer Mischkost angefangen und hatte gegen Abend Blähungen. Heute musste ich schon 2x auf Toilette, wobei das 1. mal normal war und beim 2. mal ich Durchfall hatte. Ehrlich gesagt, kann ich es auf kein direktes Nahrungsmittel zurückführen, aber vielleicht findet ihr ja was auffälliges:

Sonntag
  • Frühstück: schwarzer Tee + Müsli + Milch
  • Mittag: 2 Vollkorntoastbrot mit Kochschinken/Magarine
  • Abend: 2 Würstchen (gegrillt) mit Kräuterbutterbaguette
  • Spätabend: 2 Vollkorntoastbroat mit jungem Gouda/Kochschinken/Magarine
  • Getränke: Wasser, Pfefferminztee, 2 Glas Zitronensprudel mit Traubenzucker (wegen FM -> was FM angeht gut vertragen)

Montag
  • Frühstück: Pfefferminztee + Müsli + H-Milch

Dummerweise habe ich gestern nicht dran gedacht, dass schwarzer Tee nicht so gut ist - daher heute die Änderung im Plan. Das Müsli enthält keine Früchte / Trockenfrüchte, dafür dummerweise Nüsse. Da ja Nüsse auch nicht so gut gehen, habe ich heute drumrumgegessen. Ist mir leider auch erst heute morgen aufgefallen beim Essen.

Der Durchfall heute trat ca. 30 Minuten nach dem Frückstück auf, sodass meiner Meinung nach entweder die Milch oder das Müsli Probleme macht. Komischerweise auch erst heute - wahrscheinlich konnte mein Körper durch die 3 Tag Schonkost ein wenig davon vertragen, sodass es erst heute zu viel wurde.

Gibt es einen Weg, die Verträglichkeit von Milch, d.h. Lactose und Milcheiweiss zu testen. Reicht es dafür aus, einfach mal ein großes Glas Milch zu trinken und zu schauen was so passiert?


Viele Grüße

Bubbles

Morbus Crohn mit Histaminintoleranz?

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo Bubbles....um auf Deine letzte Frage einzugehen...

Ehrlich gesagt, kann ich es auf kein direktes Nahrungsmittel zurückführen, aber vielleicht findet ihr ja was auffälliges:

Sonntag
Frühstück: schwarzer Tee + Müsli + Milch
Mittag: 2 Vollkorntoastbrot mit Kochschinken/Magarine
Abend: 2 Würstchen (gegrillt) mit Kräuterbutterbaguette
Spätabend: 2 Vollkorntoastbroat mit jungem Gouda/Kochschinken/Magarine
Getränke: Wasser, Pfefferminztee, 2 Glas Zitronensprudel mit Traubenzucker (wegen FM -> was FM angeht gut vertragen)
Die einzigen Unverdächtigen sind für mich schwarzer Tee und Wasser.

Du schreibst weiter oben etwas ...

Die FI wurde vor knapp 5 Monaten bei mir diagnostiziert, wobei ich (vielleicht intuitiv ) nie der Typ war, der viel Obst gegessen hat. Interessanterweise habe ich z.B. mit Säften weniger Problemen, als mit extrem gesüsstem Kinderkram. Mit Gemüse z.B. habe ich auch fast keine Probleme und genauso esse ich dann halt auch.
Ich finde das sehr typisch. Du hast nicht unbedingt mit natürlicher Fructose ein Problem ( da macht es sicher die Menge ) sondern mit "Zuckerstoffen" auf Chemiebasis.
Das kenne ich von mir und anderen in der Familie auch.

Stichworte: Maissirup, Glukose / Fructosesirup ...( meist in riesigen Mengen, manchmal gar als "gesunder" ZUckerersatz drin...)

Resistente Stärke ....und ähnliches....mal beobachten...und schauen, das ZEug ist fast überall drin !

LG K.
__________________
LG K.

Geändert von Kullerkugel (09.07.12 um 13:22 Uhr)

Morbus Crohn mit Histaminintoleranz?

bestnews ist offline
Beiträge: 5.707
Seit: 21.05.11
Hallo Bubbles,
nachwelcher Tabelle ernährst Du Dich vermeintlich histaminarm?
Ich kann Kullerkugel nur zustimmen, histaminarm ist das nicht...
Weisst Du auch, dass sämtlicheZusatzstoffe in verarbeiteten Lebensmitteln tabu sind?

LI:
Ich konnte auch meine Milchprodukte immer konsumieren ohne offensichtliche Folgen, scheinbar:
Ich habe eine genetisch bedingte LI nachgewiesen!

Was ist mit Milcheiweiss?

Alles Gute.

Morbus Crohn mit Histaminintoleranz?

Bubbles ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 03.07.12
Zitat von bestnews Beitrag anzeigen
Ich konnte auch meine Milchprodukte immer konsumieren ohne offensichtliche Folgen, scheinbar:
Ich habe eine genetisch bedingte LI nachgewiesen!

Was ist mit Milcheiweiss?
Wie ist das mit der genetisch bedingten LI? Du hast kein Durchfall o.Ä. von Lactose, sondern fühlst dich "einfach" nicht gut?
Wie teste ich Milcheiweiss? Muss ich mir eine Packung aus der Apotheke holen und das in Wasser lösen oder wie läuft das?

Zitat von bestnews Beitrag anzeigen
nachwelcher Tabelle ernährst Du Dich vermeintlich histaminarm?
Ich kann Kullerkugel nur zustimmen, histaminarm ist das nicht...
Weisst Du auch, dass sämtlicheZusatzstoffe in verarbeiteten Lebensmitteln tabu sind?
Das mit den Zusatzstoffen (E-XXX ?) wusste ich nicht.

Ich habe bewusst verschiedene Quellen aus dem Internet genommen und eine Art Schnittmenge gebildet. Wobei ich am Meisten auf den einfachen Plan dieser Seite geschaut habe:
HIT > Therapie > Ernhrungsumstellung
Bis auf die Bratwürstchen und eventuelle Zusatzstoffe im Baguette kann ich keinen direkten Verstoß erkenne. Fällt Kochschinken auch unter 'Wurstwaren'"?
Entschuldigt bitte die etwas platt formulierte Frage: Aber was darf ich denn dann überhaupt Essen? Irgendwas muss ja schließlich oben rein..

Gruß

Bubbles


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