Dauernd Schmerzen in Armen und Beinen?

22.06.12 00:10 #1
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Marjorie ist offline
Beiträge: 165
Seit: 29.08.10
Liebe Leute,

vielleicht kann mir jemand von Euch helfen - ich bin echt schon am verzweifeleln, weil ich schon so viele Untersuchungen und Arzttermine hinter mir habe, und auch selber schon so viel recherchiert habe... Aber ich komme auf keine Ursache. Mich plagen viele seltsame Symptome, aber am schlimmsten ist seit dem letzten halben Jahr ein dauernder Schmerz in den gesamten Armen und Beinen, welcher von Monat zu Monat stärker wird, und nun schon zu einer undefinierbaren Mischung aus Kribbeln und Schmerz geworden ist.

Es ist schwierig zu beschreiben - aber es ist wie ein "Gliederschmerz" in den Ober- und Unterarmen (wie Ober- und Unterschenkeln). Besonders im Ruhezustand; aber IMMER anwesend. Ich würde sagen, es ist NICHT in den Gelenken, sondern eher im Gegenteil. Jedenfalls NICHT auf der Haut, sondern ganz tief drinnen sitzend und ziehend.
Seit ein paar Monaten ist zu dem Schmerz auch noch ein Kribbeln gekommen, welches an genau den selben Stellen vorhanden ist.

(Sonstige Sympome/kurze Beschreibung von mir):

- Alter: Mitte Dreißig, weiblich, normalgewichtig, keine bes. Krankheiten, Vegetarierin, mittelmäßige sportliche Betätigung, kein Alkohol, keine Zigaretten

- Anamn. Essstörung/Magersucht (vor 10 Jahren)

- C-Gastritis, Senkmagen, Reflux, "Reizdarm", Chronische Verstopfung, Fruktosemalabsorption

- Extreme Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfung

- Depressionen (seit ~10 Jahren Antidepressiva [Sertralin])

- Extremes Schwitzen, auch im Winter, besonders in der Nacht (komplett durchnässt)

- Gefühl von Atemnot/Asthma (?)

- Schilddrüsenunterfunktion (seit 20 Jahren/seither auch behandelt)

- Migräne

- Allergien (Birke, Gräser, Hausstaub, Kern-& Steinobst, Haselnüsse, Metalle,...)

Ausgeschlossen werden kann lt. Test:
Borreliose, Hepatitis, HIV, Rheuma, ANA-Screen sowie Doppelstrang DNA negativ, keine Parasiten/Würmer/Clostridien/Helicobacter, keine Histamin-Intoleranz oder Zöliakie, Fibromyalgie (--> alle Tenderpoints negativ), Kryptopyrrolurie


Blutwerte: Nur kleine Auffälligkeiten - es wurden aber viele Werte gar nicht getestet:
- wenig Gesamteinweiß

- wenig EGFR (estim.glom.filt.rate)

- Zu wenig Immunglobulin-G

- Wenig Immunglobulin-A

- Wenig Immunglobulin-M

- Zu wenig Vitamin D3 (seither behandelt)

- Zu wenig TSH

- Indikan erhöht
Würde mich sehr freuen, wenn jemand dazu was einfälle.

Vielen Dank Euch,
liebe Grüße,

MargitS

Dauernd Schmerzen in Armen und Beinen?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.476
Seit: 26.04.04

Dauernd Schmerzen in Armen und Beinen?

zantos ist offline
Beiträge: 499
Seit: 11.05.07
Hallo,

Wegen Kribbeln würde ich ev. einen Neurologen aufsuchen.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass Deine Probleme mit einer Unterversorgung zusammenhängen.
D.h. überprüfen, ob genug Vitalstoffe in Deinem Körper ankommen.
Wenn Du seit 10 Jahren Antidepressiva nimmst, läuft meiner Meinung nach etwas nicht optimal. Du solltest die Dinger schon längst abgesetzt haben.

Zantos
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Ich bin medizinischer Laie. Meine Ausführungen basieren auf eigenen Erfahrungen und Recherchen und ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers.

Dauernd Schmerzen in Armen und Beinen?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Margit,

ist bei Dir jemals das Vitamin B12 nachgeschaut worden in Form von Methylmalonsäure oder Holotranscobalamin? Gerade, wenn Du vegetarisch lebst, könnte auch da ein Mangel bestehen.

