Kraniozervikale/HWs Instabilität

04.06.12 11:21 #1
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Kraniozervikale/HWs Instabilität

Karolus ist offline
Beiträge: 1.937
Seit: 29.05.08
Bitte.

Liebe Grüße
Karolus
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Kraniozervikale/HWs Instabilität

tiga ist offline
Beiträge: 1.283
Seit: 16.03.10
Ihr seid ja putzig

Weiß jemand, wie diese Untersuchungen in anderen Ländern gewertet werden?

Viele Grüße - tiga

Kraniozervikale/HWs Instabilität

Karolus ist offline
Beiträge: 1.937
Seit: 29.05.08
Ja , ich meine, dass die Schweiz vor nicht allzu langer Zeit hat juristisch entscheiden lassen, dass nicht nur durch fMRT / Upright - MRT somatische Folgen eines HWS-Beschleunigungstraumas nicht bewiesen werden können, sondern auch Auffälligkeiten eines normalen MRTs keine juristische Beweiskraft mehr erlangen können - es sei denn natürlich bei einer Fraktur.

Damit sind somatische Folgen eines Beschleunigungstraumas zumindest in aller Regel nicht mehr nachweisbar und damit juristisch nicht existent. Ich vermute, dass die Folge davon sein wird, dass Krankenkassen keine Mittel (mehr) für nicht vorhandene Verletzungen bzw. deren Folgen verwenden dürfen.

Liebe Grüße
Karolus
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Geändert von Karolus (03.08.12 um 21:00 Uhr)

Kraniozervikale/HWs Instabilität

tiga ist offline
Beiträge: 1.283
Seit: 16.03.10
Hallo Karolus ,

ich habe den Begriff HWS-Beschleunigungstrauma noch nie gehört.
Ist das schwizerisch ?
Ist damit ein Schleudertrauma gemeint, oder ist damit gemeint, dass ALLE Traumata, also Verletzungen der HWS-"Weichteile" durch ein funktionsMRT angeblich nicht feststellbar, oder nicht relevant sind? Hm.


Viele Grüße - tiga

Ahh, nochmal gelesen - oder ist damit die Ursache einer Verletzung gemeint? Also, das z.B. nicht nachweisbar ist, ob diese oder jene Verletzung auf diese oder jene Fehlbehandlung, oder einen Unfall usw. klar zurückzuführen ist?

Geändert von tiga (03.08.12 um 21:30 Uhr) Grund: Äh, Überlegung zum Verständnis..

Kraniozervikale/HWs Instabilität

Karolus ist offline
Beiträge: 1.937
Seit: 29.05.08
Hallo tiga ,

die Begrifflichkeiten sind bei solch wissenschaftlichen Dingen oft sehr komplex. Da der Begriff "Schleudertrauma" stark angegriffen wird, habe ich eben 'HWS-Beschleunigungstrauma' verwendet - in Anlehnung an das Buch von Grill, Graf, Wedig (Hrsg.): Beschleunigungsverletzung der Halswirbelsäule.

Trauma bedeutet ja Verletzung.
Die juristische Wertung von fMRTs und MRTs in der Schweiz bezieht sich m. W. nur auf die obere HWS - also auf den craniocervikalen Bereich / kraniozervikalen Übergang (also Übergang vom Kopf zum Hals). Auch das Thema dieses Threads bezieht sich auf diese Region.

Schäden anderer Gelenke werden auch in der Schweiz juristisch anerkannt per MRT nachgewiesen werden können.

Die Kopfgelenke und die dazugehörenden Bänder sind die einzigen Gelenke und Bänder des Körpers, die man sich juristisch gesehen nicht irreversibel verletzten kann.

Schweizerdeutsch war die Formulierung zumindest nicht bewusst. Jenseits von Eden befindet sich zurzeit in Hessen.

Liebe Grüße
Karolus

P.S. Als Ergänzung zu Deiner Ergänzung:
Meint "Trauma" die Ursache und / oder den Zustand der Verletzung / des Verletztseins? Ich denke, dass je nach Kontext beide Aspekte in unterschiedlichem Maß relevant sein können. Wenn ich eine wissenschaftliche Abhandlung darüber schreiben wollte, würde ich es genau definieren.

P.P.S. Die Frage, ob alle Weichteilverletzungen juristisch nicht durch ein fMRT nachgewiesen werden können, stellt sich so glaube ich nicht oft. In der Regel reicht ein normales (nicht in Funktionsposition 'geschossenes' MRT) aus, um Weichteilschäden eindeutig und auch juristisch nachzuweisen. Bei der oberen HWS ist das anders: Würde man hier einen Schaden nachweisen, kann es sein, dass jemand sehr viel bezahlen müsste. Daneben hatte ich vor längerer Zeit gelesen, dass der Genick-Bereich für ein MRT grundsätzlich sehr schwierig ist, da man sehr weit in den Körper hinein'schießen' muss, was das Ergebnis relativ ungenau sein lässt (die Forschung dürfte sich aber schnell weiter entwickeln). Ein Bänderschaden beispielsweise im Knie soll sich mit einem normalen MRT wesentlich sicherer belegen lassen.
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Geändert von Karolus (03.08.12 um 21:51 Uhr)

