Zu viele Symptome - helfen nur Antidepressiva?

02.05.12 18:44 #1
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isunia ist offline
Beiträge: 33
Seit: 10.03.11
Hallo ihr Lieben,
ich (62 J.) habe ein gesundheitliches Problem und komme nicht mehr weiter. Wer kann mir helfen. Seit fasst vier Jahren mit Unterbrechung bekomme ich Antidepressiva. Ich konnte mich nie richtig damit abfinden, dass ich depressiv bin. Meine Depressionen sind stets durch körperliche Schmerzen hervorgerufen worden (zuerst Kopfschmerzen und Beine versagen – Zittern, Lähmung).
Seit 8 Wochen habe ich eine Diagnose Hashimoto. Ich habe gelesen, dass bei der Schilddrüsenentzündung ähnliche Symptome, wie bei Depressionen auftreten können und manchmal ist es für Ärzte schwierig die richtige Diagnose zu stellen. Meine Symptome sind schwer auszumachen, denn ich nahm Antidepressiva (Cymbalta). Dadurch werden viele Symptome unterdruckt.
Nachdem ich jetzt aber fasst 8 Wochen ohne Medikamente lebe, spüre ich, wie es mir wirklich geht. Symptome: chronischer Mastdarmschmerz, Augenprobleme (keine Autoimunerk.), Müdigkeit, Verlust an Knochenmaße, Gewichtsverlust, Vergesslichkeit. Nächtliche körperliche Probleme: Es sind regelrecht Attacken. Ich werde aus dem Schlaf durch ein Erstickungsgefühl rausgerissen, verspüre ein Wirbelsäulenschmerz, mein Körper sackt zusammen, meine Handflächen sind zusammengepresst und versuchen meinen Körper entgegenzuwirken. Es ist so, als ob mein Gehirn keine Gewalt mehr über den Muskeln, Nerven hätte. Der Hals und Rachen sind sehr trocken. Ich schwitze stark (nur danach), zugleich habe ich das Gefühl auf dem Strom zu liegen (Kribbeln). Die Muskeln, Magen, Leber, Wirbelsäule schmerzen punktuell. Wenn das zu Ende ist, bin ich fix und fertig und komme mir vor, wie von einer Walze hin und hier überrollt zu sein, bin erschöpft.
Womit habe ich hier zu tun? mit Hashimoto oder mit Depressionen. Können Hormonen so schlimm zusetzen. Ich bekomme keine Hormone, weil der Arzt (Diagnose im Krankenhaus) keine Notwendigkeit sieht, die zum jetzigen Zeitpunkt zu verschreiben; die Schilddrüse arbeitet ja noch.
Bei dem Endokrinologen war ich noch nicht, habe leider erst im Juni einen Termin bekommen.
Wer könnte aus Erfahrung berichten oder wer kann mir helfen, die Krankheit „auszumachen“. Vielleicht hat jemand eine Ahnung, ob Antidepressiva eine Hashi auslösen können. Ab wann spricht man von der Erkrankung an Hashi?
Ich bin für jede Hilfestellung sehr dankbar.
Isunia


zu viel Symptome - helfen nur Antidepressiwa?

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.123
Seit: 08.11.10
Hallo isuna,

Meine Depressionen sind stets durch körperliche Schmerzen hervorgerufen worden
Darin sehe ich eine körperliche Ursache, die in deinem Falle Schmerzen, Augenprobleme, Müdigkeit, Verlust an Knochenmaße, Gewichtsverlust, Vergesslichkeit und so weiter und depressionsähnliche Zustände hervorrufen.

Die eigentlichen Ursachen können sehr verschieden sein und oft ist es auch eine Kombination von mehreren Sachen.

Häufig sind es Vitaminmängel und Lebensmittelunverträglichkeiten.

Vitaminmängel können z.B. Vitamin D und B12 sein. Wurden diese Werte bei dir gemessen? Vitamin D wäre am besten 25(OH)-Vitamin D3 zu messen und bei B12 das Holotranscolabamin und nicht nur das B12 im Serum, was die meisten Ärzte machen. Alle Werte unter 400 können schon ein Mangel sein, weitere Untersuchungen wären dann notwendig.

Hast du deine Werte da? Kannst du die hier mal aufschreiben?

Bei Lebensmittelunverträglichkeiten wird es schwieriger, weil es meist keine zuverlässigen Tests gibt. Ausser bei Fruktose, Laktose und Sorbit ist es am besten eine sogenannte Suchdiät zu machen um rauszufinden, ob man Lebensmittel wie Brot, Milch oder histaminhaltige Lebensmittel nicht verträgt.

Histamin spielt bei deinen Symptomen eine Rolle. Einfach weil Histamin immer eine Rolle spielt. Eine Histaminintoleranz ist sozusagen ein Symptom, was man bei vielen Krankheiten hat.

Möglich wäre auch eine Infektion wie Borreliose.

Hier mal was zum Thema Histamin und Schilddrüse. http://www.symptome.ch/vbboard/hista...ilddruese.html

Interessant finde ich, dass bei dir das Antidepressiva die körperlichen Symptome unterdrückt hat? Viele Antidepressiva stören zusätzlich den Histaminabbau und wenn der Arzt darauf nicht achtet, kann es sein, dass es einem damit noch viel schlechter geht.

Hattest du vielleicht ein Antidepressiva mit dem Wirkstoff Promethazin?

Hier noch was zum lesen:

http://www.histaminintoleranz.ch/symptome.html

HIT > Therapie

Grüsse
derstreeck

Geändert von derstreeck (02.05.12 um 19:09 Uhr)

Zu viele Symptome - helfen nur Antidepressiva?