Zu wenig TSH:
Was genau bedeutet das? An und für sich ist ein niedriger TSH ein Zeichen für eine Überfunktion der Schilddrüse, es kann auch ein Zeichen für eine Autoimmunkrankheit sein. Wirst Du behandelt?
Eine Überfunktion könnte z.B. das Schwitzen erklären.
Sind auch die anderen und wichtigen Schilddrüsenwerte bestimmt worden, nämlich: fT3, fT4, TPO-Ak, TG-Ak, TRAK und Ultraschall? Der Facharzt dafür wäre ein Endokrinologe/Nuklearmediziner.
Schilddrüse

keine Histamin-Intoleranz oder Zöliakie,
Wie sind diese Intoleranzen getestet worden? Für beide gibt es außer dem Auslaß-Test keine zuverlässigen Tests. Deine Symptome würden durchaus zu einer Hisaminintoleranz passen, wobei die auch Folge von anderen Belastungen sein kann wie
- Gifte (Wohngifte, Amalgam, Palladium, chronische Zahnentzündungen ...)
- Helicobactergbesiedelung
usw.
http://www.symptome.ch/wiki/Histamin-Intoleranz

Wie sieht es mit einer Laktose-Intoleranz aus? Wurde auch eine Milcheiweiß-Allergie getestet?

Grüsse,
Oregano
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Geändert von Oregano (22.06.12 um 18:31 Uhr)

Dauernd Schmerzen in Armen und Beinen?

bernieone ist offline
Beiträge: 90
Seit: 02.03.11
Kann halt sein, dass du nur eine Blockade des Enegieflusses hast, ohne das schulmedizinisch irgendwelche Ursachen dafür festzustellen sind.

Solche vielfältigen Beschwerden sind eigentlcih typisch dafür:

Z.B.:
Eine Blockade am Kopf führt zu den Kopfschmerzen; und zu einem weiteren unregelmäßigen Energiefluss (bzw. Folgeblockaden) zum Beispiel an der Leber;
was dann wiederum auch müde machen kann.

Dauernd Schmerzen in Armen und Beinen?

Marjorie ist offline
Themenstarter Beiträge: 165
Seit: 29.08.10
Liebe Leute,

vielen Dank für Eure Antworten und die Ideen!

@Malve, danke für die Kontextherstellung - aber nur eine Frage dazu: Machst Du das als Moderatorin immer/öfters, will heißen, ist das üblich, dass solche Verlinkungen gergestellt werden? Oder findest Du speziell in meinem Fall, dass es den Zusammenhang braucht (ich hab' ja in diesem aktuellen Thread doch alles recht ausführlich geschildert).

@zantos
Ich könnte mir auch vorstellen, dass Deine Probleme mit einer Unterversorgung zusammenhängen.
Ja, das trifft es für mich ziemlich auf den Punkt: Genau so fühlt es sich an: Entweder, wie wenn mein Organismus mit irgendetwas unterversorgt wäre (sei es Sauerstoff oder einem anderen essentiellen Stoff)...
Hast Du da eine Idee, an WAS es da fehlen könnte?
Oder umgekehrt, es fühlt sich auch so an, als würde mein Körper irgendein Gift nicht "losbekommen" können; wie wenn eine leichte, aber ständig stärker werdende ungesunde Substanz in meinem Blut durch die Extremitäten zirkuliert...
Wenn Du seit 10 Jahren Antidepressiva nimmst, läuft meiner Meinung nach etwas nicht optimal. Du solltest die Dinger schon längst abgesetzt haben.
Zwei Absetzversuche scheiterten leider an sehr schnell, sehr stark und sehr "körperlich" sofort wieder einsetzenden Depressionen :-( Bin da aber eh "relativ gut" und nicht sehr hoch eingestellt; auch unter fachlicher Beobachtung selbstverständlich.

ist bei Dir jemals das Vitamin B12 nachgeschaut worden [...]
@Oregano: Zuallererst danke ganz besonders für Deine Antwort! Ich kenne Dich ja nun auch schon einige Zeit als wirklich "Extrem fleißiges Mitglied" , und ich schätze es sehr, dass Du Dir immer Zeit und Muße nimmst, auf die Fragen so gut einzugehen.
Zum Stichwort "B12": Sehr aufmerksam - ich hab' auch in diese Richtung recherchiert, weil viele Symptome/Auslöser reinpassen würden (die Gastritis, das Vegetariertum ...). Ich hab' vor einem Jahr einen Bluttest machen lassen, wo das B12 okay war; ich weiß nicht, ob sowas in einem Jahr auftreten kann ...? - Aber ich werd' einen neuen Test beantragen!

