Mitralklappenprolaps & HIT

02.09.07 12:41 #1
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mayell ist offline
Beiträge: 1
Seit: 02.09.07
Hallo,

Ich bin neu hier im Forum und via "libase.de" auf euch gestoßen.
Seit ca. 2 1/2 Jahren weiß ich von meiner HI. Vom Mitralklappenprolaps weiß ich seit 7 Jahren.
Meine HI-Reaktion äußert sich in Blutdruckanstieg und Herzrasen. Was bei eine r leicht undichten (geringe Mitralinsuffizienz) nicht so lustig ist.

Seit geraumer Zeit kommt es vor, dass ich - auch wenn ich mich (wie z.B. in den letzten beiden Wochen) HI-arm/-los ernährt habe - es dennoch zu diesem Herzrasen gekommen ist. War dann z.B. letzten Montag in Wien im AKH; dort wurde nix festgestellt. Das Herz ist (bis auf die ein bissl undichte Mitralklappe) total okay.

Schön langsam trau ich mich keinen Sport mehr machen, weil ich Angst vor diesem anfallsartigen Herzrasen habe (das seit Dezember auch immer wieder beim Sport - Nordicwalken - was ja nicht sehr anstrengend ist/war - auftaucht).

Kann es sein, dass die HI meinen Mitralklappenprolaps verschlimmert? Organisch checken ließ ich's vom Internisten Anfang Juni inkl. Belastungs-EKG. Auch da war nix.
Aber bei einer harmlosen Bergwanderung hat mein Herz wieder so wild zu pochen begonnen (inkl. Übelkeit und Schwindel), dass ich dachte: das war's dann wohl.

Jedenfalls bin ich total verunsichert. Und hoffe, dass ich bei euch jemanden finde, der ähnliche Probleme oder Erfahrungen hat und mir weiterhelfen kann.

Vielen Dank im Voraus.

Liebe Grüße
Mayell

Mitralklappenprolapas & HI

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Mayell,

Herzlich willkommen hier im Forum.
Das erste, an was ich beim Lesen Deiner Beschwerden dachte, war, Kalium- und Magnesiummangel. Du gibst an, die Beschwerden beim Nordic Walking und beim Bergwandern zu haben. Gerade bei Aktivität, auch wenn sie nicht sooo anstrengend scheint, macht sich ein latenter Mangel an diesen beiden Stoffen bemerkbar.
Ich selbst habe u. a. ähnliche Probleme wie Du: Ich habe auch eine HI, eine Mitralklappeninsuffizienz sowie auch eine Trikuspidalklappeninsuffizienz und ich hatte vor der regelmäßigen Zuführung von Magnesium und Kalium immer wieder Herzrasen und auch Herzrhythmussstörungen (hatte mal "Lown IVa"). Das Herzrasen ist sehr deutlich zurückgegangen seitdem ich Mg- und Kalium einnehme (bei mir waren diese beiden Stoffe im Blut oft an der unteren Grenze und auch immer wieder darunter).
Mg- und Kaliummangel können ja zu Herzrasen führen (das ist eines von vielen möglichen Mangelsymptomen).

Man kann Mg und Kalium im Blut bestimmen lassen. Bei Kalium ist die Bestimmung aber oft fehlerhaft, denn es kommt hier darauf an, dass bei der Blutabnahme keine Fehler gemacht werden und dass das Blut nicht mehrere Stunden zum Labor unterwegs ist. Bei Fehlern steigt der Kaliumspiegel an und es kann so ein evtl. Kaliummangel nicht erkannt werden.
Vielleicht erkundigst Du Dich mal nach Deinen Kaliumwerten und läßt Dir auch die Normbereiche dazu sagen. Liegen sie niedrig, spräche dies dafür, dass Du einen latenten Kaliummangel hast, der sich vor allem bei Anstrengungen bemerkbar macht. Vielleicht genügt schon, wenn Du vor sportlichen Aktivitäten viel kaliumhaltiges Obst isst und evtl. etwas Magnesium einnimmst.
Es gibt auch niedriger dosierte Tabletten die Mg- und Kalium enthalten wie Tromcardin, Magium K, etc. Doch sollte man erst die Blutwerte wiederholt prüfen (evtl. wäre eine Untersuchung im Vollblut anstatt im Serum aussagefähiger).

Ich vermute mal, dass Du, wenn Du eine HI hast, bestimmte Verwertungsstörungen hast oder durch die Diät (=Meiden histaminreicher Nahrung) weniger Mg und Kalium zu Dir nimmst.
Natürlich können Herzprobleme auch bei HI auftreten, aber man kann auch beides haben "Läuse und Flöhe" gleichzeitig.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Mitralklappenprolapas & HI

Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
Zitat von margie Beitrag anzeigen
Bei Kalium ist die Bestimmung aber oft fehlerhaft, denn es kommt hier darauf an, dass bei der Blutabnahme keine Fehler gemacht werden und dass das Blut nicht mehrere Stunden zum Labor unterwegs ist. Bei Fehlern steigt der Kaliumspiegel an und es kann so ein evtl. Kaliummangel nicht erkannt werden.

hallo liebe margie,

könnte es sein, dass bei mir desweegen kalium ambulant immer im ref.-bereich (untere grenze) ist, sich aber bei stationären tests im mangelbereich findet?

hallo mayell,

ich hatte das mit dem herzen übrigens auch.
es ist nun weg.
ich weiss leider auch nicht, warum.
was ich aber sagen will:
hey;
nicht aufgeben!



du schaffst es, das los zu bekommen!

viele liebe grüsse von shelley
__________________
IchDiskutierNichtMitIdioten.ErstZiehnSieMichAufIhrNiveauRab, DannSchlagen'sMichMitIhrerErfahrung.

Mitralklappenprolapas & HI

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Shelley,

Du fragst:

hallo liebe margie,

könnte es sein, dass bei mir desweegen kalium ambulant immer im ref.-bereich (untere grenze) ist, sich aber bei stationären tests im mangelbereich findet?
Gut beobachtet! So ist es bei mir auch öfters. Die niedrigsten Werte beim Kalium habe ich auch dort, wo das Labor "gleich um die Ecke ist" und wo man annehmen kann, dass die Werte schnell bestimmt werden. Also bei stationären Aufenthalten zum Beispiel werden die Werte meist am schnellsten bestimmt.

Aber ob die Mitralinsuffizienz wieder verschwinden kann, glaube ich eher nicht. Es kann sein, dass es da Schwankungen gibt und ein Arzt beim Herz-Echo dann sagt, da ist doch nichts! Und beim nächsten Mal sagt ein anderer dann, ja, Sie haben eine leichte Mitralinsuffizienz! So ist es manchmal bei mir.
Solange es sich um eine leichte Insuffizienz handelt, ist es wohl auch noch nicht sehr bedenklich. Man muss dann bei Infekten eben aufpassen, dass diese die Herzklappen nicht weiter schädigen.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Mitralklappenprolapas & HI

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.475
Seit: 26.04.04
Bei einer Herzklappeninsuffizienz ist es ratsam, vor und auch nach operativen Eingriffen, bei denen Bakterien in die Blutbahn gelangen können (z.B. Professionelle Zahnreinigung) kurzzeitig Antibiotika zu nehmen.

Liebe Grüsse,
Malve

Geändert von Malve (15.08.14 um 21:35 Uhr)

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