Urplötzlich furchtbar schlecht und schummerig

17.05.12 11:45 #1
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DerSuchende ist offline
Beiträge: 1
Seit: 17.05.12
Hallo zusammen,
ich fange am besten mal ganz vorne an! Also angefangen hat glaube ich alles im November 2011. Ich war abends weg und war am essen, als mir urplötzlich furchtbar schlecht und schummerig wurde. Ich hab dann aufgehört zu essen und es ging einigermaßen, auf der Heimfahrt wurde mir dann allerdings auch noch etwas schwindelig. Auch am nächsten Tag war mir ständig übel ich litt unter extremer Appetitlosigkeit und hatte irgendwie Luft im Bauch bzw. das merkwürdige Bedürfnis Luft zu schlucken/Aufzustoßen! Nach ein, zwei Tagen war das ganze aber wieder verschwunden und ich machte mir auch keine Gedanken mehr.
Ungefähr 4 oder 5 Wochen später hatte ich, glaube ich zumindest im nach-hinein, eine Panikattacke! Mir wurde auf einmal ganz schwindelig und ich dachte ich kippe gleich um! Aber da auch dies nach kurzer Zeit vorbei war machte ich mir keine Gedanken.
Richtig angefangen hat es dann Anfang Januar. Bei der Heimfahrt von einer abendlichen Unternehmung wurde mir auf einmal ganz schummerig. Am nächsten Tag war mir dann ständig übel und ich war extrem müde! Auch dieses Luftschlucken/Aufstoßen trat wieder auf. Dieser Zustand zog sich dann ein paar Tage bis ich zum Arzt ging. Der schaute mich kurz an und nach einem Blick auf meine Zunge, die stark belegt war und einen merkwürdigen belagfreien Fleck auf der linken Seite hatte, diagnostizierte er einen bakteriellen Infekt und verschrieb mir eine Woche Antibiotika! (Finde ich sehr unverständlich dass man einfach so mit Antibiotika um sich wirft).
Das ganze wurde natürlich nicht besser und zahlreiche andere Symptome kamen hinzu! Ich werde diese einfach mal alle auflisten:
• Extreme Müdigkeit, Benommenheit, teilweise auch Schwindel
• Wahrnehmungs- ,Konzentrationsstörungen
• Augendrücken, Augenschmerzen (einseitig), brennende Augen
• leichte Bindehautentzündung, Lichtempfindlichkeit
• Gesichtsschmerzen, Taubheitsgefühl (einseitig)
• Kopf, Nacken und Kieferschmerzen
• Druckgefühl Brust, Hals
• Schmerzen linke Brustseite
• Luftschlucken
• depressive Verstimmung, Depression (kein Wunder!)
• Atembeschwerden
• Herzrhythmusstörungen, Herzaussetzer
• häufige spontane Übelkeit
• Magen,- Darmbeschwerden
• Appetitlosigkeit
• leichtes Zittern
• starker Zungenbelag mit einseitigem Fleck ohne Belag
• neu aufgetretene Allergie