An und für sich ist ein niedriger TSH ein Zeichen für eine Überfunktion der Schilddrüse, es kann auch ein Zeichen für eine Autoimmunkrankheit sein. Wirst Du behandelt? Eine Überfunktion könnte z.B. das Schwitzen erklären.
Das mit der zu aktiven Schilddrüse ein interessanter Hinweis! Ich habe seit früher Jugend eine UNTERfunktion, war mein Leben lang auf dem gleichen Niveau eingestellt, dann brachte ein Test mal, dass ich ein kleinwenig höher dosieren sollte, und dann aber war der Wert wieder zu hoch (DAS habe ich oben angeführt); also habe ich lt. schilddrüsenspezialiserter Internistin wieder runterdosiert. Aber vielleicht sollte ich diesen Wert auch wieder testen lassen. Wegen dem übermäßigen Schwitzen recherchiere ich schon seit Jahren (hab' auch schon einige Medis ausprobiert), aber nichts hilft. Ich denke mir, vielleicht sind es die ADs. In den Nebenwirkungen würde es zumindest stehen. ALLERDINGS nehme ich diese - wie erwähnt - schon seit ~ 10 Jahren, während das Schwitz-Problem erst seit etwa 4 Jahren besteht.
- Gifte (Wohngifte, Amalgam, Palladium, chronische Zahnentzündungen ...)
- Helicobactergbesiedelung
- Helicobacter ist getestet - ist negativ.
- Wohngift, hmmm, die Wand unter meinem Fenster wird tatsächlich immer feucht, weil Nässe durch das Fenster hereintritt (habe keine Möglichkeit zum Richten des Fensters). Schimmlig sieht es dadurch nicht aus, aber doch sieht man deutlich die Ablagerungen durch den ständigen Wassereintritt. Luftfeuchtigkeit ist aber nicht zu hoch bei mir...
- Amalgam. Ja, ich hab' eine Amalgam- und Quecksilber-Allergie. Hab' mir (unter mäßigen Sicherheitsbedinungen) bereits ein paar Amalgamfüllungen austauschen und habe nun nur meher eine große und eine winzige drinnen. Hab' aber lange/währenddessen auch "ausgeleitet" (mit Bio-Chlorella & Co).
- Palladium sagt mir nichts...?
- "Chronische Zahnentzündungen": DAS ist wiederum höchst interessant, dass Du das erwähnst: Tatsächlich bin ich nun 2 Jahre (!) mit einer (mehr und mehr) entzündeten Zahnwurzel herumgelaufen, und die Zahnärzte haben zwar herumgebohrt aber sich "ratlos" gegeben, weil sie am Röntgen nichts gesehen haben... Nun ist die Wurzel jedoch behandelt und eigentlich langfristig schon beschwerdefrei (bis auf ein paar kleine Nachwehen eines armen, permanent malträtierten Zahnes).
- Laktose ist negativ (wurde getestet, und es würde mir auch nicht auffallen, dass ich diese schlecht vertragen würde.)
- Histamin hat nicht nur der Test ausgeschlossen, sondern ich kann typische Symptome (wie "Flush im Gesicht nach Weingenuss", "chronischen Durchfall", "Hautausschlag") auch nicht an mir beobachten.

@bernieone
Kann halt sein, dass du nur eine Blockade des Enegieflusses hast, ohne das schulmedizinisch irgendwelche Ursachen dafür festzustellen sind.
Hmmmmm, was könnte das sein?
...Ich hab' allerdings bereits für meinen Zahn schon so viel für alternative Heilmethosen ausgegeben, dass ich nicht gerne wieder zum Ostheopathen oder so gehe (weil pleite ;-(

Liebe Grüße,

MargitS

Geändert von Marjorie (24.06.12 um 02:22 Uhr)

Dauernd Schmerzen in Armen und Beinen?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.476
Seit: 26.04.04
Hallo MargitS,

@Malve, danke für die Kontextherstellung - aber nur eine Frage dazu: Machst Du das als Moderatorin immer/öfters, will heißen, ist das üblich, dass solche Verlinkungen gergestellt werden? Oder findest Du speziell in meinem Fall, dass es den Zusammenhang braucht (ich hab' ja in diesem aktuellen Thread doch alles recht ausführlich geschildert).
ja, MargitS, das mache ich öfters.
Zusammenhänge mit früheren Fragestellungen können hilfreich sein.