Kraniozervikale/HWs Instabilität

tiga ist offline
Beiträge: 1.283
Seit: 16.03.10
Hallo Karolus ,

Ah, o.k. - nun verstehe ich den Begriff Beschleunigungstrauma

Auch das Thema dieses Threads bezieht sich auf diese Region.
- O.K. - das bedeutet, ich kann davon ausgehen, dass phealwoods Befund des Rückenmarkkontaktes sich ebenso auf diesen Bereich bezieht ? ( <-- das sind Sorgenfalten).

Die Kopfgelenke und die dazugehörenden Bänder sind die einzigen Gelenke und Bänder des Körpers, die man sich juristisch gesehen nicht irreversibel verletzten kann.
Ist ja toll - das erinnert mich an etwas, das nicht minder makaber ist:
Der Tod stellt aus versorgungstechnischer Sicht die stärkste Form der Dienstunfähigkeit dar. http://www.symptome.ch/vbboard/nachd...tml#post820661
In meinem Nachtrag habe ich mich etwas unglücklich ausgedrückt - mir ging es darum, ggf. juristisch die Ursache des HWS-Traumatas zu klären, aber jetzt sehe ich gerade, dass du es im Nachhinein noch richtig verstanden hast

Lieben Gruß - tiga

Kraniozervikale/HWs Instabilität

Karolus ist offline
Beiträge: 1.937
Seit: 29.05.08
Hallo tiga

Zitat von tiga Beitrag anzeigen
- O.K. - das bedeutet, ich kann davon ausgehen, dass phealwoods Befund des Rückenmarkkontaktes sich ebenso auf diesen Bereich bezieht ? ( <-- das sind Sorgenfalten).
Ja. Nicht nur bei phealwood, auch bei vielen anderen, z.B. bei Karolus.

Zitat von tiga Beitrag anzeigen
Ist ja toll - das erinnert mich an etwas, das nicht minder makaber ist:
OT, aber trotzdem:

Im letzten Jahr habe ich mich wegen einer Umschulung mit Steuerrecht beschäftigt (es gibt Spannenderes im Leben ). Da heißt eine wichtige Regel: "Mit dem Tod erlischt die Steuerpflichtigkeit." Angesichts der baldigen fiskalpolitischen 'Notwendigkeiten' vermute ich, dass unser Herr Finanzminster auch dieses allerletzte Steuerschlupfloch noch zu schließen versucht. [Was nicht bedeuten soll, dass ich für Steuerschlupflöcher bin.] Aber es kann uns ja bald nichts mehr passieren, denn dann haften wir alle unbegrenzt füreinander, also beispielsweise haften wir dann mit unseren Steuergeldern dafür, dass die Griechen u. a. für uns haften...

Ich muss sagen, manches versteht man nicht besser, wenn man drüber nachdenkt...

Liebe Grüße
Karolus
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Geändert von Karolus (03.08.12 um 22:45 Uhr)

Kraniozervikale/HWs Instabilität

tiga ist offline
Beiträge: 1.283
Seit: 16.03.10
Hallo Karolus

Zitat von Karolus Beitrag anzeigen
Ja. Nicht nur bei phealwood, auch bei vielen anderen, z.B. bei Karolus
Hmpf. Da Seufze ich mal.
Das bedeutet wohl also, kraniocervicale Instabilität ist häufig mit RM-Kontakt, oder immer wieder kehrenden RM-Irritationen verbunden. Das war mir so nicht klar.

"Mit dem Tod erlischt die Steuerpflichtigkeit." Angesichts der baldigen fiskalpolitischen 'Notwendigkeiten' vermute ich, dass unser Herr Finanzminster auch dieses allerletzte Steuerschlupfloch noch zu schließen versucht.
Auf DEN rhetorischen Ausdruck wäre ich dann mal gespannt

Aber es kann uns ja bald nichts mehr passieren, denn dann haften wir alle unbegrenzt füreinander,..
Einer für alle, alle für einen - oder wie war das?

Ich muss sagen, manches versteht man nicht besser, wenn man drüber nachdenkt...
Oh ja - ich merke auch, wie sich der Knoten in meinem Kopf langsam immer mehr verheddert

Ich muss deshalb mal langsam in meinen Entknotungsmodus und mir eine Mütze aufsetzen

Ich wünsche dir eine gute Nacht !

Lieben Gruß

tiga

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Karolus ist offline
Beiträge: 1.937
Seit: 29.05.08
Danke, gleichfalls.

Liebe Grüße
von Karolus, dem es ähnlich geht
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Schwindelina ist offline
Beiträge: 409
Seit: 09.01.12
Kann man das denn nicht feststellen ob man Rückenmarkskontakt hat? Bildlich?
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Ich bin am kämpfen doch es ist so schwer


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