Es wurden dann noch andere Untersuchungen durchgeführt, alle ohne Befund:
• Blutbilder (Schilddrüsen/Bauchspeicheldrüsenhormone)
• Borreliose, Pfeiffersches Drüsenfieber
• EEG, MRT
• Magenspiegelung
• Allergietest (neu aufgetretene Allergie)
Mein Arzt ist dann zu dem Schluss Psychosomatik gekommen! Konnte ich mir eigentlich nicht vorstellen, da es zwischenzeitlich auch Tage gab da ich mich trotz der Symptome eigentlich recht gut gefühlt habe, aber nun gut. Er hat mich dann aber mit dieser Behauptung ziemlich alleine gelassen und ich habe nur auf Nachfrage eine Überweisung zum Psychotherapeuten bekommen. Da ich mich ziemlich schlecht beraten gefühlt habe bin ich noch zu einem anderen Arzt um eine Empfehlung sowie eine Diagnose zu bekommen.
Der andere Arzt hat dann gemeint das er davon überzeugt ist das das ganze nicht psychisch ist und er eine Schwermetallvergiftung vermutet. Ich habe dann einen Urintest gemacht der negativ ausfiel, aber da sich die Schwermetalle ja anscheinend in den Zellen absetzen können hat er trotzdem mit einer Behandlung angefangen. Ich habe also bis jetzt 2 DMPS Infusionen bekommen sowie Chlorella bekommen.
Nun ging es mir zwar schon schlechter aber so wirklich gut noch lange nicht und ich bin noch nicht wirklich davon überzeugt das die Schwermetalle schuld sind.
Meine weiß belegte Zunge hab ich übrigens immer noch und habe auch mal den Candida-Spucktest gemacht! Ich weiß zwar nicht ob der wissenschaftlich relevant ist aber er war auf jeden Fall eindeutig positiv. Mein Arzt meint dazu dass dies durchaus sein kann der Pilz aber durch die Schwermetalle komme und er ihn nicht extra behandeln würde. Ich habe dann beschlossen mal Grapefruitkernextrakt zu nehmen was ja anscheinend ganz gut sein soll!
Das ist jetzt ein ziemlich langer Text geworden und ich hoffe es liest ihn überhaupt jemand! Ich bin nämlich so langsam ein bisschen verzweifelt und fürchte dass das ganze nicht besser wird.
Über Meinungen, Tipps und Erfahrungen von euch würde ich mich freuen!


Meine Geschichte

bestnews ist offline
Beiträge: 5.701
Seit: 21.05.11
Hallo Suchender,
ich hoffe durch meine Tipp kommst Du ans Ziel.

Für mich sieht das Ganze stark nach einer Histaminintoleranz aus, der Verdacht verstärkt sich auch dadurch, dass die Ärzte nichts finden.
Allergietests nützen hier wenig, Blutbilder genauso. Aber wenn bei Dir schon Allergien festgestellt wurden passt es um so mehr, denn sowohl Allergien als auch Nahrungsmittelintoleranzen hängen mit dem Darm zusammen.

Schau mal hier:

HIT > Symptome

Ich habe die Hit vermutlich bereits Jahrzehnte, nur wurde es irgendwann immer mehr und also der Handlungsbedarf immer grösser.
Trotz ständiger ärztlicher überwachung fast ein Leben lang, wurde die Hit nie gesehen, genauso wenig die anderen Nahrungsmittelintoleranzen.
Den Tipp, dass ich eine Hit haben könnte und das es sowas überhaupt gibt, bekam ich hier und die probeweise Diät schlug bereits nach ein paar Tagen ein wie eine Bombe. Da ass ich bereits schon recht lange glutenfrei und erst seit kurzem keine Milchprodukte mehr.
Die Beschwerden, die Du beschreibst haben oder hatten hier viele durch die Hit ausgelöst, derstreeck ist auch so ein Fall, er wird sich hier vielleicht auch noch mal zu Dir äussern. Die Hit ist noch nicht so lange bekannt und deshalb kann man hier von den Ärzten im allgemeinen kaum was erwarten, so viel anders ist es offenbar auch im Bereich der anderen Nahrungsmittelintoleranzen nicht. Lactose und Fructose sind als Problem bekannt und manchmal wird an eine Zöliakie gedacht, aber häufig wird derlei dann auch nur unzureichend ausgetestet und man bekommt falsch negative Befunde. Darauf weist Ledochowski in seinem Buch "Wegweiser Nahrungsmittelintoleranzen" hin und auch gleichzeitig, wie es richtig geht.
Ich vermute bei Dir noch andere Intoleranzen, denn häufig ist die Hit nur die Folge unerkannter Intoleranzen, aber der Ursachen für eine Hit gibt es auch noch etliche andere.
Eine Hit ist nur sicher nachweisbar über die Probediät.
Die anderen Nahrungsmittelintoleranzen testet man am besten auch selbst aus, denn so ziemlich alle Tests greifen nicht bei jedem ...

Lebensmittelliste Hit, die ich preferiere:

http://www.histaminintoleranz.ch/dow...lliste_HIT.pdf

Die Glutenunverträglichkeit hat vermutlich sogar meine Nieren gekillt.