Liebe Grüße,
Malve

Dauernd Schmerzen in Armen und Beinen?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Margit S.,

danke für Dein Lob .

Ich hab' vor einem Jahr einen Bluttest machen lassen, wo das B12 okay war; ich weiß nicht, ob sowas in einem Jahr auftreten kann ...?
Wurde da das B12 aus dem Serum bestimmt? Dann ist das ein zweifelhafter Wert. Deshalb wäre eben die Methylmalonsäure bzw. das Holotranscobalamin besser. Infos dazu findest Du über die SUCHEn.

Da Du schon sehr lange ADs nimmst, wäre es auf jeden Fall wichtig, alle angegebenen Schilddrüsenwerte bestimmen zu lassen. Denn es gibt einen möglichen Zusammenhang zwischen "Stimmungen" und der Schilddrüse.
www.schilddruesenguide.de - Der unabhängige Internetwegweiser zu Erkrankungen der Schilddrüse

- Diese Wand unter Deinem Fenster ist mir nicht geheuer. - Da muß sich doch eigentlich fast Schimmel bilden?
- Das Amalgam kann erst endgültig ausgeleitet werden, wenn alle Füllungen draußen sind. Insofern besteht diese Baustellen auf jeden Fall noch.
Wann hast DU denn diese Füllungen in etwas zum ersten Mal bekommen? Fiel die Zeit zusammen mit dem Beginn der Depressionen? Denn auch da kann ein Zusammenhang bestehen.
- Wurzelbehandelte Zähne sind immer Risikofaktoren, weil eine Wurzelbehandlung zwar durchaus (zunächst) Schmerzfreiheit bringen kann. Das heißt aber nicht, daß nicht die Entzündung im Kiefer weiter schwelt,zumal es nicht möglich ist, alle Wurzeln komplett zu entfernen. Hast Du noch weitere Wurzelbehandlungen oder unsichere Kandidaten im Mund?
Welcher Zahn war es? - Je mehr Wurzeln ein Zahn hat, desto schwieriger eine saubere Wurzelbehandlung...
Mehr Infos dazu gibt es im Forum.

Grüsse,
Oregano
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zantos ist offline
Beiträge: 499
Seit: 11.05.07
Zitat von MargitS Beitrag anzeigen
Zwei Absetzversuche scheiterten leider an sehr schnell, sehr stark und sehr "körperlich" sofort wieder einsetzenden Depressionen :-( Bin da aber eh "relativ gut" und nicht sehr hoch eingestellt; auch unter fachlicher Beobachtung selbstverständlich.
Margrit,
Es ist normal, dass Du Entzugserscheinung zeigst, im Zusammenhang mit AD heisst das beschönigend Absetzsymptome.
Wenn Du wieder mal einen Versuch startest und das Medikament auschleichen willst, informier Dich hier.
Antidepressiva absetzen » Antidepressiva absetzen

Wenn Du Entzugserscheinungen hast, erhöhst Du die Dosis minimal, bis es Dir wieder gut geht.

Zantos
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Ich bin medizinischer Laie. Meine Ausführungen basieren auf eigenen Erfahrungen und Recherchen und ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers.

Dauernd Schmerzen in Armen und Beinen?

bernieone ist offline
Beiträge: 90
Seit: 02.03.11
Hmmmmm, was könnte das sein?
...Ich hab' allerdings bereits für meinen Zahn schon so viel für alternative Heilmethosen ausgegeben, dass ich nicht gerne wieder zum Ostheopathen oder so gehe (weil pleite ;-(
Das ist halt Chin. Medizin.

Der Chines. Arzt diagnostiziert an den ca. 360 Basis Akupunkturpunkten möglichst genau, welcher Punkt bzw. welcher Meridian betroffen ist .

Das sind dann Störungen des Energieflusses, Blockaden, teilweise auch störfelder genannt.

Warum sagt man denn z:b., " an einem Zahn hängt der ganze Körper " ?

In der Chines. medizin hat man das schon jahrhundertelang erfasst;
da gibt es zu jedem Zahn Tafeln, mit welchen Köperteilen er über die Merdiane verbunden ist.

Aber diese ursächliche blockade kann eigentlich überall sein, das ist das Problem an der Sache.

Die ursächliche Blockade kann z.B. auch am Kopf sein, wo die Kopfschmerzen immer auftreten.

Wenn man eine genaue Diagnose hat, kann man das eventuell auch selber behandeln mit Akupressur und ähnlichem.


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