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.123
Seit: 08.11.10
Hier nochmal dein älterer Thread.

http://www.symptome.ch/vbboard/zahnm...ankmacher.html

Deine Zähne und/oder Materialien im Mund können absolut der Grund deiner Beschwerden sein.

Grüsse
derstreeck

Zu viele Symptome - helfen nur Antidepressiva?

Sparschwein ist offline
Beiträge: 25
Seit: 03.05.12
derstreeck ich würde dir gerne ein "Like" für deinen Beitrag geben!

isunia, du sagst es doch schon selbst. Wenn deine Depression durch körperliche Schmerzen verursacht wurde, machen Antidepressiva keinen Sinn. Je nach Stärke der Schmerzen kann es sein, dass man auf Morphin zurück greifen muss, aber das kann ich keinesfalls beurteilen.

Warum lässt du dich mit deinen (wie ich finde durchaus schwerwiegenden) Symptomen, nicht von deinem Hausarzt stationär ins Krankenhaus einweisen?

Sparschwein.

Zu viele Symptome - helfen nur Antidepressiva?

isunia ist offline
Themenstarter Beiträge: 33
Seit: 10.03.11
Hallo Sparschwein,
ich war im Krankenhaus, jedoch kurz nach dem Absetzen des Antidepr. Daher waren die Symptome nicht so stark ausgeprägt. Ich lies die Verdauungsbeschwerden und Schmerzen, die ich unter der re. Rippe hatte und die Gewichtsabnahme prüfen. Ohne Befund. Ich schließe nicht aus, dass das Antidepr. Cymbalta diese Beschwerde verursacht hat. In der Phase wo ich keine Tabletten genommen habe, wurden die viel weniger.
Wie könnte ich nur das Auftreten der nächtlichen Attacken verhindern? Mein Psychiater sagt, es die Psychie. Ich glaube aber nicht daran. Hast du vielleicht eine Idee. Ich entspanne mich vor dem Schlafengehen, mache körperliche innere Übungen. Was meinst du dauert der Entzug von dem Antid. immer noch an?
Isunia

Zu viele Symptome - helfen nur Antidepressiva?

isunia ist offline
Themenstarter Beiträge: 33
Seit: 10.03.11
Hallo derstreeck,
gut, dass du das angesprochen hast. Ich habe leider keine Ahnung, was ich tun könnte. Die Implantate sind nun im Mund, die Brücken aus Keramik auch. Welche Möglichkeiten habe ich noch etwas zu prüfen. Habe allerdings eine erhöhte Sensibi. gegen Quecksilber, Silber und Nickel. Für den ZA sind das keine Nachweise, er vermied auch alle Mettale. Keramik ist für ihn der unantastbare Stoff in der Zahnmedizin.
M. l. G.
isunia

Zu viele Symptome - helfen nur Antidepressiva?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo isunia,

hast Du denn reine Keramik-Implantate? Hast Du nur Keramik im Mund oder eine Mischung an Materialien?

Grüsse,
Oregano
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Zu viele Symptome - helfen nur Antidepressiva?

isunia ist offline
Themenstarter Beiträge: 33
Seit: 10.03.11
ich grüße dich Oregano,

ich habe Titanimplantate (Genaues weiß ich leider nicht). Außerdem habe ich zwei Keramikbrücken und zwei tote Zähne unter der Keramikbrücke.
isunia

Zu viele Symptome - helfen nur Antidepressiva?

Sparschwein ist offline
Beiträge: 25
Seit: 03.05.12
Cymbalta ist ein Medikament, welches bei Depression und Angstörtung ABER AUCH bei aktuen und chronischen Schmerzen eingesetzt wird. Also eigentlich ein gutes Mittel, sowohl gegen die Schmerzen, wie auch gleichzeitig gegen die dadurch entstandene Depression.

Nur, wenn du das Mittel wegen seinen Nebenwirkungen nicht verträgst, und die Nebenwirkungen beim Abesetzen besser werden, bringt das natürlich nichts. Falls du um ein Anti Depr. garnicht herum kommst, wäre ein Wechsel zu einem anderen Präperat nicht schlecht. Am Besten eines, wozu man zusätzlich Schmerzmittel einnehmen kann.

Ich kann nicht beurteilen, wie stark es bei dir ist. Aber eine regelmäßige Psychotherapie, oder ggf ein stationärer Aufenthalt in einer offenen psychosomatischen Klinik, fände ich nicht schlecht. Einfach weil ich denke, dass man nach Möglichkeit nicht sein Leben lang Anti Depr. schlucken sollte, wenn es auch anders geht.

Therapie und/oder Klinikaufenthalt (von der Kasse wird das beides bezahlt) könnten eine langfristige Lösung darstellen, wodurch man die Anti Depr. langsam ausschleichen (bloß nicht sofort absetzen) könnte, und du irgendwann vielleicht gar keine Anti Depr. mehr benötigst.

Tabletten sind aus meiner Sicht, weder eine endgültige, noch eine alleinige Lösung. Sondern lediglich zur vorübergehenden Unterstützung. Aber das sieht warhscheinlich jeder anders.

Zu viele Symptome - helfen nur Antidepressiva?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
. Seit fasst vier Jahren mit Unterbrechung bekomme ich Antidepressiva.
Wann hast Du die Implantate und wann die Keramikbrücken (reine Keramik?)bekommen?
Seit wann ist bekannt, daß unter den Brücken zwei tote Zähne stehen?

Grüsse,
Oregano
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