Du wirst mich hier sehr oft mit der Vermutung auf eine Nahrungsmittelintoleranz finden, das hat folgenden Grund:
Laut Experten haben 80% der Menschen in unseren Landen damit zu tun und 80% wissen nichts davon!
Wir habe z.B. Gundnahrungsmittel auf die wir evolutionär nicht angepasst sind, weil sie entweder verzüchtet sind wie z.B. Weizen oder aber weil sie noch nicht lange genug auf dem Speiseplan stehen wie z.B. Milchprodukte und auch Getreide an sich. Von dem Supermarktzeugs mit den unzähligen Zusatzstoffen rede ich erst gar nicht.

Artgerechte Ernährung des Menschen:

http://www.streetwork.ch/food.html

Bello und Mauzi haben übrigens auch so ihre Probleme, weil das Fertigfutter z.B. Getreide enthält, was eben auch hier nicht artgerecht ist!

Alles Gute.

Belies Dich mal global über Nahrungsmittelintoleranzen.
Wichtig auch: Häufig kommt es auch erst Stunden und Tage nach dem Essen zu Reaktionen.....Ich persönlich habe nie gemerkt, dass ich ein Problem mit dem Essen habe. Das ist bei jedem unterschiedlich.

Geändert von bestnews (17.05.12 um 12:54 Uhr)

Meine Geschichte
Männlich Windpferd
Hallo Suchender,

mein erster Verdacht ist Elektrosmog-Belastung, in diesem Fall eher durch Sendeanlagen, da die Beschwerden anscheinend überwiegend außerhalb Deiner Wohnung auftreten. Da wäre zu ermitteln, ob es einen oder mehrere neue Sender in der Umgebung gibt (s. Bundesnetzagentur). Vielleicht ist bei Euch auch TETRA in Betrieb genommen worden. (Gelegentlich wird das auch an- und abgeschaltet, um die Leute irrezuführen.) Ob das bei Euch der Fall ist müßte bei der Gemeinde oder evtl. der Polizei zu erfahren sein. Oder jemand, der über ein geeignetes Meßgerät verfügt.

Schulmedizinische Hilfe kannst Du in Deiner Situation kaum erwarten.

Einfach DMPS zu spritzen (ohne die erforderlichen Nahrungsergänzungsmittel) ist grob fahrlässig. (Ist denn danach wenigstens der Urin untersucht worden?) Außerdem wäre es notwendig, zu rekonstruieren, wann Du durch welche Schwermetalle in welchem Maß gefährdet warst / bist. Ist meistens - aber nicht immer - durch Amalgamfüllungen gegeben. Auch andere toxische Einwirkungen sind denkbar.

Natürlich können auch Infekte urplötzlich Symptome produzieren. Antibiotika sind ohne Antibiogramm unverantwortlich; bei viralen Infekten jedenfalls nutzlos. Leider versteh ich von Infektionskrankheiten nicht genug.

Eine ordentliche Anamnese mußte übrigens nicht beim Auftreten der ersten Symptome beginnen sondern idealerweise mit der Zeugung. (Z.B. können toxische Belastungen der Mutter intrauterin - gerade durch Amalgamfüllungen - und durch das Stillen erhebliche Störungen verursachen. Auch frühere Erkrankungen sind wichtig zu wissen, ebenso wie Krankheiten naher Verwandter.

Auf die Psychoschiene würde ich mich an Deiner Stelle nicht schieben lassen. Zu verzweifeln brauchst Du jedenfalls nicht.

Liebe Grüße und viel Glück!
Windpferd

Meine Geschichte

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.472
Seit: 26.04.04
Hallo DerSuchende,

herzlich willkommen im Forum.

Blutbilder (Schilddrüse
Magst Du Deine Schilddrüsenbefunde einmal hier einstellen? Etliche Deiner Symptome könnten mit einer Fehlfunktion in Verbindung stehen
Schilddrüse

Leider sieht es mit der Diagnostik nicht gut aus - es wird in der Regel nur unzureichend untersucht (fehlende Blutwerte, Ultraschall).

Liebe Grüße,
Malve


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